Am langen Arm verhungert

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Engherzigkeit Verschwendung Studentenleben Geld

Obwohl wir früher genug Geld hatten, gab es in meiner Familie immer nur Verbote, Strenge, Hausarrest und mit 17 Jahren bekam ich grandiose 15 Euro Taschengeld im Monat. Alle Schulartikel, ein Handy, das erreichbar ist, und Kleider mussten davon selbst finanziert werden. Meinen unterbezahlten Schülerjob musste ich irgendwann aus Zeitgründen aufgeben, als das Abitur anrückte, weil nicht genug Zeit für Schule, Job, Lernen und Hausaufgaben da war. Die Motive dahinter, später immer fein zu sparen, sind aber fehlgeschlagen: heute erhalte ich studienbedingt BAföG und beichte, dass ich lebe wie die Made im Speck und mir immer mal wieder etwas gönne, was es früher nie gab. Das BAföG ist nur ein Drittel vom damaligen Einkommen meiner Mum, und dennoch kann ich am Ende des Monats nach Mietabzug noch zwei Kleider kaufen und einmal ausgehen. Und es bleibt noch ein Betrag über, den ich für wirklich schlechte Zeiten zurücklege. Wenn ich mal eigene Kinder habe, werde ich sie nicht am langen Arm verhungern lassen und auf jeden Fall verhindern, dass sie für abgenutzte Kleider in der Schule ausgelacht werden.

Beichthaus.com Beichte #00036715 vom 26.09.2015 um 20:58:02 Uhr (8 Kommentare).

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Die gute alte Friendzone

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Verzweiflung Begehrlichkeit

Ich (m/20) beichte, dass mich Frauen seit geraumer Zeit gewaltig an die Grenzen meiner Nerven treiben. Der Grund dafür? Ich habe bei diesem Thema kläglich versagt! Ich habe es ganze neun Mal nicht geschafft, eine Beziehung oder Ähnliches zu beginnen. Das letzte Mal wurde ich von meiner ehemaligen besten Freundin abgewiesen - nach einer langen Freundschaft entwickelten sich meinerseits Gefühle für sie, aber sie fing wieder etwas mit ihrem Ex-Freund an. Wie nicht anders zu erwarten, ging das Ganze aber wieder den Bach runter. Kontakt haben wir inzwischen keinen mehr. Ich habe nun endgültig die Lehre daraus gezogen und renne keiner Frau mehr hinterher. Ich habe mit 20 Jahren endgültig die Nase voll davon! Ich kann offensichtlich keine Beziehung führen - auf der anderen Seite weiß ich das aber auch nicht, da ich ja noch nie eine hatte. Ich bin gefangen in einer misslichen Lage. Ich finde übrigens auch keine Gründe dafür, obwohl ich lange danach gesucht habe. Ich beichte hiermit also, dass ich wohl unfähig bin, meine Gefühle an eine andere Person zu vermitteln und meine Interessen jetzt lieber alleine verfolge.

Beichthaus.com Beichte #00036703 vom 24.09.2015 um 20:01:24 Uhr (13 Kommentare).

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Immer erreichbare Smartphone-Zombies

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Verzweiflung Maßlosigkeit Verrat

Mich nerven Smartphones und Laptops bzw. PCs im Allgemeinen sehr. Immer muss man überall und für jeden erreichbar sein. Eine Nachricht schreiben geht ja ganz schnell. Ich bin ein sehr unspontaner Mensch und hasse es, dann durch eine Nachricht drängelnd vor eine Entscheidung gestellt zu werden. Es ist ja schon dreißig Sekunden her, dass ich sie empfangen habe und online bin ich auch noch zu sehen, also bin ich direkt verpflichtet zu antworten, sonst sind mindestens zwei Leute sauer. Sage ich, ich habe keine Lust nach einem langen Tag noch auszugehen, wird direkt im Chat eine Diskussion gestartet, geht ja ganz einfach und mobil. Da kocht mir die Wut hoch. Selbst wenn man am Handy abstellt, dass sie sehen können, wann man zuletzt online war, wird genau dokumentiert, wann eine Botschaft auf das Gerät eingegangen ist, wann sie gelesen oder zur Kenntnis genommen oder geöffnet wurde. Das beichte ich als junger Mensch aus der Smartphonezombiegeneration. Ich lasse mir immer extra lange Zeit zu antworten oder habe das Handy mal eine Woche aus. E-Mails haben grundsätzlich eine Wartezeit von einer Woche oder mehr, wenn sie nicht wirklich dringender Natur sind, und das sind die wenigsten. Das Warten katapultiert einigen wohl den Blutdruck in die Höhe, aber meinen senkt es dafür auf Normalmaß. Dennoch entschuldige ich mich, dass ich Leute so hinhalte.

Beichthaus.com Beichte #00036667 vom 20.09.2015 um 00:04:08 Uhr (17 Kommentare).

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Ein gelber Engel in Sportklamotten

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Falschheit Faulheit Bahn & Co.

Ich (m) arbeite beim ADAC und fahre meistens mit der Bahn zu Arbeit, da ich ungefähr 18 Kilometer fahren muss - so spare ich einfach viel Sprit. Außerdem wollen meine Vorgesetzten dann nicht, dass ich länger Arbeite, schließlich muss ich einen Zug erwischen. Aber zu meiner eigentlichen Beichte: Ich ziehe mir immer ein lockeres Shirt und eine Jogginghose an und nehme dazu noch eine Sporttasche mit - wodurch ich so aussehe, als sei ich auf dem Weg ins Fitnessstudio. Warum? Ich komme mir sonst vor wie ein Assi. Obwohl ich mich sowieso umziehen muss und es nach einem langen Arbeitstag ein befreiendes Gefühl ist, in lockere Kleidung zu hüpfen. Die Blicke mancher Menschen, die mich um sechs Uhr morgens in Sportkleidung sehen und gelegentlich meinen Eifer loben, sind wirklich interessant. Es tut mir jedoch leid, dass ich sie quasi anlüge und mich noch hineinsteigere. Es sind meistens nämlich auch Senioren, die vermutlich einfach nur reden wollen.

Beichthaus.com Beichte #00036535 vom 02.09.2015 um 16:13:56 Uhr (11 Kommentare).

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“Beichte

Unsterbliche 18-Jährige hinterm Steuer

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Trunksucht Waghalsigkeit Fremdgehen Auto & Co. Last Night

Ich (m/22) muss eine große Dummheit beichten. In meiner Abizeit gab es diverse Vorabipartys. Der feuchtfröhliche Abend in einer Diskothek in der Innenstadt war in zweierlei Hinsicht sündhaft. Grund war der Alkohol. Wir waren alle ziemlich gut dabei und haben uns die Füße wund getanzt. Die erste Verfehlung beging ich dann mit einer Unbekannten. Die Erinnerungen sind etwas lückenhaft, aber ich kann mich noch dran erinnern, wie ich erst mit besagtem Mädchen tanzte, und wir uns dann irgendwann lange und heftig geküsst haben. So heftig, dass ich am nächsten Tag von Schulfreunden mit einem verschmitzten Grinsen drauf angesprochen wurde. Was ist daran jetzt verwerflich? Ich hatte zu dem Zeitpunkt eine Freundin, der ich nie was davon erzählt habe. Wir sind auch nicht mehr zusammen, aber nicht deswegen.


Im Rückblick viel schlimmer war allerdings das, was dann folgte. Durch das Tanzen hat der Alkohol mich fast von den Socken gehauen. Muttersprache und ein sicherer Gang hatten sich verabschiedet und so torkelte ich aus der Disco zu meinem Auto. Ich dachte, ich kann mich ein bisschen auf der Rückbank ausruhen und dann mit dem Bus nach Hause fahren.
Im Auto angekommen dachte ich dann aber an den tollen Berg, der meine Wohnung von der Bushaltestelle trennt, und dass ich mir das alles sparen kann, wenn ich einfach schnell nach Hause fahre. Nun ja, voll wie ein Rathaus bin ich dann 20 Minuten mit dem Auto nach Hause gefahren. Ich fühlte mich relativ klar, aber das kennt sicher jeder. Ich bin auch keine Schlangenlinien gefahren oder musste auch nicht im Schneckentempo fahren, um die Straße zu erkennen. Es war total bescheuert, da ich nicht nur mich, sondern auch andere gefährdet habe. In dem Moment habe ich da aber nicht viel drüber nachgedacht. Als 18-Jähriger fühlt man sich sowieso unsterblich und ich zähle diesen zweifellos schwärzesten Tag in Bezug auf Unsinn zum jugendlichen Leichtsinn. Die wohl größte Verfehlung meines Lebens. Und das auch noch aus purer Faulheit. Ich bin seitdem nur nüchtern am Steuer gewesen und nehme ein Taxi, wenn ich etwas getrunken habe.

Beichthaus.com Beichte #00036504 vom 30.08.2015 um 15:49:14 Uhr (2 Kommentare).

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