Das falsche Kennzeichen

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Verrat Boshaftigkeit Auto & Co. Polizei

Ich habe einen Bekannten bei der Polizei angeschwärzt, weil er ohne Führerschein Roller fährt. Zusätzlich hat er auch noch andere Kennzeichen an seinen Roller geschraubt, die eigentlich auf einen anderen zugelassen sind. Heute wurde er von der Polizei angehalten.

Beichthaus.com Beichte #00033262 vom 13.05.2014 um 00:29:23 Uhr (16 Kommentare).

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Neologismen im Aufsatz

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Peinlichkeit Dummheit Engherzigkeit Schule

Es ist schon an die fünfzehn Jahre her, damals ging ich noch zur Schule. Ich habe meinem Bruder oft bei seinen Hausaufsätzen geholfen und wir haben auch immer recht ordentliche Aufsätze hinbekommen. Nur machte ich mir jedes Mal einen Jux und habe gesagt, er solle mindestens einmal im Aufsatz das Wort "kontiniert" schreiben. Das bedeute "beinhalten", habe aber den gleichen Ursprung wie "Container", was ja ein Behälter ist, der etwas beinhaltet. Mein Bruder hat immer geglaubt, es gäbe dieses Wort und schrieb es. Das ist vielleicht keine riesige Sünde, aber schon peinlich und dumm. Die Aufsätze wurden übrigens nie eingesammelt, ich hätte zu gerne gesehen, was der Lehrer neben das Wort schreibt.

Beichthaus.com Beichte #00033260 vom 12.05.2014 um 22:35:13 Uhr (4 Kommentare).

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Die zweite Geige in der Familie

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Hass Zorn Neid Verzweiflung Familie

Ich beichte, dass ich meinen Bruder und meine Eltern mehr und mehr hasse. Ich bin 19 Jahre alt und mache nach dem Fachabi eine Ausbildung. Diese ist nicht an meinem Wohnort und ich bin nur einmal pro Monat für ein Wochenende bei meinen Eltern - mit Ausnahme der Ferien, da dürfen wir Urlaub nehmen. Mein Bruder ist 23 Jahre alt und autistisch. Seit ich mich erinnern kann, drehte sich alles nur um ihn. Ich bin ja vier Jahre jünger und meine Eltern wollten ein zweites Kind, da sie dachten, dass es mit meinem Bruder vielleicht besser wird, wenn ein Geschwisterchen da ist. Wurde es aber nicht. Es gab keinen einzigen Kindergeburtstag, der nicht nach kurzer Zeit durch meinen Bruder stark gestört oder sogar abgebrochen wurde. Meine Eltern trauten sich nicht, meinen Bruder mal für ein paar Stunden bei der Oma oder einem anderen aus der Verwandtschaft oder dem Freundeskreis abzugeben, um Zeit mit mir zu verbringen, da sie nie einschätzen konnten, ob er dort klarkommt. Eigentlich hatte ich kaum einen einzigen Moment mit meinen Eltern. Ich wurde biologisch zwar älter, "mein" Tag war mein Geburtstag aber nie.


Jetzt komme ich ja nur einmal im Monat heim. Es ist immer noch so. Manchmal freue ich mich noch auf mein Zuhause und denke mir, dass vielleicht alles anders ist, aber es ist nicht so. Mein Bruder schreit, mein Bruder bockt, mein Bruder erbricht sich, meine Eltern springen auf. Ich will ihnen etwas aus meinem Berufsalltag oder meinem Privatleben erzählen - aber ständig werde ich unterbrochen, weil ja wieder etwas mit meinem Bruder ist. In den Jahren habe ich stark resigniert und ich tue es mehr und mehr. Manchmal überlege ich, gar nicht mehr zu Besuch zu kommen, vielleicht höchstens an Weihnachten. Eventuell bemerken sie es dann. Ich beichte, dass ich meinen Bruder hasse und meine Eltern auch. Meinen Bruder aber mehr, obwohl er ja nichts dafürkann. Aber in solchen Momenten denke ich nur, Bruder, reiß dich doch endlich mal zusammen. Obwohl ich ja weiß, dass er behindert ist.

Beichthaus.com Beichte #00033257 vom 12.05.2014 um 19:25:13 Uhr (15 Kommentare).

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Harmlose Flirts in der Nacht

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Begehrlichkeit Lügen Partnerschaft Last Night

Ich (m/27) bin verlobt und war gestern mit Freunden auf einem Konzert in einer großen Stadt. Beim anschließenden Döner-Essen lernten wir eine Gruppe netter Menschen kennen. Man saß zusammen und wir unterhielten uns angeregt - in dieser Gruppe gab es auch ein blondes Mädchen. 33 Jahre, tolle Figur, wirklich hübsch. Genau mein Typ. Ich begann also unter Alkoholeinfluss mit ihr zu flirten. Dabei muss ich sagen, dass ich das schon gerne mache und recht gut mit Frauen umgehen kann. Nach und nach fuhren alle heim, bis nur noch ich und die Dame übrig waren. Sie hatte ebenfalls einiges getrunken und fing an, auf mich zu reagieren. Und zwar mit Sätzen wie: "Dafür, dass du verlobt bist, ist das hier schon recht offensiv" und so weiter. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich gerne mit hübschen Frauen flirte, jedoch verlobt bin und nicht mehr will. Während der Taxifahrt nach Hause fing sie an, an meiner Hand zu spielen, sie zu küssen und meinte, wir könnten ja auch einfach rumrutschen oder auf einen Absacker zu ihr fahren. Ich denke, jeder kann sich vorstellen, wozu das geführt hätte. Ich bin also in der Nähe meiner Wohnung ausgestiegen, habe das Taxi bezahlt und ihr einen schönen Abend gewünscht. Es war nicht leicht, zu widerstehen, da bin ich ehrlich, jedoch konnte ich mich mit sauberem Gewissen neben meine Verlobte legen und ich bin wirklich stolz auf mich. Als meine Frau heute Morgen zur Arbeit ging fiel ihr allerdings die rote Farbe an meiner Hand auf und sie sprach mich darauf an. Ich sagte, dass ich wohl irgendwo dagegen gekommen war, obwohl das offensichtlich der Lippenstift meines Flirts war.

Beichthaus.com Beichte #00033253 vom 12.05.2014 um 13:21:29 Uhr (21 Kommentare).

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Das Bambi-Prinzip

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Verzweiflung Aggression Gewalt Hass WG

Vor ungefähr zwei Jahren wurde ich für eine schulische Ausbildung in einer zwei Stunden entfernten Stadt angenommen - ebenso wie eine gute Freundin. Da lag es natürlich nahe, dass wir zusammenziehen wollten, schließlich wohnten wir beide noch bei unseren Eltern und wussten noch nichts von der Welt. Wir waren deshalb super aufgeregt und im Laufe der Zeit schmiedeten wir alle möglichen Pläne, von der Einrichtung bis zum Zusammenleben. Wir trugen eine rosa Brille. Der erste Dämpfer kam, als wir immer verzweifelter nach einer Wohnung suchten. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte sie mir hilflos das Feld überlassen. Und so hatte ich auch endlich eine passende Wohnung gefunden. Das Problem war geklärt. Als wir dann einen Termin zum Um- und Einzug vereinbarten, beschlossen wir, dass es das Beste sei, wenn wir eine Woche vor Ausbildungsanfang schon einmal die Stadt erkunden und dass wir uns die Zeit nehmen sollten, uns einzuleben. Dann war der große Moment da, meine tapferen Eltern und ich packten mein gesamtes Zimmer in einen Laster und fuhren in die WG. Ich hatte an diesem Tag sehr gemischte Gefühle. Einerseits freute ich mich auf das neue Kapitel in meinem Leben, andererseits hatte ich Angst.

Meine Mitbewohnerin, nennen wir sie mal V, und ich trafen uns an der neuen Wohnung. Der Umzug verlief gut und recht zügig. Als wir dann fertig waren, teilte sie mir in einem Nebensatz mit, dass sie diese eine Woche Eingewöhnungszeit nicht beanspruchen, sondern wieder mit ihren Eltern zurückfahre würde. Verdutzt und naiv, wie ich zu dem Zeitpunkt war, nickte ich das einfach ab. So stand ich, nachdem die Familie von V und meine wieder gefahren waren, alleine vor den Kisten. Die Wohnung war nicht besonders groß und wir hatten auch jeder nur ein Zimmer, aber die Küche musste dennoch eingeräumt werden. Verärgert machte ich mich daran, diese Aufgabe allein zu regeln. Als unsere Ausbildung dann anfing, teilte man uns in eine Klasse ein und wir bewältigten unser neues Leben recht gut. Ich kochte regelmäßig, was weiter nicht schlimm war, da die restlichen WG-Aufgaben gerecht verteilt waren. Doch wirklich wohl fühlte V sich nicht. Da machte es die Sache natürlich nicht besser, dass sie ihre Eltern und Freunde aus ihrer Heimatstadt schrecklich vermisste. Da ich die einzige Person war, die sie um sich hatte, bekam ich diese Trauer in Form von Anschuldigungen, wie: "Du bist wie meine Mutter, immer fragst du, was ich essen will!" an den Kopf geworfen. Weder nett noch logisch. Aber ich wollte ihr ja helfen. Nur waren all meine Bemühungen, für sie da zu sein, ihr zu zuhören und auf sie Rücksicht zu nehmen, genau das Falsche. So ging es nach einiger Zeit wieder los mit den Streitereien. Ich würde ja alles allein bestimmen und ihr nichts überlassen. Und da hatte sie sogar fast recht, denn ich habe mich allein um Dinge wie Strom- und Gasanbieter gekümmert, nachdem sie gesagt hatte, dass es ihr egal sei. Ihre Anschuldigungen und Vorwürfe waren im Nachhinein mehr als konfus. Auch an mir nagte es, dass ich nicht mehr in meiner Heimatstadt wohnte und meine Freunde und Familie nicht mehr oft sah.

Aber um sie nicht noch mehr zu demotivieren und zu belasten, versuchte ich für sie stark zu sein und legte meine Trauer über diese Tatsache auf die Nächte und klärte es für mich. Aber alles, was ich tat, tat ich falsch. Wir stritten uns immer öfter. Allerdings wollte sie diese Sachen einfach aussitzen, während ich versuchte, die Probleme wirklich zu lösen. Und diese Persönlichkeiten sind hochexplosiv, wenn man sie zusammen in eine Wohnung steckt. Und natürlich sind wir explodiert - oder vielleicht auch implodiert. Das äußerte sich in einer sehr unrühmlichen Tat meinerseits. Wir stritten mal wieder und sie verschwand schmollend in ihr Zimmer. Ich wollte das Ganze nicht auf mir sitzen lassen und ging ihr nach. Wir wurden noch lauter als schon vorher und als sie dann sagte, dass ich ihr das Leben versauen würde, knallte bei mir die Sicherung raus! Ich, die Person, die sich so zurückgenommen hatte, damit sie sich wohlfühlte, soll ihr das Leben versauen?! Ich hatte doch alles getan, damit es ihr gut ging und das hielt sie von mir? Ich erinnere mich nicht mehr genau an das, was dann geschah, aber so viel weiß ich noch: Ich ging auf sie zu, brüllte sie an, sie brüllte zurück und ich verpasste ihr eine saftige Ohrfeige. Damit war alles aus. Im ersten Moment war ich unglaublich geschockt von mir selbst. Im zweiten Moment hatte ich schreckliche Schuldgefühle. Als sie mich dann als Monster beschimpfte, kam die Wut zurück. Danach herrschte erst mal Funkstille, was erstaunlich gut geht, auch wenn man in einer Zwei-Zimmer-Wohnung lebt. Die folgenden Wochen waren die Hölle, wahrscheinlich für uns beide. Wir versuchten das Dilemma zwischen uns zu lösen, aber sie wollte und konnte mir nie wieder verzeihen. Und ich kann es ihr ehrlich gesagt nicht einmal verübeln. Was ich ihr allerdings sehr, sehr übel nehme, ist ihr folgendes Verhalten. Sie behandelte mich wie ein Stück Dreck. Jedes Mal, wenn wir uns über den Weg liefen, was ja unvermeidbar war, zeigte sie mir, wie sehr sie mich verabscheute. Ich beschloss auszuziehen und begab mich auf Wohnungssuche. Nachdem ich schließlich auch fündig wurde, meinte sie stinksauer, dass ich mich doch jetzt auch um einen Nachmieter kümmern müsste und wie sie das sonst alles stemmen solle.

Ich hatte mir sogar den Tag meines Auszuges im Kalender rot umkreist, weil ich es nicht mehr aushalten konnte. Ich finde, ein bisschen Respekt sollte man allem entgegen bringen, auch wenn man sich so sehr gestritten hat und wenn man geohrfeigt wurde. Es ist nicht so, als ob ich nicht wüsste, wie das ist. Als ich dann aus der gemeinsamen Wohnung raus und in meine Eigene gezogen war, fühlte ich mich unglaublich gut. Was teilweise sicher auch an der Portion Schadenfreude lag, denn die gesamte Kücheneinrichtung gehörte mir und man konnte schon vorher merken, wie sauer sie darüber war, bald ohne Küche dazustehen. Leider war es mit meinem Auszug aber noch lange nicht gegessen. Schon vorher habe ich bemerkt, wie unsere Klassenkameradinnen sich immer mehr von mir abwandten. Und das verschlimmerte sich. Ich traute mich am Anfang nichts zu sagen, da ich der Meinung war, dass ich es verdient hätte. Schließlich hatte ich V geohrfeigt und so etwas macht man einfach nicht. Ich habe bewusst nie vom Streit in der WG erzählt, da wir eben in dieselbe Klasse gingen. Aber sie hatte da wohl weniger Hemmungen. Denn die schrägen Blicke haben sich im Laufe der Zeit in Mobbing gewandelt. Das geht jetzt schon ein Jahr lang so. Aber ich muss ehrlich gestehen, wäre ein anderer in meiner Position, hätte ich mich wahrscheinlich auch von ihrer Masche einwickeln lassen. Sie gibt sich immer auf eine gewisse Art die alle dazu bringt sie schrecklich zu bemitleiden und dadurch entwickelt sich der Wunsch, ihr zu helfen. War bei mir am Anfang ja auch so. Ich nenne es das Bambi-Prinzip. Wie ein Rehkitz sitzt sie mit großen, unschuldigen Augen im Gras und alle finden sie niedlich und supersüß. Doch es ist nicht so, als ob sie nicht auch alles allein schaffen könnte. Aber warum denn, wenn es Leute gibt, die es für einen machen.

Und wegen so einer Scheiße bin ich ein Opfer von Mobbing! Ich habe mich lange geschämt, mir das einzugestehen. Es ist für mich jeden Tag aufs Neue eine Qual dort hinzugehen, sie alle zu sehen und ihren Gesprächen zuhören zu müssen. Auch wenn ich mir in den Pausen die Ohren mit Musik volldröhne, reden sie im Unterricht munter weiter. Ich bin nervlich total am Ende. Denn du kannst ein Selbstbewusstsein wie ein Berg haben, wenn dir jeden Tag vermittelt wird, wie scheiße und widerwärtig du bist, fragst du dich irgendwann, ob wirklich all diese Menschen falsch liegen können oder ob du wirklich so ein Monster bist. Meine einzige Rettung ist, dass ich in genau 55 Tagen nie wieder dahin muss. Dann bin ich endlich wieder frei. Das Thema Mobbing betrifft nicht nur mich. Auch viele andere leiden unter Schikane am Arbeitsplatz, in der Schule oder in einem anderen sozialen Umfeld. Ich habe das schon zu meiner Schulzeit erlebt. Doch das war bei Weitem nicht mit dem hier zu vergleichen. Ich bin weder ein schüchterner Mensch, noch habe ich wenig Selbstbewusstsein. Meine Mutter beschreibt mich als Frohnatur, aber momentan weine ich jeden Tag. Diese Scheiße kann jedem passieren und wir sollten uns alle fragen, ob wir nicht vielleicht doch schon Täter sind. Denn das geht viel schneller, als man denkt. Meine Klassenkameradinnen wissen sicher nicht, wie sehr sie mich quälen und zerstören. Allerdings habe ich weder eine perfekte Lösung für Opfer solcher Attacken, noch eine Idee, wie man dieses Gesellschaftsproblem im Gesamten lösen könnte. Nur eines will ich euch allen sagen: Passt auf, was ihr tut. Menschen sind unglaublich zerbrechlich. Und an alle, denen es gerade geht wie mir, ihr schafft das! Bleibt stark! Sprecht mit euren Eltern, Lehrern oder mit euren Freunden! Nur teilt euch irgendwie mit, sonst zerbrecht ihr völlig.

Beichthaus.com Beichte #00033245 vom 10.05.2014 um 22:42:07 Uhr (26 Kommentare).

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