Der Pinkel-Becher beim WM-Finale

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Ekel Trunksucht Dummheit Sport

Als Deutschland im Sommer 2014 im WM-Finale stand, gab es bei uns ein Public Viewing mit mehreren Hundert Zuschauern. Ich (m/21) war mit ein paar Freunden da und es wurde fleißig Bier getrunken. Da ich großer Fußballfan bin, wollte ich natürlich nichts vom Spiel verpassen, sodass ich es mir verkniff, zur Toilette zu gehen, denn dafür hätte ich mich durch eine große Menschenmenge drängeln müssen und es hätte ewig gedauert. Leider kam es zur Verlängerung und mein Harndrang wurde so unerträglich, dass ich es nicht mehr aushalten konnte. Direkt vor mir war ein Stehtisch, auf dem unser Bier stand. Unter dem Schutz dieses Tisches öffnete ich meine Hose und urinierte in einen leeren Becher. Als ich dann versehentlich von hinten angerempelt wurde, glitt mir der Becher aus der Hand, fiel zu Boden und der Inhalt verteilte sich. Auf der anderen Seite des Tisches drehte sich ein Mann zu mir um, da er es bemerkt hatte und seine Schuhe wohl etwas abbekommen haben. Er sprach mich dabei mit Vornamen an, was mich überraschte, da ich ihn nicht kannte.


Am nächsten Tag saß ich dann verkatert bei der Arbeit, als eine E-Mail von meiner Chefin kam, in der sie erklärte, dass der Mann vom Vorabend ihr Ehemann ist und sie sich wünschen würde, dass er bei der nächsten Veranstaltung trocken nach Hause kommt. Ich wusste in dem Moment nicht was ich tun soll. Entschuldigen? Ignorieren? Ich habe nicht auf diese E-Mail nicht reagiert und so getan, als wäre nichts gewesen. Im Sommer ist meine Ausbildung beendet, daher gab es letztens Übernahmegespräche. Mir wurde mitgeteilt, dass der Betrieb mich nicht übernimmt und ich bin mir sehr sicher, dass das mit dieser Geschichte zusammenhängt.

Beichthaus.com Beichte #00035129 vom 22.02.2015 um 19:21:45 Uhr (8 Kommentare).

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Heimlicher Alkoholiker

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Trunksucht Falschheit Verzweiflung Lügen Lichtenstein

Ich (m/Anfang 30) beichte hiermit, dass ich in der Öffentlichkeit oder beim Weggehen mit Freunden immer nur Wasser oder Cola trinke, aber nie Alkohol - und wenn mich jemand fragt, sage ich, ich sei seit sieben Jahren trockener Alkoholiker. Allerdings stimmt davon nur das letzte Wort, denn in Wirklichkeit bin ich schwerst abhängig, trinke jedoch nur alleine zu Hause, da ich weder andere mit meiner besoffenen Anwesenheit belästigen will, noch andere Betrunkene ertragen kann. Allerdings neige ich dann dazu, alte Bekanntschaften, Ex-Freundinnen und entfernte Verwandte anzuschreiben, was ich nächsten Tages meistens bereue, aber ich bekomme eh meistens keine Antwort oder wenn, dann kurz und abweisend, die Leute merken wohl, was dann mit mir los ist. Außerdem drehe ich oftmals die Musik zu laut, da ich im Suff eine Art Schwerhörigkeit an den Tag zu legen scheine.


Ich war inzwischen auch schon mehrfach in einer anderen Stadt zum Entgiften, damit man mich nicht erkennt, aber ich fange nach spätestens einer Woche wieder an zu trinken. Bier, Wein, Sekt, alles was ich in die Hände kriege, und möglichst billig. Nur Schnäpse und Liköre vertrage ich nicht und es schmeckt mir auch beides nicht. Mir ist bewusst, dass ich alkoholkrank bin, aber außer einem guten Freund weiß es niemand. Nicht einmal meine Familie. Und Selbsthilfegruppen sind leider gar nichts für mich, ich habe es bei den vier oder fünf bekanntesten Gruppen allesamt versucht, auch im weiteren Umkreis, weil ich mich schäme, aber es hat nichts gebracht, da ich mir selbst schon vorher eingestehen konnte, ein Säufer zu sein. Allerdings werden es bald alle erfahren, denn ich habe mich für eine Langzeitentgiftung mit anschließender Reha beworben und wurde für Anfang April auch angenommen, komme dort aber erst Ende Mai wieder raus.


Und eine acht-wöchige Abwesenheit lässt sich anders kaum erklären, solange macht niemand Urlaub, der in einem normalen Angestelltenverhältnis arbeitet. Dort bin ich angeblich wegen Burn-out ab da abgemeldet. Eine andere Krankheit will ich wegen der falschen Sorgen nicht vorschieben, und ein angeblicher Knastaufenthalt, was ich auch schon überlegt habe, ist eher rufschädigend. Trotz aller Ängste freue ich mich aber darauf, denn ich hoffe sehr, danach wieder ein normales gesellschaftliches Leben aufbauen zu können, auch wenn es sicher nicht leicht wird. Aber es muss einfach sein, denn bei meinem Konsumverhalten habe ich sonst laut Ärzten in der Entgiftungsklinik in fünf bis acht Jahren meine Leber ganz zerstört.

Beichthaus.com Beichte #00035124 vom 21.02.2015 um 15:09:34 Uhr in Lichtenstein (6 Kommentare).

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“Beichte

Beschissener Fußballpokal

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Ekel Unreinlichkeit Trunksucht Last Night Annaburg

Ich möchte eine Geschichte beichten, die ich seit Jahren für mich behalte. Vor knapp zwei Jahren war ich mit einem guten Kumpel meinerseits feiern und wir haben uns auch ziemlich betrunken. Nachdem er sich auf der Rückfahrt mit dem Taxi mehrfach übergeben hatte, sind wir zu Hause bei ihm im Zimmer sofort eingeschlafen. Irgendwann in der Nacht jedoch bin ich aufgewacht, befand mich nach wie vor im Halbschlaf und verspürte einen starken Druck in meinem Unterleib. Irgendwie rutschte ich halb von der Couch, meine Hose hing mir sowieso in den Kniekehlen und so wie ich im Halbschlaf war, dachte ich irgendwie, ich würde auf einem Klo sitzen. Also habe ich vermutlich ziemlich gut auf seinen Teppich entkotet. Zufrieden und entlastet schlief ich wieder ein. Ernsthaft, so gut habe ich wahrlich noch nie vorher gekackt. Einige Zeit später wachte ich erneut auf und fing fast an zu kreischen, als ich die Kacke neben der Couch bemerkte. Und es war ein wirklich großer Haufen.


Panisch suchte ich so leise wie möglich im Zimmer nach Desinfektionsmittel und Taschentüchern. Dazu griff ich mir noch eins seiner Deos und begann meine Scheiße zu entfernen. Die Haufen habe ich in eine Plastiktüte gepackt und die braunen Flecken habe ich so lange mit Reinigungsmittel beschrubbt, bis sie kaum noch zu sehen waren. Schließlich sprühte ich Deo über den ganzen Schlamassel in der Hoffnung, man würde davon am nächsten Tag nichts mehr merken. Nun stellte sich für mein betrunkenes Hirn noch die Frage: "Wohin mit der Scheiße?" Anstatt sie in einen Mülleimer zu packen, oder aus dem Fenster zu schmeißen oder irgendwas einigermaßen Gehaltvolles damit zu tun, packte ich mir die Tüte mit der Scheiße und platzierte sie aus Verzweiflung in einem seiner Fußballpokale, die weit oben auf einem Regal standen. Danach habe ich mich wieder hingelegt und bin eingeschlafen. Am nächsten Morgen merkte man tatsächlich nichts mehr vom unangenehmen Geruch und mein Kollege hatte in der Nacht anscheinend auch nichts bemerkt. Bis heute - zwei Jahre später - hat er die Plastiktüte in seinem Pokal immer noch nicht bemerkt. Das heißt im Klartext, dass jetzt ein steinharter Haufen Kot in einer Tüte in seinem Zimmer rumliegt und vermutlich auch noch weitere Jahre dort verbringen wird. Ich möchte mich hiermit inständig bei meinem Kollegen entschuldigen, auch wenn ich nicht hoffe, dass er das hier jemals erfährt. Ich wollte dir wirklich nicht in dein Zimmer scheißen.

Beichthaus.com Beichte #00035084 vom 13.02.2015 um 23:25:58 Uhr in Annaburg (9 Kommentare).

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Betrunkene Nachbarsjungen

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Trunksucht Ignoranz Nachbarn

Es war Mitte der 90er Jahre, da hatte ich (m/44) an einem Samstagabend einen sehr wichtigen beruflichen Termin. Durch mehrere Umstände war ich sehr spät dran, bin noch schnell duschen gegangen und dann ab ins Auto. Ich konnte jetzt im normalen Tempo fahren und noch rechtzeitig vor Ort sein, durfte aber auf keinen Fall aufgehalten werden. Als ich gerade losgefahren war, sah ich Nachbarjungs (damals knapp 12, 13 und 14) auf dem heruntergekommenen Spielplatz beim Wodka trinken. Ich konnte keinesfalls anhalten, denn dann wäre der Termin futsch gewesen. Ein Handy, um im Auto zu telefonieren, hatte man damals normalerweise noch nicht. Also nahm ich mir vor, direkt nach dem Termin, bzw. falls noch ein paar Minuten davor vorhanden waren, bei der Polizei anzurufen. Ich habe es dann leider vergessen, und erfahren, dass der Mittlere der Brüder mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus musste. Ich bitte um Absolution, dass ich nicht reagiert habe. Mir tut das Ganze sehr leid.

Beichthaus.com Beichte #00035073 vom 12.02.2015 um 19:06:01 Uhr (8 Kommentare).

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Mein Weg aus dem Drogensumpf

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Trunksucht Drogen Verzweiflung Feigheit Schmalkalden

Ich (m/31) versuche seit knapp zwei Jahren mein Leben umzukrempeln. Bis vor knapp drei Jahren war ich noch das exakte Gegenteil von dem, was ich heute bin. Ich war so ziemlich jedes Wochenende damit beschäftigt, mir die Birne wegzusaufen, mir einen Dübel nach dem […]
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Beichthaus.com Beichte #00035053 vom 09.02.2015 um 08:21:16 Uhr in Schmalkalden (16 Kommentare).

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