Das Trinkspiel mit Frodo und Co.

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Trunksucht Last Night Maßlosigkeit Hannover

Mein (m/28) extremstes Trinkerlebnis war an einem Samstag vor einiger Zeit. Meine Kumpels und ich waren alle bei mir für eine "Herr der Ringe"-Nacht. Natürlich musste dafür die extended version her, sodass jeder Film gut vier Stunden lang war. Da nur Filme schauen unter Typen langweilig werden kann, haben wir das Ganze mit einem Trinkspiel verbunden. So wurde immer getrunken, wenn zum Beispiel Legolas mal wieder in die Ferne schaute, oder Frodo und Sam einen intimen Moment miteinander hatten. Nachdem wir alle stockbetrunken waren, ist der Abend dann ausgeartet und meine Kumpels haben sich Alkohol aus meinem Schrank geklaut und sich überall im Haus versteckt. Den dritten Teil konnte dann niemand mehr anschauen, weil alle schon zu dicht waren. Dieses Trinkspiel kann ich nur empfehlen! Bereuen tue ich eigentlich nur, dass ich meine Kumpels nicht dazu verdonnert habe, mir am nächsten Tag beim Aufräumen zu helfen. Es ist beängstigend, wo man überall Flaschen finden kann.

Beichthaus.com Beichte #00030761 vom 06.02.2013 um 14:09:23 Uhr in Hannover (Bischofsholer Damm) (8 Kommentare).

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Ich vermisse C.

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Dummheit Ungerechtigkeit Peinlichkeit Liebe

Ich (m/23) habe vor etwa neun Jahren beim Sport ein Mädchen - C. - kennengelernt. Damals haben ein Freund und ich sie gerne ein wenig geärgert und sie ein wenig aufgezogen. Aber eigentlich haben wir uns immer sehr gut verstanden. So gut, dass viele Beobachter uns für ein Paar gehalten haben. Ich muss blind gewesen sein, um ihre Zuneigung zu übersehen. Irgendwann musste ich mir jedoch eingestehen, dass ich mich in sie verliebt hatte. Doch ich habe mir nie Chancen ausgerechnet und wollte die Freundschaft nicht aufs Spiel setzen. Also trug ich die Last (das war es wirklich) über Jahre mit mir. Als ich mich dann überwinden konnte, mich ihr zu öffnen, war es zu spät. Sie hatte einen Freund und kein Interesse mehr an mir. Eines Tages lernte ich jemand anderes kennen. A., mit der ich dann auch anderthalb Jahre zusammen war. Sie wusste von C. - wenn auch nicht von der gesamten Tiefe meiner Gefühle. Natürlich war ihre Eifersucht immens. So entstanden über die gesamte Beziehung immer wieder Streitigkeiten, die darin endeten, dass ich irgendwann den Kontakt zu meiner großen Liebe C. abbrach. Doch das war ihr nicht genug, sodass meine Freundin Gerüchte über sie in C´s Freundeskreis verbreitete. Auch mir redete sie ein, sie hätte sich mit C. angefreundet und erfahren, dass C. mich und meine Gefühle absichtlich benutzt hätte. So bin ich in einen Hass verfallen, in den ich mich über mehrere Tage hineingesteigert habe.


Ich schrieb C. einige Mails mit sehr verletzendem, beleidigendem und verängstigendem Inhalt. Ein paar Wochen, nachdem ich mich wieder gefangen hatte, erhielt ich von der Polizei eine Vorladung wegen "Beleidigung per Internet". Es dauerte eine Zeit, um zu realisieren, worum es ging. Der Polizist fragte mich, ob ich C. kenne. Ich sagte ja und gestand sofort, bevor er noch etwas sagen konnte. Da ich geständig und reumütig war, gab man mir die Möglichkeit, mich mit einem Täter-Opfer-Ausgleich zu entschuldigen. Dabei traf ich auf C. und ihre Mutter. Ich konnte den beiden bei diesem Treffen kaum in die Augen schauen und meine Schuldgefühle haben mich beinahe zusammenbrechen lassen. Als ich unsere Vereinbarung zu 30 gemeinnützigen Arbeitsstunden (ich hätte auch 100 oder mehr gemacht) unterschreiben sollte, konnte ich meine Hand kaum kontrollieren. Doch ich wollte kein Mitleid erheischen, sondern für das gerade stehen, was ich getan habe. Beim Herausgehen sprach mich die Mutter von C. an und sagte sehr freundlich, sie hoffe, dass wir uns in Zukunft wieder in die Augen schauen und reden können. Ich brachte nicht ein Wort hervor. Nachdem die beiden um die Ecke verschwunden waren, brach ich in Tränen aus und konnte nicht mehr stehen. Seit damals - 2009 - habe ich Schuldgefühle und es schmerzt mich, dass ich ein so großartiges Mädchen so einfach vergrault habe. Es ist mir so peinlich, was ich getan habe, dass ich meinen besten Freunden nie etwas davon erzählt habe. Selbst meine Eltern und sogar mein Bruder wissen nicht, was ich getan habe. Sie wissen nur, dass ich Sozialstunden machen musste. Ich verweigere aber jede Antwort, wenn sie nach dem Grund dafür fragen. Noch heute sehe ich C´s Gesicht vor mir. Wenn irgendjemand ihr Parfüm trägt, muss ich sofort an sie denken. In meiner Erinnerung sehe ich oft, wie sich mich mit ihren wunderschönen Augen ansieht und ihr wunderbares Lächeln. Der Ort, an dem wir nach dem Training oft viele Stunden in manchmal eisiger Kälte verbracht haben, weckt bei mir jedes Mal Erinnerungen, ebenso wie ihr Haus, an dem ich mindestens zweimal in der Woche vorbeifahre. Auch wenn sie dort seit Jahren nicht mehr lebt.


Auf meine Entschuldigungsschreiben hat sie bis heute nicht reagiert. Mein größter Wunsch ist, dass sie mir vergibt und wir eines Tages wieder Freunde sein könnten. Auch wenn ich weiß, dass das wohl nie passieren wird. C., wenn Du das hier liest und Dich wiedererkennst: Es tut mir so unendlich leid. Bitte vergib mir und meiner Dummheit. Ich bereue, was ich Dir angetan habe. Nichts würde mich glücklicher machen, als zu wissen, dass Du mir verzeihst.

Beichthaus.com Beichte #00030754 vom 05.02.2013 um 11:23:06 Uhr (23 Kommentare).

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Der Radfahrer in der Einbahnstraße

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Rache Gewalt Auto & Co. Last Night

Der Radfahrer in der Einbahnstraße
Vor etwa 20 Jahren fuhr ich mit dem Motorrad nach Hause. Es war weit nach Mitternacht und die Straßen waren komplett leer. In einer einspurigen Einbahnstraße kam mir auf einmal ein Lichtpunkt entgegen. Es war ein freihändig fahrender Radfahrer, der in Schlangenlinie fuhr und die komplette Breite der Straße brauchte. Ich machte ein paar mal Lichthupe um ihn auf mich aufmerksam zu machen. Seine Reaktion darauf war, dass er mir die Mittelfinger entgegenstreckte. Jetzt war ich auch nah genug dran, um zu sehen, dass es sich um einen jungen Mann von etwa 20 Jahren handelte in total abgerissenen Klamotten und mit einem Irokesen-Haarschnitt. Er war nicht sehr schnell, darum konnte man seine Schlangenlinien gut einschätzen und ich wusste, dass ich einfach vorbei kommen würde. Gesagt, getan.


Während ich ihn passierte, gab ich ihm noch einen freundschaftlichen Knuff mit der Faust gegen die Seite. Im Spiegel konnte ich sehen, dass er die Kontrolle über das Fahrrad verlor, gegen den Bordstein geriet und sich überschlug. Zum Glück konnte er den Sturz geschickt mit seinem Gesicht auf dem Pflaster abbremsen. Das hinter ihm her stürzende Fahrrad fing er dabei mit dem Hinterkopf auf, so dass er nochmal Kontakt mit dem Pflaster hatte. Für mehr Details war ich dann leider zu weit weg. In den folgenden Tagen bin ich mehrmals durch die komplette Stadt gefahren, in der Hoffnung ihn noch einmal zu sehen, aber leider Fehlanzeige. Ich hätte zu gerne gesehen, wie groß die Asphaltflechte in seinem Gesicht ist. Ich bedaure den Vorfall sehr.

Beichthaus.com Beichte #00030743 vom 01.02.2013 um 12:03:00 Uhr (24 Kommentare).

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Posen mit der Betrunkenen

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Boshaftigkeit Schamlosigkeit Trunksucht Intim Urlaub Bulgarien

Vor zwei Jahren waren vier Kumpels und ich auf der Suche nach einem Örtchen, wo wir uns hemmungslos mit Bier volllaufen lassen, unsere Sexualität ausleben und mit unserem männlichen Testosteron nur so spritzen konnten. Nachdem wir das so unserem Reisebüro erklärten, fiel die Entscheidung schnell auf Sonnenstrand. Einige, nicht mehr so klare, aber anscheinend sehr lustige Tage verlebten wir dort und eines Abends waren wir auf dem Heimweg von der Disco. Ich war, aus ungeklärten Gründen, einige Minuten später am Hotel als meine Kumpels und begab mich in Richtung Zimmer, als ich im Treppenhaus auf einer Couch ein Mädchen Anfang 20 entdeckte. Ich dachte mir: "Das arme Mädchen kannst du hier nicht so liegen lassen, wenn da jetzt Betrunkene kommen und auf dumme Gedanken kommen." Also weckte ich sie und fragte sie, ob alles in Ordnung sei. Sie entgegnete "yes" und nickte wieder weg. Ich weckte sie erneut, ob ich sie in Ihr Zimmer bringen dürfe. Sie antwortete in undeutlichem Englisch, das wohl von einigem Alkohol herrührte, dass ihre Freundinnen den Schlüssel hätten und später kommen würden. Dann nickte sie wieder ein. Ich rüttelte sie wieder an ihrem aufgestellten Knie wach und fragte, ob sie denn nicht bei uns im Zimmer auf der Couch schlafen wolle, natürlich ohne schlechten Hintergedanken, doch sie wollte unbedingt hier im Treppenhaus warten und nickte auch sofort wieder ein. Hiermit war es mit meiner Geduld auch zu Ende und ich ging in mein Zimmer wo meine Kumpels A. und L. gerade ein Massaker mit Burgern anstellten.

Ich befahl nur: "L., hol Deine Kamera! A., komm mit, Du brauchst Dich nicht anziehen!" Also gingen A. nur in Boxershorts bekleidet und L., mit der Kamera bewaffnet und meine Wenigkeit, auch nur in Boxershorts, ins Treppenhaus zurück. Die nette Dame war so gütig und hatte auf uns gewartet. So konnten wir ans Werk gehen. Als Erstes ein paar normale Bilder, dann wurden wir schon mutiger. Mein Kumpel A. hatte plötzlich das Bedürfnis, sie ihrer Kleidung zu entledigen und somit löste er ihren Bikini und sie lag oberkörperfrei im Treppenhaus auf der Couch. Nun machten wir noch ein paar Bilder in Posen, Lümmel im Ohr, Dödel vor dem Mund liegend, Fleischpeitsche trommelte auf den Kopf und noch ein paar schöne Fotos in Kuschelstellung. Nach einiger Zeit hörten wir Geräusche im Treppenhaus und zogen uns ins Headquarter - unser Balkon - zurück, von wo wir das Geschehen beobachten konnten. Als Erstes kam noch eine Gruppe Herren vorbei, die sich auch dieses Anblickes belustigten und dann kam ein Securitybeamter, der etwas verdutzt schaute und sie dann weckte, woraufhin sie verdutzt schaute. Das dumme an der Geschichte ist, dass uns die Kamera mit den Bildern am Flughafen geklaut wurde und wir leider nichts mehr davon haben. Der glückliche Dieb weiß hoffentlich diese schöne Zugabe zu schätzen.

Beichthaus.com Beichte #00030739 vom 31.01.2013 um 09:33:10 Uhr in Bulgarien (Sonnenstrand) (47 Kommentare).

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Wer im Glashaus sitzt...

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Dummheit Trägheit Aggression Arbeit Bleckede-Barskamp

Ich arbeite in einem Rechnungshof. Das ist bekanntermaßen eine Behörde, die andere Behörden daraufhin prüft, ob sie die Finanzmittel wirtschaftlich und sparsam einsetzen, also nicht zu viel Personal haben, keine unnötigen Ausgaben tätigen, sinnvoll strukturiert sind und so weiter. Ich habe schon in einer Reihe Behörden gearbeitet, aber ich habe noch nie eine erlebt, die so komplett unfähig ist wie dieser Rechnungshof. Alles, was wir bei anderen kritisieren, machen wir selber. Wir haben viel zu viel Personal, schlechte Organisation, Doppelarbeiten, unklare Zuständigkeiten, unqualifizierte Prüfer, ein miserables IT-System. In meiner Abteilung haben wir zum Teil wochenlang, manchmal monatelang, totalen Leerlauf, nur weil unsere Vorgesetzten unfähig sind, unsere Prüfungen sinnvoll einzutakten. Das Hauptproblem ist letztlich unsere oberste Führungsriege, die nur nach Parteibuch und nicht nach Qualifikation besetzt ist. Wenn diese Herrschaften überhaupt zum Dienst erscheinen - oft melden sie sich wochenlang krank oder arbeiten angeblich zu Hause -, sind sie kaum in der Lage, einfachste Verwaltungsvorgänge abzuzeichnen. Mir tun nur die geprüften Behörden vor Ort leid, wenn wir dort Fehler finden. Denn die sind dann oft ganz zerknirscht. Dabei würde ich ihnen am liebsten sagen: "Leute, regt Euch nicht auf - wir sind noch viel schlimmer."

Beichthaus.com Beichte #00030734 vom 30.01.2013 um 19:07:52 Uhr in Bleckede-Barskamp (9 Kommentare).

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