Arbeiten von Zuhause aus

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Faulheit Falschheit Arbeit Hamburg

Arbeiten von Zuhause aus
Seit Neuestem bietet meine Firma an, dass wir tageweise zu Hause arbeiten dürfen. So von wegen Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Da habe ich gleich zugegriffen mit der Begründung, dass ich es dann leichter hätte, meine Kinder zum Kindergarten zu bringen und wieder abzuholen. Technisch ist das bei unserer Firma kein Problem, da wir unsere Sachen ohnehin sehr oft online bearbeiten und es vollkommen egal ist, ob wir das von zu Hause aus oder vom Büro aus tun. Aber mein Arbeitstag zu Hause sieht einfach so aus, dass ich mich in unser System einlogge, so dass man sieht, dass ich angemeldet bin, und alle zehn bis fünfzehn Minuten schaue, ob ich irgendwelche E-Mails bekommen habe. Ansonsten erledige ich in dieser Zeit die Hausarbeit, treibe Sport oder mache sonst was. Der Grund dafür ist allerdings nicht, dass ich faul bin, sondern dass ich oft kaum etwas zu tun habe in meinem Job. Auch im Büro sitze ich oft tagelang herum, ohne was erledigen zu können. Mein Chef ist nämlich schlicht zu blöd, mich regelmäßig mit Arbeit zu versorgen. Ich bin echt froh, dass ich nun zu Hause arbeiten kann, denn so schön es sich auch anhört, nichts zu arbeiten zu haben, es ist wirklich ein Kampf, ständig ganze Arbeitstage im Büro irgendwie herumzukriegen. Ich habe zum Beispiel im Büro schon zwei Bücher geschrieben, nur um Euch verständlich zu machen, wie wenig ich zu tun habe. Ich muss nur noch mein System etwas perfektionieren, also Sachen beispielsweise zu 99 Prozent im Büro machen und das letzte Prozent dann zu Hause, um es dann meinem Chef als stolzes Ergebnis zu mailen. Oder öfter selbst E-Mails an Kollegen schicken, damit es nicht auffällt, dass ich tatsächlich zu Hause mein eigenes Ding mache. Und bevor Ihr fragt: Nein, in meinem Alter und in meiner Position sind die Chancen, einen anderen Job zu bekommen, gleich null, ich muss also hier bis zur Rente durchhalten.

Beichthaus.com Beichte #00030934 vom 26.03.2013 um 21:17:36 Uhr in Hamburg (Hasselbrookstraße) (10 Kommentare).

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Der Schülerschreck

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Zorn Verzweiflung Schule Arbeit

Der Schülerschreck
Ich bin 33 Jahre alt und Lehrerin für Deutsch und Geschichte an einem Gymnasium, das sich nach einem berühmten deutschen Schriftsteller benannt, auf Sprachförderung spezialisiert hat. Das hört sich zwar toll an, ist aber eigentlich völlig nichtssagend. Die Schule unterscheidet sich kaum von anderen Lerninstituten, außer vielleicht in der technischen Ausstattung. In jedem noch so unwichtigen Raum hängt ein Smartboard, mit dem viele meiner älteren Kollegen überhaupt nicht zurechtkommen. Die Tafeln wurden vollends abgeschafft, wenn die Technik versagt, ist der Unterricht also Improvisation. Aber das ist eigentlich alles völlig unnötig, die Klassensätze Netbooks für die Informatikkurse und dieser ganze angeblich hilfreiche Technik-Quatsch macht keinen Sinn, wenn besagtes Gymnasium in einem Problemviertel liegt. Ich habe nichts gegen ausländische Schüler oder gegen Kinder von mittellosen Eltern, aber die Einstellung zum Lernen ist schon in den unteren Klassenstufen einfach schlecht. Keiner hat Lust, Hausaufgaben zu machen, zu lernen oder auch einfach nur zuzuhören, geschweige denn mitzuarbeiten. Je höher die Klassenstufe, desto höher der Prozentsatz der Schüler, die jährlich sitzen bleiben. Ich muss auf Fragen wie: "Was heißt untermauern?" in der elften Klasse antworten. Neulich hat mich ein Mädchen aus der achten Klasse gefragt, ob Europa ein Kontinent ist!

Ich verzweifle einfach nur in meinem Job. Die Eltern schieben die Verantwortung für schlechte Noten auf die Lehrer, die Lehrer verlieren jeglichen Tatendrang und die Schüler verdummen von Jahr zu Jahr mehr. Sie wissen, wie man das Smartboard benutzt, aber kriegen es nicht auf die Reihe, sich zu merken, dass die Weimarer Republik keine Diktatur war. Einmal war ich so sauer, dass ich mit einem Stück Gurke nach einem Schüler geworfen habe. Das war mir extrem peinlich, aber wurde allgemein als Spaß aufgefasst. Ich sehe einfach nicht ein, meine Zeit damit zu verschwenden, einen interessanten, abwechslungsreichen Unterricht vorzubereiten für einen Haufen primitiver Affen, der nicht fähig ist, sich länger als fünf Sekunden zu konzentrieren. Also habe ich dementsprechend resigniert und reagiert, obwohl mir das sehr missfällt, weil ich sicherlich nicht dafür jahrelang studiert habe. Ich bin einfach absichtlich zum Schülerschreck geworden. Ich gebe jeden Tag Hausaufgaben auf, ich zwinge die Kinder, jedes Mal aufzustehen, wenn ich in die Klasse komme. Sobald jemand unerlaubt spricht, fliegt er raus und kriegt eine sechs, wer seine Aufsätze oder Referate nicht rechtzeitig fertig hat, bekommt einen Brief nach Hause. Ich weiß, dass Angst nicht das beste Mittel ist, um Kindern etwas beizubringen, aber neuerdings ist es wunderbar ruhig. Ich lese gewissenhaft angefertigte Hausarbeiten und rege mich nicht mehr so doll auf. Ich denke, ich werde die Schüler noch eine Weile quälen und wenn ich das Gefühl habe, dass sie es verinnerlicht haben, werde ich wieder etwas milder sein. Diese Lehrer mochte ich als Schülerin damals auch am meisten und habe bei ihnen am besten gelernt.

Beichthaus.com Beichte #00030926 vom 24.03.2013 um 19:38:33 Uhr (69 Kommentare).

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Ein Herz für Mitarbeiter

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Verzweiflung Chef Lügen

Ich bin einer der Prokuristen in einem der größten Unternehmen in Deutschland. Im derzeitigen Standort haben wir etwa 2000 Mitarbeiter in unserem Haus. Um einmal die genauere Lage zu erklären, beschreibe ich einmal die Verhältnisse, wie sie in unserem Hause gegeben sind, speziell in meiner Abteilung. In meiner Abteilung haben wir verschiedenste Unterteilungen. Grundsätzlich haben wir vier höher gestellte Abteilungsleiter, die jeweils vier bis sechs kleinere Abteilungsleiter unter sich haben. In dieser Abteilung befinden sich 68 Mitarbeiter. Jeden einzelnen Mitarbeiter kenne ich für Chefverhältnisse sehr gut, ein gegenseitiges Du gehört bei mir im Bereich zum lockeren Ton und zum entspannten Arbeitsklima und -verhältnis. Ebenso die Azubis, die ihre kaufmännische Ausbildung bei mir durchleben, dürfen mich duzen. Neben den Ehepartnern, die ich zum Teil schon persönlich getroffen und kennengelernt habe, weiß ich vielerlei Dinge über die meisten Mitarbeiter, informiere mich regelmäßig über die familiäre Situation und Lage der Mitarbeiter und bei gegebenen Problemen habe ich für meine Mitarbeiter auch ein offenes Ohr, was dann in Form eines Mitarbeitergespräches eingetragen wird. Von meinem Chef habe ich jetzt gesagt bekommen, dass wir in meinem Bereich zwölf Stellen abbauen. In anderen Bereichen sind es bis zu 40 Stellen; diese sind aber auch dementsprechend größer. Mein persönliches Problem dabei ist, dass ich jeden Mitarbeiter einzeln kenne und morgens mindestens kurz begrüße und im Laufe des Tages mir einen kurzen Smalltalk erlaube. Deshalb habe ich ungeheure Schwierigkeiten damit, irgendwelche von den Mitarbeitern auszusortieren. Auch diejenigen, mit denen ich nicht so gut klarkomme, sind zumindest sehr gute Mitarbeiter und in ihrem Wissen nicht zu ersetzen.
Deshalb bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass es absolut unmöglich wäre, in meiner Abteilung Stellen zu streichen, da wir sowieso schon unterbesetzt sind. Im Allgemeinen trifft das nicht zu, da bei uns nicht so immens viel Arbeit anliegt, dass jeder Einzelne acht bis zwölf Stunden dauerhaft beschäftigt ist. Mein Chef hat das vorübergehend akzeptiert, allerdings weiß ich genau, dass er wieder auf mich zukommen wird und will, dass Stellen gestrichen werden. Ich werde aber im Traum nicht daran denken, einen meiner Mitarbeiter zu entlassen, gerade weil ich sie alle kenne und mir jeder ein wenig am Herz liegt. Zudem sind viele Elternteile in meiner Abteilung, was die Sache für mich moralisch noch schwieriger macht.

Beichthaus.com Beichte #00030913 vom 21.03.2013 um 10:10:40 Uhr (20 Kommentare).

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Die Affäre in der Schule

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Fremdgehen Morallosigkeit Schule München

Ich (w/18) habe einen Freund. Unsere Beziehung läuft schon länger nicht mehr wie sie sollte, aber wir raffen uns immer wieder zusammen. Bei mir in der Schule gibt es in dem Jahrgang über mir einen Typen. Ich konnte mit ihm immer über meiner Probleme reden und wir haben uns gut verstanden und ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn ich ihn gesehen habe. Besagter Freund hat eine Freundin. Sie war immer ziemlich eifersüchtig auf unsere Freundschaft, was allerdings zu Unrecht war. Vorerst. In einer Nacht schrieb mir der Typ betrunken, dass er total auf mich stehen würde. Und da packte es mich und ich habe ihm das Gleiche gesagt. Am nächsten Tag in der Schule kam es zu einem Beinahekuss und dann ging es los, dass wir uns jede freie Stunde in der Schule in ein Klassenzimmer gesetzt und rumgemacht haben. Zunächst lief nicht mehr. Doch dann kam es auch zum Sex und jetzt haben er und ich tatsächlich eine Affäre. Seine Freundin und ich haben mittlerweile eine Freundschaft aufgebaut und ich rede mit ihr über fast alles. Nur eben nicht darüber, dass ihr Freund sie mit mir betrügt. Es ist eine schwere Situation, doch ich habe keine Schuldgefühle, da mein Freund mich ziemlich mies behandelt.

Beichthaus.com Beichte #00030896 vom 17.03.2013 um 22:45:26 Uhr in München (Nürnberger Straße) (22 Kommentare).

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Fesseln als Gag

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Fetisch Morallosigkeit Last Night

Ich war am Wochenende feiern. Dort habe ich eine Studentin kennengelernt. Diese wurde von ihrer Freundin, bei der sie eigentlich übernachten wollte, im Stich gelassen. Ich habe ihr daher Asyl angeboten und sie mit nach Hause genommen. Interesse war von beiden Seiten […]
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Beichthaus.com Beichte #00030895 vom 17.03.2013 um 12:35:29 Uhr (51 Kommentare).

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