Tatortreiniger der Mafia

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Faulheit Trägheit Stolz Öhringen

Tatortreiniger der Mafia
Ich hasse Aufräumen. Und Putzen sowieso. Deshalb stelle ich mir immer vor, ich wäre ein Beauftragter der Mafia, der einen Tatort von jeglicher DNA und anderen Spuren befreien muss, damit kein Forensiker auch nur den Hauch einer Spur findet. Ich steigere mich dann immer dermaßen hinein, dass ich anfange, Fugen mit Zahnbürsten zu reinigen und nach dem Reinigen im Bad die Kacheln zusätzlich mit Putzalkohol durchwische. Ich stelle mir dabei dann vor, es handle sich um eine Enzymlösung, die DNA abbaut. Blutspritzer vom Zersägen einer Leiche sind schließlich ein gefundenes Fressen für Tatortermittler. Ich habe sogar Mundschutz und Latexhandschuhe gekauft, um es realistischer zu gestalten. Man will sein Handwerk ja gewissenhaft ausüben. Ich weiß, das ist krank. Aber es nützt.

Beichthaus.com Beichte #00032608 vom 22.01.2014 um 22:57:15 Uhr in Öhringen (21 Kommentare).

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Unverdienter Lohn

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Faulheit Trägheit Ungerechtigkeit Arbeit Geld

Ich "arbeite" bei einem Weltkonzern und bin momentan in einem Projekt "mittätig". Das klingt alles sehr spannend, und das ist es auch. Unser Team besteht aus vier Personen, inklusive meiner Wenigkeit. Eine Person hat sich richtig in die Arbeit reingekniet, sodass wir kaum noch etwas machen müssen. Auch alle anderen Teams sind immer noch durchgehend beschäftigt, obwohl sie weniger komplexe Aufgaben haben. Aber kommen wir zum Punkt. Ich trage, so kommt es mir zumindest vor, kaum etwas Produktives bei und bekomme dafür so eine Menge Geld, dass ich nicht mehr weiß, wohin damit. Aber dann sehe ich wieder die Reinigungskräfte, die oftmals in den Räumlichkeiten herumschwirren, und beobachte sie beim Arbeiten. Und dann fühle ich mich unglaublich schlecht, weil ich wahrscheinlich mehr als doppelt so viel Gehalt beziehe wie sie, es aber, im Gegensatz zu diesen Menschen, nicht verdiene.

Beichthaus.com Beichte #00032563 vom 13.01.2014 um 12:14:42 Uhr (22 Kommentare).

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“Beichte

Das Waschbecken aus Bequemlichkeit

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Verschwendung Ekel Unreinlichkeit Trägheit

Ich (m/28) habe mir vor gut drei Jahren das Sprunggelenk gebrochen. Da habe ich zum ersten Mal richtig festgestellt, wie einfach das Leben für gesunde Menschen im Alltag ist. Ich musste acht Wochen mit Krücken gehen und war heilfroh, als ich wieder normal gehen konnte, denn diese Einschränkungen haben mich fast wahnsinnig gemacht. Da ich nun mal Stehpinkler bin, war der Toilettengang auch immer so eine Sache, weil ich immer auf einem Bein vor dem Klo stehen musste. Und Gleichgewicht zu halten ist gar nicht so einfach, wenn man auch noch mit den Händen hantieren muss. Natürlich habe ich auch versucht, mich hinzusetzen, was ja so oder so fast jeden Tag einmal notwendig ist, aber dieses ganze Prozedere dauerte mir einfach zu lange. Und da ich viel trinke, muss ich dementsprechend auch oft aufs Klo. Dann kam mir die Idee, einfach ins Waschbecken zu pinkeln. Es war einfacher die Krücken abzustellen, ich konnte mich mit den Oberschenkeln am Waschbeckenrand abstützen und es spritzte auch nicht, weil die Entfernung ins Waschbecken ziemlich kurz ist und der Urinstrahl bei dieser Länge gering bleibt. Ich wasche mir grundsätzlich die Hände und dabei wird das Waschbecken anschließend gleich mitgereinigt - Verunreinigungen konnte ich bisher nicht feststellen. Zusätzlich wird Wasser gespart, weil keine Toilettenspülung erforderlich ist. Ich mache es immer noch so und denke gar nicht daran, damit aufzuhören. Was ich eigentlich beichten will? Ich würde es nie jemandem erzählen, weil die meisten Leute es bestimmt widerlich, abstoßend und eklig finden würden. Oder sie würden es herumerzählen, und ich hätte einen komischen Ruf weg. Ich sehe es vielmehr als guten Beitrag, kostbares Trinkwasser zu sparen. Mindestens ein Drittel der Erdbevölkerung hat keinen vernünftigen Zugang zu sauberem Trinkwasser und in unserer Wohlstandsgesellschaft wird es durchs Klo gespült.

Beichthaus.com Beichte #00032540 vom 09.01.2014 um 13:51:39 Uhr (17 Kommentare).

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Sehnsucht nach dem Feierabend

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Faulheit Trägheit Selbstsucht Arbeit

Ich erledige meinen Beruf - und auch mein Leben - nicht mit der Gewissheit, wie ich es sollte. Ich bin einfach furchtbar faul und unmotiviert. Dadurch leiden dann vor allem meine Freunde und die Firma, da ich viele Aufgaben einfach gar nicht, oder zeitlich stark versetzt, erledige. Letztens habe ich zum Beispiel wichtige Dokumente in meinem Auto gelassen, anstatt sie zur Post zu bringen. Das ist jetzt gute zwanzig Tage her und mir ist absolut klar, dass das schwere Konsequenzen nach sich ziehen kann. Und in drei Stunden muss ich wieder zur Arbeit, obwohl ich noch keine Minute geschlafen habe, weil ich einfach keinen Bock darauf hatte. Da ich aber die finanzielle Verantwortung für meine studierende Freundin habe, muss ich noch mindestens fünf Jahre lang dort bleiben. Ich weiß gar nicht, wie es dazu gekommen ist, da ich früher sehr ehrgeizig und engagiert war und es in der Firma eigentlich weit bringen wollte. Jetzt bin ich aber nur noch froh, wenn endlich Freitagmittag ist, damit ich meine Ruhe habe und meinem Hobby nachgehen kann - welches ich in letzter Zeit auch sehr vernachlässigt habe. Aber eigentlich dürfte ich mich nicht beschweren. Ich habe schließlich einen super Job, den man normalerweise nur mit einem Studium und Abitur bekommt, was ich beides nicht habe.

Beichthaus.com Beichte #00032522 vom 06.01.2014 um 03:49:51 Uhr (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Lass es doch klingeln!

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Aggression Faulheit Trägheit Zorn Telefon

Ich muss beichten, dass es mich wahnsinnig aufregt, wenn bei uns zu Hause das Telefon klingelt und niemand abnimmt. Wir sind eine vierköpfige Familie und leben in einer Doppelhaushälfte und insgesamt haben wir vier Telefone. Im Wohnzimmer, im Schlafzimmer meiner Eltern sowie bei meinem Bruder und oben im Dachgeschoss. Aber mein Vater und mein Bruder sind zu faul, um ranzugehen, wenn es klingelt. Sie lassen es so lange klingeln, bis meine Mutter reagiert, oder eben ich rangehe - obwohl das Telefon oftmals direkt neben ihnen liegt. Oft kommt es vor, dass der Anrufer wieder auflegt, da der Anruf zu spät angenommen wird. Vor allem regt es mich auch auf, dass mein Vater ein klingelndes Telefon oft erst einmal anguckt, nicht abnimmt und es dann meiner Mutter gibt, damit sie rangeht. Mein Bruder geht mir deswegen auch auf den Sack. Heute klingelte zum Beispiel wieder das Telefon - ich war jedoch auf dem Klo und mein Bruder hat einfach gar nichts gemacht! Erst als ich ihn anmotzte, dass er gefälligst abnehmen solle, ging er ran. Und, oh Wunder, der Anrufer legte in dem Moment auf, weil er so lange warten musste. Ich liebe meine Familie wirklich sehr, aber es macht mich einfach verrückt, wenn niemand an das klingelnde Telefon geht!

Beichthaus.com Beichte #00032501 vom 02.01.2014 um 15:28:58 Uhr (14 Kommentare).

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