Ein kostenloser Burger

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Selbstsucht Schamlosigkeit Ernährung

Ich (m/28) und meine Freundin sind begeisterte Mountainbiker und haben vor Kurzem eine großartige Tagestour gemacht - da durfte es nach Abschluss auch etwas "ungesundes, aber leckeres" zu Essen sein. Wir sind also zu einem Burgerladen, der zufällig auf dem Weg lag, und es gab für jeden zwei große Burger. Schon an der Kasse haben wir beide bemerkt, dass der Verkäufer uns einen Burger mehr in die Tüte gepackt hat. Gesagt haben wir nichts. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00037681 vom 23.02.2016 um 16:51:12 Uhr (12 Kommentare).

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Mandy und die Stasi-Oma

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Vorurteile Engherzigkeit Boshaftigkeit

Mandy und die Stasi-Oma
Ich (m/27) bin in der Nähe von Hannover groß geworden. Nach der Ausbildung habe ich weiterhin in meinem Ausbildungsbetrieb gearbeitet. Ich sah keine Aufstiegsmöglichkeiten (Familienbetrieb) und es gab deutschlandweit nur wenig Stellen in meinem Ausbildungsberuf. Vor zwei Jahren hat mich mein Chef zu einem Gespräch gebeten und teilte mir mit, dass ich in einer anderen Filiale hoch aufsteigen könne. Diese liegt in einer Stadt, deren Name mir zwar bekannt war, ich aber ich dachte, sie würde in Baden-Württemberg liegen. Diese Chance wollte ich natürlich nicht ungenutzt lassen uns sagte halb zu. Später suchte ich die Stadt im Internet und landete in Ostdeutschland. Ich gab die gleiche Stadt noch einmal mit dem Zusatz "Baden Württemberg" ein. Kein Treffer. Nachdem ich noch andere Schreibweisen ausprobiert habe, habe ich akzeptiert, dass die Stadt wohl doch im Osten liegt.

Da mir meine Arbeit wirklich schon zu eintönig war, habe ich trotzdem zugesagt. Schon bald ging es nach Ostdeutschland. Ich habe mir eine kleine Wohnung in einem Dreifamilienhaus gemietet. "Wenigstens günstige Mieten hier", dachte ich völlig frustriert. Am Tag des Umzugs schaute eine ältere Dame aus dem Fenster, die ich schon nach wenigen Minuten "Stasi-Omi" taufte. Nachdem ich alle Möbel eingepackt hatte, klingelte es an der Haustür. Es war die Omi von eben. Sie lud mich auf Kaffee und Kuchen ein. Ich lehnte ab und sagte ihr, ich sei zu müde vom Umzug. Die erste Arbeitswoche überlebte ich erstaunlich gut. Am Wochenende wollte ich wieder in meine Heimat fahren, aber mein Auto streikte. Da schaute die Omi aus dem Fenster. Ich war auf 180, öffnete die Motorhaube und murmelte "Ja, guck nicht so doof, Stasi-Omi."

Kurz darauf verließ sie das Fenster und kam aus der Haustür raus. Sie erzählte mir, dass sie damals in der DDR mit Autos gearbeitet hätte und ihr Vater etwas vorlaut war und sie deswegen nicht studieren konnte. Sie fand heraus, dass es an einem oxidierten Massekabel lag. Sie holte ihr Auto und schleppte meinen Wagen in die Werkstatt. Ich war sehr überrascht über so viel Hilfsbereitschaft und bekam das schlechteste Gewissen meines Lebens. Ich lud sie am Tag darauf auf einen Kaffee ein und holte Kuchen beim Bäcker. Sie erzählte mir, dass ihre Enkeltochter Mandy am nächsten Tag zu Besuch kommt, und fragte mich, ob ich Lust hätte, auch vorbeizukommen. Da mein Gewissen immer noch nicht das Beste war, sagte ich zu, obwohl ich die Situation komisch fand.

Ich zog am Tag darauf nicht gerade meine besten Klamotten an, da ich mir von einer "Mandy" nicht allzu viel erwarte. Ja, da waren sie wieder, meine Vorurteile. Meine Nachbarin öffnete mir die Tür, wir unterhielten uns ein wenig und warten auf diese Mandy. Es klingelte und da stand sie, die Mandy. Wow, so eine beeindruckende Frau: Hüftlange knallrote Haare, grüne Augen, super Figur und nicht zu vergessen ist das schönste Gesicht, das ich je gesehen habe. Sie strahlte mich an und fragte mich ganz frech, ob ich sie denn gar nicht reinlassen möchte. Ich stammelte irgendwas und wir saßen nun gemeinsam am Tisch. Wir haben uns gut unterhalten. Dann musste Mandy nach Hause und ihre Oma fragte mich, ob ich verstehen könne, dass dieses Mädchen noch Single ist. Nein, das konnte ich wirklich nicht. Diese Frau ging mir nicht aus dem Kopf. An einem Tag traf ich sie im Treppenhaus und sie fragte mich, ob sie mir mal die Altstadt zeigen dürfte. Spontan ging ich mit.

Die Architektur war beeindruckend und ich verliebte mich, und zwar nicht nur in die Stadt. Sie war nicht nur verdammt heiß, sondern ich mochte auch ihre humorvolle, freche und irgendwie auch tiefgründige Art. Ein weiterer Pluspunkt: Sie ist Krankenschwester. Und wie auch immer habe ich es geschafft, dass Mandy nun mit mir zusammen ist. Ich finde sie immer noch so beeindruckend, an ihren Namen habe ich mich auch gewöhnt und ich möchte gar nicht mehr aus dieser Stadt weg. Meine anfänglichen Vorurteile tun mir leid, dabei hat auch der Osten verdammt viel Positives zu bieten.

Beichthaus.com Beichte #00037668 vom 22.02.2016 um 15:44:08 Uhr (22 Kommentare).

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Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!

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Zorn Vorurteile Feigheit Ernährung

Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!
Ich bin momentan so knapp mit dem Geld, dass ich sehr stark drauf achten muss, was ich preismäßig an Essen überhaupt kaufen kann. An sich stört mich das nicht, es gibt viele Angebote, aber umso mehr fallen mir die ganzen Berichte in den Medien jetzt auf: Menschen beschweren sich über Essen oder den Speiseplan. In Kindergärten, in Asylunterkünften, im Flugzeug, in Schulen - ich frage mich gerade, ob das nicht alles Satire ist! Bei so etwas muss man ja Gewaltfantasien bekommen. Mutter hat doch nicht umsonst gesagt: "Es wird gegessen, was auf dem Tisch kommt." Wer in einem Land wie Deutschland mit dem Essen unzufrieden ist, wird nie zufrieden sein und die Zufriedenheit der anderen mit seinem negativen Rumgeheule nur schlecht beeinflussen. Über Essen, das man dazu noch kostenlos oder ohne eigenen Aufwand erhält, hat man sich nicht zu beschweren. Früher war es doch auch so: Wer nicht will, weil er nicht mag, bekommt eben gar nichts. So sollte es überall sein, mit Rücksicht auf körperliche Einschränkungen wie Allergien oder so. Ich verstehe die Welt nicht mehr, habe aber auch nicht die Eier, aktiv gegen so einen Unsinn vorzugehen.

Beichthaus.com Beichte #00037645 vom 19.02.2016 um 16:27:36 Uhr (7 Kommentare).

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Eine Hochzeit ohne meine Eltern

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Verzweiflung Engherzigkeit Partnerschaft

Ich (w/26) weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Mein Freund hat mich gefragt, ob ich ihn heiraten will. Ich habe Ja gesagt. Doch das ist nicht das Problem. Im Gegenteil, ich freue mich schon auf unsere Hochzeit mit meinen Traumprinzen. Das Problem sind meine Eltern: Wir leben seit Jahren im Streit. Ich bin damals zum Studieren etwas weiter (ca. 400 km) weggezogen. Das, und einige andere Kleinigkeiten, lösten dann diesen Streit aus. Außer Briefe zu Weihnachten und Geburtstagen haben wir eben seit diesem Streit keinen Kontakt mehr. Mein Verlobter wollte schon öfters mit mir zu meinen Eltern in den Urlaub fahren. Doch das wäre wieder in Streitereien geendet. Deshalb kennt er seine zukünftigen Schwiegereltern auch nicht persönlich.


Anlässlich unserer Hochzeit hat er mich nun überreden können, doch hinzufahren, um sie persönlich einzuladen. Auch wenn ich ein wenig Angst davor habe, da unsere Verhältnis zueinander recht kühl geworden ist. Falls unser Streit neu entfachen sollte, werde ich notfalls auch ohne meine Eltern heiraten. Seine Eltern, mit denen ich mich im Übrigen gut verstehe, sind jedenfalls dabei. Und sie gönnen uns auch unser Glück und wollen es nicht zerstören, nur weil mein Verlobter sechzehn Jahre älter ist.

Beichthaus.com Beichte #00037624 vom 17.02.2016 um 14:53:39 Uhr (10 Kommentare).

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Meine Freundin ist eine Schmarotzerin!

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Hass Zorn Feigheit Partnerschaft

Ich beichte, dass ich meine Freundin mit jedem Tag weniger liebe und umso mehr zu hassen lerne. Die Gründe für diese Veränderungen sind banal und eigentlich sollte man darüber stehen, aber es treibt mich in den Wahnsinn: Sie wohnt seit zwei Jahren bei mir und zahlt keinen Cent der 900-Euro-Miete, da sie ja als Doktorandin "nur" 1.500 Euro netto verdient und ich, mit meinem Gehalt, das ja auch alleine zahlen kann. Sie räumt nicht auf, sondern hinterlässt mir immer ihren Müll und liegt, wenn sie daheim ist, nur im Bett und spielt ihr bescheuertes Browsergame, für das sie jeden Monat rund 150-200 Euro für Premiumschrott ausgibt. Außerdem fährt sie ständig auf Unikosten eine Woche irgendwo hin (Frankreich, Südtirol, Japan) und lässt es sich da gut gehen, jammert aber über die "vielen" Vorträge, die sie sich anhören muss und was das doch für ein Stress sei. Gut, das würde ich ihr ja gönnen, aber dann drückt sie mir das bis zur Reise gefühlt jeden Tag rein, dass sie kostenlosen Urlaub macht und ich doch arbeiten muss.


Jetzt hat sich die Dame nach einem halben Jahr Mitgliedschaft im Fitnesscenter (65 Euro im Monat, da es ja das Fitnesscenter mit besonders viel Beratung sein muss) und maximal sechs Besuchen ganz am Anfang, dazu entschlossen, abzunehmen. Und dafür hampelt sie jetzt zu YouTube-Videos rum. Sehr sinnvoll. Abnehmen wird sie damit im mittlerweile gefühlt zehnten Anlauf so oder so nicht. Alles in allem treiben mich diese Dinge dermaßen in den Wahnsinn, aber ich bringe es einfach nicht übers Herz, sie abzuschießen. Ich beichte, dass ich dumm, oberflächlich und schwach bin.

Beichthaus.com Beichte #00037610 vom 15.02.2016 um 18:07:20 Uhr (28 Kommentare).

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