Ein Leben ohne Freundschaften

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Eifersucht Neid Ungerechtigkeit Partnerschaft

Ich möchte beichten, dass ich meinem Freund seine Freundschaften nicht gönne. Jedes Mal, wenn ich höre, dass er mit Freunden unterwegs ist, möchte ich am Liebsten kotzen und seinen Kopf vor Wut an die Wand klatschen. Ich war einfach immer ein Sonderling und hatte wenig bis gar keine Freunde und habe mich oft einsam gefühlt. Ich habe immer mein Bestes gegeben, Freunde zu finden und zu halten, und nie verstanden, warum alles immer so schnell zerbrach. Wohingegen mein Freund einer der Sorte ist, der ab und an auch einfach mal keine Lust auf seine Freunde hat und sich ohne ein Wort eine Zeit lang in Luft auflöst, Geburtstage nicht wichtig nimmt und sehr oft spontan absagt. Daher beichte ich, dass mir die Galle hochkommt, wenn er mit anderen Leuten unterwegs ist, während ich zu Hause sitze und ich meine Wut kaum verbergen kann. Wobei ich weiß, dass ich eigentlich nur unendliche Trauer, Einsamkeit und Unfairness darüber empfinde, dass ich von einem Moment mit ihm zum nächsten lebe und dazwischen nur mich selbst habe, er aber, sobald ich außer Sichtweite bin, eine große Bandbreite an Menschen hat, die ihre Zeit mit ihm verbringen und ihm ihre Aufmerksamkeit schenken wollen. Diese Missgunst tut mir leid, vor allem da ich weiß, dass ich mir selbst damit am meisten schade.

Beichthaus.com Beichte #00035342 vom 28.03.2015 um 01:09:48 Uhr (11 Kommentare).

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Mein Spielchen mit den Männern

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Selbstsucht Schamlosigkeit Lügen Fremdgehen

Eine Beichte von vor ein paar Tagen hat mich unangenehm an etwas erinnert, das mir (w/26), vor einigen Jahren passiert ist, und das ich wirklich gern ungeschehen machen würde. Ich wohnte in einer eher ländlichen Gegend mit vielen Dörfern, die für sich genommen recht klein waren, aber eng zusammenlagen. Man konnte ein Dorf vom anderen aus recht bequem zu Fuß erreichen. Allerdings fuhr man ziemlich weit bis in die Stadt, und auch unsere Schule lag ein ganzes Stück entfernt. Als ich gerade 14 geworden war, bekamen wir einen neuen Schüler in die Klasse. Er war sehr hübsch, sehr sportlich, etwas aufgedreht, allerdings auch ziemlich klein für einen Jungen. Ich mochte ihn von Anfang an sehr gern, und er fand auch recht schnell Anschluss in der Klasse. Wie sich nach ein paar Tagen herausstellte, war er mit seinen Eltern gerade in den Nachbarort gezogen. Wir freundeten uns an und unternahmen ab da viel gemeinsam. Meine Eltern betrachteten das Ganze mit einigem Argwohn, aber sie merkten recht schnell, dass er mir guttat.

Er war auch überaus intelligent, wie ich bald feststellte. Er guckte seine Hausaufgaben oft nicht einmal mit dem knackigen Hintern an, weil er die Ergebnisse meistens schon wusste, wenn er nur einen kurzen Blick ins Lehrbuch warf. Bald begann er mir bei meinen Hausaufgaben zu helfen und konnte mir in zwei bis drei Sätzen Sachverhalte logisch erklären, für die manche Lehrer Wochen brauchten. Es dauerte nicht lange, da erledigte er meine Aufgaben, während ich fernsah, oder anderen Freizeitaktivitäten nachging. Er war immer mit großem Eifer bei der Sache, und so hatten wir oft den Rest des Nachmittages frei, um irgendwelchen Unsinn zu machen. An meinem 15. Geburtstag machte er mir ein unglaublich tolles Geschenk und ich freute mich sehr darüber. Im Verlauf des nächsten halben Jahres wurde mir bewusst, dass er total auf mich stand. Das schmeichelte mir einerseits, weil er so hübsch war, andererseits wollte ich jedoch keine Beziehung, sondern ein bisschen unverbindlichen Spaß haben und mich austesten. Ich war selbst nicht von schlechten Eltern und sah nicht so recht ein, warum ich nur einen Jungen haben sollte. Mal abgesehen davon war er mir einfach zu klein. Ich war nur knappe fünf cm kleiner und wollte einen Mann, zu dem ich sprichwörtlich aufschauen konnte.

Wann ich direkt begann, ihn auszunutzen, weiß ich nicht mehr, die Grenze verlief ziemlich schwimmend. Es war jedoch bald so, dass ich keinen Finger mehr für die Schule krumm machte, und ihn das komplett für mich erledigen ließ. Er mähte an meiner Stelle für meine Eltern die Wiese hinterm Haus, kümmerte sich um meine beiden Hasen und bezahlte mir das Kino, wenn ich nur süß genug mit den Augen klimperte. Ich begann, ihn vor den Kopf zu stoßen, indem ich mit Jungs der älteren Jahrgangsstufen ausging und ihm ab und an davon erzählte. Er wurde im Gegenzug immer stiller und ich spürte, dass er litt. Um mein Gewissen zu beruhigen, redete ich mir damals ein, dass er das alles nur unserer Freundschaft wegen tat. Was ich nicht beachtete, war der Fakt, dass er von mir, außer ab und an die Gnade meiner Gesellschaft zu haben, nichts dafür zurückbekam. Eines Tages, kurz bevor ich 17 wurde, begann er dann, sich von mir zu distanzieren, meldete sich nicht mehr von sich aus und bald darauf sah ich ihn mit einer Anderen. Das passte mir natürlich so gar nicht in den Kram. Er hatte gefälligst nur mich anzuhimmeln, obwohl er natürlich keine Chance bei mir hatte. Ich war sauer auf ihn und sann auf Rache.

Meine damalige einigermaßen feste Affäre war ein ziemlicher Idiot und ich begann, mich bei meinem langjährigen Freund auszuheulen. Er stand mir bei und ich schaffte es, ihn trotz seiner Freundin wieder um den Finger zu wickeln. Eines Tages erzählte ich ihm, ich wäre ja schon immer scharf auf ihn, aber hätte mich nicht getraut, es ihm mitzuteilen. Er ließ sich von mir verführen, trotz lahmer Proteste seinerseits, dass er ja vergeben war, und ich bereitete ihm den besten Sex seines Lebens. Er hatte einen tollen Körper, wesentlich besser als meine Daueraffäre und ich genoss es und ermutigte ihn, die schlimmsten Schweinereien mit mir zu treiben. Er machte am Tag danach mit seiner Freundin Schluss und ich hielt ihn mir ab da als Zweitlover. Obwohl er eine Beziehung wollte, vertröstete ich ihn immer wieder, um auch anderweitig meinen Spaß haben zu können. Er machte derweil wieder brav meine Hausaufgaben und half mir, mich auf mein Abi vorzubereiten. Ich fand das nur fair, immerhin durfte er im Bett mit mir machen, wonach immer ihm der Sinn stand. Ich genoss seinen traumhaften Körper und die Tatsache, dass er mich im Bett mit genau der richtigen Mischung aus Dominanz und Respekt behandelte, und nicht wie beispielsweise meine Daueraffäre, als bessere Masturbationshilfe.

Obwohl ich spürte, wie er unter der Konstellation litt, unterband ich jeden seiner Distanzierungsversuche vehement, indem ich ihm immer wieder in naher Zukunft eine feste Beziehung in Aussicht stellte, ihm Honig ums Maul schmierte, und ihn mit Tränen und anderen Mitteln manipulierte. Dennoch ließ ich die Finger nicht von anderen, dafür war das Spiel viel zu aufregend. Es gab mir einen Kick zu sehen, wie mir die Typen aus der Hand fraßen, und wie sie hinter mir herrannten, für ein paar nette Worte und ab und an etwas Sex. Kurz vorm Abi kam dann der Schock: Ich war schwanger. Passiert sein musste es bei einem ONS nach der Disco, als ich ein paar Tage hintereinander aus einer Mischung von Sorglosigkeit und Faulheit meine Pille vergessen hatte. Dann folgte aus einer panischen Kurzschlussreaktion heraus ein wirklich mieser Schachzug von mir. Ich versuchte, meinem langjährigen besten Freund das Kind anzuhängen. Er hätte mir auch beinahe geglaubt, dass es nur von ihm sein kann, und war kurz davor, die Vaterschaft anzuerkennen, aber seine Eltern intervenierten vehement und bestanden auf einen Test, der dann nach der Geburt auch die Wahrheit ans Licht brachte. Von dem richtigen Vater besaß ich indessen nicht einmal eine Telefonnummer. Meine Tochter hatte einen Herzfehler, der unerkannt blieb, und starb mit einem knappen Jahr.

Zu dem Zeitpunkt hatten sich bereits viele meiner Freunde, inklusive meines früheren besten Freundes, von mir abgewandt. Er war, genau wie ich, im Anschluss an die Geschichte lange in Therapie, wie ich gehört habe. Meine ehemals hervorragende Figur ist ziemlich in Mitleidenschaft gezogen seit der Schwangerschaft, und mein Schlag bei den Männern hat dementsprechend arg gelitten. Heute weiß ich, dass ich eine arrogante, manipulative und egozentrische Schlange war, die zu Recht auf die Nase gefallen ist. Nach meinem früheren besten Freund würde ich mir mittlerweile alle zehn Finger lecken, aber es ist wohl besser, wenn wir uns nie wiedersehen. Ich will ihm das nach all dem Vorgefallenen nicht zumuten.

Beichthaus.com Beichte #00035339 vom 27.03.2015 um 15:12:24 Uhr (22 Kommentare).

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“Beichte

Jeden Freitag betrunken Auto fahren

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Trunksucht Waghalsigkeit Auto & Co. Last Night

Es kann doch nicht wahr sein, dass mir das jedes Wochenende passiert. Mit meinen Kumpels gehe ich freitags immer auf den Putz hauen. Das heißt, Saufen, bis zum Abwinken. Da ich mit 19 der Älteste in der Gruppe bin, muss ich natürlich fahren. Glücklicherweise gibt es bei uns im Dorf kaum Polizeistreifen, in der nahegelegenen mittelgroßen Stadt allerdings schon. Ich hatte jetzt schon mehrfach Glück, dass ich nicht erwischt wurde, aber es wird langsam eng. Wie kann man so blöd sein, fragen sich jetzt alle. Natürlich will ich nicht fahren, wir könnten auch zusammenlegen und ein Taxi nehmen, aber immer wenn ich voll bin, fahre ich trotzdem. Am nächsten Morgen schlage ich dann die Hände über dem Kopf zusammen. Für eine Taxifahrt hin und zurück fehlt uns ehrlich gesagt das Geld. Die Hinfahrt könnten wir auch mit dem Bus erledigen, allerdings meinen die Jungs, dass das nicht cool wäre. Ich bitte um Absolution für die zurückliegenden Fälle, ab sofort verweigere ich die Fahrt.

Beichthaus.com Beichte #00035336 vom 27.03.2015 um 08:09:33 Uhr (24 Kommentare).

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Beziehung mit Problempotenzial

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Verzweiflung Begehrlichkeit Selbstsucht

Ich (w/22) bin zurzeit in einen Jungen verliebt, welcher nicht ganz einfach ist und mich in meinem eigenen kleinen Chaos eher noch mehr in die Tiefe zieht. Meine Therapeutin sagte mir, er sei nicht gut für mich, aber ich kann einfach nicht loslassen! M. kenne ich nun seit drei Jahren - wir hatten immer mal wieder keinen Kontakt zwischendurch, da es ihm einfach zu schlecht ging und er keine Lust hatte, soziale Kontakte zu haben. Ich habe ihn dann meist doch wieder auf die Beine bekommen und seine ständigen Beleidigungen gegenüber Frauen ignoriert. Ich weiß ja auch, dass er mich damit nicht meint, weil ich bei ihm bin, ihm zuhöre und wenigstens versuche, irgendwas mit ihm zu unternehmen. Dazu muss man auch erklären, warum er sich so verhält. Er war schon immer ein Außenseiter, kein Freund der vielen Worte, wurde von Frauen immer nur betrogen, ausgenommen und verarscht. Er hat seinen toten Vater (Selbstmord) gefunden und auch den Tod seiner Großeltern miterleben müssen. Es ist verständlich, dass solche Erlebnisse einen Menschen prägen und auch das weitere Leben beeinflussen. Jeder Mensch geht anders mit so etwas um. Ich wüsste nicht, ob ich das alles überstehen würde.


Auf jeden Fall fühle ich mich für ihn irgendwie verantwortlich, auch wenn ich selbst mit Depressionen zu kämpfen habe und seine schlechten Tage dann auch meine werden, kann ich nicht davon ablassen, ihm beistehen zu wollen. Ich weiß, dass ich eben nicht sein Arzt oder Therapeut bin, das weiß er auch selbst - aber solange er sich nicht selbst dazu entscheidet, sich professionelle Hilfe zu suchen, kann ich nur eins tun: Ihm beistehen und kleine Schritte nach vorn zu wagen. Nun zu meiner eigentlichen Beichte, denn es ist ja nicht ganz uneigennützig. Ich mache das Ganze ja nicht nur deswegen, um ihm zu helfen, es hilft auch mir mit meinen Problemen besser umzugehen, da er ein "krasses" Selbstbild von mir ist. Ich bin noch weit davon entfernt, mich so zu isolieren, aber ich könnte auch an diesen Punkt kommen. Das will ich nicht und will ihn da auch nicht drin lassen, bis er sich was antut. Ich bin verliebt und hoffe einfach, dass wir eine Zukunft haben, in der es ihm dann auch besser geht. Doch oft sitze ich zu Hause und denke mir "Bin ich egoistisch, weil ich will, dass er lebt - wenn auch mit mir?" Vielleicht ziehe ich ihn dann nur unnötig runter, wenn ich mal wieder ein Tief habe? Ich weiß es nicht.

Beichthaus.com Beichte #00035326 vom 25.03.2015 um 16:08:56 Uhr (14 Kommentare).

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Smartphone-Zombie

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Maßlosigkeit Zwang Schamlosigkeit Telefon Selmsdorf

Ich (m/21) beichte, dass ich ein sogenannter Smartphone-Zombie bin. Wenn ich alleine und zu Fuß unterwegs bin, höre ich also nicht nur über meine In-Ear-Kopfhörer Musik, sondern es wird auch bei fast jeder eingehenden Nachricht das Handy gezückt und gegebenenfalls auch ausführlich geantwortet. Dabei schaue ich, wie man es sich schon denken mag, nach unten und gehe nur relativ langsam voran. Natürlich achte ich dabei an Straßenübergängen und Ähnlichem auf den Verkehr, da ich gerne noch ein paar Jahre leben würde, und auf Unfälle verzichten kann. Allerdings muss ich aber auch gestehen, dass ich schon einige Male nur gerade noch so den Zusammenprall mit anderen Fußgängern verhindern konnte. Diese Form von Multitasking stört allerdings viele Menschen auf den Straßen, da sie in der permanenten digitalen Kommunikation ihrer Mitmenschen einen Werteverfall und ein Abkapseln dieser von der Umgebung sehen, weshalb ich mir dabei auch etwas respektlos vorkomme.


Nichtsdestotrotz kann ich es aber auch nicht einfach sein lassen, weil es mir eben ein gutes Gefühl gibt, nebenbei mit Freunden zu schreiben. Auch wenn es mittlerweile ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden ist, Nachrichten damit zu verschicken, würde ich mich nicht als süchtig nach meinem Smartphone oder dem Internet bezeichnen, da es mir um die damit erbrachte Kommunikation und nicht das Medium selbst geht. Mir sind z.B. auch zehn Minuten von Angesicht zu Angesicht reden wesentlich lieber als eine Stunde zu tippen, senden und lesen, aber das ist natürlich nicht immer möglich und das Chatten bietet dann eine angenehme Alternative, eben auch, wenn man gerade unterwegs ist. Ich habe ehrlich gesagt auch etwas Angst, dass sich irgendwann einmal eine Person nicht beherrschen können wird, und mir das Handy aus der Hand schlägt, weil sie den Anblick der vielen Smartphone-Zombies auf den Straßen nicht mehr erträgt. Es tut mir leid, zum negativen Gesellschaftsbild von scheinbar von der Realität abgekapselten jungen Leuten beizutragen und möchte mich hiermit bei den Menschen entschuldigen, die ich durch meinen Anblick beim Herumtippen in der Öffentlichkeit störe.

Beichthaus.com Beichte #00035324 vom 25.03.2015 um 04:56:55 Uhr in Selmsdorf (10 Kommentare).

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