Jeder kann Arbeit finden!

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Vorurteile Engherzigkeit Zorn Ungerechtigkeit Studentenleben

In den letzten zwei Wochen hatte ich (Studentin) zwei Vorstellungsgespräche für sogenannte geringfügige Jobs und habe beide Stellen bekommen, hatte also sogar das Privileg, mich für eine zu entscheiden. Wenn ich so die Anzeigen in der Zeitung und im Internet durchgehe, frage ich mich ernsthaft, wie Deutschland auf so extreme Arbeitslosenquoten kommt. Früher habe ich immer noch Verständnis für Menschen gehabt, die vielleicht keinen Job finden, aber nach gut drei Jahren mit diversen Jobs weiß ich nun auch, wie einfach es ist, an Arbeit dranzukommen, wenn man wirklich will. Mein Fazit: wer dauerhaft arbeitslos ist, will auch nicht arbeiten!


Es mag echt hartherzig klingen, aber wenn Hartz-IV so wie BAföG eine Art Darlehen wäre, das zurückgezahlt werden müsste und das man vor allem erst bekäme, wenn man mindestens ein Jahr hier gearbeitet hätte, wäre der Staat um viele Gammler, Faulenzer und Wirtschaftstouristen leichter. Ich finde es einfach krass, dass Menschen in Vollzeit studieren, dann mit dem BAföG vorne und hinten nicht auskommen, weil noch teure Lehrmittel finanziert werden müssen und sie deswegen noch arbeiten gehen müssen, während andere Leute die Kohle fürs Nichtstun oder gar fürs illegale Einwandern geschenkt bekommen. Manchmal frage ich mich, ob sich in der Regierung überhaupt mal irgendjemand über irgendwas Gedanken macht.

Beichthaus.com Beichte #00037553 vom 07.02.2016 um 20:14:13 Uhr (53 Kommentare).

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Mobbing am Arbeitsplatz

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Verzweiflung Engherzigkeit Kollegen Arbeit

Ich (w/55) habe meinen Job der Industriekauffrau immer sehr gemocht. Ich behaupte von mir, durchaus kompetent zu sein - macht natürlich auch die Erfahrung über die Jahre hinweg - und fühlte mich im Team immer sehr wohl. 1996 wurde ich dann Abteilungsleiterin und war auch sozusagen die rechte Hand des Inhabers. Im Jahr 2008 wurde ich plötzlich, quasi von einem Tag auf den anderen, ständig auf Fehler hingewiesen. Es fehlten Akten, die Post war falsch einsortiert, und der Chef, der mich und meine Arbeit immer sehr geschätzt hat, bat mich in einer ruhigen Minute zur Seite und fragte, ob ich private Probleme hätte. Ich verneinte und konnte mir selbst keinen Reim machen. Ich habe Mobbing vermutet, weshalb ich zunehmend unter psychischem Druck stand. Der Chef glaubte mir aber. Doch dann kamen auch ständig boshafte E-Mails und Anrufe mit verstellter Stimme hinzu. Hinzu kam dann, dass mein Chef nicht der Inhaber des Betriebs ist. Der Inhaber, damals ein bereits 81-Jähriger, kam recht selten vorbei und kannte daher die Mitarbeiter kaum.


Er bekam mit, was los ist und ließ mir ein Schreiben zukommen, in dem stand, dass eine psychisch angeschlagene Mitarbeiterin auf Dauer dem Betrieb schadet. Sollte der oder diejenige, der für die Mobbingkampagne verantwortlich ist, nicht binnen einer Woche ausfindig gemacht werden können, sehe er sich leider nicht imstande, mich weiter beschäftigen zu können. Ich war fix und fertig. Mein Chef hat es geschafft, den Inhaber zu überzeugen, dass das in einer Woche nicht zu schaffen ist. Nach sage und schreibe vier Monaten, in denen ich zuletzt krankgeschrieben war, es hätte nicht viel gefehlt und ich wäre von der Brücke gesprungen, konnte durch die Polizei herausgefunden werden, dass eine 18-jährige Auszubildende für die Kampagne verantwortlich war. Sie hatte seit einiger Zeit eine Affäre mit dem Stellvertreter meines Chefs, der ihr vorgegaukelt hätte, sie könne meine Stelle haben, wenn sie ein wenig nett zu ihm sei. Und von ihm ist das junge Ding auch noch schwanger geworden.


Danach hat sich der alte Inhaber natürlich tausend Mal entschuldigt, aber ich konnte nicht mehr. Mein Chef hat mir durch Empfehlungen eine Stelle in einem anderen Betrieb in der Stadt besorgt. Mittlerweile arbeite ich aber doch wieder in meiner alten Firma, denn als der alte Inhaber verstorben war, hat sein Sohn die Firma übernommen, ein freundlicher Mensch, der von der Falschheit seines Vaters zum Glück nichts geerbt hat. Damit war auch das letzte Gespenst der Vergangenheit verschwunden. Heute mag ich meinen Beruf wieder sehr gerne.


Nun zu meiner Beichte: Vor zwei Wochen habe ich eine Frau mit zwei Töchtern, eine war etwa zwei Jahre alt und im Buggy, eine war im Kindergartenalter, gesehen. Ich wusste sofort, dass das diese ehemalige Auszubildende war, die damals gemeinsam mit dem Stellvertreter meines Chefs in hohem Bogen herausgeflogen ist. Sie besaß die Dreistigkeit, mich schüchtern grinsend anzusprechen und zu fragen, wie es mir denn ginge. Ich sagte, mir gehe es sehr gut! Auf meine Frage, wie es ihr denn gehe, meinte sie, dass es halt alles nicht so leicht sei, sie hat seit damals keine Arbeit mehr und wird mit diesem Zeugnis auch keine mehr finden. Und der Vater ihrer zweiten Tochter war auch nur eine Affäre, beide Männer zahlen nicht. Ich habe nur gegrinst und bin weitergegangen. Ich schäme mich dafür, schadenfroh gewesen zu sein, denn die beiden Mädchen können ja nichts dafür. Die tun mir mittlerweile echt leid, so eine Mutter zu haben und in Hartz-IV aufwachsen zu müssen.

Beichthaus.com Beichte #00037551 vom 07.02.2016 um 14:18:19 Uhr (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Meine missratene Frisur

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Feigheit Zorn

Ich war am Freitag beim Friseur. Doch statt dem türkischstämmigen Chef, der sonst immer befriedigende bis gute Ergebnisse erzielte, war ein kleiner Asiate da, der mir einen perfekten Undercut verpasste. Natürlich deckt sich dies weder mit meinen Vorstellungen einer ordentlichen Frisur, noch ist es das, was ich in Auftrag gegeben habe. Sicherlich gibt es Leute, denen das steht, aber ich sehe aus wie ein Vollidiot. Anstatt meine Meinung kundzutun, habe ich natürlich als braver Bürger das Endergebnis abgenickt und auch noch einen Euro Trinkgeld gegeben. Normalerweise bin ich nicht der Typ, der vor anderen kuscht, aber da habe ich es irgendwie nicht auf die Reihe gekriegt. Vermutlich weil ich mich innerlich schon damit abgefunden habe, die nächsten vier Wochen, bis sich das alles rausgewachsen hat, eine Cap zu tragen. Zu beichten habe ich, dass ich in diesem Fall nicht die Eier hatte, eine mangelhafte Leistung zu reklamieren und auch noch so doof war, Trinkgeld zu geben!

Beichthaus.com Beichte #00037550 vom 07.02.2016 um 12:31:34 Uhr (14 Kommentare).

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Ich wähle die AfD

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Zorn Vorurteile Politik

Ich (m) beichte, dass ich bei der nächsten Landtagswahl in Baden-Württemberg die AfD wählen werde. Im Moment sehe ich keinen anderen Ausweg, da die anderen politischen Parteien zunehmend einen Einheitsbrei und Murks produzieren. Mich kotzt auch diese "Ja, wir schaffen das"-Mentalität an. Von Bekannten weiß ich, dass es massive Probleme in Karlsruhe mit Flüchtlingen gibt. Alleine in Karlsruhe und dem Ostalbkreis gab es mehrere Massenschlägereien, die es nur in die Lokalpresse geschafft haben. Außerdem ist mir dieses "in-die-Rechte-Ecke-stellen", mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten und Zurückhaltung von Artikeln zur Beeinflussung der Bevölkerung, durch diverse Medien zuwider. Diese aufgezwungene Political Corretness wirkt wie ein Schleier, der die Leute und auch Freunde nicht mehr diskutieren lässt.


Als Beispiel nenne ich die verfehlte Asylpolitik, aber auch die totale Klientelpolitik der "Integrationsministerin" Öney zugunsten der türkischen Minderheit ohne Beachtung anderer. Die Dame hat den Posten meines Erachtens nur, weil sie einen Migrationshintergrund hat und SPD-Mitglied ist. Bei den Grünen wiederum ist es dieser Links-Ruck, der diese Partei beinahe die Linke überholen lässt. Beichtenswert ist es mir deswegen, da ich Positionen, wie sie Beatrix von Storch vertritt, nicht mittrage und für fundamental halte. Allerdings sehe ich als Stimmbürger keinen anderen Ausweg mehr, als so meine Wut und meinen Ärger ausdrücken zu können.

Beichthaus.com Beichte #00037541 vom 06.02.2016 um 03:16:17 Uhr (73 Kommentare).

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“Beichte

Superscharfe Saucen

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Waghalsigkeit Ernährung

Wir, ein Pärchen (28 und 27) essen für unser Leben gerne scharf - und zwar sehr scharf. Wir züchten Chilis wie Trinidad Scorpion selbst, und kaufen uns extrem scharfe Saucen übers Internet, da man diese im Handel gar nicht bekommt. Unsere Beichte ist, dass wir nicht aufgepasst haben, als meine Schwester bzw. Schwägerin mit unserem Neffen (9 Jahre) bei uns zu Besuch war. Wir hatten noch kurzfristig einen Termin und die beiden waren alleine in der Wohnung. Meine Schwester hat ferngesehen und unser Neffe ist an den Kühlschrank gegangen. Er dachte - mmh, lecker, eine schöne rote Sauce. Den Rest könnt ihr euch denken. Meine Schwester ist mit ihm zur Ambulanz gefahren, weil er so gebrüllt hat. Letztlich ist alles gut gegangen. Klar, kann man sagen, man geht nicht ungefragt an den Kühlschrank und auf ein Kind muss man aufpassen. Wir haben trotzdem ein schlechtes Gewissen, da die Hot Saucen bei uns eben zwischen all den anderen Saucen im Kühlschrank stehen und es leicht passieren kann, dass ein Besucher nicht weiß, wie scharf das wirklich ist. Daraus haben wir gelernt. Sie haben unsere Saucen jetzt mit Klebezetteln versehen und werden Besucher darauf hinweisen, wie scharf sie sind.

Beichthaus.com Beichte #00037540 vom 05.02.2016 um 22:49:46 Uhr (12 Kommentare).

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