Die große Lüge meiner Kindheit

22

anhören

Dummheit Morallosigkeit Feigheit Lügen Kinder

Als ich ungefähr acht Jahre alt war, habe ich etwas gemacht, wofür ich mich heute noch in Grund und Boden schäme. Damals lebte meine Großcousine mit ihrem einjährigen Sohn bei uns. Allerdings muss ich dazu sagen, dass meine Großcousine und ihr Kind für mich wie Geschwister sind. Eines Tages zerstörte meine (richtige) Schwester dann ihren neuen Füller, und ich bekam mit, wie sie richtig Ärger von meiner Mutter bekam. Zwei Tage darauf machte ich meinen Füller aus Versehen auch kaputt, und hatte enorm Angst davor, auch Ärger zu bekommen oder meine Mutter traurig zu machen. Also holte ich das Kind meiner Großcousine in mein Zimmer, habe ihm den kaputten Füller in die Hand gedrückt und schrie los, warum er denn meinen Füller kaputtmachte. Der Kleine hat daraufhin richtig heftig geschimpft bekommen und auch den ein oder anderen Poklapser kassiert. Ich hatte dann so ein schlechtes Gewissen, dass ich am nächsten Tag mein ganzes Taschengeld für Süßigkeiten für den Kleinen ausgab. Ich verstehe einfach nicht, wie ich so etwas machen konnte, ich liebe ihn doch so sehr! Er war dann auch irgendwann ein Problemkind und heute, mit zwölf Jahren, hat sich das nur ein bisschen verbessert. Manchmal denke ich, er ist so nur geworden, weil er damals diese Ungerechtigkeit erfahren musste und traumatisiert ist. Ich weiß eigentlich schon, dass das nicht sein kann, aber ich habe so ein schlechtes Gewissen deswegen! Ich schäme mich so dafür, dass ich bis heute daran zu knabbern habe! Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00033400 vom 05.06.2014 um 00:02:13 Uhr (22 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Sowjetischer Wirtschaftsspion

7

anhören

Misstrauen Vorurteile Zwietracht Arbeit Raben

Ich arbeite in einem IT-Unternehmen und habe einen Kollegen mit osteuropäischer Herkunft, der diverse Webanwendungen entwickelt. Dieser Kollege war mir von Anfang an suspekt - unter anderem, weil er immer meine Kaffeepads geklaut hat, die ich inzwischen in meinem Rollcontainer aufbewahre. Die Programme, die er so verbricht, waren mir immer Anlass für großes Misstrauen: Wie kann man eine neue Funktion einbauen, indem man immer direkt drei Sinnlosigkeiten implementiert? Wie kann es sein, dass grundlegende Sicherheitsregeln aufs Gröbste missachtet werden? Wie kann man sich Entwickler nennen, wenn die einzigen Kommentare, die man setzt, den Code verbergen, der sowieso nicht funktioniert. Hier findet sich niemand drin zurecht! In letzter Zeit hat es besagter Kollege mehrfach geschafft, seinen Rechner außer Betrieb zu setzen. Da ging dann gar nichts mehr und man musste ihn für ihn komplett neu einrichten. Er ist derweil nach Hause gefahren. Immer gab es drei Umstände, die zutrafen, wenn sein Rechner wieder im Eimer war: Er war auf irgendwelchen Webseiten mit kyrillischen Zeichen unterwegs, er hatte Administratorrechte und hat seine private Festplatte angeschlossen, oder seine Kiste war Viren verseucht. Hin und wieder haben wir auch nichts gefunden, dann ging es plötzlich wieder. Das Ganze zog sich über mehrere Monate.


Uns ist dann irgendwann aufgefallen, dass die ganzen Fehler mit den politischen Unruhen in seinem Heimatland aufgekommen sind. Jetzt hat er aber den Vogel abgeschossen: Seine Tastatur ist auf russisch gestellt und bei ihm geht permanent die Seite vom russischen Geheimdienst auf! Ich möchte beichten, dass ich zwar nicht weiß, was ich über meinen Kollegen denken soll, aber beides ist ziemlich unkollegial: Entweder er ist ein vollkommener Naivling, der von einer Panne in die nächste schlittert, und jedes Mal problemlos davonkommt, oder er ist ein ausgezeichneter sowjetischer Wirtschaftsspion, der es durch seine auffällig unauffällige Weise schafft, unsere Software zu kompromittieren. Dafür spräche jedenfalls, dass er ganz dringend Urlaub genommen hat und nach St. Petersburg fliegen muss.

Beichthaus.com Beichte #00033399 vom 04.06.2014 um 23:29:31 Uhr in Raben (7 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Der zerstörte Traum vom Glück

10

anhören

Verzweiflung Begehrlichkeit Dummheit Ehebruch Partnerschaft Ahlen

Ich bin seit zehn Jahren mit meiner Frau zusammen und seit 2011 sind wir glücklich verheiratet. Wir haben uns sehr lange um ein Kind bemüht und letztes Jahr war es dann endlich so weit - die Freude war groß: Sie wurde schwanger. Leider haben wir das Kind im Januar verloren und die Probleme fingen an. Ich habe in ihr die Schuldige gesucht, da sie zu diesem Zeitpunkt noch andere medizinische Probleme hatte. Egal, was sie gemacht hat, alles fand ich einfach Scheiße. Ich wurde kalt zur ihr und sie zog aus. In der Zwischenzeit habe ich eine Frau kennengelernt, die wirklich lieb war. Es fühlte sich so gut an und ich war "glücklich", obwohl die Neue mir nie das geben konnte, was meine Ehefrau mir gab. Dann habe ich angefangen zu trinken und meine Frau ging mir nicht aus dem Kopf. Dennoch habe ich zu der Neuen Sachen gesagt, die ich zehn Jahre lang nur meiner Frau gesagt hatte und wir landeten schließlich im Bett. Ich bereue das sehr und bette jeden Tag um Verzeihung und um eine letzte Chance bei meiner Frau. Ich liebe sie so sehr und verstehe nicht, wie es so weit kommen konnte. Ich gehe zum Psychotherapeuten und spreche sehr viel mit Menschen, die mich kennen, und suche Trost bei Gott. Ich weiß, wie ich bin. Ich brauche keine andere Frau, sondern nur meine. Ich weiß nur nicht, wie ich meiner Frau erklären soll, dass es mir leidtut und dass ich in diesem Moment unter Depressionen stand. Zwei Psychotherapeuten haben nämlich das Gleiche gesagt. Ich weiß, wo meine Probleme sind und arbeite daran. Aber ohne meine Frau bin ich nur halb so stark.

Beichthaus.com Beichte #00033396 vom 04.06.2014 um 10:48:14 Uhr in 59229 Ahlen (Rottmannstraße) (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der falsche Weg zum Glück

9

anhören

Morallosigkeit Betrug Falschheit Selbstsucht Internet

Ich (m) kenne mich mit Computern sehr gut aus und stehe auf Männer. Und ich bin zwar nicht hässlich, aber auch keine 10 auf der Richterskala. Da ich mich seit etwas längerer Zeit schon zu Männern hingezogen fühle, mich aber aufgrund meiner Schüchternheit nicht überwinden konnte, etwas mit einem Mann anzufangen, blieb mir nur Masturbation übrig. Nun aber zum wichtigsten Teil: Da normale Pornos irgendwann langweilig werden und es natürlich viel interessanter wäre, mit Personen, die man kennt, seinen Sexualtrieb zu befriedigen, fing ich an, E-Mail-Accounts und alles Mögliche zu "hacken". Damit ich da auf brisante Bildersuche gehen konnte. Ich wurde oft fündig, und vor einem Jahr stieß ich dann auf den Account eines sehr hübschen Schwulen. Ich fand zwar keine Nacktbilder, aber dennoch gutes Masturbations-Material. Diese Person machte dann auf einem bekannten Frage-Antwort Portal seiner Wut Luft. Was mich zu meinem größten Fehler verleitete. Ich gab mich nämlich als attraktiver Kerl aus und bot ihm an, ihm zu helfen. So kam ich an seine Handynummer und seitdem schreiben wir intensiv. Es entstand eine tolle Freundschaft und er wollte mich irgendwann auch treffen, was ich mit fadenscheinigen Ausreden ablehnen musste. Inzwischen schreibt er mir öfters, dass ich der perfekte Typ für ihn wäre und ich empfinde genau das Gleiche. Allerdings habe ich ein beschissenes Gefühl bei der Sache, weil ich ihn am liebsten Heiraten würde. Wenn ich demnächst all seine Interessen, Vorlieben und Chats ausgewertet habe, werde ich mich daran machen, ihn mit meinem "wahren Ich" bekannt zu machen. Bitte vergebt mir, dass ich eine ganz besondere Art von Arschloch bin. Aber ich will doch nur glücklich werden.

Beichthaus.com Beichte #00033387 vom 03.06.2014 um 01:43:45 Uhr (9 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Lüge über die Jungfräulichkeit

13

anhören

Lügen Feigheit Peinlichkeit Partnerschaft Stockelsdorf-Krumbeck

Ich beichte, dass ich bezüglich meiner Jungfräulichkeit gelogen habe. Ich war 18 Jahre alt, als ich mit meinem ersten Freund zusammenkam, und es war mir einfach furchtbar peinlich, dass ich mit fast 19 Jahren noch Jungfrau war. Viele werden das wohl nicht verstehen, aber mich hat es sehr beschäftigt. Auf jeden Fall habe ich einen Kerl erfunden, der mich entjungfert hat und dann umgezogen ist. Mein Freund hat das natürlich geglaubt und wollte alles ganz genau wissen. Deshalb habe ich eine komplette Affäre daraus gemacht, die gescheitert ist, weil es nur um Sex ging - und die Lüge fiel ihm nicht auf. Er bemerkte auch nicht, dass ich noch Jungfrau war, es lief einfach alles reibungslos ab. Im Nachhinein tut es mir leid, ich wäre gerne ehrlich gewesen und hätte dann ein richtiges erstes Mal gehabt. Neulich sagte er mir sogar, dass er gerne eine Frau entjungfert hätte, und ich konnte nichts anderes tun, als mir zu denken, dass er das doch hatte. Ich werde ihm die Wahrheit wohl nie sagen können, denn da steckt eine zu große Lüge dahinter. Es wäre nur mies, wenn er in meinem Umfeld irgendwann mal "meinen Ex" anspricht.

Beichthaus.com Beichte #00033383 vom 02.06.2014 um 19:23:32 Uhr in Stockelsdorf-Krumbeck (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000