Zocken statt Make-up

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Vorurteile Zorn Maßlosigkeit Games Gesellschaft

Ich (w/21) verhalte mich wohl sehr männlich im Vergleich zu anderen Frauen. Deshalb verstehe ich die meisten meiner Geschlechtsgenossinnen auch nicht. Ich schaue keine dieser typischen Frauenserien, habe stattdessen aber eine ansehnliche Sammlung von knapp 1.000 Horrorfilmen und Horrorserien - und damit meine ich nicht diese Möchtegern-Gruselkacke wie "Paranormal Activity", sondern die richtigen, teilweise indizierten Filmchen. Wenn ich so etwas vor anderen Frauen sage, kommen meistens nur Kommentare wie "Ihhh, wie kann man sich so etwas anschauen" und Ähnliches. Auch Filme wie Herr der Ringe gehören zu meinen Vorlieben. Ich stehe außerdem auf morbide Sachen und tief schwarzen Humor. Solche Sachen wie ein gewisser Komiker aus Berlin bringen mich eher zum Erbrechen. Auch diesen ganzen kleinen 60-PS-Autos, die ja so "süß" sind, kann ich nichts abgewinnen. Ich stehe zwar überhaupt nicht auf die ganzen Proleten mit ihren Protzkarren, sondern halte sie für peinlich, aber ich habe doch gerne ein paar PS mehr unter der Haube und kenne mich auch recht gut im Bereich Auto aus. Genauso wie im Bereich PC.


Wo andere Mädels vor YouTube hängen und verblödete Make-up-Tutorials machen, zocke ich lieber eine Runde. Allgemein nervt mich dieses Getue rund um Make-up und Beauty. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Mannsweib - ich sehe zumindest nicht so aus. Ich schminke mich, halte mich gepflegt, bin in einer festen Beziehung und sehe ganz passabel aus. Ich beichte hiermit, dass ich wohl so überhaupt nicht bin, wie mich die Gesellschaft haben will und deshalb auch kaum weibliche Freunde habe. Und dass mich vieles an diesem weibischen Getue ab und zu tierisch aufregt.

Beichthaus.com Beichte #00037396 vom 14.01.2016 um 09:18:11 Uhr (47 Kommentare).

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Ich bin asexuell!

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Feigheit Selbstsucht Falschheit Engherzigkeit Familie

Ich (w/20) beichte hiermit, dass ich asexuell bin, mich aber nicht vor meinen Eltern outen möchte. Nicht, weil sie das nicht tolerieren würden, denn sie sind so ziemlich die tolerantesten Menschen überhaupt, sondern weil ich mir einen Spaß daraus mache, meine Mama glauben zu lassen, sie werde mich irgendwann verkuppeln können. Auch wenn sie mir erzählt, sie würde es toll finden, wenn ich wieder mit meinem Ex zusammenkomme, tue ich immer so, als würde mich das empören. Eigentlich sind mir solche Kommentare egal, weil ich es besser weiß. Innerlich lache ich dann immer. Es tut mir leid, Mama!

Beichthaus.com Beichte #00037395 vom 13.01.2016 um 22:29:52 Uhr (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Liebe Moralapostel, denkt doch mal nach!

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Ignoranz Ungerechtigkeit Zorn Gesellschaft

Ich möchte hiermit beichten, dass manche selbst ernannten Moralapostel solche Gewaltfantasien in mir (m/25) auslösen, dass es mich doch manchmal selbst erschreckt. Folgendes hat sich gestern zugetragen: Ich saß in der Straßenbahn, habe an eine Sitcom denken müssen und an Dummheiten, die ich als Teenager gemacht habe und darüber einen kleinen Lachanfall bekommen, zumindest konnte ich mir einige Stationen das Kichern nicht verkneifen. Mir gegenüber saß eine Rollstuhlfahrerin mit Begleitung, die aber eine Station vor mir ausgestiegen sind.


Als ich dann ausstieg, stieg ein Mann mit mir aus, und als wir an einer Ampel standen, schnauzte er mich an, was mir doch einfiele, die Kleine im Rollstuhl auszulachen. Ich war zunächst erst einmal sprachlos über diese Unterstellung, habe dann erklärt, dass ich überhaupt nicht die Person vor mir meinte, sondern an etwas Lustiges denken musste, doch dann schimpfte er nur noch, wie armselig ich sei. Da ich selbst ehrenamtlich mit Menschen mit Behinderungen arbeite, wollte ich das nicht auf mir sitzen lassen und das mit ihm ausdiskutieren, doch er machte nur eine abweisende Geste und ist weggegangen. Das hat mich persönlich richtig aggressiv gemacht und das Einzige, was mich noch davon abhielt, ihm nicht hinterherzulaufen und ihm eine reinzuhauen, war der Gedanke, dass das solche Leute nur noch weiter in ihrem Weltbild bestätigen würde.


Ich glaube, mittlerweile verstehe ich ganz gut, warum der rechte Mob hier in Deutschland wieder so stark ist, denn damit, anderen Leuten, besonders aus anderen Kulturkreisen, falsche Unterstellungen zu machen, macht man es sich sehr, sehr einfach. Ich glaube, ich habe gestern noch gegen die eine oder andere Mülltonne getreten. Ich bin froh, dass mir nicht noch irgendjemand begegnet ist, denn da war ich schon sehr geladen. Tja, vielleicht liest das derjenige sogar und erkennt sich wieder, wenn ja möchte ich ihm nur noch sagen: Pauschalisieren und Unterstellungen verbreiten, das ist einfach! Das macht die rechte Szene so, und wenn einem dann Argumente einfach mal egal sind, dann ist man keinen Deut besser. Also, und das gilt an alle: Denkt zwei Mal nach, bevor ihr einfach jemandem Böswilligkeit attestiert. Und ich hoffe, ich begegne diesem Mann so schnell nicht noch einmal, denn dass ich dann noch ruhig bleibe, das kann ich leider nicht garantieren.

Beichthaus.com Beichte #00037394 vom 13.01.2016 um 22:26:20 Uhr (18 Kommentare).

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Väter haben es besser als Mütter!

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Ungerechtigkeit Selbstsucht Engherzigkeit Partnerschaft Kinder

Ich (w/33) hatte nie einen Kinderwunsch. Aus gutem Grund, denn ich selbst hatte eine echt miese Kindheit und war sehr unglücklich als Kind, ich möchte diese Zeit eigentlich nicht noch einmal (mit)erleben. Weiterhin brauche ich viel Zeit für mich selbst, bin viel mit Literatur und ehrenamtlicher Tierschutzarbeit und meinen eigenen Tieren beschäftigt. Diese wahnsinnige Verantwortung für ein Kind, 25 Jahre lang, ist mir zu viel. Nach der Arbeit noch einmal zwei Stunden mit dem Kind rumsitzen und Hausaufgaben machen? Nie wieder ausschlafen, immer dieses Gebrülle und schlaflose Nächte? Dieses egozentrische und undankbare Agieren von Kindern? Nein, danke!


Und dann die Männer - das ist das Schlimmste! Die Männer, die ja so gerne Vater werden möchten und genau wissen, dass es die Alte ist, die sich neun Monate plagen muss. Und gleich nach der Geburt geht es weiter! Ein Mann steht doch nicht auf, wenn das Baby weint. Männer nehmen die Babys doch nur so lange sie friedlich sind, sobald es laut wird, heißt es: "Oh, er weint, nimm du ihn schnell." Zumal man als Frau auch noch die Figur geopfert hat. Und sich auch das womöglich noch vom eigenen Mann anhören darf, weil der Herr ja gerne wieder Sex hätte, nur leider geht das ja nicht, weil die Frau ja so unattraktiv ist, nach dem Kind. Alle Beispiele habe ich zig Mal im Bekanntenkreis erlebt. Die Damen sehen aus wie Bier und Spucke, haben seit 1,5 Jahren nicht mehr als vier Stunden am Stück geschlafen. Die dazugehörigen Männer schlafen aus, gehen zum Sport, treffen sich mit Freunden. Das Kind fahren sie vielleicht mal am Wochenende im Wagen aus.


Aber Kinder haben wollen, wahrscheinlich wollen sie nur ein Kind zeugen können und sich potent fühlen, was es aber heißt, ständig für ein kleines Kind da zu sein, das wollen sie gar nicht wissen. Und dann vom Sinn des Lebens labern. Mein Schatz ist genauso. Nach endlosen Diskussionen und Erklärungen hatte er immer noch nicht eingesehen, was auf einen zukommt, was man aufgibt, und dass ich keine Kinder möchte. Ich habe ihm sogar die Option offen gelassen, sich zu trennen, damit ich ihm bloß nicht sein Lebensglück zerstöre. Nein, er möchte mit mir Kinder. Kinder an sich finde ich ja gar nicht so verkehrt, ich möchte nur einfach keine Verantwortung dafür übernehmen. Darum habe ich mit ihm - auch schriftlich - vereinbart, dass er sich um das Kind kümmern und auch in Elternzeit gehen wird. Die neun Monate Schwangerschaft waren ganz erträglich, obwohl, er hat mir kaum etwas abgenommen, noch mich massiert, noch mit Öl eingerieben. Aber vorher tausend Mal angekündigt, dass er das auf jeden Fall macht.


Nach der Geburt habe ich ihm das Kind quasi übergeben - was mir erstaunlicherweise schwergefallen ist, das waren bestimmt die Hormone, doch ich wollte mir treu bleiben und ihm beweisen, was wir Monate zuvor besprochen hatten - und tue jetzt wirklich keinen Handschlag. Ich mache höchstens mal die Flasche. Er ist total überfordert und ich genieße es und schaffe es, mindestens ein Mal am Tag zu sagen: "Was habe ich dir gesagt?" Jetzt hat er es verstanden, doch ich bin raus aus der Nummer. Meine alte Figur habe ich, dank der vielen Zeit für Sport und für gesundes Kochen, bereits wieder und auch sonst schränke ich mich nicht ein. Ich kümmere mich um meine Tiere und Freizeit und meine Freunde. Mütter, habt doch einfach mal Arsch in der Hose und tretet euren faulen Männer in die Selbigen. Ihr glaubt gar nicht, wie angenehm Kinder sind, wenn man den "Männerpart" genießen kann. Ich beichte hiermit, eine Mutter zu sein, die sich kaum und selbstgewählt um ihr Kind kümmert. Aber das geht ja natürlich gar nicht, ihr Spießer!

Beichthaus.com Beichte #00037393 vom 13.01.2016 um 16:49:54 Uhr (80 Kommentare).

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“Beichte

Mein Schwarm aus Schulzeiten

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Begehrlichkeit Peinlichkeit Verzweiflung Partnerschaft

Mein Schwarm aus Schulzeiten
Vor 15 Jahren, ich war zarte 17, hatte ich mich unsterblich in eine gleichaltrige Klassenkameradin verliebt. Sie war von Mutter Natur wirklich äußerst privilegiert worden und absolut makellos. Ihr wunderschönes, sogar etwas exotisch wirkendes Gesicht war alleine schon ein Blickfang, aber ihre Figur war zum Niederknien. Im Schwimmunterricht fiel allen aus der Stufe die Kinnlade auf Bauchnabelhöhe, wenn sie im Bikini, unter dessen Oberteil sich ihre unbeschreiblich perfekten Brüste abzeichneten, und mit kreisendem Apfelpo unter ihrer schmalen Taille hereingeschwebt kam. Selbst unser Sportlehrer wurde regelmäßig nervös, und es kostete ihn einige Mühe, nicht zu gaffen. Sie war aber nicht nur eine wirkliche Augenweide, sondern auch wirklich gut drauf. Sie trank gerne Bier, war witzig und auch ganz und gar nicht auf den Kopf gefallen.

Natürlich gab es Neiderinnen unter den anderen Mädchen der Jahrgangsstufe, aber selbst die trauten sich nicht, allzu laut zu lästern. Sie hatte noch einen älteren Bruder und eine wesentlich jüngere Schwester. Ich bemühte mich ein Jahr lang darum, ihre Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen, indem mich besonders geistreich und witzig gab, versuchte sie mit meinen Künsten im Gitarrenspiel zu beeindrucken, trainierte viel, und stylte mich in derselben Art wie unser Schulschönling. Mein Erfolg blieb allerdings sehr überschaubar. Ich war mehr oder weniger gefriendzoned, wie man heute sagen würde. Eines Tages jedoch beobachtete ich zufällig, wie sie von einem muskulösen, bärtigen, und sehr gut aussehenden Typen von der Schule abgeholt wurde. Die beiden küssten sich leidenschaftlich, und er legte seine Pranken um ihre Taille und ihren Hintern.

Mich packte die Eifersucht und mir war tagelang körperlich richtig schlecht. Ich bekam heraus, dass dieser Typ schon um die 30 war, obwohl er wesentlich jünger aussah, und eine eigene Werbeagentur besaß. Monatelang war ich am Boden zerstört, und litt, wie man eben nur als naiv-dämlicher Teenager leiden kann. Ich schrieb depressive, weinerliche Liebeslieder und trug nur noch schwarze Klamotten. Irgendwann, kurz vor dem Abitur, fing ich mich dann jedoch glücklicherweise wieder. Danach zogen die Jahre ins Land. Auf einem Klassentreffen sah ich das Mädchen wieder, aber wir redeten nicht viel, obwohl ich sie immer noch sehr attraktiv fand. Sie hatte wohl zwischenzeitlich zwei Kinder und war mit dem Typen von damals verheiratet.

Vor zwei Jahren begann ich einen neuen Job. Dazu kam ich mehr oder weniger wie die Jungfrau zum Kind, weil ich eigentlich etwas ganz anderes studiert hatte. Am ersten Tag im neuen Unternehmen bekam ich meine persönliche Assistentin vorgestellt, und mich traf der Schlag. Sie sah fast haargenau so aus wie mein Schwarm zu Schulzeiten. Dieselbe Figur, ein genauso exotisches, wunderschönes Gesicht. Mir dämmerte nach dem ersten Schock, dass das wohl ihre jüngere Schwester sein musste. Der Nachname stimmte nur eben nicht. Ich schnüffelte ein wenig in ihrer Personalakte und stellte fest, dass sie 23 war, und leider schon verheiratet. Wir verstanden uns dennoch sehr gut, und es kam, wie es kommen musste: Ich verliebte mich erneut wie ein dämlicher kleiner Teenager. Jeden Tag schlich ich um sie herum wie ein liebeskranker 16-Jähriger und fühlte mich so richtig doof dabei, während ich verzweifelt versuchte, eine gewisse Distanz zu ihr zu wahren. Unser Verhältnis zueinander wurde trotzdem immer enger, und mein Gehirn bestand bald aus rosa Hormongrütze.

Eines Tages erzählte sie mir im Vertrauen, dass sie sich mit ihrer Schwester vollkommen überworfen habe, da sie jetzt mit deren Ex verheiratet sei. Ich spuckte fast den Kaffee über den Tisch, als ich das hörte. Mein sinnloses Leiden begann erneut, doch dann hatte ich eine Idee. Ich fragte sie, ob ihre Schwester Single sei, und sie bejahte. Ich suchte lange in Social Media Networks herum, und schaffte es schließlich, Kontakt zu meinem früheren Schwarm aufzunehmen und ein Date zu arrangieren. Mittlerweile sind wir ein glückliches Paar. Ich beichte also, dass ich über einige Umwege an sie geraten bin, ihr aber niemals wirklich erzählen können werde, wie das alles passiert ist.

Beichthaus.com Beichte #00037391 vom 13.01.2016 um 12:12:21 Uhr (25 Kommentare).

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