Späte Erkenntnis

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Fremdgehen Selbstsucht Partnerschaft

Ich habe meinen Freund vor ungefähr zwei Monaten mit einem anderen betrogen. Nur, damit keine Missverständnisse aufkommen, wir haben uns "nur" mehrmals getroffen, geküsst und sehr intensiv geflirtet. Das macht die Sache natürlich nicht minder schlimm, ich habe dadurch jedoch gemerkt, dass ich nur mit meinem Freund zusammen sein will, und dass ich ihn sehr liebe. In der Zeit, in der das passierte, habe ich einfach sehr darunter gelitten, dass er nie Zeit für mich hatte, da der Alltag ihn fest im Griff hielt. Meine Zweifel waren groß und deshalb ließ ich mich von einem anderen Kerl einwickeln. Ich will die Schuld an dem Ganzen nicht auf jemand anderen schieben, ich weiß, dass ich selbst schuld daran bin, aber ich möchte die Umstände erklären. Inzwischen plagen mich solche Schuldgefühle, dass ich kaum noch schlafen kann. Und jetzt hoffe ich, durch dieses Geständnis endlich wieder glücklich leben zu können und ich werde meinem Freund in Zukunft eine viel bessere Freundin sein. Ich kann schließlich aus Fehlern lernen. Nur sagen werde ich es ihm nicht, denn das würde seine Welt und sein Glück zerstören. Und das kann ich ihm nicht antun.

Beichthaus.com Beichte #00032496 vom 02.01.2014 um 08:37:08 Uhr (14 Kommentare).

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Sex mit der Ex

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Schamlosigkeit Morallosigkeit Prostitution Selbstsucht Ex Wiener Neustadt

Ich war mit meiner Ex noch lange Zeit, nachdem unsere Beziehung beendet war, befreundet - was erstaunlich gut funktionierte. Bis sie eines Tages bei einem Besuch meinte, dass sie große Geldprobleme hätte - und ich kann mir bis heute nicht erklären, welche niederen Gedanken mich zu dem Vorschlag trieben, den ich ihr unterbreitete. Ich schlug ihr vor, für Sex mit ihr zu bezahlen. Erstaunlicherweise sagte sie sogar zu. Deshalb beichte ich jetzt, dass ich ein Arschloch bin. Ich hätte ihr das Geld einfach leihen oder schenken sollen. Heute schäme ich mich, dass ich die Not eines Mitmenschen wegen meiner niederen Triebe ausgenutzt habe. Ich bin mir im Klaren, dass ich keiner Vergebung verdiene, aber es tat gut, die Geschichte endlich mal losgeworden zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00032494 vom 01.01.2014 um 07:13:24 Uhr in 2700 Wiener Neustadt (Hauptplatz) (12 Kommentare).

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Die Uhr des Ehebrechers

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Ehebruch Dummheit Diebstahl Fremdgehen Morallosigkeit Oelde-Stromberg

Vor fünf Jahren lernte ich (w/26) einen Mann (30) kennen. Wir standen gemeinsam an der Haltestelle, aber wegen eines Unfalls fuhren keine Straßenbahnen mehr. Ich hörte, wie er ganz hektisch telefonierte und dass er das gleiche Ziel hatte wie ich - nämlich die Uniklinik. Woraufhin ich ihn fragte, ob er mit mir dort hingehen wollte, weil ich einen Weg kannte, über den man die Klinik recht schnell auch zu Fuß erreichen kann. Ich hatte wirklich keine Hintergedanken, das war einfach nur nett gemeint. Unterwegs unterhielten wir uns dann aber sehr gut, er fragte nach meiner Handynummer und wir trafen uns noch öfters, bis wir dann ein Pärchen wurden. Er war mein erster Freund und mit ihm hatte ich auch meine ersten sexuellen Erfahrungen. Er arbeitete bei einer großen Bank, die inzwischen nicht mehr so angesehen ist, und hatte beruflich immer viel Stress, weswegen er meistens sehr spät zu mir kam, oder auch mal kurzfristig absagte. Er hat mich kaum bei Freunden vorgestellt, und mit der Vorstellung bei den Familien wollten wir auch noch warten. Die Wohnung, in der ich ihn besuchen kam, muss er wohl extra dafür gemietet haben. Ich war wegen meines Studiums erst in diese Stadt gezogen, kannte also noch nicht so viele Leute und war glücklich, einen so tollen Partner an meiner Seite zu haben. Noch dazu war ich jung und ich bin auch sehr behütet aufgewachsen, was meine Dummheit wohl erklärt. Und ich betone ausdrücklich, dass ich mir kein Geld oder Ähnliches habe schenken lassen. Unsere Beziehung dauerte etwa ein halbes Jahr, dann war ich nach einigen bestandenen Prüfungen in einem größeren Einkaufscenter und sah ihn, wie er Hand in Hand mit einer sehr hübschen Frau an den Schaufenstern entlang schlenderte. Die Frau hatte einen dicken Babybauch. Natürlich wurde ich (endlich!) misstrauisch, dachte aber, dass es ja auch eine Bekannte oder ein Familienmitglied sein könnte, und ging einfach zu ihm hin, um ihn zu begrüßen. Er tat so, als kenne er mich nicht, meinte, das sei eine Verwechslung und versuchte seine Frau weiter zu ziehen, keine Ahnung, was sie damals von mir dachte.


Ich war verzweifelt. Auf dem Heimweg wäre ich fast in Tränen ausgebrochen und machte mich dann in meiner kleinen Wohnung daran, die wenigen Sachen, die er am Abend zuvor bei mir gelassen hatte, zu entsorgen. Handynummer löschen, Zahnbürste in den Müll und so weiter. Dabei fand ich seine Uhr, die er auf meinem Nachttisch vergessen hatte. Er versuchte noch einmal, sich bei mir zu melden, aber ich erklärte ihm dann halbwegs gefasst, dass ich nie wieder etwas von ihm hören wolle, sonst würde ich seiner Frau alles erzählen. Ich hörte nichts mehr von ihm. Die Uhr, auf der der Name einer sehr bekannten Uhrenmarke stand, habe ich erst einmal behalten. Eine ganze Zeit später brachte ich sie zu einem Juwelier und wollte wissen, ob sie echt ist. Er sagte, dass sie neu knapp 9000 Euro wert sei und ich ließ sie etwas enger stellen. Was ich jetzt eigentlich beichten will? Dass ich damals so dermaßen dumm war und ihm praktisch alles geglaubt habe! Dass ich die Uhr letztendlich ja gestohlen habe, und vor allem, dass ich ihm geholfen habe, seine schwangere Frau zu betrügen, auch wenn ich es nicht wusste. Ein bisschen Misstrauen hätte geholfen. Keine Ahnung, was aus den beiden, oder besser gesagt, den drei geworden ist. Ich habe keinen Kontakt zu seiner Frau aufgenommen, weil sie mich ja schon beim Einkaufen gesehen hatte und sich ihren Teil denken konnte. Außerdem wollte ich dem Kind nicht den Vater nehmen. Und die Uhr? Tja - die trage ich manchmal, obwohl sie mir eigentlich viel zu protzig ist. Aber das soll mich an meine unglaubliche Naivität erinnern.

Beichthaus.com Beichte #00032486 vom 29.12.2013 um 17:04:32 Uhr in Oelde-Stromberg (23 Kommentare).

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Die Taten meines Vaters

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Missbrauch Verzweiflung Feigheit Zorn

Ich bin jetzt 18 Jahre alt (w) und wurde mit ungefähr zehn Jahren sexuell missbraucht. Ich glaube, es ging drei Jahre lang. Ich vergesse manchmal, dass mir so etwas passiert ist. Von der einen Sekunde auf die andere kommt dann aber alles wieder hoch. Diese Wut, die Verzweiflung. Ich muss dazu sagen, dass es mein eigener Vater war. Meiner Mutter kann ich es nicht sagen, die Angst, dass sie mir nicht glaubt, ist einfach viel zu groß. Und genau das möchte ich beichten. Ich würde damit alles kaputtmachen. Es gibt Momente, in denen ich fest entschlossen bin, es zu offenbaren. Aber es geht nicht. Ich sehe diesen Menschen jeden Tag, und meine Mama weiß nicht, wieso ich so abweisend bin. Wieso ich nicht wie jedes andere Mädchen bin, dass ich kein Papakind bin. Wenn du wüsstest, Mama.

Beichthaus.com Beichte #00032485 vom 30.12.2013 um 02:31:17 Uhr (27 Kommentare).

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Der unschuldige Schneemann

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Rache Boshaftigkeit Ungerechtigkeit Kinder Schule

Als ich noch ein kleines Mädchen war, habe ich mich tierisch auf meine Einschulung gefreut. In meinem damaligen Kindergarten waren die Kinder in Gruppen aufgeteilt, die alle einen Tiernamen trugen. Ich war bei den Mäusen. Zwischen den einzelnen Gruppen herrschte jedoch kaum Kontakt und so blieben die jeweiligen Kinder unter sich. Aber zurück zur Einschulung. In meiner Klasse war ich unglücklicherweise die einzige Maus und den anderen anscheinend ein Dorn im Auge. Ich lief immer alleine nach Hause, da der Weg nicht weit war, und die anderen nichts mit mir zu tun haben wollten. Bis eines Tages sechs Kinder aus meiner Klasse auf mich warteten. Sie haben mich eingekreist und beschimpft. Was sie dann machten, weiß ich nicht mehr, denn ab da habe ich einen Filmriss und kann mich einfach nicht erinnern. Mit der Zeit wurden meine Peiniger dann immer kreativer. Sie versteckten sich zum Beispiel hinter den Bäumen und warteten darauf, dass ich vorbeikomme, um mich dann zu jagen. Ja - zu jagen. Sie haben dazu immer das schnellste Mädchen der Klasse auf ihre Seite gezogen, um mich auch ja zu erwischen. Das ging ungefähr ein Jahr lang so, und ich traute mich einfach nicht, mit jemandem darüber zu reden. Auch nicht mit meinen Eltern. Ich habe mir danach immer die Tränen abgewischt, bin nach Hause gelaufen und habe meiner Mutter erzählt, wie schön die Schule wieder war.


Eines Tages jedoch, als es wieder besonders schlimm war, konnte ich einfach nicht aufhören zu weinen und brach vor meiner Mutter in Tränen aus. Noch am selben Abend setzte sie sich mit meinem Vater zusammen und sie dachten sich eine Lösung aus. Mein Opa entschloss sich dann, mir zu helfen. Ein paar Tage später, als sie mir wieder aufgelauert und mich umstellt hatten, fingen sie an, mich zu beschimpfen. Mein Opa kam dann mit dem Auto um die Ecke geschossen und stieg aus, um die anderen richtig zur Schnecke zu machen. Zwei Mädchen fingen sogar an zu weinen. Eines kam dann zu mir, umarmte mich und sagte tatsächlich, dass es ihr leidtäte. Die nächsten Tage war ich noch skeptisch, aber es passierte nichts. Ein paar Monate später war Winter - meine liebste Jahreszeit. Die Kinder bauten dann, wie jedes Jahr, einen Schneemann auf einer großen Wiese. In dieser Zeit konnte ich mich immer gut wegschleichen, da sie mit dem Schneemann beschäftigt waren. In dem besagten Jahr wartete ich jedoch. Nach einer Woche war der Schneemann riesig und ein richtiges Kunstwerk. Und ich zerstörte und zerstampfte ihn, was mir für kurze Zeit Genugtuung brachte. Am nächsten Tag wartete ich dann wieder, um ihre Gesichter zu sehen. Gebracht hat es mir aber nichts.


Bis heute habe ich damit zu kämpfen. Jedes Mal, wenn ich an diese Zeit denke, wird mir schlecht. Ich bekomme Schweißausbrüche, mir kommen die Tränen und mein Herz rast. Ich frage mich immer noch, warum sie mir das antaten. Ich bin zum Einzelgänger geworden. Ich bin viel lieber allein und beschäftige mich mit mir selbst. Ich hasse große Menschenmengen, werde nervös - fast paranoid. Ganz schlimm ist es, wenn ich Bus fahre. Der wird immer so voll und ich fühle mich manchmal, als müsste ich ersticken. Mittlerweile habe ich Freunde gefunden, aber ich unternehme fast nie etwas mit ihnen, weil ich einfach nicht begreife, dass mich jemand mögen kann. Das verstehe ich generell nicht. Dass man sich gegenseitig mag erscheint mir völlig surreal. Was für ein Nutzen zieht man daraus? Aber naja. Im Endeffekt tut es mir leid. Der Schneemann konnte nichts dafür. Ich möchte mich an dieser Stelle aber noch bei meinem Opa bedanken. Du bist mein Held.

Beichthaus.com Beichte #00032478 vom 29.12.2013 um 00:27:32 Uhr (14 Kommentare).

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