Süchtig nach meiner Ex

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Begehrlichkeit Sucht Verzweiflung Ex

Ich (m/19) habe meine erste wirkliche Liebe per Zufall und über einen Kumpel im Hotel kennengelernt. Wäre sie vielleicht in einem anderen Raum gewesen, hätte ich sie wohl nie kennengelernt. Mittlerweile ist unsere Beziehung seit 1,5 Jahren beendet, da die Distanz zu groß war, und als sie ihren ersten Freund hatte, verschwand ich spurlos aus dem Internet und war ein ganzes Jahr untergetaucht. An meinem Geburtstag erhielt ich aber eine Nachricht mit vielen Glückwünschen und dass sie mich vermisst. Mittlerweile ist es wieder so wie früher und ich hoffe, ich kann mit diesem Mädchen wieder eine Beziehung führen, da sie einfach wunderschön und klug, dafür aber keineswegs materialistisch oder finanziell interessiert und einfach ein toller Mensch ist. Tut mir leid, dass ich sie damals gehen lassen habe und dass ich seit fast zwei Jahren einem Mädel nachtraurere, aber seit ich wieder Kontakt mit ihr habe, kommt mein Leben wieder in Ordnung und es geht mir viel besser. Ich bin eben etwas komisch und während andere nach Alkohol oder Tabak süchtig sind, ich bin süchtig nach diesem Mädchen.

Beichthaus.com Beichte #00036425 vom 22.08.2015 um 20:35:24 Uhr (2 Kommentare).

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Na, mache ich heute krank?

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Lügen Falschheit Faulheit Arbeit

Ich kann kräftig anpacken, wenn es nötig ist, und bin sozial kompetent. Das Team-Verhältnis zu den Kollegen ist nicht perfekt, aber professionell und ich komme mit allen gut ins Gespräch. Beste Freunde werden wir wohl nie, aber das muss ja auch nicht sein. Auch auf der Chefetage komme ich mit jedem gut aus. Ich mache oft Überstunden und das Geld passt auch für meine Verhältnisse. Kurzum, eigentlich ein Job, wo man freudestrahlend hingehen müsste, das tue ich aber nicht. Hin und wieder nehme ich morgens eine Münze und treffe so die Entscheidung, ob ich arbeiten oder zum Arzt gehen soll. Nicht weil ich mich schlapp und krank fühle, oder etwas vor habe. Einfach nur so.


Der Tag wird komplett verschenkt. Es tut mir leid, dass ich meine Kollegen im Stich lasse und dass meine Chefs Probleme haben, ihre Tagesziele zu erreichen. Ich mache das inzwischen so oft, dass ich dachte, dass ich euch das beichten sollte. Vielleicht gibt es hier ja jemanden, dem es genauso geht. Ist es nicht krass, dass man sich eigentlich glücklich fühlen müsste, es aber nicht akzeptieren kann? Vielleicht bin ich nur gelangweilt und will erwischt werden? Oder ich bin depressiv.

Beichthaus.com Beichte #00036424 vom 22.08.2015 um 17:07:08 Uhr (4 Kommentare).

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Die geplatzten Träume der Flüchtlinge

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Vorurteile Ungerechtigkeit Engherzigkeit

Ich (m/57) arbeite ehrenamtlich in einer Flüchtlingsunterkunft, weil ich mich moralisch dazu verpflichtet fühle. Seit Jahren bin ich auf Jobsuche, finde aber nichts. Keiner stellt im IT-Bereich alte Säcke ein, da sie noch aus der "alten Schule" sind. Das ist natürlich Unsinn, schließlich habe ich mich dauernd fortgebildet. Nun ja, nach jahrelanger Arbeitslosigkeit und Rumgammelei wollte ich mal etwas Sinnvolles tun. Von den Nachrichten bekam ich das Versorgungschaos mit, sodass ich gleich am nächsten Tag mit anpacken wollte. Die Arbeit macht mir an sich Spaß, weil ich mit Flüchtlingen ins Gespräch komme. Oft erzählen sie mir von der strapazierenden Flucht durch den Balkan, was mich ehrlich gesagt sehr mitnimmt. Einige hingegen bringen ihre Zukunftspläne zu Wort. Ein Großteil der Flüchtlinge möchte Arzt, Anwalt oder Ingenieur werden. Woher diese hanebüchenen Wünsche herkommen, weiß ich nicht.

Wahrscheinlich hat denen ein Schleuser was von einer rosaroten Kuschel- und Spaßzukunft in Deutschland erzählt. Schleuser müssen ja auch werben. Jedenfalls bringe ich jeden dann wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Versteht mich nicht falsch, klar kann jeder irgendwann seine Ziele erreichen. Nur sind einige teilweise über 20 Jahre alt, können nur gebrochenes Englisch und sind nicht sehr intelligent. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie so jemand mal ein Studium beginnen soll. Dafür müsste man erst mal noch die allgemeine Hochschulreife erlangen. So kommt es halt, dass ich den glühenden Fantasien der Flüchtlinge ein Ende setzen muss. Ich will sie nicht kränken, trotzdem passiert genau das ziemlich oft. Ungeachtet dessen gebe ich aber Vorschläge. Den Immigranten rate ich eine Ausbildung im Handwerksbereich, da wir in Deutschland diese Stellen nicht vollständig besetzen und diese Berufe geistig weniger anspruchsvoll sind. Gerade in den Pflegeberufen mangelt es an Azubis.


Irgendwie fühle ich mich nach solch einem Gespräch immer schlecht, obwohl ich eigentlich geholfen habe. Man merkt meinen Gesprächspartnern an, dass für sie ein Traum geplatzt ist. Aber so ist das Leben. Deutschland ist kein Schlaraffenland. Selbst ein topausgebildeter IT-Spezialist wie ich findet keine Arbeit. Ich beichte hiermit, regelmäßig Flüchtlinge zu enttäuschen, obwohl sie nach einer schlimmen Reise nettere Worte bräuchten.

Beichthaus.com Beichte #00036414 vom 21.08.2015 um 20:33:59 Uhr (17 Kommentare).

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Persönliche Vorlieben in der Gutmenschen-Gesellschaft

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Vorurteile Engherzigkeit Misstrauen Gesellschaft

Ich habe zwar insofern keine Vorurteile gegen Menschen anderer Herkunft, Kultur oder Hautfarbe, würde aber niemals einen Mann daten und zum Partner wählen, der nicht kaukasisch bzw. weiß oder westlicher, moderner Kultur ist. Selbst mit einem gläubigen Christen hätte ich schon so meine Probleme als Atheistin. Ich finde schwarze Menschen, Südländer oder Asiaten persönlich einfach nicht attraktiv und fühle mich im Kulturkuddelmuddel bei Religionen generell unsicher. Ich beichte das, weil man heute für seine Vorlieben und Abneigungen sowie für eigene Prinzipien gleich wieder abgestempelt wird, in der Gutmenschen-Gesellschaft.

Beichthaus.com Beichte #00036413 vom 21.08.2015 um 18:27:09 Uhr (19 Kommentare).

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Die Mentalität der Amerikaner

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Vorurteile Engherzigkeit Vorurteile Gesellschaft Internet

Ich bin seit ein paar Monaten im Internet überwiegend in englischsprachigen Foren und Communitys unterwegs, vorwiegend natürlich mit einem großen Anteil Amerikaner dabei. Und ich muss sagen, dass mir diese ganze Übertoleranz bezüglich diverser sexueller Präferenzen wie hetero, bi, homo, a, pan etc. sowie auch für die sogenannten "gender", also männlich, weiblich, unentschieden, oder auch trans, unglaublich auf die Nerven geht. Ich wurde so erzogen, das eben als ganz normal zu betrachten, ohne da so einen riesigen Deal darauszumachen und mich kotzt es mittlerweile richtig an, dass man nicht mal mehr in diesen Communitys unterwegs sein kann, ohne damit konfrontiert zu werden, dass irgendjemand stolz auf seine Vorliebe oder sein Geschlecht ist, oder deshalb diskriminiert wird und nur motzt.


Ich war geschockt, dass die amerikanische Ladenkette Target jetzt die Geschlechterbezeichnung bei Kinderartikeln weglässt. Also Spielzeug ist dort jetzt Spielzeug, ohne dabei als "für Mädchen" oder "für Jungs" bezeichnet zu sein. Ich finde das so albern, und das, obwohl ich es voll unterstütze, dass jeder akzeptiert wird, wie er ist, ohne großes Heckmeck. Übertoleranz bedeutet für mich, dass im Herzen dann doch wieder irgendwo Intoleranz herrscht, aber man nach außen so tut, als wäre das nicht so. Zum Beispiel eben, in dem man diese Bezeichnungen von seinen Schildern nimmt. Eltern feinden Eltern an, die gegen diese Veränderung im Laden sind und ihre Kinder dem Geschlecht des Kindes nach erziehen und andere Eltern feinden Eltern an, die ihr Kind ohne genderspezifische Aspekte erziehen. Keiner ist dem anderen gegenüber tolerant und alle meckern nur herum. Für mich ist Sexualität und Identität einfach etwas persönliches, das nur den Menschen selbst angeht. Keiner darf sich da einmischen. Ich warte drauf, dass die Amis das auch mal irgendwann einsehen.

Beichthaus.com Beichte #00036411 vom 21.08.2015 um 12:36:58 Uhr (8 Kommentare).

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