Meine Schwester, der Pottwal

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Eitelkeit Hochmut Maßlosigkeit Völlerei Familie

Ich (w/20) möchte beichten, dass ich mich ziemlich für meine kleine Schwester und ihr Übergewicht schäme. Ich habe den Respekt vor ihr verloren, weil sie rein gar nichts aus sich macht und immer dicker wird. Schon als Kind hatte sie mit den Pfunden zu kämpfen, während meine Eltern und ich seit jeher schlank sind. Das an sich wäre nicht das Problem, aber anstatt mal etwas auf ihr Äußeres zu achten, rennt sie mit weiten gammeligen Klamotten rum und stopft lieber Unmengen von Süßigkeiten oder Fertiggerichten in sich hinein, wovon sie immer mehr zunimmt. Sie ist auch nicht besonders hübsch und hängt nach der Schule nur vor dem Fernseher ab. Ich kann ihren Anblick mittlerweile nicht mehr ertragen, ihre Lethargie und Faulheit machen mich so wütend, dass ich ihre Anwesenheit, so gut es geht, meide. Durch meine Ausbildung wohne ich allerdings noch zu Hause und bin dazu gezwungen, ihr ab und zu zu begegnen. Ich schäme mich wirklich für so eine Schwester, die den Arsch nicht hochkriegt und meine Abneigung still über sich ergehen lässt.

Manchmal werfe ich ihr aus Verachtung bewusst verletzende Worte an den Kopf, aber sie ändert trotzdem nichts und zu verdanken hat sie das auch meinen Eltern, die ihr Übergewicht mit allen nur denkbaren Ausreden rechtfertigen. Ich nehme an keinem Familienausflug mehr teil, solange meine Schwester dabei ist und ich mich in aller Öffentlichkeit für sie schämen muss. Die Leute tuscheln nämlich wirklich über sie und schauen sie abwertend an, was ich allerdings nur zu gut verstehe. Ich bin froh, wenn so wenig Menschen wie möglich in meinem Umfeld wissen, dass ausgerechnet ich mit so einer Schwester leben muss. Sie soll einfach nur abnehmen und anfangen, wie ich auf ihr Äußeres Wert zu legen, sich mal schicke Klamotten kaufen, Make-up benutzen und einen Friseur besuchen. Solange sie rumläuft wie ein hässlicher, fetter Pottwal, kann doch niemand von mir erwarten, sie zu achten und zu respektieren. Sorry.

Beichthaus.com Beichte #00033183 vom 02.05.2014 um 04:06:53 Uhr (31 Kommentare).

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Horror-Nacht im Wald

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Verzweiflung Manie Neurosen

Ich weiß nicht mehr weiter, ich muss das hier unbedingt loswerden. Auch wenn mir nicht geglaubt oder vorgeworfen wird, dass ich Langeweile und eine blühende Fantasie habe. Ich bin Mitte 30 und stehe mit beiden Beinen im Leben, ich habe einen guten Beruf und eine tolle Familie. Alles solide - ich nahm nie Drogen, trinke nicht und rauche nicht, ich habe auch nie gekifft. Diese eine Nacht vor knapp sechs Monaten veränderte jedoch mein Leben und mein Weltbild grundlegend. Ich bin mit unserem Hund abends noch Gassi gegangen, was sonst meine Frau macht, aber ihr ging es nicht gut. Ich weiß nicht, warum, aber ich ging aus unserem Wohngebiet in ein naheliegendes Waldgebiet. Angst hatte ich nicht wirklich, auch wenn ich mein Smartphone leider nicht dabei hatte. Nachdem ich einige Meter in den Wald ging, fing der Horror an.


Ein ziemlich beklemmendes Gefühl überkam mich. Es war stockdunkel. Ich hatte plötzlich das Gefühl nicht alleine zu sein. Der Hund benahm sich auch ungewöhnlich, nicht so locker und befreit wie sonst. Als auf einmal selbst die weit entfernte Autobahn, die ein gewohntes Grundrauschen von sich gab, verstummte, wurde es noch schlimmer. Der Nachthimmel verdunkelte sich schlagartig ins Tiefschwarze. Nichts erhellte mehr den Weg. Mein Herz ballerte in der Brust und ich fragte mich nur noch, was zur verdammten Hölle hier bitte gerade abgeht. Der Hund kam ganz nah zu mir und fing an zu fiepsen. Plötzlich hörte ich undefinierbares Geflüster aus einigen Richtungen. Es schallte. Mein Hund flitzte vor Panik weg. Ich hörte nur noch das Halsband in der Nacht, also das Klappern der Hundemarke und des Adressschildes. Ich war dermaßen in Panik und gelähmt, das war das Krasseste, was ich je erlebt habe. Das Schlimme war, das Halsband hörte ich plötzlich über mir, neben mir, dann ein Zischen, das mir durchs Mark ging. Kein Hund. Keine Pfoten auf dem Boden. Ich sah nichts! Ich hatte Tränen vor Angst in den Augen. Gefühlte Minute später verstummte alles und es war alles wieder normal. Der Hund kam auf einmal hörbar angerannt. Ich packte ihn und rannte aus dem Wald.


Um es nicht zu lang zu machen - seitdem ist der Hund nicht mehr derselbe, ich habe Panikattacken und keine Nacht mehr durchgeschlafen. Meine Frau ist verzweifelt. Ich kann ihr zum Verrecken nicht sagen, was in dieser Nacht im Wald passiert ist. Ich schiebe es auf den Job und ziehe mich mehr und mehr zurück. Die Ehe steht inzwischen auf dem Spiel. Es ist ein einziges Chaos, auch mein Job ist gefährdet, denn ich lasse mich oft krankschreiben. Ich glaube seitdem an einen Gott und das Böse. Ein Diesseits und Jenseits. Ich bin nur noch ein Schatten meiner selbst und fürchte, irgendwann eingewiesen zu werden. Es weiß keiner, was passiert ist, dabei war ich ein gestandener stolzer und realistischer Mann. Aber dieser Vorfall veränderte mein Leben und ich weiß nicht warum. Ich habe solch eine Angst vor der Dunkelheit und davor, einzuschlafen. In meinen Träumen werde ich auch nur noch verfolgt. Irgendeine Macht vernichtet mich.

Beichthaus.com Beichte #00033182 vom 01.05.2014 um 23:10:10 Uhr (29 Kommentare).

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“Beichte

Spaßanrufe im Institut

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Maßlosigkeit Telefon

Als Mitarbeiter eines Instituts an der Uni leiste ich mir im vierteljährlichen Rhythmus einen Spaß und führe Spaßanrufe mit einem bekannten deutschen Spaßanruf-Anbieter durch. Assistierende, Bibliothekaren, Doktoranden, die Sekretärinnen - niemand wird verschont! Die Sache mit diesen Spaßanrufen ist mittlerweile jedoch nur noch für mich lustig und das ganze Institut fragt sich genervt, wer dahinter steckt. Trotzdem kann ich es nicht lassen und schäme mich dafür.

Beichthaus.com Beichte #00033179 vom 01.05.2014 um 15:38:57 Uhr (4 Kommentare).

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Zerfressen vom exzessiven Konsum

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Drogen Trunksucht Sucht Verzweiflung Hass Großenaspe

Ich (m) komme aus einer ziemlich kaputten und zerstreuten Familie. Ich fing sehr früh an, Drogen und Alkohol zu konsumieren und im letzten Jahr war ich in einer Entzugsklinik. Mittlerweile lebe ich alleine und gehe brav zur Schule. Alle denken, ich sei clean. Und das […]
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Beichthaus.com Beichte #00033178 vom 01.05.2014 um 13:21:00 Uhr in Großenaspe (15 Kommentare).

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Mein Leben als Berufdieb

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Diebstahl Zwang Maßlosigkeit Habgier

Mein Leben als Berufdieb
Ich beichte, dass ich Berufsdieb und Kleptomane bin und mit meinen 32 Jahren aufgehört habe, gegen das, was ich bin, anzukämpfen. Aber der Reihe nach. Alles hat mit 13 Jahren angefangen, als ich mein Austauschjahr in den USA verbrachte und mit meinem Gastvater meinen Mentor traf. Ich weiß nicht, was ihn überhaupt bewog, sich mir gegenüber zu offenbaren, aber er muss es damals wohl irgendwie schon gespürt haben. In diesem Jahr lernte ich fast alles von ihm - sowohl was das handliche als auch technische Wissen anging. Wieder in Deutschland begann ich, zunächst aus reinem Nervenkitzel, zu klauen. Quasi ab dem Tag an, an dem ich von zu Hause auszog, damit ich mir jeden materiellen Wunsch erfüllen konnte, den ich hatte. Inzwischen habe ich Wertgegenstände und Bares im Wert von über 600.000 Euro entwendet. Meinen bürgerlichen Beruf übe ich nur zur Tarnung aus. Jedoch hatte ich von Anfang an schreckliche Gewissensbisse. Was ich mache ist falsch, vor der Gesellschaft und dem Gesetz.

Ich habe mich wegen dieser Gedanken selbst gehasst und mir immer wieder Hilfe gesucht, weil ich der Überzeugung war, dass das eine Krankheit ist, von der ich geheilt werden kann. Heute habe ich fünf Therapien hinter mir. Ich habe jede Einzelne mit voller Überzeugung und Einsatzbereitschaft bestritten und trotzdem nie länger als ein paar Wochen durchgehalten. Ich kann und will nicht länger gegen das ankämpfen, was ich bin. Jeder Beruf ist anstrengend, aber es gibt nur einen, der mich glücklich macht, mich fordert, mein Leben erfüllt. Zwinge ich mich, es zu lassen, fühle ich mich wie die wandelnde Hülle in einem leeren Körper. Und aus diesem Grund schäme ich mich auch nicht mehr dafür. Ich bin so, wie ich bin, auch wenn es eben falsch ist. Ich erwarte weder Absolution noch Verständnis oder Mitleid von euch, aber vielleicht könnt ihr das zumindest irgendwie nachvollziehen. Es gibt nur noch eines, das mich hin und wieder betrübt. Nämlich, dass es nie einen kleinen Sohn geben wird, der mich anlächelt und zu seinem Papa aufschaut. Aber im Gegensatz zu meinem Mentor werde ich ganz sicher kein Kind in die Welt setzen, das sich dann mit seiner Mutter allein durchschlagen darf, weil sein Papa im Knast sitzt. In einem hat er nämlich unrecht. Auch als Dieb kann man nicht alles im Leben haben.

Beichthaus.com Beichte #00033176 vom 30.04.2014 um 23:25:26 Uhr (8 Kommentare).

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