Mit 30 Jahren wie ein kleines Kind behandelt

12

anhören

Zorn Familie

Ich habe vorgestern mit meiner Familie gebrochen. Ich hielt es nicht mehr aus. Ich bin vor einigen Wochen 31 Jahre alt geworden und werde, obwohl mit beiden Beinen fest im Leben stehend, seit Jahren in einer festen Partnerschaft lebend und meinen Traumberuf ausübend, immer noch wie ein kleines Mädchen behandelt. Wer denkt, ich übertreibe - ich übertreibe leider nicht. Ich werde auf eine sehr liebevolle Art so behandelt, aber trotzdem leide ich darunter. Ich bin 31 Jahre alt, ich möchte als ein erwachsener, mündiger Mensch vor meinen Eltern und Großeltern stehen. Liebevoll ja, so behandele ich sie auch, aber nicht wie ein schutzbedürftiges kleines Kind.

Diese Behandlung hat eine Vorgeschichte. Ich wurde als Frühchen geboren, wochenlang bangte meine Familie um mein Überleben. Als ich über dem Berg war, war ich trotzdem immer zarter und kleiner als die anderen Babys, erst im Alter von etwa drei Jahren hatte ich körperlich aufgeholt. Auf geistiger Ebene hatte ich, zum Glück, nie Probleme. Diese ganze qualvolle Zeit ist an meinen Eltern und meinen Großeltern nicht spurlos vorbeigegangen. Als kleines Kind fiel es mir noch nicht auf, dass ich behandelt werde, als sei ich aus Zucker. Ich wurde älter und mehr empfand ich es als eine Art Demütigung. Ich bat meine Eltern, meine Oma und meinen Opa vor etwa drei Jahren inständig darum, mit mir eine Familientherapie zu beginnen, um diese dramatischen Erlebnisse endlich aufzuarbeiten. Und dann ein neues Leben zu beginnen, mit mir als erwachsener Frau, die mit ihrem Lebensgefährten demnächst Kinder plant.


Denn werde ich einmal selbst Mutter sein, kann es so nicht weitergehen. Meine Familie lehnte ab, meine Oma hat sogar geheult und war tieftraurig, quasi als gestörte Person hingestellt zu werden. Ich plante damals schon, den Kontakt zu beschränken, sollten sie meinen Wunsch nach einer solchen Therapie nicht erfüllen. Doch ich brachte es nicht übers Herz. Sie liebten mich ja. Aber ich fühlte mich erdrückt. Vorgestern war Schluss. Ich hoffe immer noch auf eine Veränderung. Aber sie muss von ihnen ausgehen. Sonst wäre ich auf die Dauer kaputtgegangen. Mein Lebensgefährte steht hinter mir, er hätte den Kontakt schon früher abgebrochen. Ich bitte um Absolution. Es ist meine Familie, aber es geht nicht mehr.

Beichthaus.com Beichte #00035491 vom 19.04.2015 um 12:40:56 Uhr (12 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Schwanger mit Dreizehn

39

anhören

Dummheit Selbstsucht Kinder Schwangerschaft

Was ich jetzt beichte, war der größte Fehler meines Lebens! Ich versuche es kurz zu machen. Mit 13 Jahren hatte ich meinen ersten Freund. Ich hielt ihn für die Liebe meines Lebens und wollte ihn an mich binden. Ich kam daher tatsächlich auf die glorreiche Idee, dass ein Kind uns für alle Ewigkeit aneinander ketten würde. Ja, ich habe das wirklich geglaubt. Ich habe nicht lange überlegt und habe die Kondome mit Stecknadeln manipuliert. Nachdem er gemerkt hat, dass das Kondom nach dem Sex kaputt war, war er schnell weg und hat sich auch nicht mehr gemeldet. Natürlich wurde ich dann schwanger und schrieb unzählige SMS an den "Vater". Meine Mutter sah durch Zufall eine dieser SMS und wusste dann auch Bescheid. Sie überredete mich zur Abtreibung und ich ließ den Eingriff vornehmen. Die Zeit danach war körperlich kein Spaziergang.


Ich kann einfach nicht mehr nachvollziehen, wie ich so dämlich, gestört und herzlos sein konnte. Ich hielt mein Vorhaben wirklich für logisch und absolut in Ordnung. Wie kann so etwas nur passieren?! Meine Eltern betrifft keine Schuld, die haben mich wirklich oft genug aufgeklärt. Ich war einfach dumm und naiv. Verzeihen kann ich mir diese Tat nicht und finde es auch vollkommen in Ordnung, mich in jeder Hinsicht dafür zu verurteilen, dass ich wissentlich ein Kind gezeugt und getötet habe und so naiv war. Ich bin mir meiner Tat bewusst und verlange auf gar keinen Fall Absolution, ich möchte nur mein Gewissen erleichtern. Heute habe ich mein Leben übrigens sehr gut im Griff. Seit vier Jahren einen festen Partner und einen ein-jährigen Sohn. Ich bin eine wirklich gute Mutter und sehr dankbar, dass ich das überhaupt noch sein darf, verdient habe ich das in meinen Augen nicht!

Beichthaus.com Beichte #00035425 vom 09.04.2015 um 22:37:12 Uhr (39 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Unsere Katze Garfield

43

anhören

Gewalt Mord Aggression Tiere Walkendorf

Als ich elf Jahre jung war, hatte ich extrem mit psychischem Mobbing in der Schule zu kämpfen. Wir hatten zu dem Zeitpunkt das erste Mal eine orange-braune Katze als Haustier, die ich natürlich Garfield nannte. Irgendwann fing es an, dass ich Garfield mit körperlicher Gewalt missbraucht habe, da ich den inneren Druck und die Trauer von dem ganzen Mobbing und Alleinsein nichtmehr aushalten konnte. Ich habe ihn gepackt und geworfen. Letztendlich verstarb Garfield dann in der Küche auf dem Boden. Er spuckte weißen Schaum und konnte seine hinteren Beine nichtmehr bewegen. Ich war am Weinen wie sonst noch nie zuvor. Ich rief meine Mutter an und sagte: "Garfield stirbt gerade." Sie kam nach Hause, wir packten Garfield in Handtücher und begruben ihn bei einer sehr guten Bekannten auf dem Bauernhof. Bis heute wissen die Beteiligten von den tatsächlichen Geschehnissen nichts. Ich bereue es aber zutiefst und meine Bindung zu Tieren - gerade zu Katzen - ist größer denn je. Es tut mir leid, bitte vergebt mir diese schreckliche Tat!

Beichthaus.com Beichte #00035421 vom 09.04.2015 um 14:26:54 Uhr in Walkendorf (43 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Verschwundene Bücher in der Bib

14

anhören

Aggression Hass Zorn Selbstsucht Studentenleben

Ich muss beichten! Zwar habe ich noch nicht explizit gehandelt, werde aber demnächst wohl zu körperlicher Züchtigung meiner Kommilitonen greifen - wir schreiben gerade eine Hausarbeit und seit Montag ist auf mysteriöse Weise eines der Bücher aus dem Präsenzbestand, also eines, das man nicht ausleihen kann, verschollen. Egal, zu welcher Zeit man danach sieht, es ist nie im Regal, auch unmittelbar zur Öffnungszeit nicht, und das sagen die befreundeten Kommilitonen, die dort ebenfalls gern mal reinsehen würden, auch. Am letzten Donnerstag habe ich es kurz in den Händen gehalten, und nachdem wir es wieder an seinen Platz stellten, war es dann fort. Aufregen tut mich das, weil man jetzt, wo man in der Bibliothek praktisch lebt, mitbekommt, dass Leute die Bücher bunkern. Wenn man die Bib verlässt oder in die zweistündige Mittagspause geht, stellt man das Material doch wieder zurück, wenn man so lang schon einen der raren Plätze blockieren muss.


Aber nein, es wird dann bei den Kumpels untergebracht, bis man wiederkommt, oder bleibt offen auf den Tischen liegen - das Personal geht natürlich dann davon aus, dass da jemand sofort wiederkommt, und räumt das nicht wieder ein, zumal man die Bücher ja auch selbst wieder wegpackt. So viel Unkollegialität macht mich unglaublich aggressiv und wenn ich das das nächste Mal mitbekomme, gibt es eine Nackenklatsche. Und ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass so fiese Leute eine grottige Hausarbeit schreiben! Oder bestenfalls wegen Plagiaten oder so etwas null Punkte erhalten. So viel Egoismus kapiere ich nicht, denn wir sitzen ja alle im selben Boot.

Beichthaus.com Beichte #00035272 vom 18.03.2015 um 14:51:35 Uhr (14 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Behinderte in Bus und Bahn

14

anhören

Zorn Engherzigkeit Aggression Selbstsucht Bahn & Co.

Meine Mutter hatte heute Geburtstag und ich musste mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihr fahren. Aufgrund von Überstunden, Aufräumen und Kuchenbacken war ich eh schon gestresst und kam eher kurz vor knapp zum Bus. Dort angekommen stellte ich fest, dass dieser wieder einmal ein paar Minuten Verspätung hatte, sodass es mit der U-Bahn knapp wurde, auf der Fahrt sah es jedoch so aus, als würde ich diese jedoch noch schaffen können. An der Station, vor der ich hinaus musste, sah ich eine Rollstuhlfahrerin. Selbstverständlich wollte diese genau mit meinem Bus fahren und der Busfahrer musste aussteigen, die Rampe nach draußen legen und anschließend wieder verstauen. Die ganze Prozedur dauerte ungefähr eine Minute. Am Bahnhof angekommen legte ich dann einen riesigen Sprint ein, nur dafür, dass mir die Bahn genau vor der Nase wegfuhr. Da ich dann erneut fünf Minuten warten musste, und so meine Anschluss-S-Bahn um eine Minute verpasste, wartete ich erneut zwanzig Minuten am Hauptbahnhof.


Wenn es nach mir gehen würde, hätte der Bus die Behinderte gar nicht mitnehmen sollen. Es ist für mich nicht verständlich, wie es integrativ und gleichberechtigt sein soll, den Fahrplan flexibel nach den Bedürfnissen von Behinderten zu richten. Wenn ich die Bahntüre für meine Freundin aufhalte, kann ich - zu Recht - mit einem saftigen Bußgeld rechnen. Genau genommen ist das genau das Gleiche. Ich habe die komplette Fahrt über mit dem Gedanken gespielt, die Behinderte das nächste Mal aus dem Bus zu treten und ihr ihren Rollstuhl hinterherzuschmeißen. Das Schlimme daran ist, dass ich mich normal darüber aufrege, wenn alten Omas nicht geholfen wird oder niemand für Behinderte in der S-Bahn aufsteht. Diese Gedanken zeigen mir bloß wieder, wie egoistisch ich doch bin, wenn mich selbst so eine Situation negativ betrifft. Ich würde trotzdem niemals mit dem Gedanken spielen, tatsächlich verbal oder körperlich aggressiv gegenüber hilfsbedürftigen Gruppen zu werden. Auch wenn ich mir meinem boshaften Denken bewusst bin, würde ich die Behinderte trotzdem immer wieder stehen lassen, wenn ich der Busfahrer wäre. Schließlich gibt es viel mehr Menschen im Bus, die durch sie in Mitleidenschaft gezogen werden - auch wenn diese keinen gesonderten Hilfsbedarf haben!

Beichthaus.com Beichte #00035215 vom 07.03.2015 um 17:03:27 Uhr (14 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000