Meine Spenden für die Pfandsammler

10

anhören

Trägheit Verschwendung

Ich (m/23) möchte beichten, dass ich meine Pfandflaschen, die ich unterwegs kaufe, immer neben dem Mülleimer platziere, anstatt sie ordnungsgemäß wegzuwerfen. Ich habe mir das irgendwann einfach angewöhnt, da Pfandsammler nicht auch noch im Müll wühlen sollten. Außerdem bin ich schlichtweg zu faul, meine Pfandflaschen immer mitzuschleppen, bis ich sie gegen ein paar Cent wieder zurückgeben kann. Das ist es mir oft nicht wert, obwohl es das eigentlich müsste. Und in meinen Augen ist das Pfandsammeln auch nichts Schlimmes - ganz im Gegensatz zu dem klassischen "Haste mal ne Mark?!" Schnorrer, den ich immer mit einem bösen Blick abweise. Ich werde es auch in Zukunft so handhaben, weil ich von der Sache absolut überzeugt bin. Inzwischen hat sich meine Freundin dieses Verhalten auch angewöhnt. Ich warte nur noch darauf, dass mich irgendwann das Ordnungsamt anspricht, weil ich meinen Müll nicht ordnungsgemäß entsorge. Und ob meine Erklärung dann noch erfolgreich ist, muss sich zeigen.

Beichthaus.com Beichte #00032274 vom 22.11.2013 um 11:17:44 Uhr (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Mein Finderlohn

11

anhören

Trägheit Selbstsucht Musik

Ich (m/19) habe vor etwa zwei Jahren, als ich mit meinen Freunden freitagabends unterwegs war, an einer Parkbank einen iPod classic gefunden. Meine Freunde meinten schon, was ich denn für ein Glückspilz wäre und haben sich geärgert, dass ich ihn gefunden hatte und nicht sie. Aber für mich stand fest, dass ich ihn beim Fundbüro abgeben würde, da ein iPod classic nicht gerade billig ist und ich sehr traurig wäre, wenn ich so etwas verlieren würde. Außerdem war er wirklich noch recht neu und in einem Topzustand, da wäre das für denjenigen, der ihn verloren hat, noch ein wenig blöder. Ich habe ihn also eingesteckt und wir zogen weiter durch die Nacht. Als dann für mich der Heimweg anstand, konnte ich es mir einfach nicht verkneifen und bin mal die Musik auf dem iPod durchgegangen. Darauf fand sich ein Haufen guter Musik, bestimmt 50 GB. Ich ging also so die Playlists durch und fand neben Bands wie The Offspring und Led Zeppelin auch viel Ska und Punk. Und dazu noch relativ viel Clubmusik und viele Mixes, die den Bezeichnungen nach eigene sind.


Der Eigentümer hat nicht nur einen tollen Musikgeschmack, sondern taugt auch als DJ, wenn meine Vermutung stimmen sollte. Jetzt wollte ich den iPod ja eigentlich schon am nächsten Tag zum Fundbüro im Rathaus bringen. Aber dann habe ich mir gedacht, dass ich mir als "Finderlohn" doch von der auf dem iPod enthaltenen Musik, insbesondere von den Mixes, das eine oder andere auf meinen MP3 Player kopieren könnte. Aber das wollte nicht so recht. Ich habe erst am nächsten Tag herausgefunden, wie das geht, da ich mit den Apfel Produkten zu dieser Zeit nicht so bewandert war. Dann war es geschafft, aber es kamen noch andere Dinge dazwischen und im Endeffekt schaffte ich es erst einen weiteren Tag später zum Fundbüro. Über ein Jahr später hat man mich dann von dort aus angerufen und mir mitgeteilt, dass den iPod niemand abgeholt hätte - und dass ich ihn haben könne, da ich ihn ja gefunden hatte. Und da sagt man natürlich nicht Nein. Ich möchte also beichten, dass ich mir ungefragt Musik gezogen habe und durch die Verzögerung wohl die Schuld daran trage, dass der Besitzer das Gerät nicht mehr zurückbekommen hat.

Beichthaus.com Beichte #00032254 vom 18.11.2013 um 18:31:27 Uhr (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Die Zombie-Apokalypse

13

anhören

Trägheit Selbstsucht Neckarsulm

Manchmal entziehe ich mich am Freitag nach der Arbeit komplett der Gesellschaft. Ich schließe meine Wohnung ab und stelle mir vor, die Apokalypse wäre einhergegangen und draußen wimmelt es nur so von Untoten oder Ähnlichem und ich bin einer der wenigen Überlebenden. Ich stelle mir dann vor, dass ich das Beste aus der Situation machen muss, und mache mir eine schöne Zeit. Ich kiffe, hole mir oft einen runter und esse jede Menge Mistzeug. Und wenn ich dann manchmal doch rausgehe, um die Post zu holen, bin ich extra vorsichtig - man weiß ja nie, was einen dort draußen erwartet! Mein Handy und jegliches soziale Netzwerk sind in dieser Zeit ausgeschaltet. Ich beichte also, dass ich, anstatt Party machen zu gehen, meine Wochenenden lieber alleine verbringe und mich meinen niederen Bedürfnissen hingebe, aber es gefällt mir!

Beichthaus.com Beichte #00032144 vom 30.10.2013 um 10:38:36 Uhr in 74172 Neckarsulm (Rötelstraße) (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Angst vor dem banalen Leben

32

anhören

Trägheit Faulheit Selbstsucht Dummheit Arbeit

Ich (m/25) möchte beichten, dass ich mich schon seit sechs Jahren erfolgreich vor jeglicher Arbeit gedrückt habe. Nach meinem Abitur, das ich mit einem Notendurchschnitt von 1,7 abgeschlossen habe, wusste ich nicht so wirklich, was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Zum Bund musste ich damals nicht, da ich wohl nur eingeschränkt einsatzfähig war. Also habe ich fast ein Jahr lang vor dem Fernseher herumgelungert und bin abends saufen und gelegentlich auch kiffen gegangen. Als meine Eltern genug von meinem Selbstfindungstrip hatten, habe ich mich für ein Jurastudium an einer renommierten deutschen Uni weit weg von meinem Heimatort beworben und wurde auch angenommen. Meine Eltern spendierten mir über diesen Zeitraum großzügig eine kleine 3-Zimmer-Wohnung, in der ich die nächsten drei Jahre lang ein angenehmes und freies Leben führen konnte. Im sechsten Semester konnte ich mich allerdings nicht mehr vor der Zwischenprüfung drücken und wurde im Endeffekt zwangsexmatrikuliert.


Zerknirscht zog ich daraufhin wieder bei meinen Eltern ein, die mich auch erst ein paar Monate lang in Ruhe ließen, damit ich mich von dem erlittenen Misserfolg erholen konnte. Danach wurden sie aber immer drängender, dass ich mir doch endlich eine Ausbildung oder einen Job suchen solle. Jetzt bin ich seit fast zwei Jahren "arbeitssuchend" und werde von meinem Eltern und dem verdammten Arbeitsamt nur noch gegängelt und drangsaliert. Ich fühle mich aber einfach noch nicht bereit dafür, ins Berufsleben einzusteigen. Also gebe ich mir alle Mühe, dass ich noch eine Weile jobsuchend bleiben werde. Ich baue bei Bewerbungsschreiben mit Absicht subtile Fehler ein und werde ich doch einmal zu einem persönlichen Gespräch eingeladen, gebe ich mir alle Mühe, dass es bei diesem einzigen Gespräch bleibt. Bei weiblichen Gesprächspartnern kratze ich mir während irgendeiner langweiligen Ausführung gerne am Sack herum. Ich nehme vor einem solchen Gespräch auch gerne Speisen mit Zwiebeln, Knoblauch oder Bohnen zu mir. Das damit geförderte Furzstaccato im Bewerbungsgespräch hatte bisher immer eine ablehnende Haltung zur Folge. Ich möchte beichten, dass ich meinen Eltern schon jahrelang auf der Tasche liege und Angst um mein bisheriges Leben habe, weil ich befürchte, dass ihnen irgendwann die Geduld mit mir reißt, und sie mich einfach vor die Tür setzen könnten, wo dann das einfache und banale Leben auf mich wartet.

Beichthaus.com Beichte #00032143 vom 30.10.2013 um 21:23:38 Uhr (32 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Der Putzfimmel meiner Freundin

4

anhören

Engherzigkeit Trägheit Faulheit Partnerschaft Rottweil

Ich möchte hiermit beichten, dass ich den Putzfimmel und den Aufräumwahn meiner Freundin ausnutze. Ich lasse mein Zeug mit voller Absicht liegen: meine Wäsche, die Brotkrümel auf der Arbeitsplatte, mein Geschirr und Ähnliches. Ich muss jedes Mal aufpassen, dass ich nicht lache. Der Gedanke, dass sie es sowieso sofort wegmachen wird und mir freiwillig hinterherräumt, amüsiert mich einfach sehr. Sorry Schatz.

Beichthaus.com Beichte #00032111 vom 25.10.2013 um 14:40:19 Uhr in Rottweil (4 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge