Pinkelspiele im Büro des Chefs

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Dummheit Ekel Waghalsigkeit Kollegen Arbeit

Meine Arbeitskollegen und ich waren noch nie wirklich motiviert. Was erwartet man von einer Gruppe Dreißigjähriger, die von acht bis sechs Uhr im Büro sitzen müssen, sich stündlich einen Kaffee reinhauen und anschließend ihren Koffeinrausch in einer zweistündigen Zugfahrt ins traute Heim ausklingen lassen, nur um dann nach einem Mitternachtssnack am nächsten Tag das gleiche Leben wieder zu beginnen? Es wäre keine Übertreibung, würde ich sagen, dass wir manchmal Wache schoben, damit der eine oder andere noch seinen Rausch vom Sonntagabend ausschlafen konnte. Im Großen und Ganzen sind also alle ganz lieb, doch trotzdem gab es nie einen Kontakt außerhalb der Arbeit. Trotzdem sind sie mir ab Februar sehr ans Herz gewachsen und ich möchte nun beichten, wie es dazu kam. Alles begann beim Flaschendrehen. Wie wir darauf kamen, weiß ich nicht mehr genau, aber irgendwann saßen wir alle zusammen und haben ein paar Mutproben aufgestellt und peinliche Fragen gestellt, statt zu arbeiten. Es kam dadurch natürlich niemand zu schaden - außer vielleicht unser Unternehmen, und weil es so viel Spaß machte, spielten wir das Spielchen öfters. Beim letzten Mal haben wir es aber ein bisschen übertrieben, ich erinnere mich noch genau daran, denn es war ein Montag und es war sehr amüsant, dass eine Gruppe erwachsener Männer im Anzug und mit pinken Krawatten zusammen auf dem Boden saßen und sich fiese Mutproben überlegten.


Schon ziemlich am Anfang traf die Flasche mich und ich entschied mich für "Pflicht", was keine gute Idee war, denn es folgte wohl die härteste Aufgabe überhaupt: Ich sollte auf die Unterlagen meines Chefs pinkeln. Wir malten uns aus, wie lustig es doch wäre, wenn sie Wache halten, ich auf seinen edlen Echtholztisch steige, den Reißverschluss aufzippe und es dann auf seine Unterlagen laufen lasse. Rückblickend kann ich mir nicht mehr erklären, was mich dazu bewegt hat, aber wir machten uns kurz vor Feierabend auf dem Weg zum Büro des Chefs - dieser ist im Übrigen nur recht selten im Büro - und während die Kollegen zur Sicherheit Schmiere standen, schiffte ich einfach darauf los. Das Lachen zu unterdrücken war eine ziemliche Qual, aber im Endeffekt war ich doch erschrocken, da ich nicht davon ausging, dass der ganze Tisch so nass werden würde. Irgendwie hatte ich nur an ein bisschen Feuchtigkeit gedacht, aber dann war quasi jedes einzelne Blatt Papier vollkommen durchnässt. Das ist meine Beichte. Ich habe auf den Bürotisch meines Chefs gepinkelt. Das Ganze war vor einem Monat und ich bin jetzt arbeitslos. Meine Kollegen versuchten noch, das Ganze irgendwie abzumildern, indem sie alle mit dem Boss reden wollten, aber ich wäre sowieso bestraft worden, weshalb ich das dankend ablehnte. Warum alle bestrafen, wenn nur ein Einzelner leiden kann? Mein Leben ist inzwischen im Eimer - ich bin arbeitslos, meine Verlobte ist kurz davor, die Hochzeit abzublasen und die ganze Nachbarschaft verachtet mich. Ich habe niemanden mehr - außer meine vier Kollegen. Trotzdem werde ich wohl demnächst in eine andere Stadt ziehen müssen.

Beichthaus.com Beichte #00033552 vom 03.07.2014 um 19:34:45 Uhr (18 Kommentare).

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Mitschuld an der Apothekenschließung

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Geiz Engherzigkeit Geld Internet Gesundheit

Meine Beichte ist, dass ich theoretisch Mitschuld an der Schließung unserer Apotheke habe. Ich wohne hier in einem eher ruhigen und vor allem recht kleinen Dorf. Hier gibt es schon seit Jahren eine Apotheke, und leider bin ich nicht kerngesund, weshalb ich häufig Medikamente nehmen muss - auch wenn die meisten davon nicht einmal verschreibungspflichtig sind. Dadurch komme ich am Ende des Jahres auf einen sehr hohen, drei-stelligen Betrag, und vor zwei Jahren wurde ich deshalb darauf aufmerksam gemacht, dass man auch in Internet bei Apotheken bestellen kann. Prompt habe ich ein Apothekenpreisvergleichsportal aufgerufen und dort mal meine Medikamente eingegeben. Ich war sehr erschrocken: Für eine Schachtel mit 50 Tabletten zahle ich in der Onlineapotheke knapp die Hälfte, also könnte man sagen, dass ich im Internet für denselben Preis das Doppelte bekomme. Ich rechnete mir aus Spaß aus, was ich in den ganzen Jahren schon ausgegeben habe und was ich hätte sparen können. Ganz grob komme ich bei knapp 1000 Euro raus.


Als ich dann ein Paket bekommen habe, sah das mein älterer Nachbar und fragte mich, ob man aus der Apotheke geliefert bekommt, er müsse nämlich immer selbst laufen. Ich verneinte und erzählte ihm die Geschichte - nun hat er sich angeschlossen und ich mache eine Sammelbestellung, mittlerweile für vier weitere Nachbarn. Alle sind sehr dankbar und laden mich an Sonntagen immer abwechselnd auf Kaffee und Kuchen ein. Natürlich zahlen sie ihre bestellten Medikamente, aber ich verlange von ihnen kein Geld, da sie es so schon schwer haben. Ich spare dadurch nicht nur Geld, sondern habe sogar meine Nachbarn besser kennengelernt und super Kontakte zu ihnen geknüpft. Leider schloss die Apotheke dann vor Kurzem. Sie hatte schon früher zu kämpfen und versuchte mit irgendwelchen Prämien und Bonuspunkten noch Kunden zu halten oder zu gewinnen. Allerdings fühle ich mich wirklich schuldig, wenn man bedenkt, was die Apotheke immer an mir verdient hat.

Beichthaus.com Beichte #00033549 vom 03.07.2014 um 11:16:53 Uhr (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mobber mit Hautproblemen

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Dummheit Rache Lügen Gesundheit

Ich (32/Hautarzt) möchte etwas beichten, das einige vermutlich nicht verzeihen können. Alles fing damit an, dass ich in der Schule sehr stark gehänselt wurde, weil ich unter schwerer Akne litt - da ich ansonsten wirklich gut aussah, wollten die Anderen mir wohl das Gefühl geben, ein ekliges Monster zu sein. Einer der Mitschüler, die mich regelmäßig mit meinem Hautproblem gehänselt haben, kam vor einiger Zeit in meine Praxis. Vermutlich wusste er nicht, dass es meine Praxis ist, aber er wollte sich wegen eines Hautproblems behandeln lassen. Anfangs dachte ich, dass es wahrscheinlich Karma ist, dass er jetzt mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat, wie ich damals, und habe ihm daraufhin eine Creme und Tabletten verschrieben, die sein Problem eigentlich nur verschlimmern können. Bei jeder weiteren Sitzung habe ich ihm dann erklärt, dass diese Wirkungen absolut normal seien, und dass die Haut sich dadurch auf Dauer verbessern würde - was natürlich gelogen war. Deshalb möchte ich beichten, dass ich diese Mobbing-Attacken trotz meines beruflichen und privaten Erfolges nie wirklich vergessen konnte und mich selbst in dieser Racheaktion auch nicht wiedererkennen kann. Ich weiß, dass ich einen großen Fehler gemacht habe, der eigentlich unverzeihlich ist. Dennoch hoffe ich, dass vielleicht jemand versteht, wie es so weit kommen konnte.

Beichthaus.com Beichte #00033545 vom 02.07.2014 um 19:18:00 Uhr (28 Kommentare).

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Die Strapazen als frischgebackener Vater

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Verzweiflung Engherzigkeit Kinder Partnerschaft Teterow

Ich bin vor knapp vier Monaten Vater geworden und mittlerweile habe ich das Ganze komplett satt. Meine Freundin hat damals die Pille abgesetzt, ohne mich vorher zu informieren, und ist dann schwanger geworden. Zunächst habe ich mich gefreut, da ich eigentlich ein sehr optimistischer Mensch bin. Und für uns gab es ab diesem Zeitpunkt sowieso keine Alternative, da wir Abtreiben ganz und gar ablehnen. Ich habe ihr während der Schwangerschaft so gut geholfen, wie ich eben konnte. Beispielsweise habe ich eine gemeinsame Wohnung organisiert, die Möbel bei einem schwedischen Möbelhändler gekauft und sie dann noch montiert - dabei habe ich zwei linke Hände. Und auch sonst habe ich mir wirklich die größte Mühe gegeben. Dann war es endlich so weit und unser Kind ist auf die Welt gekommen. Trotz der Erschöpfung war die anfängliche Freude groß.

Mittlerweile sieht mein Alltag jedoch folgendermaßen aus: Ich gehe morgens um sieben Uhr zur Arbeit, und wenn ich abends gegen 19 Uhr wieder nach Hause komme, schreit das Balg meist rum, meine Freundin ist schlecht gelaunt, denn sie versucht ihre Vorschwangerschaftsfigur zurückzugewinnen und meist streiten wir uns dann um recht alltägliche Sachen. Dadurch, dass wir beide so erschöpft und müde sind, ist an Sex so gut wie nie zu denken, und wenn ich dann mal Lust habe, dann heißt es meist: "Aber ich bin so müde." Ihr seht also: Ich bin mächtig frustriert und ab und zu denke ich tatsächlich darüber nach, das Handtuch zu werfen und einfach zu gehen. Gleichzeitig sagt mir mein Gewissen aber, dass hier ein kleines Kind ist, das um nichts gebeten hat und dafür muss ich jetzt die nächsten Jahre geradestehen, auch wenn es mich viel Kraft und Freude kostet. Die meiste Zeit bin ich aber einfach nur wütend über das, was ich mir da eingebrockt habe.

Beichthaus.com Beichte #00033539 vom 01.07.2014 um 00:47:28 Uhr in Teterow (25 Kommentare).

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“Folge

Der Retter in der Bahn

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Gewalt Morallosigkeit Stolz Bahn & Co.

Ich (m/28) möchte beichten, was mir vor einigen Wochen in der S-Bahn passiert ist. Ich bin an einem Samstagabend mit ein paar Leuten feiern gewesen und wir haben uns gegen vier Uhr auf den Heimweg gemacht. Da wir alle in unterschiedlichen Stadtteilen wohnen, haben […]
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Beichthaus.com Beichte #00033536 vom 30.06.2014 um 15:58:07 Uhr (28 Kommentare).

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