Sabine

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Verzweiflung Begehrlichkeit Liebe Kisselbach

Sabine
Als ich 13 war, blieb ich in der Schule sitzen und musste die siebte Klasse nochmals machen. Am ersten Tag in der neuen Klasse kam ich etwas zu spät, weil ich den Saal nicht gefunden habe. Ich ging also in die Klasse und alle schauten mich an, zu der Zeit war ich etwas introvertiert und deshalb ziemlich aufgeregt. Alle Plätze waren besetzt, bis auf einen. Also nahm ich diesen. Einige Zeit später realisierte ich, dass das schönste Mädchen, das ich bis dahin sah, neben mir am gleichen Tisch saß. Ich habe mich sofort in sie verliebt. Sie hieß Sabine. Es dauerte Tage, Wochen, bis wir uns näher kamen. Wir alberten rum, etc. Sie war so schön, dass ich niemals erwartet hätte, dass sie etwas mit mir zu tun haben will. Ich, der hässliche Versagervogel, den eh niemand will. Ich erinnere mich noch daran, dass ich eine Biene auf Ihr Mäppchen malte. Das fand sie süß. Das Schuljahr war vorbei, ich hatte niemals versucht Ihr näher kommen, in dem Alter war ich auch noch nicht so offensiv, ich lernte das alles erst kennen. Da ich ziemlich faul war, entschied die Schule, dass ich keine weitere Zukunft dort haben würde und sie entließen mich, nach dem zweiten Mal in der siebten Klasse, ohne Abschluss aus der Schule. Ich vergaß Sabine, mein Herz sah niemals eine Chance, das ihre zu gewinnen. Nach den Sommerferien ging ich auf die Berufsschule um meinen Abschluss zu machen, ein Jahr Grundschuljahr Metall inkl. Abschluss. Das Jahr verging, ich saß in der Pause immer in der Aula und beobachtete Menschen. Ich beschloss nach dem Jahr eine Ausbildung zum Tischler zu machen, das erste Lehrjahr war bei uns komplett in der Berufsschule, also meldete ich mich an und ging nach den Ferien wieder in die Schule - BAMM! Da stand sie. Sabine. Mein Herz brannte lichterloh, mein Blut kochte, ich zerlief wie Schweizer Käse im Fonduetopf. Sie fiel mir fast in die Arme, ich spürte, dass sie sich sehr freute. Wir verbrachten jede Pause miteinander, dennoch war ich immer noch gefangen in dem Gedanken, dass ich nicht ihr Typ sei.

Im Sportunterricht brach ich mir einen Knochen am Fuß und lag anschließend zu Hause in meinem Zimmer mit eingegipstem Bein. Irgendwann klopfte es an der Tür und mein Schulfreund Claus-Peter betrat mein Zimmer, fresh wie immer. Er meinte, er habe eine gute und eine schlechte Nachricht für mich, welche ich zuerst hören wolle. Ich entschied mich für die Schlechte. Hausaufgaben, Mathe, wenn ich mich richtig erinnere. Nun denn, und was ist die gute Nachricht, fragte ich Claus. Er grinste und schwieg. Ich wartete, wir hörten Musik und laberten über alles Mögliche. Plötzlich klopfte es wieder an meine Tür, ich dachte meine Oma oder mein Dad wären dort. Ich sagte herein und Sabine stand da. Sie in meinem Zimmer. Das ganze verdammte Universum stürzte auf mich wie ein rasender Fall. Es durchdrang mich, Blut schoss in meinen Kopf, mir wurde schwindlig und sie lächelte wie ein Engel. Claus stand auf und meinte mit einem Grinsen, dass er weg müsse. Tür zu. Sabine und ich alleine in meinem Zimmer. Als ich Ihre Lippen das erste Mal mit den meinen berührte, ich glaube erst ab dann begann mein Herz wirklich und wahrhaftig zu schlagen. Alles, was ich heute sagen würde, alles, was Liebe ist, damals erfuhr ich es. In diesem Moment wurde mir alles klar. Das Leben, das Universum, das Ich, das Wir, Sabine. Wir sahen uns daraufhin fast täglich. Ich sehe heute noch Ihre Augen vor mir, könnte stundenlang darüber schreiben, wie weich Ihre Brüste waren, ihr nicht existenter Körpergeruch, sie war das Schönste, was mir in meinem Leben passierte.


Leider war ich noch ein Kind. Ich war mir der Gefahr, sie zu verlieren, nicht bewusst. Ich spielte mit dem Feuer und verbrannte mich. Zwei Wochen später waren wir nicht mehr zusammen. Ich zog nach Stuttgart zu meiner Mutter, hatte zu dem Zeitpunkt auch Stress mit meinem Dad, mein ganzes Leben war im Umschwung, im Aufbruch, im Untergang. Ich konnte sie nicht mehr vergessen, ich schrieb ihr Briefe, die sie nicht beantwortete und mit der Zeit versank meine Liebe im Morast des Alltags. Doch sie kam immer wieder hoch, nach jedem Bier in jeder einsamen Nacht, bei jedem Liebesfilm. Die Abstände waren mal kürzer, mal länger, manchmal schrieb ich einen Brief. Irgendwann lernte ich eine Andere kennen - ich mochte sie, aber Sabine war viel stärker in meinem Herzen verwurzelt. Inzwischen bin ich mit der Anderen verheiratet, habe zwei Kids, 9 und 11 Jahre alt. Wir leben getrennt voneinander. Ich habe Sabine mal besucht, in Ihrer eigenen Wohnung. Sie hat sich gefreut, mich zu sehen, vier oder fünf Jahre, nachdem wir auseinandergingen. Wir redeten über dies und das, sie und mich - über uns. Ich sagte Ihr, dass ich sie immer noch liebte, und sie sagte, bis vor fünf Monaten war es bei ihr auch so. Sie hatte wohl gerade einen neuen Macker. Zu wissen, dass sie mich all die Jahre vermisste, brach mir mein Herz, endgültig. Nie wieder habe ich einen Menschen so geliebt wie Sabine und ich werde es auch nie wieder können. Das einstig große Feuer erlosch im Eis der Zeit. Inzwischen hatte ich viele Frauen, alle Göttinnen auf Ihre jeweils eigene Art, doch keine sah mich an wie sie, bei keiner konnte ich die Gedanken in den Augen sehen, dieses Leuchten in den Augen, ihre sanfte Haut. Keine ist wie Sabine. Heute würde ich alles dafür geben, wieder mit Ihr zusammen zu sein. Ich liebe sie heute noch mehr als alles andere und ich weiß, dass war die von Platon beschriebene zweite Hälfte. Manchmal weine ich, wenn ich alleine und völlig besoffen zu Hause sitze, und keine Ruhe finde. Ich denke oft an dich Sabine, wo auch immer du bist. Ich hoffe wir sehen uns wieder, in einer anderen Zeit in einem anderen Leben. Tot bin ich, seit du gingst.

An die Leser:
Vielen Männern geht es so, die "erste Liebe" etc., doch bei mir war es nicht die Erste sondern die Einzige. Ich kann nicht mehr lieben, niemanden außer sie. Also denkt immer daran, ihr Männer und Jungs, behandelt eure Frauen, wie eine zarte zerbrechliche Figur aus Eis und vergesst in keinem Moment den Augenblick, indem Ihr sie verlieren werdet. Geht auf sie zu und auf sie ein. Dann, vielleicht, werdet ihr sie niemals verlieren. Dann werdet ihr niemals lernen was es heißt, einen Menschen ewig zu vermissen, denn das muss niemand kennen, erspart euch dieses Leid. Mein Leben ist hoffnungslos und dunkel. Ich töte mich selbst Tag für Tag mit meinen Gedanken und falle tiefer in mich selbst. Alles nur, weil ich ihre Liebe vermisse, ich mich nach Ihrer Nähe sehne. Ich bin jetzt 33 und sollte eigentlich vernünftig sein, doch ich bin immer noch der kleine Junge mit dem Gipsbein und hoffe es klopft an der Tür. Sabine, ich werde dich niemals vergessen und niemals wird mein Herz aufhören, für das Deine zu schlagen.
Patrick

Beichthaus.com Beichte #00017121 vom 08.09.2006 um 00:39:58 Uhr in Kisselbach (145 Kommentare).

Gebeichtet von Athanasia
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Eine laue Sommernacht im letzten Sommer

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Begehrlichkeit Fetisch Peinlichkeit Sex

Meine Geschichte ist mir äußerst peinlich, aber dennoch zaubert sie mir immer noch ein gribbeliges Gefühl in meinen Bauch. Es geschah letztes Jahr im Sommer. Es war eine laue Sommernacht und man konnte sich in kurzer Hose und kurzem T-Shirt im Freien befinden, ohne dass einem gleich fröstelte. Ich (m) und mein bester Kumpel saßen auf meinem Balkon, haben zusammen Bier getrunken und über Gott und die Welt geredet. Es fing an dunkel zu werden und ich ging rein, um Teelichter und ein Feuerzeug zu holen. Wieder auf dem Balkon angekommen flog mir das Feuerzeug aus den Händen direkt in meines Kumpels Schoß.

Ich wollte schnell danach greifen, doch er schlug blitzartig seine Hand auf meine und presste diese kräftig gegen seinen pulsierenden Lümmel. Er hauchte mir sanft ins Ohr und ich fing an seinen Mast zu reiben. Ich holte Ihn also aus seinem Zelt raus und musterte ihn genau. Ein Prachtpimmel. Ich fing an seinen Schwanz zu lutschen und sanft seine steifen Nippel zu zwicken. Ich machte solange, bis sein kompletter Saft in meinem Rachenraum landete. Ich war so erigiert, dass es bei mir nicht lange dauerte. Sofort als er meinen Penis berührte spritzte ich bereits ab. Es war ein wunderschöner Abend, den ich nie vergessen werde.

Beichthaus.com Beichte #00016016 vom 13.08.2006 um 09:11:34 Uhr (4 Kommentare).

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“Beichte

Ich zerstörte Fahrräder!

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Vandalismus Engherzigkeit Kinder

Ich habe als kleines Kind (Ich war vielleicht 9 oder 10 Jahre alt) mal das Fahrrad eines älteren Mädchens zerstört. Sie hatte das damals auf unserem Grundstück geparkt, weil wir direkt neben der Bushaltestelle wohnten. Wenn niemand zu Hause war, habe ich mir Nägel, Hammer, Zange aus dem Wekzeugkasten genommen und die Reifen zerstochen, die Bremskabel durchgetrennt, Lichter abgebrochen usw. Als sie das merkte und es meinen Eltern erzählte, habe ich alles geleugnet, aber mich in meinem Zimmer drüber kaputtgelacht. Ich würde es warscheinlich wieder tun, da ich immer noch einen Hang dazu habe, Dinge von anderen zu zerstören - und ich habe kein schlechtes Gewissen.

Beichthaus.com Beichte #00013225 vom 27.07.2006 um 03:07:43 Uhr (3 Kommentare).

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Randale in der Weinstube

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Vandalismus Trunksucht Diebstahl

Einmal war ich mit Freunden in einer Weinstube, und weil uns der Kellner so unfreundlich bedient hat, habe ich mich in Hinterraum geschlichen und über alle dort gelagerten Stühle gepisst. Meine Freunde haben alle Aschenbecher, Sitzkissen, Teelichter und Gläser geklaut, dann sind wir abgehauen.

Beichthaus.com Beichte #00012972 vom 26.07.2006 um 11:04:48 Uhr (1 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Der Giftzwerg von Lehrerin

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Hass Feigheit Schule

Ich habe eine richtig bescheuerte Deutschlehrerin. Die Olle lebt noch in den Achtzigern und denkt, dass die Frauen immer noch unterdrückt werden. Männer sind nach ihrer Ansicht sowieso beschränkt und unterbelichtet. Sie selber hat aber zweimal den selben Mann geheiratet. Wahrscheinlich kommt dieses Trauma, dass sie Männer hasst auch daher, dass sie zwei Köpfe kleiner ist, als alle männlichen Wesen der Stufe (und sonst auch). Wenn ich es mir leisten könnte, hätte ich ihr schon lange die Meinung gesagt.
Ich hasse diesen kleinen Giftzwerg abgundtief. Arrrrgh

Beichthaus.com Beichte #00011391 vom 04.07.2006 um 04:37:56 Uhr (8 Kommentare).

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