Perfekte Partnerschaft mit Schattenseiten

15

anhören

Schamlosigkeit Morallosigkeit Familie Partnerschaft

Ich möchte beichten, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit mit meiner Halbschwester verheiratet bin. Zugetragen hat sich die ganze Sache folgendermaßen: Mit 20 Jahren zog ich vom Land in die Stadt, zum Studium. Ich fand nicht gleich so den Anschluss, da ich zwar nicht direkt eigenbrötlerisch bin, aber dennoch ein ziemlicher Einzelkämpfer. In meiner WG wohnten außer mir nur Nerds, die ihre jeweiligen Zockerhöhlen so gut wie nie verließen. Einer meiner Mitbewohner war jedoch ein Fitnessfreak und Waffennarr, der, wenn er nicht gerade virtuelle Aliens, Zombies oder gegnerische Soldaten abknallte, beim MMA-Training oder im Fitti anzutreffen war. Aus reiner Langeweile und Neugier kam ich einfach mal zu einem Probetraining mit, und wider Erwarten gefiel es mir sowohl im Fitnessstudio als auch beim MMA ganz gut. Als ich nach zwei Jahren einen Nebenjob suchte, sprach mich mein Trainer in besagtem Fitnessstudio an, ob ich denn mit dort arbeiten wollen würde, um zum Beispiel den Anfängern die Geräte zu erklären, oder ihnen einfache Pläne auszuhändigen.


Natürlich sagte ich dazu nicht Nein, denn das war leicht verdientes Geld, und man lernte eine Menge hübsche Mädels kennen, mit denen sich ab und an etwas ergab. Eines Tages betrat eine wunderschöne junge Frau das Studio. Ihr Haar hatte denselben dunklen Braunton wie meines, ihre Statur war ähnlich der, die ich besaß, bevor ich regelmäßig trainierte, unsere Augenfarbe war ebenfalls das gleiche Braun, und wir hatten in etwa dieselbe Kopfform. Menschlich gesehen lagen wir voll auf einer Wellenlänge, sie studierte ebenfalls. Als wir dann noch herausfanden, dass wir ursprünglich aus derselben Gegend stammten, und daheim auch einige gemeinsame Bekannte hatten, war das natürlich ein weiterer Pluspunkt. Schließlich kamen wir fest zusammen. Die anderen Trainer nannten uns von Anfang an immer Brüderlein und Schwesterlein, weil wir uns so ähnlich sahen. Außerdem machten über unsere Herkunftsgegend bald einige Inzestwitze die Runde. Natürlich lachten wir nur darüber. In den Semesterferien fuhren wir nach Hause und stellten uns unseren jeweiligen Eltern vor. Meine Eltern freuten sich zwar zunächst für uns, aber als mein Vater ihren Nachnamen erfuhr, begann er unruhig auf seinem Stuhl hin- und herzurutschen und wurde recht schweigsam.


Bei ihren Eltern war es noch schlimmer. Ihr Vater war total entspannt, aber ihre Mutter war die Nervosität in Person. Sie verschüttete den Kaffee, vergaß öfter, was sie sagen wollte, und konnte mir nicht in die Augen sehen. Meine Freundin und ich fanden das alles schon recht komisch, dachten uns aber zunächst nichts dabei. Unsere Beziehung lief danach drei Jahre weiter vor sich hin, ihre Mutter gewöhnte sich an mich und war dann sogar recht nett zu mir und mein Vater war ebenfalls bald wesentlich entspannter in unserer Gegenwart. Nur wenn sich unsere Eltern trafen, herrschte stets eine seltsame Spannung. Eines Tages, im Urlaub, machte ich ihr einen Heiratsantrag. Sie sagte natürlich ja, und so luden wir unsere Eltern zum Essen ein, um das zu verkünden. Wieder herrschte eine seltsam angespannte Stimmung. Nach der Ankündigung verschwanden unsere jeweiligen Eltern recht schnell. Eine Woche später klingelte ihre Mutter bei uns an der Tür, total verheult im Gesicht, und trotz des Faktes, dass sie mit dem Auto unterwegs war, streng nach Alkohol riechend. Sie fragte meine Freundin schluchzend, ob wir denn jetzt auch Kinder wollten. Worauf sie wahrheitsgemäß antwortete, dass das derzeit nicht in Planung sei.


Nach einigem Rumgedruckse die Frage ihres Besuchs betreffend, rückte sie schließlich damit heraus, dass sie eine Affäre mit meinem Vater gehabt hatte, weil meine Mutter wohl nach meiner Geburt nicht mehr mit ihm schlafen wollte. Sie hatten sich kennengelernt, weil er ihr bei einer Autopanne geholfen hatte, waren mehrmals im Bett gelandet, und schließlich war sie schwanger. Ihr Mann hatte glücklicherweise nie Verdacht geschöpft. Wir sahen uns wohl jedoch so ähnlich, dass ihre Mutter das Schlimmste befürchten musste. Meine Freundin und ich entschieden uns jedoch gegen einen Test und für die Ehe, nachdem wir lange darüber geredet haben. Vernünftigerweise werden wir das mit den Kindern allerdings wohl lieber sein lassen. Auf der Hochzeit gab es übrigens gute Miene zum bösen Spiel, von beiden Seiten. Wir führen jetzt seit mehreren Jahren eine glückliche Ehe, von daher hat es sich wohl doch gelohnt.

Beichthaus.com Beichte #00035901 vom 11.06.2015 um 12:28:49 Uhr (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Männer sind besser als Frauen!

23

anhören

Neid Ungerechtigkeit Vorurteile

Ich möchte beichten, dass ich als Frau neidisch bin. Nicht auf andere Frauen, sondern auf Männer im Allgemeinen. Ich bin 21 Jahre alt und studiere Medizin im zweiten Jahr. Außerdem bin ich sehr attraktiv und modele nebenbei, was genug Geld zum Leben einbringt. Für verhältnismäßig wenig Anstrengung. Viele Außenstehende sehen mein Leben als perfekt an und würden wohl nicht auf die Idee kommen, dass so eine undankbare, neidische, verbitterte Persönlichkeit in mir steckt. Ich bin leider schon seit Kindertagen neidisch auf Jungen bzw. Männer. Nach meinem Empfinden hat das Mannsein im Vergleich zum Frausein viel mehr Vorteile. Männer können Karriere machen und die Kinder getrost bei der Frau lassen, ohne dabei als Rabenvater bezeichnet zu werden. Im Gegenteil. Gesellschaftliche Anerkennung für ihre starke Ernährerrolle ist ihnen sicher. Tut die Frau es ihm gleich, ist sie die kaltherzige Emanze und schlechte Mutter, die ihre Kinder einfach alleine lässt. Selbst wenn es beim eigenen Vater ist.

Dazu kommt, dass Männer, was die Familienplanung angeht, viel länger Zeit haben, da viele theoretisch noch mit 80 zeugungsfähig wären. Auch Männer haben natürlich eine biologische Uhr und ihr Sperma entwickelt von Jahr zu Jahr mehr Mutationen die zu psychischen wie physischen Einschränkungen oder Erkrankungen beim Kind führen können. Bekannt ist aber allgemein nur die biologische Alterung der Frau, was aus meiner Sicht im gewissen Maße durchaus diskriminierend ist. Abgesehen davon altern Männer zumindest objektiv gesehen langsamer als Frauen. Während viele Frauen schon in den 30ern Augen- und Nasolabialfalten vorweisen, sehen die meisten Männer in der Altersklasse noch jugendlich und frisch aus. Des Öfteren begegne ich Männern mit einer 10 Jahre jüngeren Partnerin, welche aber eher gleichalt aussieht. Ich verstehe deswegen auch, dass viele Männer jüngere Frauen wünschen.

Junge, schöne Frauen haben in dieser oberflächlichen Welt sehr viel Macht und Vorteile, was leider auch oft von ihnen ausgenutzt wird. Diese Macht währt aber nur kurz, während Männer noch durchschnittlich bis knapp 50 Jahre bei gutem Aussehen oder attraktivem Einkommen gute Chancen auch bei jüngeren Frauen haben. Ihr Wert auf dem Partnermarkt sinkt im Schnitt 10-20 Jahre langsamer. Ein Zufall ist es sicher nicht, dass so viele Männer ihre Frau für eine Jüngere verlassen. Freiwillig nur Hausfrau und damit vom Mann abhängig zu sein, ist alleine schon deswegen für mich unglaublich dumm. Um zumindest so gut wie möglich vorzubeugen, werde ich deshalb gleich einen deutlich älteren Mann heiraten. Auch was die Körperkraft angeht, sind Männer den Frauen überlegen. Natürlich gibt es Ausnahmen bei extrem trainierten Frauen und untrainierten Männern, aber bei gleichen Voraussetzungen ist der Mann körperlich gesehen immer im Vorteil. Da ich schon ein paar Mal Opfer von männlicher Gewalt bzw. auch Vergewaltigungsversuchen wurde, beneide ich diesen Vorteil besonders. Ich male mir manchmal aus, wie es wäre, ein trainierter Mann zu sein und das permanente Gefühl der körperlichen Unterlegenheit nicht zu kennen. Ich glaube, vielen Männern ist ihr Glück, Mann sein zu dürfen, gar nicht bewusst.

Ihr habt nicht alle vier Wochen schmerzhafte Blutungen und müsst nicht monatelang ein Kind mit euch rumtragen, was ihr danach unter schmerzhaften Qualen aus euch rauspresst. Danach noch mindestens 1-3 Jahre bei dem Kind bleiben und schon ist man beruflich extrem zurückgeworfen. Bei mehreren Kindern erst recht. Niemand verachtet euch oder sieht euch als ungepflegt oder eklig an, weil ihr euch nicht den kompletten Körper rasiert, um dem heutigen Ideal einer weiblichen, kindlich unschuldigen, haarlosen Optik nachzueifern. Auch euer Gesicht wird so akzeptiert, wie es ist, und nicht ständig mit anderen, schöner gemalten und retuschierten Gesichtern verglichen. Ihr könnt auch bei nicht herausragender Optik eure Traumpartnerin von euch überzeugen. Frauen achten allgemein viel mehr auf innere Werte, als die äußere Hülle.

Ich weiß, alles klingt wie ein einziger, nerviger Jammerstreifen aber so empfinde ich innerlich. Meine Beobachtungen bestätigen mich dahin gehend immer wieder. Das Frausein müssen kommt mir oft vor wie eine schwere Bürde. Natürlich hat auch Mannsein einige Nachteile, aber meiner Meinung nach nicht mal ansatzweise so viele, wie die einer Frau. Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich zwar neidisch bin, aber nicht missgönne. Männer können ja nichts für ihre gesellschaftlichen und biologischen Vorteile. Vielleicht sehe ich das Ganze aufgrund fehlender Lebenserfahrung auch noch zu einseitig. Die Hoffnung stirbt zuletzt, dass ich mit meinem Leben als Frau in ferner Zukunft besser zurechtkomme bzw. dankbarer werde, für das, was ich habe. Ohne ständiges Messen mit dem anderen Geschlecht.

Beichthaus.com Beichte #00035900 vom 11.06.2015 um 09:26:35 Uhr (23 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Von der Sandkastenfreundin zur Sexbombe

18

anhören

Masturbation Begehrlichkeit WG

Ich möchte beichten, dass es um meine geistige Gesundheit gerade nicht so toll bestellt ist, und ich mich in einem echten Gewissenskonflikt befinde. Aber der Reihe nach: Vor vier Jahren zog ich (m/24) in eine WG - mit meiner gleichaltrigen besten Freundin, und noch einem anderen guten Freund. Meine beste Freundin kenne ich, seit ich mich erinnern kann. Wir wohnten schon früher in Nachbarhäusern im selben Ort. Sie war früher immer das eher etwas dickliche, unsportliche, nicht besonders stylische, aber durchaus witzige Mädchen. Als andere sich für Jungs zu interessieren begannen, hing sie immer noch in ihrer Barbiepuppen- und Pferdephase fest. Bald waren alle anderen Mädchen aus der Klasse wesentlich weiter als sie, und sie geriet zunehmend ins Abseits. Ich hielt dennoch zu ihr, zum einen, weil sie, wie schon gesagt, sehr lustig war, zum anderen, weil man mit ihr immer gepflegten Unsinn machen konnte.


Natürlich hatte ich zwischendurch auch einige Beziehungen, aber der Kontakt zu meiner besten Freundin blieb immer bestehen, und so beschlossen wir eben, für die Zeit des Studiums eine WG zu gründen, nachdem sie ein Jahr in Amerika verbracht hatte, und ich eines in Australien. Das Auslandsjahr hatte meine beste Freundin, die ja eben schon immer etwas moppelig war, im Übrigen sogar noch etwas mehr aus dem Leim gehen lassen. Wir zogen also zusammen. Das WG-Leben lief hervorragend, wir spielten uns ständig kleine Streiche, aber nichts wirklich Bösartiges. Einige Zeit später hatte unser dritter Mitbewohner jedoch einen Unfall und konnte danach die Treppen zur Wohnung nicht mehr so richtig gut steigen. Er zog also schweren Herzens aus und wir suchten uns jemand neuen. Dieser Jemand war eine vollkommen Fitnesswahnsinnige, wie sich herausstellen sollte. Ich bin ja auch ein sehr regelmäßiger Fitti-Gänger, aber an diesem Mädchen sah man, dass man eben alles übertreiben kann. Sie hatte winzige Brüste, aber ein krasseres Sixpack als ich, auf ihren Armen und Beinen zeichneten sich die Adern ab, und ihr Gesicht wirkte irgendwie verhärmt. Immerhin hatte sie einen schönen Hintern.


Sie stand früh um sieben auf, auch wenn sie mittags erst an die Uni musste, und rannte erst einmal zehn Kilometer, danach machte sie noch Krafttraining. Man bekam ungefragt und ständig Ernährungs- und Sporttipps von ihr, und obwohl sich meine beste Freundin anfangs ziemlich darüber lustig machte, begann sie irgendwann, sich auch gesünder zu ernähren, ließ die Schokoriegel und die Chips weg und versuchte es schließlich mit Sport. Nach circa einem halben Jahr fiel mir auf, dass sie neuerdings recht gut aussah. Ich ertappte mich immer öfter dabei, wie ich ihr auf den Hintern guckte. Außerdem begannen sich plötzlich die Jungs für sie zu interessieren, was mich sehr für sie freute. Als sie ein Jahr dabei war, konnte ich nur noch ganz schlecht weggucken, wenn sie vor mir lief, oder sich vorbeugte. Sie war zu einer echten Granate mutiert, und eines schönen Tages kam sie nur in knappem Top und Tanga aus dem Bad, guckte mir kurz beim Kochen des Abendessens zu, und verschwand in ihrem Zimmer. Ihre leicht nach oben stehenden Nippel zeichneten sich deutlich ab, und ihr neuerdings sehr muskulöser Hintern kreiste langsam beim Laufen. Ich bekam einen spontanen Ständer, ging meinerseits ins Bad und ließ den Druck ab.


Während mir die erste Rauchschwade des anbrennenden Essens in die Nase geriet, überlegte ich, ob ich wirklich grade bei der Selbstbefriedigung an meine Sandkastenfreundin gedacht hatte. Es wurde immer schlimmer, und bald begannen die gegenseitigen Streiche, die wir uns spielten, mehr und mehr sexuellen Charakter anzunehmen. Wo wir früher Salatöl in die Apfelschorleflasche des anderen gefüllt hatten, oder uns aus dem Hinterhalt mit Haargummis abschossen, war beispielsweise mein Desktophintergrund bei einer Präsentation an der Uni plötzlich eine Frau in sehr sexy Unterwäsche, die sich auf einem Bett rekelte. Trotz des nichtvorhandenen Kopfes wusste ich sofort, zu wem der Körper gehörte, und es erwischte mich so eiskalt, dass ich mich beim Vortrag nur noch sehr schwer konzentrieren konnte. Dafür öffnete ich die Badtür mithilfe einer Münze von außen und klaute ihre Wäsche und ihr Handtuch, während sie duschte, sodass sie nackt vor mir über den Flur laufen musste. Natürlich drehte sie den Spieß herum, kam aus dem Bad spaziert, lehnte sich, so nackt wie sie eben war, lasziv an die Tür, und fragte mich, ob ich ihr vielleicht das Handtuch reichen könne. Mir wurde ziemlich warm dabei, weil ihr Körper mittlerweile wirklich der helle Wahnsinn ist. Ihre Brüste sind verhältnismäßig groß geblieben, kommen jetzt natürlich aber viel besser zur Geltung, und der Rest ist mindestens genauso paradiesisch.


Naja, was soll ich sagen, unser letzter Streich vor zwei Tagen beinhaltete das gegenseitige, zärtliche Berühren der Geschlechtsorgane, und es ist vollkommen klar, auf was die Sache im Endeffekt hinauslaufen wird. Ich will aber eigentlich nicht aus rein hormongesteuerter Hirnschmelze heraus die Freundschaft ruinieren, dennoch denke ich nicht, dass ich ihr nur noch ein einziges Mal widerstehen kann. Heute Abend werden wir alleine sein, und ich gehe davon aus, dass meine Selbstkontrolle über kurz oder lang kläglich versagen wird. Gott steh mir bei.

Beichthaus.com Beichte #00035858 vom 04.06.2015 um 11:46:36 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Solange der Vorrat reicht

20

Hass Zorn Dummheit Gesellschaft

Ich möchte meinen immensen Jähzorn auf die häufig in der Werbung genutzte Floskel "Solange der Vorrat reicht!" beichten. Ich war längere Zeit mit einem Jurastudenten zusammen und habe mit ihm auch diesen Sachverhalt erläutert und mir ist völlig klar, dass es juristische […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00035835 vom 01.06.2015 um 18:02:54 Uhr (20 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Antiautoritäre Erziehung bei den Nachbarn

30

anhören

Zorn Aggression Kinder Nachbarn

Ich (m/35) wohne mit meiner Tochter (9) in einem Mehrfamilienhaus, in dem hauptsächlich junge Familien und Studenten-WGs wohnen. Wir haben einen schicken Hof mit Spielplatz und eigentlich ist immer genug Action, um die Tage mit einigen der anderen Hausbewohner im Hof zu verbringen. Unsere Kinder spielen dann zusammen und wir Erwachsenen sitzen dann auf den Bänken und reden über Gott und die Welt. So weit, so gut. Ich verstehe mich letztlich mit allen Leuten im Haus ziemlich gut, meine Tochter ebenso, und alles könnte wahrlich entspannter nicht sein, aber dieses nette Gefüge habe ich gestern wohl etwas strapaziert.

Eine der Familie im Haus erzieht ihre Kinder etwas freier als die anderen, was letztendlich bedeutet, dass bestimmte grundsätzliche Regeln für ihre Kinder anscheinend nicht gelten. Das fängt beim Grüßen der anderen Hausbewohner an, geht weiter mit der Definition von fremdem Eigentum und bis hin zu respektablem Verhalten gegenüber den Erwachsenen. Das mag jetzt klingen als wäre ich einer dieser Gartenzaunwächter aus der Reihenhaussiedlung, bin ich aber nicht. Ich bin durchaus tolerant bzw. freigeistig und versuche meine Tochter ebenso zu erziehen, aber ich bestehe auf ein paar dieser grundlegenden Regeln, die immer gelten sollten: z.B. dass eben gegrüßt und sich verabschiedet wird, dass die Kids sich gegenseitig und uns nicht wehtun und dass bestimmte Ansagen seitens der Eltern durch die Kinder nicht infrage gestellt werden bzw. diese nicht diskutabel sind. Betreffende Kinder sind nun der Meinung, aufgrund ihrer Erziehung, dass diese Regeln für sie eben nicht gelten - was sich darin äußert, dass Ansagen der Eltern komplett ignoriert werden, nur gegrüßt wird, wenn man gerade Lust dazu hat und dass Dinge nur dem Eigentümer gehören, solange man selbst kein Interesse daran hat. Die benutzten Dinge wieder wegzuräumen oder dem jeweiligen Kind wiederzugeben ist selbstredend optional. Darüber habe ich mich mit den Eltern schon mehrfach unterhalten und habe versucht, ihnen zu erklären, dass ich dieses Verhalten nur sehr schlecht tolerieren kann. Außerdem, dass ich es nicht verstehen kann, dass man seinen Kindern in diesem Alter aufbürdet, die eigenen Grenzen selbst zu finden.

Als meine Tochter und ich gestern Morgen auf dem Weg zur Schule an der Wohnung der betreffenden Familie vorbeikamen, standen die Kinder dieser Familie vor der Tür und machten sich gerade ebenso für die Schule bereit. Wie man das halt so macht, sagten wir beide guten Morgen und es passierte nichts. Also sagte ich noch einmal: "Guten Morgen", und sah dabei dem Jungen der Familie ins Gesicht. Dieser hat die Angewohnheit, die anderen in solchen Situationen frech anzugrinsen, da ihm durchaus bewusst ist, dass er wieder einmal die Regeln des Zusammenlebens ignoriert und damit den anderen Menschen auf den Sack geht. Leider bin ich morgens nicht immer der Sonnenschein, der ich gern wäre, und war daraufhin ziemlich angepisst - was sich letztlich darin äußerte, dass ich ihm den Stinkefinger gezeigt und ihn unflätig angemurmelt habe, während ich ihn mit dem Todesblick bedacht habe. Mag ja eher unwichtig klingen, aber den Topscore habe ich für diese Aktion erhalten, weil ich viel zu spät bemerkt habe, dass die Eltern und die Etagennachbarn plus deren Kinder das gesehen haben.

Nun ist Sturm im Paradies. Ich werde versuchen es den Eltern zu erklären, denn es tut mir letztlich leid, die Beherrschung verloren zu haben. Aber ganz ehrlich, der Halbling und seine Schwester haben in meinen Augen ein paar Monate Bootcamp zum Erlernen grundsätzlicher, gesellschaftlicher Regeln verdient. Ich beichte also, dass ich als erwachsener Mann einem 10-Jährigen den Stinkefinger gezeigt habe, weil er mich mit seiner Arschlochpersönlichkeit auf die Palme bringt, wobei diesen eigentlich nicht er, sondern seine Eltern für ihre Erziehungsmethoden verdient haben.

Beichthaus.com Beichte #00035799 vom 27.05.2015 um 10:58:33 Uhr (30 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge