Der Glaube, der mein Leben beeinflusst hat

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Ungerechtigkeit Unglaube Zorn Hass Familie

Ich beichte heute mein Unverständnis für die Kirche und auch für die meisten Gläubigen, die mein Leben beeinflusst haben. Ich habe in den Jahren so unglaublich viel Ablehnung und Verachtung von meiner Familie erfahren, die sich dabei so gut wie immer auf ihren Glauben berufen hat, dass ich es einfach nicht mehr nachvollziehen kann. Früher, in der Schule, durfte ich zum Beispiel nicht am Aufklärungsunterricht teilnehmen. Obwohl meine Eltern über die möglichen Gefahren informiert waren, hielten sie es für unvereinbar mit ihrem Glauben, dass man mir "obszöne Praktiken und perverse Lustspiele" beibrächte. Der Schulpfarrer riet mir, ich solle dankbar sein für solch ein vorbildliches und fürsorgliches Elternhaus, das sich jeder nur wünschen könnte. Als ich meinen ersten "Quasi-Freund" nach Hause brachte, warf mein Vater ihn sofort raus und schlug mich zusammen.


Als ich einmal einen mittelschweren Unfall hatte und eine Zeit im Krankenhaus lag, bekam ich von meinen Eltern nichts als Vorwürfe zu hören. Ich hätte es ja auch irgendwie verdient, schließlich habe ich ja mal zu wenig Respekt durchblicken lassen, als Onkel Hartwig (nicht sein richtiger Name) mal wieder einen seiner rassistischen Ausbrüche vor der ganzen Verwandtschaft zelebrierte. Und weil ich da etwas gesagt hatte, wurde ich also von einem Auto angefahren. Das Einzige, was sie zu meiner Genesung sagten, war "Sieh zu, dass du wieder auf die Beine kommst, die haben hier Wichtigeres zu tun, als sich um eine Idiotin zu kümmern." Als ich meinen Eltern Jahre später eröffnete, dass ich bisexuell bin, drohte mein Vater mir, mich umzubringen. Ich wurde enterbt und habe ungefähr drei Jahre lang nichts von meinen Eltern gehört. Heute bin ich für sie eine entfernte Bekannte. Ich habe nie jemandem Schaden zugefügt und bin ein sehr harmoniebedürftiger Mensch. Daher verstehe ich nicht, womit ich so viel Hass verdient habe und wie der Glaube das dann auch noch rechtfertigen kann.

Beichthaus.com Beichte #00033984 vom 20.09.2014 um 16:37:34 Uhr (44 Kommentare).

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Nur Dank ist nicht genug

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Engherzigkeit Selbstsucht

Ich habe einem Freund, der die letzten Monate psychisch und körperlich sehr angeschlagen war, unheimlich viel geholfen. Er wurde aus der Klinik entlassen und dafür bin ich zu ihm nach München gegangen. Ich habe meinen Urlaub geopfert und bin auch schon vorher an vielen Wochenenden zu ihm gefahren und habe dafür viel Geld ausgegeben. Aber er hat sich am Ende nur bedankt. Ich weiß schon, man hilft nicht, um später dafür gefeiert zu werden oder so etwas, aber ich habe mein Leben komplett hinten angestellt, weshalb ich gerne mehr Wertschätzung dafür erhalten hätte. Keine Ahnung. Einen Brief oder Blumen oder irgendetwas anderes Schönes, das zum Ausdruck bringt, dass er das Ausmaß meines Engagements für ihn sieht und wertschätzt. Ich beichte hiermit also, dass ich anscheinend engherzig bin und es fast bereue, mich so sehr für einen guten Freund ins Zeug gelegt zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00033978 vom 19.09.2014 um 22:08:16 Uhr (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Amors Pfeil und das Ritual der Liebe

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Engherzigkeit Schamlosigkeit Sex Partnerschaft Internet

Ich (w/19) beichte, dass ich meiner festen Freundin (20) seit zwei Wochen einen fiesen Streich spiele. Vor einem Jahr hat sie sich auf einer Internetseite angemeldet, auf der Jung- und Hobbyautoren ihre Geschichten veröffentlichen, da das ein großes Hobby von ihr ist, und die Community ist nicht gerade klein. Sie schreibt aber eher weniger, sondern verdingt sich dort als Freischalter. Bevor nämlich Geschichten online gehen, müssen sie erst durch die Freischaltung. Jetzt gibt es natürlich verschiedene Genres, eines davon ist der Erotik-Bereich, der nur volljährigen Mitgliedern zugänglich ist. Man muss sogar extra nachweisen, dass man 18 ist, denn selbst wenn sich ein 30-Jähriger dort anmeldet, darf der nicht automatisch in diese Ecke rein. Zusätzlich dürfen Geschichten mit pornografischem Inhalt nur von Freischaltern freigegeben werden, die ihr Alter nachgewiesen haben. Meine Freundin ist eine von drei Freischaltern, die dieses "Privileg" genießen. Da sie eine Mannschaft von 15 Leuten sind, gibt es da natürlich nicht so viele. Größtenteils kriegt sie deshalb die Ü18-Geschichten ab.


Ihr macht das alles ziemlich viel Spaß, sie erzählt mir sogar von den Highlights, die sie heute wieder lesen durfte, aber auch von den absoluten Tiefpunkten, denn nicht jede Geschichte ist gut. Sie schaltet pro Tag etwa 10-15 Geschichten, 4-6 sind meistens erotisches Zeug. Vor etwas mehr als zwei Wochen beklagte sie sich, dass sie jetzt nur noch den ganzen Sex-Kram zu lesen bekommt, weil ihre zwei Kollegen eine Weile ausfallen. Der Eine liegt wohl im Krankenhaus und die Andere macht einen Trip durch die USA. Das hieß also, egal welchen Schweinekram man hochladen wollte, sie würde es zu lesen bekommen. Ich setzte mich am darauf folgenden Nachmittag an meinen Laptop und schrieb eine völlig an den Haaren herbeigezogene Sex-Szene. Gespickt mit Unlogik und den schlimmsten Klischees. 22 Zentimeter, die Frau kam fünf Mal hintereinander, sie trieben es fast zwei Stunden lang in sieben verschiedenen Stellungen - lautes Gestöhne, Spanking, pralle Brüste, am Ende kamen beide nochmals gleichzeitig. Und das alles in einer ziemlich einfachen Sprache, mit abgehackten Sätzen und dergleichen. Ich erstellte auf der Seite einen Account und lud es hoch. Denn das Lustige ist: Wenn man sein Alter auf mindestens 18 stellt, darf man eigene Ü18-Sachen hochladen, selbst wenn man nicht dafür freigeschaltet ist. Man darf halt nur keine fremden Sachen lesen.


Ich dachte mir dann aber, dass ich das noch besser kann, und schrieb noch weitere Szenen. Meine Zweite war dann eine richtige Hardcore-Szene und richtig widerlich geschrieben. Von Sekt und Kaviar, über Begriffe wie "Fickstute" und dergleichen bis ohnehin zu einem "ficken" in jedem zweiten Satz. Auch dämliche Vergleiche wie "sie war so scharf wie ein Chirurgenskalpell" und zweckentfremdete Würste durften nicht fehlen. Meine dritte Geschichte war dann das komplette Gegenteil. Es war eine Szene mit zwei Männern, absolut romantisch und kitschig geschrieben, sodass man schon Diabetes bekommen könnte. Keinerlei Kraftausdrücke oder gar irgendetwas Schmutziges. Alles schön blumig. Sex wurde immer als "Ritual der Liebe" deklariert und ich habe es geschafft, nicht einmal die Worte Penis oder Arsch zu schreiben. Nein, die wurden alle durch Synonyme wie Lustgrotte, Amors Pfeil, Blitzableiter, Stehaufmännchen, Diener der Lust, Aftergeige, Dingelchen, Freudenschweif, Liebeszepter und Baum der Erkenntnis ersetzt.


Für meine vierte Geschichte suchte ich Inspiration bei Pornotiteln, bis ich auf den Folgenden stieß: "Lass die Enkel zwischen die Schenkel" - worum sich also dieses Machwerk drehte, könnt ihr euch denken. An meiner nächsten Geschichte schreibe ich momentan, sie wird den schönen Titel "Die Pussy, in der ich stecke" tragen. Nachdem meine dritte Sex-Szene oben war, fing auch endlich meine Freundin an, mir von diesen komischen Geschichten zu erzählen. Auch, dass ihr auffiel, dass die alle vom gleichen Autor stammten. Besonders mit der blumigen Story und den ganzen Synonymen habe ich sie wohl sehr erheitert, sie sagte zumindest, sie hätte heulend am Boden gelegen vor Lachen. Sie hat sich sogar die schönsten Begriffe aufgeschrieben. Bei den anderen war sie wohl eher geschockt und beim Inzest sei ihr etwas komisch geworden. Ich beichte also, meiner Freundin absichtlich schlecht geschriebene Sex-Geschichten unterzujubeln und sie so auch um einen Teil ihrer Zeit zu bringen, denn sie sind in der Freischaltung momentan chronisch unterbesetzt. Ich schwöre aber, dass das meine letzte Geschichte sein wird, denn ich verschwende schon einige Zeit dafür. Ich weiß nur noch nicht, ob ich es ihr auch sagen soll.

Beichthaus.com Beichte #00033977 vom 19.09.2014 um 20:35:18 Uhr (15 Kommentare).

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Die Illusion einer Beziehung

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Falschheit Feigheit Lügen Verzweiflung Partnerschaft

Ich bin seit über einem Jahr mit meiner Freundin zusammen - alles ist so, wie man es sich vorstellt - heile Welt, viel Liebe, viel erregender Sex. Aber hier kommt der Knaller: Diese so perfekt anmutende Welt um uns herum und vor allem in unserer Beziehung wird umgeben von dem stetigen Verdrängen der Realität. Sie ist ein sehr komplizierter Fall und wäre da nicht diese beinahe traumhafte Beziehung neben der Schattenseite, wäre da auch keinerlei Liebe zu ihr. Sie ist sehr verschlossen für die Außenwelt, sieht oft nicht ein, welche schwerwiegenden Fehler sie macht, schiebt alles, was sie falsch macht, auf mich zurück und beleidigt mich sehr oft, indem sie alle meine guten Taten verleugnet und Sachen wie: "Ich sei einfach nur ein Arschloch", sagt. Ich bin so oft dabei, ihr sowohl lautstark als auch einfühlsam zu erläutern, was sie falsch macht, doch immer wieder blockt sie ab und unterbricht den Kontakt - manchmal nur einige Stunden, manchmal auch mehrere Tage. Sie will es nicht einsehen. Schon so oft habe ich ihr verdeutlicht, wie sehr ich sie liebe, doch sie spielt immer wieder mit dem Feuer und gibt keinen Furz darauf - weder, dass sie mich jederzeit verlieren könnte, noch darauf, dass sie einen ekelhaften Charakter hat. Es interessiert sie auch nicht, dass ich auch ein Mensch bin und außerdem auch noch viel für sie tue! Unter anderem fahre ich jeden Morgen zu ihr, wecke sie auf, mache das Frühstück und führe sie beinahe jeden Abend aus. Allerdings ist diese Beichte nicht dazu gedacht, mich als Engel dastehen zu lassen oder um unsere Beziehungsprobleme zu schildern - ihr solltet nur die Vorgeschichte kennen, um die Beichte verstehen zu können.


Ich möchte nämlich beichten, dass ich seit über fünf Monaten nur noch mit ihr zusammen bin, weil ich hoffe, dass es irgendwann besser wird. Die Liebe entwickelt sich langsam in Entfremdung. Ich fühle und empfinde immer weniger für sie. Ich möchte sie immer weniger, je mehr Zeit ich mit ihr verbringe, in der sie mich demütigt - trotzdem erzähle ich ihr immer wieder, dass ich sie lieben würde. Im Grunde genommen ist das ja auch nicht falsch, aber wie anfangs beschrieben ist es einfach nur noch ein Verdrängen oder sogar Leugnen bitterer Tatsachen. Ich habe keine Lust mehr auf die Beziehung, traue mich aber nicht, es ihr zu sagen und lasse sie in einer Illusion leben. Ich bringe es einfach nicht übers Herz!

Beichthaus.com Beichte #00033974 vom 19.09.2014 um 01:33:16 Uhr (15 Kommentare).

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Natürliche Verhütung

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Boshaftigkeit Falschheit Zwietracht Internet

Natürliche Verhütung
Ich (m/42) beichte, dass es mir einen Riesenspaß macht, mich auf sogenannten NFP-Foren als Frau anzumelden und dann für mächtig Wirbel zu sorgen. Man muss dazu wissen, dass NFP für "Natürliche Familienplanung" steht und sich praktisch ausschließlich hysterische Weiber über Gott und die Welt streiten. Eines aber eint sie: Sie wollen eben ausschließlich natürlich verhüten, lehnen damit die Pille und andere chemische Präparate ab. Da geht es dann um Mondphasen und Pendeln, aber vor allen Dingen, darum, in welcher Ovulationsphase ihr Zervix-Schleim spinnbar ist und eben solche Sachen. Dazu zeigen sie sich sogar gegenseitig ihren Schleim, indem sie Fotos auf eine Plattform hochladen, und diskutieren dann, welche Chance bzw. welches Risiko besteht, derzeit schwanger zu werden.

Nun zu meiner Beichte: Es macht mir einen höllischen Spaß die Streithähne mit provokanten Thesen so richtig in Rage zu bringen. Einer Frau, die ewig nicht geschwängert wurde, habe ich z.B. geraten, ihren Freund auszutauschen, weil er es offenkundig nicht bringen würde. Ihr könnt euch vorstellen, wie diese Gutmenschen-Hyänen auf so einen pragmatischen Vorschlag reagiert haben. Außerdem ist es meines Erachtens schon wichtig, die richtige Größe beim männlichen Glied und eine hohe Qualität des Spermas zu wählen, weil es sonst auch mit der Befruchtung schwierig wird. Natürlich verklausuliere ich das auf typisch weibliche Weise, damit niemand Verdacht schöpft. Die Reaktionen der weiblichen Ökos lösen jedenfalls bei mir jedes Mal eine diebische Freude aus, weil mir diese militanten Schnecken im wirklichen Leben tierisch auf die Nerven gehen würden, so ich sie denn kennen würde. Ich beichte, dass ich vielleicht ganz harmlose Menschen auf die Barrikaden bringe.

Beichthaus.com Beichte #00033970 vom 18.09.2014 um 20:48:11 Uhr (20 Kommentare).

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