Die Zeit anhalten

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anhören

Engherzigkeit Zorn Gesellschaft

Ich beichte hiermit, dass ich mir nichts sehnlicher wünsche, als die Zeit anhalten zu können! Mein Leben wäre dann um ein Vielfaches einfacher! Ich würde alle Klausuren locker bestehen und Leute, die mir krumm kommen, bekämen eins auf die Nase. Weiterhin würde ich jedem überheblichen Bonzen mal einen Hunderter aus der Brieftasche entfernen - was eben solche wahrscheinlich nicht mal merken würden! Zudem wäre ich dann sehr versucht, Politikern während einer Pressekonferenz "Idiot" auf die Stirn zu schreiben. Sicher wäre auch, dass ich generell alle Leute demütigen würde, die ich nicht leiden kann! Ein Nachteil wäre wahrscheinlich, dass ich mich nach dem ersten Tag abends im Bett mit schwerwiegenden Schuldgefühlen vom Einschlafen abhalten würde. Weiterhin nehme ich an, dass wenn ich die Zeit anhalten könnte, ich trotzdem den physikalischen Gesetzen unterworfen bin. Klingt nicht schlimm, aber ich dürfte mich dann nicht bewegen können und müsste ersticken - so eine Scheiße!

Beichthaus.com Beichte #00022041 vom 14.06.2007 um 01:09:19 Uhr (4 Kommentare).

Gebeichtet von Tjodalf666
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Hilfe, jemand trägt den gleichen Namen!

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Zorn Dummheit Ungerechtigkeit

Vor einiger Zeit hat mich eine Frau vom Sozialamt auf dem Handy angerufen und wollte meine Anschrift und das Geburtsdatum zum Datenabgleich. Ich habe ihr höflich mitgeteilt, dass sie von mir telefonisch überhaupt keine Information bekommt, weil da ja jeder anrufen könnte. Als sie dann angefangen hat, sich furchtbar aufzublasen, zeigte ich mich des Friedens Willen kooperativ und bot an, auf einen Sprung vorbei zu kommen, da ich mich in dem Moment nur ein paar hundert Meter weiter in einem Geschäft befand. Dort angekommen, drehte sie ihren Bildschirm, zeigte mir zwei Datensätze und bat mich, mich für den Richtigen zu identifizieren. Zwar habe ich einen relativ seltenen Namen, aber kurz vorher war jemand mit dem gleichen Namen in den Landkreis gezogen, was die behördliche Verwirrung erzeugte. Ich wies mich aus, unterhielt mich noch kurz mit der Dame und bin dann wieder abgezogen.

Einige Monate später erhielt ich einen Brief vom Sozialamt, in dem sich eine Vorladung mit der sehr knappen Frist von drei Tagen befand. Da ich selbständig bin und auch keinerlei Anträge oder so etwas abgegeben hatte, ignorierte ich den Termin zuerst. Als ich an dem Tag allerdings bereits in aller Herrgottsfrüh wach war und nicht mehr schlafen konnte, beschloss ich, interessehalber doch dorthin zu fahren. Pünktlich auf die Minute klopfte ich und trat ein, um mich von der gleichen Dame erstmal übel anpfeifen zu lassen, was mir einfiele einfach so ihr Büro zu betreten, ohne draußen zu warten bis ich dran wäre. Sie ließ mich einige Minuten warten und pfiff im Büro gleich weiter, warum ich nicht zu einer Schulungsmaßnahme erschienen bin. Richtig: sie verwechselte mich schon wieder und schien keinen blassen Schimmer davon zu haben, obwohl sie sich auf ein persönliches Gespräch bezog, dass sie anscheinend mit dem anderen Kerl ein oder zwei Wochen vorher hatte.

Sie ließ mich auf einem Zettel unterschreiben, um mich anhand der Unterschrift zu identifizieren. Ich hab aber die Unterschrift des anderen Kerls abgemalt, weil sie mir ebenfalls den Vertrag vorlegte, den er unterschrieben hatte. Weil ich ihre Naivität sehr erheiternd fand, stieg ich auf das Spiel ein und ließ mir erstmal sämtliche persönlichen Daten des Anderen vorlesen - "zum Datenabgleich" versteht sich - dass ich Adresse, Telefonnummer, Geburts- und Bankdaten, etc. auf dem Zettel mitschrieb und diesen dann einsteckte, schien sie nicht zu registrieren, obwohl ich es direkt vor ihren Augen tat.

Zur Krönung drehte sie wieder den Bildschirm zu mir, öffnete die Seite mit den Leistungsbezügen des Anderen und verließ den Raum; für einen Screenshot und das Öffnen meines Webmailers reichte die Zeit aber leider nicht. Ich erfuhr, dass der Andere sich für eine Wiedereingliederungsmaßnahme angemeldet hatte bzw. anmelden musste, aber dort nicht erschienen ist. Die nette Dame vom Sozialamt freute sich riesig über meine ausschweifende Entschuldigung und die Zusicherung, mich gleich im Anschluss in der Maßnahme zu melden und ab dem nächsten Tag dort regelmäßig zu erscheinen. Wir quatschten noch einige Zeit, ich bekam sämtliche Unterlagen ausgehändigt und das Dokument, welches ich unterschreiben musste, steckte ich - gemeinsam mit dem Kugelschreiber - ebenfalls ein, aber auch das checkte sie nicht.

Ich habe diesem anderen Kerl den Arsch gerettet, damit er weiterhin Bezüge erhält und mich noch am selben Tag begonnen zu fragen, warum ich so dumm war und nicht die Bankdaten ändern ließ? Das wären ein paar hundert Euro extra pro Monat gewesen. Stattdessen bin ich zwei- oder dreimal bei dem Typen zu Hause eingelaufen, aber es war nur sein Onkel da, ihn selbst habe ich nie angetroffen, also habe ich seine An- und Verträge weggeworfen. Ein halbes Jahr später wurde ich von einem übereifrigen Cop vorgeladen und des Diebstahls von Bargeld beschuldigt. Wie bereits erwähnt, ist mein Name relativ selten, aber bei Müllers und Meiers klappt's doch auch! Jedenfalls ist meine Geduld am Ende, die Aufklärungsstunde bei den Cops, den Stress und die Anfahrt ersetzt mir eh keiner, also werde ich mir bei der nächsten behördlichen Verwechslung dieser Art den Spaß nicht nehmen lassen, für noch mehr Verwirrung zu sorgen oder ich lasse doch noch die Bankdaten für die Leistungsbezüge ändern!

Beichthaus.com Beichte #00022027 vom 13.06.2007 um 21:33:20 Uhr (2 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Die nervigste Kundin der Welt

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Dummheit Zorn Auto & Co.

Mein Vater hat eine Autowerkstatt. Vor ein paar Tagen musste ich eine ältere Kundin mit ihrem Wagen nach Hause bringen und dann mit ihrem Auto wieder zurück. Auf der gesamten Hinfahrt ging sie mir völlig auf die Nerven und kommentierte einfach alles, so z. B. "dort müssen sie Vorfahrt beachten." Sie scheint wohl nicht daran gedacht zu haben, dass ich sowieso besser Auto fahren kann als sie, weil ich keinen Unfall gebaut habe, sondern ihr Auto repariert werden muss.

Naja, nach einer Horrorfahrt endlich angekommen. Kaum ein Dankeswort ihrerseits, sie nahm einfach ihre Sachen und ging Richtung Haus. Ich fahre los, bis zur 150 Meter entfernten Ampel. Nach einer längeren Standzeit wegen rot hörte ich auf einmal verzweifelte Schreie. Nach ein paar Sekunden erblickte ich die besagte Kundin auf dem Boden neben mir liegen. Auflösung der Geschichte: Sie kam die gesamten 150 Meter hinter mir hergerannt, weil ich ihren Haustürschlüssel am Schlüssel fürs Auto befestigt hatte und sie vergessen hatte, mir dies zu sagen. Sie stolperte die letzten fünf Meter. Tja, Pech gehabt. Ihr aufgeschürftes Knie und das entstellte Gesicht tun mir überhaupt nicht leid. Ich wusste, dass es Gerechtigkeit gibt auf dieser Welt.

Beichthaus.com Beichte #00022025 vom 13.06.2007 um 19:05:23 Uhr (1 Kommentare).

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Schwarzfahrer im ICE

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Rache Zorn Bahn & Co. Wutöschingen

Ich wollte gestern mit einem Regionalexpress von A nach B fahren und hatte auch schon einen Fahrschein gelöst. Ich war in A pünktlich am Bahnhof, der Zug leider nicht. Nachdem der Zug längst hätte da sein sollen, kam eine Ansage, dass er mindestens 40 Minuten Verspätung habe. Weil ich keinen Bock hatte, so lange zu warten, bin ich dann einfach in einen wenig später kommenden ICE gestiegen. Dadurch konnte ich die Verspätung meiner Ankunft in B von mindestens 40 Minuten auf fünf Minuten reduzieren. Allerdings hätte ich mich nach den Tarifbestimmungen der Bahn im ICE beim Schaffner melden müssen und die Differenz meines Fahrscheins zum ICE-Fahrpreis nachzahlen müssen. Habe ich aber nicht gemacht - ich bin also schwarzgefahren. Ich schäme mich aber kein bisschen dafür. Eher sollte die Bahn sich schämen, dass sie ihren Saftladen nicht auf die Reihe bekommt.

Beichthaus.com Beichte #00022003 vom 10.06.2007 um 11:06:41 Uhr in Wutöschingen (9 Kommentare).

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“Beichte

Blitzer gegen jugendliche Raser

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Zorn Maßlosigkeit Betrug Waghalsigkeit Polizei Auto & Co.

Unsere Straße wird von Jugendlichen regelrecht als Rennstrecke genutzt. Gelegentlich nutze ich das Blitzlicht eines Fotos mit einer vorgesetzten roten Glasscheibe und simuliere eine Radarfalle. In der Regel ist dann eine zeitlang Ruhe. Gestern hat jedoch nach dem Blitz so ein Depp so stark abgebremst, dass ein folgendes Fahrzeug ungebremst auffuhr. Ich habe mich sofort aus dem Staub gemacht und aus sicherer Entfernung den Streit der Fahrer beobachtet. Das Beste war allerdings noch, dass die herbeigeholte Polizei den Bremser wegen eines positiven Alkotests mitnahm. Ich bereue es nicht und blitze bald wieder.

Beichthaus.com Beichte #00021998 vom 10.06.2007 um 09:35:22 Uhr (3 Kommentare).

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