Es gibt eine Lösung für die Flüchtlingskrise!

31

anhören

Vorurteile Engherzigkeit Politik

Ich schäme mich dafür, dass sich Leute dafür entschuldigen, gegen Flüchtlinge zu sein. Nichts gegen diese Leute, aber gegen den Staat. Müssen wir uns schlecht fühlen, dass wir keine Flüchtlinge wollen? Wird an uns der Anspruch gestellt, dass wir alle mit Handkuss aufnehmen? Mich nervt das gewaltig. Unsere Regierung (ich bin Schweizer) regt mich gewaltig auf. Versteht mich nicht falsch, ich finde, die SVP übertreibt es völlig. Ich bin auch dafür, dass wir den armen Menschen helfen, aber müssen wir diese Leute aufnehmen? Ich bin der Meinung, dass wir alle zurückschicken und vor Ort den Kriegsflüchtlingen Schutz und Hilfe gewähren - beispielsweise indem wir die Türkei unterstützen und dort ein Flüchtlingscamp machen, wenn der Krieg vorbei ist, sollen sie zurück. Ich hasse diese Erwartungshaltung, dass wir alle Flüchtlinge aufnehmen! Und wehe, einer spricht dagegen! Dann muss er sich sogar entschuldigen! Deshalb hasse ich die Medien und die Regierung. Das tut mir leid. Denn offensichtlich ist die Mehrheit für diese Politik, oder die Demokratie funktioniert doch nicht ganz. Und den zweiten Fall befürchte ich immer mehr.

Beichthaus.com Beichte #00037491 vom 28.01.2016 um 13:54:34 Uhr (31 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Meiner besten Freundin geht es schlecht!

6

anhören

Falschheit Eifersucht Selbstsucht Engherzigkeit

Ich (m/19) bin eine schadenfrohe Sau! Vor einigen Jahren lernte ich meine später beste Freundin kennen. Dummerweise verliebte ich mich später in sie, was nicht nur mit ihrem Aussehen zu tun hat, sondern auch mit ihrer Art. Wir hatten uns nie viel zu verbergen, daher wusste sie auch früher oder später davon, jedoch erwiderte sie meine Gefühle nie, was mich lange mitnahm - wovon ich mir jedoch nichts anmerken ließ. In den Jahren, in denen wir uns alles erzählten, fiel mir auf, wie zerrüttet ihr Leben ist. Ihre Mutter hat sich bereits zwei Mal scheiden lassen, ihr Halbbruder verschwand nach Australien und ihr lagen auch sonst viele Steine im Weg.


Als wir mit der Schule fertig waren, gingen wir getrennte Wege und der Kontakt wurde etwas weniger. Ich nahm eine Ausbildungsstelle im Nachbarort an und sie zog mit ihrer Mutter in eine Großstadt, nachdem diese sich erneut scheiden ließ. Seitdem pendelt sie zwischen zwei Städten hin und her und aufgrund des seltener gewordenen Kontakts bekam ich unheimlich wenig mit, auch wenn wir uns geschworen hatten, immer füreinander da zu sein. In meinen Augen führte sie fast das Leben, das sie immer wollte. Sie machte Party, zog zu ihrem neuen Freund, hatte eine sichere Ausbildungsstelle und tat das, was sie wollte. Aufgrund eines Fehlers meinerseits gerieten wir jedoch vor einem Jahr in einen Streit, der dazu führte, dass wir uns überall ignorierten. Ich konnte meine Gefühle zu ihr dummerweise nicht loslassen, darum litt ich sehr unter dem Streit. Ich erfuhr aus einigen Quellen, wie gut es ihr doch ginge und dass sie mit mir abgeschlossen hätte. Ich redete mir daraufhin ein, sie sei es nicht wert, doch geholfen hat es nicht.


Vor Kurzem schrieb ich sie dann an, da ich auch endlich damit abschließen will, was still dazu führte, dass der Streit vergessen wurde. Nun trafen wir uns vor einer Woche auf einem Fest und redeten stundenlang über uns. Dort kam dann alles ans Licht: Ihre Ausbildung ist schlecht bezahlt, sie pendelte zwischen drei Wohnorten bei Vater, Mutter und Freund und war extrem im Stress. Sie wollte es jedem Recht machen, weshalb sie auch so oft mit ihren Freundinnen weg war, obwohl sie nur daheim bleiben wollte. Physisch ging es ihr nicht besser. Sie konnte keinen Sport mehr treiben, weshalb sie ein paar Kilo zugenommen hatte und ihr sonst makelloses Aussehen wurde überdeckt von Augenringen, Stress und Hüftgold.


Auch, wenn ich Mitleid habe, bin ich ironischerweise schadenfroh, denn seitdem sind meine tieferen Gefühle für sie wie weggeblasen. Dennoch habe ich sie noch unheimlich gerne - ich fühle mich plötzlich nur viel freier, einfach, weil diese Gefühle weg sind. Meine Beichte? Es geht mir besser als meiner besten Freundin und ich freue mich darüber! Und das, obwohl es mir eigentlich egal sein und ich sie unterstützen sollte. Es tut mir leid, dass ich so oberflächlich bin, denn schließlich ist sie im Herzen immer noch das Mädchen von früher.

Beichthaus.com Beichte #00037489 vom 28.01.2016 um 07:15:05 Uhr (6 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Meine Nacht mit einem lesbischen Paar

19

Fetisch Begehrlichkeit Trunksucht Nachbarn

Ich (m/31) habe seit kurzer Zeit zwei neue Nachbarinnen im Haus. Die beiden sind ein Pärchen und eigentlich total nett. Bei ihrer Einweihungsfeier floss sehr viel Alkohol und letztlich kam es dazu, dass nur wir drei noch wach und anwesend waren. Es war schnell zu merken, […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00037485 vom 27.01.2016 um 16:34:03 Uhr (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Ich habe ihm einfach beim Sterben zugesehen

17

anhören

Selbstverletzung Verzweiflung Tod Internet

Vor einigen Wochen war ich (w/21) zu später Nacht in einem dieser internationalen Chatrooms, bei dem man sich ohne Registrierung mit allen möglichen Leuten austauschen kann - ich konnte absolut nicht schlafen und hoffte, mir dort irgendwie die Zeit vertreiben zu können. Wie so oft traf ich dort auf viele interessante Leute. Besonders mit einer Person (irgendwo in den USA) hatte ich mich so gut unterhalten wie schon lange nicht mehr. Wir hatten sehr ähnliche Lebenserfahrungen gemacht und konnten den jeweils anderen und seine Gedanken so gut nachvollziehen, als seien wir geistige Zwillinge - es war klar, dass wir in Kontakt bleiben wollten und so tauschten wir E-Mail-Adressen aus. Wir schrieben uns täglich, redeten über unsere Probleme und Dinge, die man sonst keinem von Angesicht zu Angesicht sagen kann, weil man zu stolz ist und sein Gesicht nicht verlieren will oder weil man in der sozialen Umwelt auf taube Ohren stößt. Wir vertrauten uns Traumata aus unserer Vergangenheit an und versuchten dem jeweils anderen Ratschläge und mentalen Beistand zu geben - wie in einer kleinen, zweiköpfigen Selbsthilfegruppe.


Ich habe durch meine schulische Laufbahn einiges Fachwissen im Bereich Pädagogik und Psychologie - natürlich bin ich kein Profi, aber sagen wir mal, dass meine Kenntnisse über die Alltagspsychologie weit über die Kenntnisse der meisten Normalsterblichen hinausgehen. Daher kann ich mit relativer Sicherheit sagen, dass diese Person eindeutig professionelle Hilfe gebraucht hätte. Als ich einmal an einem Tag nicht auf die letzte Mail der Person geantwortet hatte (als Studentin ist man halt auch beschäftigt), kam eine sehr heftige und der Situation unangemessene Reaktion von der Person, die mir verdächtig vorkam und als ich unseren Gesprächsverlauf noch einmal von ganz von Anfang an durchging, wurde mir einiges klar: Ich fand mehr als genug Anzeichen für eine schwere Boderline-Persönlichkeitsstörung.


Lange Rede, kurzer Sinn: Vor einigen Tagen eskalierte die Situation erheblich. Meine Antworten kamen immer etwas verspätet, weil ich eben auch noch ein Leben habe, aber ich versuchte dennoch mein Bestes für diesen armen Menschen, der scheinbar das wohl trostloseste und einsamste Leben führt, das man sich vorstellen kann. Seine letzte Nachricht las ich zwei Tage zu spät. Er schrieb von einer heftigen Auseinandersetzung mit seiner Familie, und dass er sich in einer Bar betrunken habe. An den Formulierungen und den Tippfehlern konnte man auch erkennen, dass er wirklich betrunken war, als er die Nachricht schrieb. Er schrieb, dass sich keiner für ihn interessieren würde, weil er arm sei und dass auch ich nicht mit ihm reden wolle. Er unterstellte mir, dass ich mich vielleicht mehr mit ihm abgeben wollen würde, wenn er Geld hätte - völlig betrunkene Unlogik.


Die Mail endete jedenfalls mit den Worten: Ich weiß, dass sich keiner für mich interessiert, es ist sinnlos. Werde mich jetzt bald umbringen. Wünsche dir noch ein schönes Leben. Ich habe natürlich sofort zurückgeschrieben, mehrmals sogar, aber seit der letzten Nachricht ist absolute Funkstille, weshalb ich entgegen meiner anfänglichen Annahme, es sei eine halbernste Drohung gewesen, um mich unter Druck zu setzen und eine schnellere Antwort auf seine Mails durch schlechtes Gewissen zu provozieren, nun wirklich glaube, dass er sich in seinem trunkenen Wahn tatsächlich umgebracht hat. Und das Problem ist, dass ich absolut nichts hätte tun können, um das zu verhindern - wie gesagt, er war irgendwo aus den USA, ich weiß noch nicht einmal woher genau. Und ich werde niemals erfahren können, was wirklich passiert ist, genauso wie seine Familie möglicherweise niemals erfahren wird, was er mir erzählt hat.


Niemand wird je erfahren, was sich die ganze Zeit in seinem Kopf abgespielt hat und ich kann absolut nicht tun, außer weiter E-Mails schreiben, die unbeantwortet bleiben. Und hoffen, dass irgendwer Zugang zu seinem Postfach hat und anhand unserer Nachrichten nachvollziehen kann, was passiert ist. Diese Ungewissheit ist unerträglich grausam. Ich fühle mich, als hätte ich jemandem tatenlos beim Sterben zugesehen. Ich weiß nicht, wie ich das jemals vergessen soll, es brennt ständig in einer Ecke meines Bewusstseins. Diese letzte Nachricht von ihm ist wohl das Grausamste, was man sich in dieser Situation vorstellen kann. Wie soll ich jetzt einfach so weiterleben, als wäre nichts geschehen? Ich fühle mich wie ein Mittäter.

Beichthaus.com Beichte #00037483 vom 27.01.2016 um 15:55:43 Uhr (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Mädchenschwarm ohne Gefühle

11

anhören

Misstrauen Engherzigkeit Ignoranz Dating

Ich beichte, dass ich als Jugendlicher so einige Herzen meiner Mitschülerinnen brach. Ich wurde als Kind schwer misshandelt, habe viel Gewalt und den Tod erlebt. Ich weiß, dass es keine Rechtfertigung ist, aber es ist zumindest eine Erklärung. Ich war so schwer geschädigt, dass mich einige Menschen für einen Autisten hielten, weil ich keinerlei Emotionen zeigen konnte - ich empfand auch kaum welche. Ich war auch nicht sehr gut darin, freundlich zu sein, weil ich absolut keinen Draht zu den Gefühlen von mir oder anderen Menschen hatte. Ich war kalt, berechnend doch tiefere Emotionen verstand ich damals noch nicht. Ich war so beschränkt zu glauben, dass jeder Versuch, sich mir anzunähern, nur dem galt, meine Schwächen zu offenbaren, mich zu verletzten oder sogar umzubringen, wie es in der Vergangenheit der Fall war. Ich zerriss Liebesbriefe vor den Augen der Personen, ignorierte Mädchen, bis sie fast wahnsinnig machte und habe die schlechtesten Antworten aller Zeit gegeben.


Selbst wenn ich später versucht habe, freundlich zu sein, um sie nicht zu verletzen, war das ein Griff ins Klo. Auf eine Aussage wie "Hey, du siehst echt süß aus, weißt du das?" habe ich Schwachsinn mit meiner absolut desinteressierten Stimme geantwortet wie beispielsweise "Wirklich? Toll, finde dich auch nett" und sie dabei mit einem absolut emotionslosen Gesicht angesehen. Und wenn man mich anfassen wollte, reagierte ich reflexartig mit Abwehrhaltungen, weil ich Umarmungen oder potenzielle Streicheleinheiten für einen Angriff hielt. Dass ich da nur wie ein zu oft getretener Köter reagiert habe, verstand leider keine von ihnen. Sie dachten immer, dass ich mich vor ihnen ekeln würde. Ich konnte mir auch nie vorstellen, dass mal jemand etwas von mir wollen würde, gerade weil ich damals den Charme eines Cola-Automaten hatte und bis zum Ende meines Teenager-Daseins auch keinerlei Bedürfnisse nach Nähe, Liebe oder Zuneigung hatte.


Trotzdem war es so und die Mädchen, die sich unfreiwillig in mich verliebt hatten, tun mir heute immer noch leid, jetzt wo ich es verstehe. Denn einige versuchten einfach nur nett zu sein und gaben sich unglaublich viel Mühe. Jeder Schwachkopf hätte damals merken müssen, dass mir diese Mädchen nicht dumm kommen wollten, ich verstand es trotzdem nicht. Ich weiß, dass einige Mädchen bitterlich geweint haben und oft absolut unglücklich damit waren und sie tun mir im Nachhinein leid. Ich habe mir immer geschworen, Unschuldigen niemals Leid zuzufügen, egal auf welche Art - doch diesen Mädchen habe ich völlig unnötig seelisches Leid zugefügt, nur weil ich eine Mauer aus Brettern vorm Kopf hatte. Heute bin ich nicht mehr dieser Cola-Automat und seit Jahren glücklich verheiratet. Ich hoffe wirklich, dass es diesen Mädchen ähnlich geht. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00037481 vom 27.01.2016 um 04:08:26 Uhr (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge