Komm Papi!

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Falschheit Lügen Morallosigkeit Urlaub Italien

Komm Papi!
Ich (w/22) war mit meinem 23 Jahre älteren Freund im Urlaub. In unserem Umfeld wird die Beziehung mittlerweile weitestgehend akzeptiert, aber sonst gibt es natürlich manchmal unangenehme und peinliche Situationen. Wie auch dieses Jahr in Italien. Wir saßen in einem Café am Strand und kamen dort mit einem älteren deutschen Ehepaar ins Gespräch, für das offenbar nicht ersichtlich war, dass wir ein Paar waren. Als wir uns verabschiedeten, sagte die Frau nämlich, dass es sie persönlich sehr freut, wenn ein Vater so ein herzliches Verhältnis zu seiner Tochter hat, da sie selbst nie so eines hatte. Um mir lange Erklärungen zu sparen, nickte ich einfach und sagte zu meinem Freund gewandt lachend "Komm, Papi!".
Ich dachte ja, ich würde die beiden nie wieder sehen, weit gefehlt. Am Abend saß ich mit meinem Freund auf der Terrasse unseres Hotels, wir hielten Händchen und schmusten. Plötzlich sah ich, wie eines von diesen komischen Fahrrädern für 4 Personen vorbei fuhr, darauf die Frau aus dem Café, die entsetzt zu uns rüberschaute und ihren Mann entgeistert am Arm packte. Ich hätte die Situation gern aufgeklärt, aber sie waren mit dem komischen Gefährt zu schnell weg. Ich werde den Gesichtsausdruck dieser Frau nie vergessen können.

Beichthaus.com Beichte #00029411 vom 06.10.2011 um 10:27:48 Uhr in Italien (Sizilien) (21 Kommentare).

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Mit Messer auf dem Mast

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Waghalsigkeit Dummheit Unfall Urlaub Norwegen

Ich bin ein passionierter Fan von Großseglern und bin auch bereits auf mehreren Schiffen mitgefahren. Für alle Leute, die in den Mast klettern und dort arbeiten, gibt es ein heiliges Gesetz, das nicht gebrochen werden darf: Es dürfen keine losen Gegenstände in die Takelage mitgenommen werden. Alles, was aus einer Höhe von 30 oder 40 Metern auf das Deck fällt und jemanden trifft, kann diesen unter Umständen tödlich verletzen. Ich habe einmal dieses Gesetz aus Versehen gebrochen und diese Todsünde begangen. Wir waren mit unserer Brigg auf dem Weg nach Bergen in Norwegen und am darauf folgenden Tag wollten wir einlaufen. Ein Segelmanöver stand an und ich zog meinen Blaumann an, in dem sich, was ich leider vergessen hatte, mein Einhandklappmesser in der Brusttasche befand – lose!


Wir enterten auf bis zur Vorroyalrah, der obersten Rah des ersten Mastes, welche sich in rund 40 Metern Höhe befindet. Dort begannen wir ein Segel zu verpacken – eine anstrengende und gefährliche Tätigkeit. Dabei mussten wir uns weit über die Rah hinauslehnen, um das Segel fassen zu können. Mein Messer rutschte mir aus der Brusttasche und fiel in die Tiefe, die Schneidefläche voran. Unglücklicherweise befanden sich auch Mitsegler an Deck, ganz in der Nähe des erwarteten Aufprallortes. Wir brüllten nach unten, dass sie beiseite gehen müssen! Das Messer prallte schließlich auf die Reling und prallte nach innen ab. Verletzt wurde niemand, aber der Gedanke, dass ich durch Leichtsinn und Fahrlässigkeit beinahe einen Menschen getötet hätte, beschäftigt mich sogar noch bis heute.

Beichthaus.com Beichte #00029402 vom 03.10.2011 um 14:00:24 Uhr in Norwegen (Bergen) (11 Kommentare).

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“Beichte

Zeugnisse und Dokumente gefälscht

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Betrug Schamlosigkeit Selbstsucht Studentenleben Arbeit

Ich habe vor 12 Jahren meine Zeugnisse und ein halbes Dutzend weiterer Dokumente und Unterlagen gefälscht um an den gewünschten Studienplatz zu kommen. Das Know How und die Hardware waren und sind immer noch über verschiedene Kontakte vorhanden. Während meines Studiums habe ich dann diverse Praktika gefälscht. Genauer gesagt habe ich die Firmen bei denen ich ein Praktikum gemacht habe gefälscht, die Anzahl (freiwillige Praktika) und teilweise auch die Benotung und/oder das Einsatzgebiet. Dabei haben immer sehr renommierte und große Unternehmen herhalten müssen. Die Praktika habe ich teilweise aber schon gemacht, musste ich ja, aber eben bei anderen, schlechteren Firmen und eben teilweise nicht in dem (besseren) Einsatzgebiet. Als ich mich dann um einen Arbeitsplatz bewarb waren auch Firmen dabei bei denen ich die o.g. Praktika gemacht habe, zumindest laut meinen Bescheinigungen.
Während der Vorstellungsgespräche wurden meine Praktika und Einsatzgebiete sehr oft und positiv erwähnt und haben dann auch einen nicht unerheblichen Beitrag zu meiner Anstellung geleistet. Gemerkt oder nachgeprüft hat das niemand.
Seit dem ich nun in dieser Firmen arbeite (7 Jahre) habe ich bis auf ein Mal nichts mehr gefälscht. Dabei handelte es sich um die Ausarbeitung eines standardisierten Arbeitsprozesses. Das hätte Wochenlang meine Aufmerksamkeit gefordert. Stattdessen habe ich mir das von der Homepage einer anderen Firma heruntergeladen, leicht verändert und war somit nach 2 Stunden fertig. Dieser Arbeitsprozess wird übrigens seit 5 Jahren verwendet. Im Nachhinein bin ich schon erstaunt wie skrupellos ich damals war und wie leicht das doch alles funktioniert hat.

Beichthaus.com Beichte #00029399 vom 30.09.2011 um 17:25:24 Uhr (18 Kommentare).

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Globuli

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Verschwendung Völlerei Ernährung Neckarsteinach

Meine Eltern sind eigentlich sehr rational denkende Menschen, die auf nichts etwas geben, das nicht wissenschaftlich zu erklären ist. Doch eine Schwäche für Alternatives haben sie: Sie sind ausgesprochene Freunde der Homöopathie. So kommt es, dass unsere Hausapotheke mindestens zur Hälfte aus homöopathischen Mittelchen besteht. Meine Beichte: Oft, wenn ich Lust auf Süßes bekomme, wir aber keine Süßigkeiten im Haus haben, esse ich stattdessen ein paar dieser Globuli, die so schön nach Zucker schmecken. Ich glaube nicht die Bohne an die Wirkung dieser "Medikamente". Meine Eltern haben das noch nie bemerkt und werden es hoffentlich auch nie, denn als Süßigkeitenersatz weiß ich das Zeug sehr zu schätzen.

Beichthaus.com Beichte #00029396 vom 29.09.2011 um 16:57:48 Uhr in 69239 Neckarsteinach (Lessingstraße) (33 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Nachbau meiner Schule

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Manie Zwietracht Ignoranz Schule Games

Als ich noch zur Schule ging, habe ich sehr viel Zeit mit CS 1.6 verbracht. Wem der Name nichts sagt: Das ist ein Computerspiel, genauer gesagt ein Ego-Shooter. Neben dem Spielen konnte man außerdem auch sehr viel Zeit mit dem Erstellen von Karten, auf denen die Spieler gegeneinander antreten, verbringen. Irgendwann kam ich dann auf die Idee, unser Schulgebäude nachzubauen. Ohne irgendwelche Hintergedanken, ganz einfach weil es unheimlich spannend ist, sich virtuelle Gefechte an einem Ort zu liefern, den man aus dem echten Leben kennt.
Um den Maßstab einzuhalten und alles so detailgetreu wie möglich zu halten, habe ich mir vom Rektor unter dem Vorwand, Ideen zur Umgestaltung des Gebäudes einzubringen, alte Baupläne besorgt, die ich als Vorlage nutzte! Von meinem Projekt erzählte ich nur meinen engsten Bekannten. Doch irgendwann kurz vor dem Politikunterricht bat mich unser Rektor in sein Büro. Ob ich einen Computer besäße? Selbstverständlich. Ob ich das "Killerspiel Counter Schtreik" kennen würde? Natürlich kannte ich es. Da war die Katze aus dem Sack. Irgendjemand hat ihm gesteckt, dass ich an einem Nachbau der Schule arbeite und der alte Penner hat in mir nichts anderes als einen potenziellen Amokläufer gesehen. Trotz allen Beteuerns, dass er das komplett falsch auffasst und absolut keinen Bezug zu Interessen der Schule hat (ich war bei weitem nicht der einzige, der CS gespielt hat), konnte ich ihn nicht davon abbringen, mir das Weiterarbeiten an meinem Projekt zu untersagen. Ich wüsste nur zu gerne, wer mich damals verpfiffen hat. Meine Beichte ist, dass ich trotzdem weitergemappt habe.

Beichthaus.com Beichte #00029393 vom 27.09.2011 um 15:52:59 Uhr (40 Kommentare).

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