Beziehung mit Problempotenzial

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Verzweiflung Begehrlichkeit Selbstsucht

Ich (w/22) bin zurzeit in einen Jungen verliebt, welcher nicht ganz einfach ist und mich in meinem eigenen kleinen Chaos eher noch mehr in die Tiefe zieht. Meine Therapeutin sagte mir, er sei nicht gut für mich, aber ich kann einfach nicht loslassen! M. kenne ich nun seit drei Jahren - wir hatten immer mal wieder keinen Kontakt zwischendurch, da es ihm einfach zu schlecht ging und er keine Lust hatte, soziale Kontakte zu haben. Ich habe ihn dann meist doch wieder auf die Beine bekommen und seine ständigen Beleidigungen gegenüber Frauen ignoriert. Ich weiß ja auch, dass er mich damit nicht meint, weil ich bei ihm bin, ihm zuhöre und wenigstens versuche, irgendwas mit ihm zu unternehmen. Dazu muss man auch erklären, warum er sich so verhält. Er war schon immer ein Außenseiter, kein Freund der vielen Worte, wurde von Frauen immer nur betrogen, ausgenommen und verarscht. Er hat seinen toten Vater (Selbstmord) gefunden und auch den Tod seiner Großeltern miterleben müssen. Es ist verständlich, dass solche Erlebnisse einen Menschen prägen und auch das weitere Leben beeinflussen. Jeder Mensch geht anders mit so etwas um. Ich wüsste nicht, ob ich das alles überstehen würde.


Auf jeden Fall fühle ich mich für ihn irgendwie verantwortlich, auch wenn ich selbst mit Depressionen zu kämpfen habe und seine schlechten Tage dann auch meine werden, kann ich nicht davon ablassen, ihm beistehen zu wollen. Ich weiß, dass ich eben nicht sein Arzt oder Therapeut bin, das weiß er auch selbst - aber solange er sich nicht selbst dazu entscheidet, sich professionelle Hilfe zu suchen, kann ich nur eins tun: Ihm beistehen und kleine Schritte nach vorn zu wagen. Nun zu meiner eigentlichen Beichte, denn es ist ja nicht ganz uneigennützig. Ich mache das Ganze ja nicht nur deswegen, um ihm zu helfen, es hilft auch mir mit meinen Problemen besser umzugehen, da er ein "krasses" Selbstbild von mir ist. Ich bin noch weit davon entfernt, mich so zu isolieren, aber ich könnte auch an diesen Punkt kommen. Das will ich nicht und will ihn da auch nicht drin lassen, bis er sich was antut. Ich bin verliebt und hoffe einfach, dass wir eine Zukunft haben, in der es ihm dann auch besser geht. Doch oft sitze ich zu Hause und denke mir "Bin ich egoistisch, weil ich will, dass er lebt - wenn auch mit mir?" Vielleicht ziehe ich ihn dann nur unnötig runter, wenn ich mal wieder ein Tief habe? Ich weiß es nicht.

Beichthaus.com Beichte #00035326 vom 25.03.2015 um 16:08:56 Uhr (14 Kommentare).

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Smartphone-Zombie

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Maßlosigkeit Zwang Schamlosigkeit Telefon Selmsdorf

Ich (m/21) beichte, dass ich ein sogenannter Smartphone-Zombie bin. Wenn ich alleine und zu Fuß unterwegs bin, höre ich also nicht nur über meine In-Ear-Kopfhörer Musik, sondern es wird auch bei fast jeder eingehenden Nachricht das Handy gezückt und gegebenenfalls auch ausführlich geantwortet. Dabei schaue ich, wie man es sich schon denken mag, nach unten und gehe nur relativ langsam voran. Natürlich achte ich dabei an Straßenübergängen und Ähnlichem auf den Verkehr, da ich gerne noch ein paar Jahre leben würde, und auf Unfälle verzichten kann. Allerdings muss ich aber auch gestehen, dass ich schon einige Male nur gerade noch so den Zusammenprall mit anderen Fußgängern verhindern konnte. Diese Form von Multitasking stört allerdings viele Menschen auf den Straßen, da sie in der permanenten digitalen Kommunikation ihrer Mitmenschen einen Werteverfall und ein Abkapseln dieser von der Umgebung sehen, weshalb ich mir dabei auch etwas respektlos vorkomme.


Nichtsdestotrotz kann ich es aber auch nicht einfach sein lassen, weil es mir eben ein gutes Gefühl gibt, nebenbei mit Freunden zu schreiben. Auch wenn es mittlerweile ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden ist, Nachrichten damit zu verschicken, würde ich mich nicht als süchtig nach meinem Smartphone oder dem Internet bezeichnen, da es mir um die damit erbrachte Kommunikation und nicht das Medium selbst geht. Mir sind z.B. auch zehn Minuten von Angesicht zu Angesicht reden wesentlich lieber als eine Stunde zu tippen, senden und lesen, aber das ist natürlich nicht immer möglich und das Chatten bietet dann eine angenehme Alternative, eben auch, wenn man gerade unterwegs ist. Ich habe ehrlich gesagt auch etwas Angst, dass sich irgendwann einmal eine Person nicht beherrschen können wird, und mir das Handy aus der Hand schlägt, weil sie den Anblick der vielen Smartphone-Zombies auf den Straßen nicht mehr erträgt. Es tut mir leid, zum negativen Gesellschaftsbild von scheinbar von der Realität abgekapselten jungen Leuten beizutragen und möchte mich hiermit bei den Menschen entschuldigen, die ich durch meinen Anblick beim Herumtippen in der Öffentlichkeit störe.

Beichthaus.com Beichte #00035324 vom 25.03.2015 um 04:56:55 Uhr in Selmsdorf (10 Kommentare).

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Meine Familie ist kaputt!

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Zorn Aggression Ungerechtigkeit Familie Berlstedt

Ich muss gestehen, dass ich meiner Familie das Leben zur Hölle mache, auch wenn sie es schon so nicht einfach haben. Mein Vater hatte 2000 einen Autounfall, dabei starb sein Bruder, da der Ersatzreifen eines LKWs durch unser Auto flog. Alles hat sich seitdem verändert, mein Vater redet nicht viel und ist auch nicht belastbar, er fängt sofort an zu schreien, wenn irgendwas ist, und zieht sich zurück. Meine Mutter hat damit große Probleme und ist auch Ende letzten Jahres für drei Monate in Kur gegangen. Nun zu mir - ich war seitdem wie ausgewechselt: Ich rede wenig, lächele nie, bin genauso impulsiv und stur wie mein Vater. Wenn ich mit ihm streite, brüllen wir uns durchs ganze Haus an und reden dann zwei Wochen lang nicht miteinander, sodass meine Mutter schon halb am Durchdrehen ist. Sie ist eine Powerfrau, und hat damals mich und meinen Bruder nicht geschnappt und das Weite gesucht, sondern kämpft um die Beziehung zu meinem Dad, welche seit über 40 Jahren besteht, und versucht auch so alles in Ordnung zu bringen. Ich hingegen kann einfach nicht mehr, hasse meinen Vater dafür, dass er uns alle so mental im Stich lässt, wir keine Familiensonntage mehr zusammen verbringen und allgemein nicht an einem Tisch sitzen können, ohne uns anzuschreien. Und ich gebe mir auch keine Mühe mehr, einer Eskalation aus dem Weg zu gehen.


Seit Ende letzten Jahres gehen meine Eltern zu einer Ehetherapie und ich zu einer Verhaltenstherapie. Dazu muss ich sagen, dass ich schwere Depressionen habe, kaum soziale Kontakte besitze und mich generell lieber daheim eingrabe - mit Chips und Laptop im Bett. Ich habe mich lang genug gemüht, die Ehe meiner Eltern stabil zu halten, habe meinen ersten Job gekündigt, um daheim besser "aufpassen" zu können und heimlich Papas Chaos zu beseitigen, damit meine Mum sich nicht aufregt. Und jetzt? Jetzt lasse ich selbst vieles liegen, kümmere mich nicht mehr darum, was mein Vater macht und würde am Liebsten einfach nur ausziehen. Auch meine Stimmungstiefs habe ich seit gut einem Jahr überhaupt nicht mehr unter Kontrolle und kann am Morgen lachen, mittags weinen und abends wütend herumbrüllen. Ich wünschte, ich wäre eine bessere Tochter, nicht so ein kaputtes Seelenwrack, was nichts auf die Reihe bekommt und sich insgeheim wünscht, einfach nie geboren worden zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00035316 vom 24.03.2015 um 13:56:35 Uhr in Berlstedt (15 Kommentare).

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Sie hat den Schmerz verdient!

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Boshaftigkeit Hass Engherzigkeit WG

Vor zwei Jahren hat mir meine Ex-Mitbewohnerin vor ihrem Auszug noch ordentlich Ärger bereitet, und mir das Leben in der WG quasi zur Hölle gemacht. Sie hat mich beleidigt, mich aus ihrem Leben ausgegrenzt und ihrem Freund war ich sowieso nie geheuer. Ich war unglaublich […]
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Beichthaus.com Beichte #00035315 vom 24.03.2015 um 13:51:51 Uhr (7 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Überfordert mit dem Studentendasein

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Verzweiflung Feigheit Fremdgehen Studentenleben

Ich (w/23) habe das Gefühl, die Kontrolle über mein Leben zu verlieren. Von außen sieht alles super aus. Ich habe viele Freunde, seit fast zwei Jahren einen tollen Freund und studiere. Allerdings habe ich große Probleme mit meinem Studium. Ich schaffe es einfach nicht, ordentlich für meine Prüfungen zu lernen, da ich riesige Prüfungsangst habe und von Selbstzweifeln zerfressen werde. Ich bin mittlerweile im 9. Semester (Bachelor), da ich es einfach nicht schaffe, mich zusammenzureißen! Ich leide unter Depressionen und mache deswegen seit Kurzem eine Therapie, allerdings werden da eher Sachen von früher, die ich eigentlich schon vergessen hatte, wieder hochgeholt. Mittlerweile fange ich an, mein Selbstbewusstsein auf andere Art aufzupäppeln, nämlich indem ich mit Männern im Internet schreibe oder beim Feiern stark flirte. Vor ein paar Tagen war ich feiern und superbetrunken und ich bin meinem Freund mit einem Mann fremdgegangen. Ich bereue es so sehr! Mein Verhalten ist erbärmlich und ich sehe meine Fehler selbst, doch ich schaffe es einfach nicht, mich zu ändern. Immer öfter greife ich zu Drogen und Alkohol, um nachts schlafen zu können und die unguten Gefühle loszuwerden. Es ist, als würde ich mich selbst manipulieren, da ich weiß, dass ich es nicht verdient habe, glücklich zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00035312 vom 24.03.2015 um 13:06:38 Uhr (10 Kommentare).

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