Im Arbeitsamt verliebt

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Begehrlichkeit Schamlosigkeit

Ich (m) bin seit geraumer Zeit arbeitssuchend und einer bestimmten Frau zugeteilt worden. Alle paar Wochen fahre ich zu ihr ins Büro und sie unterstützt mich bei der Arbeitssuche. Nun ist es so, dass wir uns direkt beim ersten Treffen sympathisch waren. Ich muss zugeben: Sie ist recht attraktiv und hat eine sehr freundliche Art. Zu freundlich, denn sie sagte von sich aus, dass ich nur die Arbeitsstelle annehmen soll, die ich selbst annehmen möchte, und auch sonst ist sie sehr locker zu mir. Ich rufe sie zwischendurch an, aber nicht, weil es um Arbeit geht, sondern wir sprechen auch ein wenig über unsere Privatsachen. Ich beichte, dass wir in den letzten Wochen mehr geflirtet haben, als dass wir uns um die ernstere Angelegenheit gekümmert haben. Beim nächsten Treffen werde ich sie zum Essen einladen und nach einem angenehmen Gespräch verführen.

Beichthaus.com Beichte #00037612 vom 15.02.2016 um 20:06:26 Uhr (14 Kommentare).

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Mein Opa war ein Nazi!

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Hass Zorn Vandalismus Gewalt Familie

Als ich (m) mit 15 oder 16 Jahren erfahren habe, dass mein Uropa von 1933 bis 1945 in der NSDAP und etliche Jahre davon als Blockwart tätig und an vielen unschönen Aktionen beteiligt war, habe ich sein Grab ein klein wenig verschönert. Mein Opa war ziemlich aggressiv und hat mir mal mit mehreren Schlägen ins Gesicht eine aufgeplatzte Lippe und eine blutende Nase zugefügt, weil ich mit etwa fünf Jahren versehentlich ein Glas zerdeppert hatte. Meine Oma hat mir dann als Jugendlichem erzählt, dass mein Uropa noch viel schlimmer war und mein Opa das nicht anders kennt. Und erzählte mir dann auch, dass der Urgroßvater eben Blockwart war und so weiter. Nach dem Krieg hat er einfach mal so weitergemacht im Beruf und ist als "ehrenwerter Mann" gestorben, obwohl er das auch nach dem Krieg nur nach außen war.


Ich hatte Glück, dass es damals nie zur Anzeige kam. Meine Oma und meine Eltern wussten aber, dass ich es war und meine Oma meinte dann, ich solle das nie wieder machen, aber sie könne meine Wut verstehen, denn sie selbst verspüre auch oft richtige Wut, wenn sie am Grab des ehrenwerten Mannes vorbeigeht. Sie hat ihn lange erleben müssen, und würde ihn am Liebsten vergessen, so wie sie auch ihren Mann, meinen Großvater, am Liebsten aus ihrem Gedächtnis streichen würde. Meine Mutter ist zum Glück genauso wie meine Oma und hat nichts von ihrem Vater geerbt.

Beichthaus.com Beichte #00037611 vom 15.02.2016 um 18:53:23 Uhr (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Meine Freundin ist eine Schmarotzerin!

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Hass Zorn Feigheit Partnerschaft

Ich beichte, dass ich meine Freundin mit jedem Tag weniger liebe und umso mehr zu hassen lerne. Die Gründe für diese Veränderungen sind banal und eigentlich sollte man darüber stehen, aber es treibt mich in den Wahnsinn: Sie wohnt seit zwei Jahren bei mir und zahlt keinen Cent der 900-Euro-Miete, da sie ja als Doktorandin "nur" 1.500 Euro netto verdient und ich, mit meinem Gehalt, das ja auch alleine zahlen kann. Sie räumt nicht auf, sondern hinterlässt mir immer ihren Müll und liegt, wenn sie daheim ist, nur im Bett und spielt ihr bescheuertes Browsergame, für das sie jeden Monat rund 150-200 Euro für Premiumschrott ausgibt. Außerdem fährt sie ständig auf Unikosten eine Woche irgendwo hin (Frankreich, Südtirol, Japan) und lässt es sich da gut gehen, jammert aber über die "vielen" Vorträge, die sie sich anhören muss und was das doch für ein Stress sei. Gut, das würde ich ihr ja gönnen, aber dann drückt sie mir das bis zur Reise gefühlt jeden Tag rein, dass sie kostenlosen Urlaub macht und ich doch arbeiten muss.


Jetzt hat sich die Dame nach einem halben Jahr Mitgliedschaft im Fitnesscenter (65 Euro im Monat, da es ja das Fitnesscenter mit besonders viel Beratung sein muss) und maximal sechs Besuchen ganz am Anfang, dazu entschlossen, abzunehmen. Und dafür hampelt sie jetzt zu YouTube-Videos rum. Sehr sinnvoll. Abnehmen wird sie damit im mittlerweile gefühlt zehnten Anlauf so oder so nicht. Alles in allem treiben mich diese Dinge dermaßen in den Wahnsinn, aber ich bringe es einfach nicht übers Herz, sie abzuschießen. Ich beichte, dass ich dumm, oberflächlich und schwach bin.

Beichthaus.com Beichte #00037610 vom 15.02.2016 um 18:07:20 Uhr (28 Kommentare).

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Der Ernst des Lebens

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Dummheit Faulheit Trägheit Studentenleben

Ich (w/24) beichte, dass ich faul bin, einfach nicht mit meinem Leben klarkomme und auch keine Verantwortung für mein Leben übernehme. Mein Studium geht den Bach runter, weil ich nicht genug Selbstdisziplin habe, um es richtig durchzuziehen und mich immer wieder ablenken lasse. Mir fehlt einfach absolut der Ansporn und die Motivation, langweilige Modelle oder Fakten zu lernen. Denn selbst in den interessanten Fächern kommt es mir so vor, als würden wir nicht wirklich Fähigkeiten lernen, sondern einfach nur Zeug nachkauen, um es so in der Prüfung aufzuschreiben, wie es der Prof lesen will. Ich verdränge einfach jeden Gedanken an die Zukunft und denke, dass sich schon alles ergeben wird. Ich kann mich einfach nicht zusammenreißen, breche aber auch nicht ab. Ich fühle mich einfach noch nicht reif genug, obwohl ich schon 24 bin. Ich glaube, ich fliege bald richtig auf die Fresse, und bereue, dass ich mich so lange habe treiben lassen. Andere haben in meinem Alter schon Kinder und Beruf. Ich bitte um Absolution, dass ich anscheinend sehr viel länger brauche als andere, um im "Ernst des Lebens" anzukommen.

Beichthaus.com Beichte #00037607 vom 15.02.2016 um 11:41:41 Uhr (24 Kommentare).

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“Beichte

Ich will doch nur eine väterliche Umarmung!

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Feigheit Verzweiflung Begehrlichkeit Partnerschaft

Ich (w/26) habe durch Zufall längere Zeit bei der Kommune mit einem dort arbeitenden Mann zu tun gehabt. Es handelt sich um den Vorgesetzten der Dame in dem Büro, der dazukam, da es ein kleines Problem mit meinem Antrag gab. Ich habe gemerkt, dass er mich die ganze Zeit schüchtern angelächelt hat. Ich fand das etwas beklemmend. Der Mann konnte sehr gut mein Vater sein. Ich hatte ihn dann eigentlich schon wieder vergessen, als ich etwa zwei Wochen später noch einmal zur Kommune musste. Dort bin ich ihm wieder begegnet, dieses Mal auf dem Flur, und er sah mich wieder so verlegen lächelnd an. Und irgendwie bekam ich dann auch einen "Stoß." Äußerlich war er absolut nicht das, das man als Adonis bezeichnen würde. Sehr groß, etwa 2 Meter, spindeldürr, recht seltsam zurückgekämmte Haare und das ganze Gesicht voller Aknenarben. Doch dafür kann er ja nichts, und er hatte so eine sympathische, liebevolle Art, die ich direkt bemerkt habe. Er war aber viel zu verlegen, um mir etwas zu sagen.


Er ist mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen und ich habe ihn zwei Tage später aufgesucht, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Ich habe zunächst so getan, als hätte ich noch eine Frage, aber seine Blicke waren wieder dieselben und ich habe dann gefragt, ob er nicht Lust hat, mit mir einen Kaffee trinken zu gehen. Er strahlte über das ganze Gesicht. Wir haben uns wunderbar miteinander unterhalten und am nächsten Tag hat er sich mit zu sich genommen. Er hat ein großes Haus mit einem wunderbaren Garten. Als wir dann an dem Abend bereits nebeneinander im Bett lagen, war ich fasziniert, wie liebevoll und gleichzeitig leidenschaftlich er doch ist. Obwohl er so wirkt, als hätte er keine Erfahrungen mit Frauen, war es das Schönste, das ich jemals mit einem Mann erlebt habe.


Nach etwa zwei Wochen kam dann aber doch die Ernüchterung. Ich fühlte mich mehr und mehr unwohl, wenn ich in dem großen Doppelbett lag, neben einem Mann, den ich nach wie vor sehr, sehr mochte, aber eben wahrscheinlich doch mehr als warmherzigen, väterlichen Freund. Es war etwas Neues, von einem so viele Jahre älteren Mann so liebevoll und zärtlich geküsst, gestreichelt und zum Höhepunkt gebracht zu werden, und ich hatte mich auch verliebt. Aber das ging so schnell wieder, wie es gekommen war. Meine Beichte? Ich traue mich nicht, ihm das zu sagen. Ich habe ihn sehr gern und will ihm nicht wehtun. Also tue ich weiterhin so, als würde ich seine Zärtlichkeiten im Bett genießen, obwohl ich von ihm eigentlich nichts mehr will, als väterlich in den Arm genommen zu werden. Ich spüre, dass er mich wirklich liebt und wenn er, wie so oft, sagt, dass ich der Glücksfall seines Lebens bin, dann kann ich einfach nicht sagen, dass das Verhältnis so, wie es jetzt ist, nicht weitergehen kann.

Beichthaus.com Beichte #00037606 vom 14.02.2016 um 19:25:44 Uhr (14 Kommentare).

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