Lieber Peter Lustig, ein letztes Mal abschalten

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Verzweiflung Tod Medien

Ich (m/22) möchte beichten, dass ich bitterlich geweint habe, als ich erfahren habe, dass Peter Lustig gestorben ist. Sein Tod hat mich an die Zeit meiner wundervollen und unbeschwerten Kindheit erinnert, bevor sich meine Eltern getrennt haben. Die vielen Sendungen, die wir gemeinsam lachend und staunend vor dem Fernseher verbracht haben, nur um das gerade Gesehene gleich im Freien auszuprobieren. Peter Lustig war und ist ein fester Bestandteil meiner Kindheit und ich denke, dass er einen unglaublich positiven Einfluss auf die Entwicklung vieler Kinder über mehrere Generationen hinweg gehabt hat. Mit seinem Tod wurde mir wieder bewusst, wie schön meine Kindheit war und wie sehr ich sie doch vermissen kann. Also lieber Peter: Abschalten, ein letztes Mal. Ich danke dir.

Beichthaus.com Beichte #00037697 vom 25.02.2016 um 02:21:56 Uhr (29 Kommentare).

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Prügel für den Pickel-Polizisten

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Rache Gewalt Maßlosigkeit Polizei Sport

Ich (m/34) kam vor zehn Jahren vom Kampfkunst-Training (KravMaga): Ich trainierte diesen Sport schon 14 Jahre und war extrem gut in Nahkampf und Angriff ausgebildet - ich kam schnell voran, weil ich mich richtig reinhängte und vier Mal in der Woche für drei bis vier Stunden zum Training ging. Als ich also eines Abends vom Training nach Hause fuhr, wurde ich von der Polizei angehalten, wegen einer allgemeinen Verkehrskontrolle. Der picklige Polizeischüler schikanierte mich fast eine halbe Stunde lang mit allem möglichen Scheiß und wollte mir aufgrund einer Erkältung noch Drogenkonsum unterstellen. Ich war da innerlich schon auf 180 - zu seinem Glück wurde er aber von seinem älteren Kollegen zurückgepfiffen und ich konnte dann endlich nach Hause fahren. Dann, knapp drei Wochen später, wurde bei mir angefragt, ob ich nicht in der Polizeischule einen Nahkampf-Kurs geben möchte, da der ursprüngliche Lehrer einen komplizierten Bruch hatte und ausfiel. <br /> <br /> Gesagt, getan. Ich fuhr zur Polizeischule und hielt den Kurs - es war auch ganz in Ordnung und ich sagte noch zwei weiteren Kursen zu, es waren echt hübsche Polizistinnen dort, was mir die Entscheidung auch erleichterte. Beim zweiten Kurs fiel mir fast die Kinnlade runter, der picklige Blödmann aus der Verkehrskontrolle stand vor mir und führte sich auf wie der Held vom Erdbeerfeld - er wollte bei der Damenwelt wohl Eindruck schinden. Ich habe ihn dann für fast drei Stunden als meinen persönlichen Vollkontakt-Dummy benutzt und richtig übel verhauen - natürlich alles nur zu Lehrzwecken und er hatte auch einen Körperpanzer mit Helm an. Nur hilft das nicht wirklich, wenn man weiß, wo man hinschlagen muss. Der arme Kerl ging sogar kurzzeitig k. o. - ich habe es echt ein wenig übertrieben. Ich möchte sagen, dass es mir sehr leidtut, dass ich ihn verhauen habe. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00037696 vom 25.02.2016 um 12:12:18 Uhr (19 Kommentare).

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Ich habe alles erreicht, jetzt kann ich sterben

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Verzweiflung Drogen Selbstverletzung Tod

Ich (w/35) habe einiges in meinem Leben erlebt. Ich habe in meiner Jugend Drogen ausprobiert, und das nicht zu kurz. Ich habe das Abitur gemacht und erfolgreich studiert. Ich habe einen Teilzeitjob, mit dem ich trotz geringen Aufwands gut verdiene. Ich brauche nur zwei Drittel von meinem Lohn. Ich habe einen tollen Freund, der zwar 20 Jahre älter ist als ich, aber seine außergewöhnliche Persönlichkeit liebe ich. Wir haben eine schöne Wohnung und uns letztens ein schönes Auto gekauft. In meiner vielen Freizeit mache ich Sport und kümmere mich um Pferde, die ich über alles liebe. Sexuell ist früher einiges gelaufen, von mehreren ONS, Sex mit dem Chef, zwei Typen an einem Wochenende und sogar Strap-On. Ich hatte viele Männer und sogar mal etwas mit einer Frau, was mir aber leider nicht entspricht. Ich habe interessante und gut aussehende Freunde. Im Prinzip ist alles gut. <br /> <br /> <br /> Meine Beichte: Wenn ich in der Zeitung lese, dass jemand wie Peter Lustig gestorben ist und alle trauern, dann denke ich, dass ich auch lieber tot sein wollen würde. Würde ich morgen sterben, wäre das kein Trauertag. Ich bezeichne mich nicht als depressive Persönlichkeit, aber ich habe irgendwie alles erreicht, was ich wollte und nun steht nur noch das Altern im Vordergrund. Ich möchte nicht alt und frustriert sein, wie ganz viele Leute. Ich liebe Kinder über alles, vielleicht habe ich auch bald eigene, aber ich finde diese Welt nicht so besonders gut im Moment. Von mir aus könnten wir alle viel mehr Spaß haben, aber alles ist immer so todernst, als wären wir ständig an 20 Beerdigungen gleichzeitig. Unter Lebensfreude verstehe ich etwas anderes und daher erwische ich mich oft bei dem Gedanken, dass für mich das ideale Alter um zu gehen zwischen 40-45 ist, sofern man keine Kinder hat oder einen extrem wichtigen Job. Und das wäre bei mir in etwa 10 Jahren so. Manchmal frage ich mich trotzdem, ob ich nur so denke, weil ich aus dysfunktionalen und ärmlichen Familienverhältnissen komme, aber ich denke, dass ich das Herauswachsen, wie alle Familienmitglieder, gut gemeistert habe, aber trotzdem finde ich das Leben schwierig.

Beichthaus.com Beichte #00037695 vom 25.02.2016 um 11:23:55 Uhr (24 Kommentare).

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Chapeau und Kudos

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Boshaftigkeit Hochmut Ignoranz Dummheit Gesellschaft

Seit einiger Zeit lese ich im Netz, wenn jemand Anerkennung bekommt, immer öfter die Begriffe Chapeau oder Kudos. In manchen Foren breitet sich das wie ein Lauffeuer aus. Einer verwendet diese Begriffe und in zig anderen Threads verwendet das Herdenvieh diese auch. Oftmals sogar ohne die Bedeutung zu kennen und daher auch in völlig falschem Zusammenhang. Menschen, die solche Begriffe verwenden, egal ob im richtigen Zusammenhang oder im falschen, kann ich ich nicht ernst nehmen. Außerdem habe ich eine Abneigung gegen einen gewissen Typ junger Menschen entwickelt, welche bei mir für einen Posten vorstellig werden. Wenn die Frauen die Haare zu einem Knödel zusammengedreht haben, oder die Männer einen Vollbart tragen, ist meine erste Frage nach der Begrüßung, ob sie denn einen Kamm bzw. einen Rasierapparat zu Hause haben? <br /> <br /> <br /> Meist kommt nur eine stotternde Antwort und ich erkläre den Kandidaten dann, dass das Vorstellungsgespräch an dieser Stelle beendet ist und die Person einen neuen Termin ausmachen soll: Ohne Haarknödel auf dem Kopf oder ohne Bart im Gesicht. Wenn die Person das ablehnt, sage ich unumwunden, dass es zu keinem weiteren Gespräch bzw. keiner Anstellung kommen wird. Denn solche Menschen kann ich auch nicht ernst nehmen und in meiner Firma auch nicht brauchen. Ich bitte um Absolution für meine Vorurteile, aber gewisse Dinge kann ich einfach nicht leiden!

Beichthaus.com Beichte #00037693 vom 25.02.2016 um 08:11:36 Uhr (46 Kommentare).

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Hauptschüler sind dumm!

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Vorurteile Hochmut Dummheit Schule

Ich beichte, dass ich (Gymnasiastin) aufgrund eigener Erfahrungen ziemliche Vorurteile habe, was Hauptschüler angeht. Ich komme selbst aus keiner Akademikerfamilie, sondern aus einer Otto-Normalverbraucher-Familie, mein Vater arbeitet in einer Firma in der Metallindustrie und meine Mutter bei der Post. Und ich bin auch bestimmt niemand, dem alles einfach so zufliegt, ohne dass er lernen muss. Ich war eben ehrgeizig, habe meine Stärken, aber auch meine Schwächen und auch Fächer, in denen ich gut büffeln muss. <br /> <br /> <br /> Zwei Straßen weiter ist die Hauptschule - jeden Nachmittag lungern da mindestens acht bis zehn Schüler an der Bushaltestelle herum, die andere anpöbeln, beispielsweise mit: "Fette Sau", oder anderen Ausdrücken. Ständig Schlägereien. Die Leute reden, als kämen sie aus der Gosse. Den Unterricht kann man in die berühmte Tonne kloppen. Früher war das nicht so schlimm, sagen mir Leute, die vor 15, 20 Jahren oder länger auf der Schule waren. Und bevor jetzt wieder die Sprache auf Ausländer kommt - die "bösen" Schüler sind Migranten und deutsche Schüler, beide sind recht gleichmäßig vertreten.

Beichthaus.com Beichte #00037691 vom 24.02.2016 um 18:37:41 Uhr (19 Kommentare).

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