Schwierigkeiten beim Reifenwechsel

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Peinlichkeit Dummheit Stolz Auto & Co.

Ich (m/28) habe mal wieder gemerkt, wie dumm ich doch bin. Letzte Woche (ca. 1 Uhr morgens) fuhr ich mit meinem Auto ungünstig an einen Bordstein und ein Reifen verlor Luft. Nun gut, es sind noch ungefähr 45 Kilometer nach Hause und ich muss meinen Reifen wechseln, jedoch scheiterte ich bei der ersten Schraube. Ich schob das natürlich auf das Alter des Autos und die damit verbundenen "gerosteten" Schrauben, also wandte ich etwas mehr Gewalt an, das heißt, ich sprang fröhlich auf dem Radkreuz rum - ohne Erfolg. Dies haben wohl zwei Frauen, die vorbeiliefen, gesehen und mir Hilfe angeboten, was ich jedoch dankenderweise ablehnte, mit dem Hintergedanken: "Wobei können die mir denn schon bei einer gerosteten Schraube helfen? Mit Kraft wohl kaum!"


Nach zwei Stunden und einigen kleinen Ausrastern flog mir auch noch der Kopf der Schraube an. Das war es dann mit Reifen wechseln und ich musste den ADAC anrufen. Nachdem dieser sich das Problem genauer angeschaut hatte bzw. er testweise eine andere Schraube mit Leichtigkeit löste, stelle sich heraus, dass ich die ganze Zeit in die falsche Richtung gedreht hatte. Das Auto wurde zur nächstgelegenen Werkstadt gebracht werden, damit die jetzt kopflose Schraube herausgebohrt wird - ich musste letztendlich mit dem Bus zurück. Durch die Werkstatt habe ich nun eine saftige Rechnung bekommen, welche ich mir wohl gespart hätte, wenn ich die Hilfe der Frauen angenommen hätte und mein Ego nicht zu groß wäre.

Beichthaus.com Beichte #00036040 vom 29.06.2015 um 05:06:22 Uhr (16 Kommentare).

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Verschwundene Koffer am Flughafen

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Rache Engherzigkeit Flug & Co. Arbeit Eschau

Ich arbeite am Flughafen als Check-in-Agent und ich hasse gewisse Billigflieger-Passagiere so dermaßen, dass ich sie wortlos einchecke und hinterher ihr Gepäck aus dem System auslade. So erleben sie ihr blaues Wunder, wenn sie am Zielflughafen ankommen und ihr Gepäck noch in Deutschland liegt. Jeder, der fliegt, sollte sich drei Mal überlegen, wie er mit Bodenpersonal umgeht. Ich musste mir schon schlimme, rassistische und beleidigende Sachen anhören. Ich kann nichts dafür, wenn der Gast zu spät zum Flughafen erscheint und seinen Flug verpasst. Auch ist es nicht meine Schuld, wenn die Maschine Verspätung hat. Ich kann es verstehen, wenn es Unannehmlichkeiten gibt und der Passagier sich bei mir auskotzt. Ich höre jedem gerne zu. Ich bin nett, auch zu Schweinen, aber ich muss mich nicht von einem Fatzke mit sexistischen Beleidigungen heruntermachen lassen.

Beichthaus.com Beichte #00036038 vom 29.06.2015 um 01:20:55 Uhr in Eschau (18 Kommentare).

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Der Skorpion im Zoo

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Diebstahl Kinder

Ich (w) war vor ein paar Jahren mit meiner Familie im Zoo. Am Eingang des Zoos gibt es immer einen Souvenir-Shop, in dem es Taschen, T-Shirts, Kuscheltiere und kleine Gummitiere gibt. Ich habe mich an dem Tag bei diesem Shop umgeschaut und mein Blick fiel auf einen schwarz-roten Gummiskorpion, den ich total cool fand. Da meine Eltern ihn mir nicht kaufen wollten, wartete ich, bis niemand zu mir sah, und schnappte mir einen der Skorpione. Mein großer Bruder hatte damals bald Geburtstag und ich hatte noch kein Geschenk. Also schenkte ich ihm kurzerhand den gestohlenen Skorpion. Ich beichte also, dass ich etwas gestohlen habe und es dann meinem Bruder geschenkt habe.

Beichthaus.com Beichte #00036036 vom 28.06.2015 um 20:57:32 Uhr (2 Kommentare).

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Das Karma und die Mobber

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Engherzigkeit Rache Overath

Ich (m/32) stamme aus sehr einfachen Verhältnissen. Mein Vater war Gelegenheitsarbeiter, wir lebten in einer sehr kleinen Wohnung zu sechst, doch ich hatte ein großes Ziel: Irgendwann rauskommen aus dieser Spirale, aus diesen beengten Verhältnissen und diesem Ghetto. Schon in der Grundschule war das für mich klar, und so schaffte ich nach der vierten Klasse den Übertritt aufs Gymnasium. Dummerweise gab es in der Nähe unserer Siedlung kein Gymnasium, und so musste ich auf eine Schule, die in einem sehr gehobenen Wohnviertel lag, und die meisten meiner Mitschüler kamen aus ebensolchen Familien. Natürlich war schnell bekannt, dass ich aus ärmlichen Verhältnissen komme, und war ab diesem Zeitpunkt als das asoziale Dreckskind bekannt. Ich litt still, denn auf meine sachlichen Wehrversuche wurden lediglich mit Gelächter und weiterem Mobbing reagiert. Schlagen wollte ich nicht, denn mir war klar, dass ich dann endgültig als das böse, asoziale Kind abgestempelt war. Das psychische Mobbing - Gewalt war nicht dabei, aber Verbales kann genauso schlimm sein - ging die ganzen Jahre weiter, bestand nicht nur während der ersten Jahre, als man ja noch ein Kind war, sondern auch in den späteren Stufen als Jugendlicher. Und ich hatte denen ja nichts getan. Es war nicht jeder aktiv beteiligt, aber die Mitläufer lachten zumindest mit und das verurteile ich genauso. Ich überstand die Schulzeit, konzentrierte mich auf meine Leistungen, studierte und wurde Maschinenbauingenieur. Zu den beiden großen Klassentreffen, zu denen alle eingeladen wurden, ging ich nicht hin - warum auch. Scheinheilig.


Vor zwei oder drei Jahren brannte in einem anderen Ortsteil unserer Stadt ein großes Einfamilienhaus bis auf die Grundmauern aus. Todesopfer oder Schwerverletzte gab es zum Glück nicht, aber das junge kinderlose Ehepaar, beide im gleichen Alter wie ich und meine Frau, stand vor dem Nichts. Es war quasi nichts übrig. Ich fand das furchtbar, doch dann las ich in der Zeitung den Namen der Familie: XY. Moment einmal, den Namen kennst du doch, dachte ich, denn der Name ist recht selten. Ich fand heraus, dass es sich tatsächlich um meinen ehemaligen Klassenkameraden vom Gymnasium und einen der aktivsten Mobber, handelte. Ich erfuhr außerdem, dass die Guten nicht ordentlich versichert waren. Und das Haus war noch längst nicht abbezahlt, sie hatten es wohl während des Studiums fast ohne Eigenkapital gekauft. Ich beichte, dass ich an diesem Tag mit einem zufriedenen Grinsen ins Bett gegangen bin. Meine Frau hat den Leuten etwas gespendet, ich wäre im Traum nicht auf die Idee gekommen. Ich bin kein Mensch, der an Rache denkt. Aber als dann ohne mein Zutun etwas geschah, spürte ich doch innere Zufriedenheit. Wären Kinder mit im Spiel gewesen, wäre das nicht so gewesen, das weiß ich. Ich bitte trotzdem um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00036035 vom 28.06.2015 um 20:18:58 Uhr in Overath (15 Kommentare).

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Beim AC/DC-Konzert

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Selbstsucht Musik Gesundheit

Ich (m/22) war krank auf einem Konzert. Kurz vor besagtem Konzert bin ich krank geworden. Es war wohl ein grippaler Infekt: Ich hatte tierische Halsschmerzen, habe geschwitzt wie ein Tier und hatte eine erhöhte Körpertemperatur. Zusätzlich war mir schwindelig. Am Tag des Konzertes habe ich mich mit Aspirin und Ibuprofen zugedröhnt, sodass es mir relativ gut ging. Ich musste andauernd niesen, habe tierisch geschwitzt und in der Bahn bzw. im Gedränge des Konzertes habe ich höchstwahrscheinlich meinen Dreck weitergereicht. Es tut mir wirklich leid, jedoch habe ich die zwei letzten Touren von AC/DC verpasst und eventuell gehen die Jungs nie wieder auf Tour. Und ich höre sie jeden Tag und bin süchtig nach der Musik. Ich musste also auf das Konzert!

Beichthaus.com Beichte #00036034 vom 28.06.2015 um 12:56:00 Uhr (9 Kommentare).

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