Gleichberechtigung ist unmöglich!

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Ungerechtigkeit Vorurteile Zwietracht Arbeit

Ich bin Referatsleiter für Personalangelegenheiten in einer großen Behörde. Zu meinen Aufgaben gehört es auch, "Gleichstellung" zu fördern, also mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Weil das ja so toll ist und Frauen ohnehin die besseren Führungskräfte sind, schon wegen "emotionaler Intelligenz" und besserem Sozialverhalten. Tatsächlich ist es so, dass wir die größten Probleme haben, überhaupt auch nur einigermaßen qualifizierte Frauen zu finden, die eine Führungsposition wollen. Einige sagen mir ganz offen, dass sie in ihrer bisherigen Position eigentlich ganz glücklich sind und gar keine höheren Positionen erhalten möchten - okay. Andere sind anfangs top, verwandeln sich aber extrem, wenn sie erst einmal Kinder bekommen. Dann geht es nur noch um ihre Kinder und die Arbeit interessiert sie überhaupt nicht mehr. Andere sind schlicht nicht durchsetzungsfähig. <br /> <br /> Wenn wir dann mal eine Frau finden, die wir hochbefördern können, hagelt es regelmäßig Beschwerden über diese weiblichen Führungskräfte. Von wegen "emotionale Intelligenz" und besserem Sozialverhalten: Viele dieser Führungskräfte sind schlicht und einfach Zicken, die ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen das Leben zur Hölle machen. Interessanterweise kommen diese Beschwerden zum größten Teil von Frauen. Versteht mich nicht falsch: Es gibt natürlich auch katastrophale männliche Führungskräfte, gerade die, die nur aufgrund des richtigen Parteibuchs hochgekommen sind. Aber die Frauen sind wirklich nicht besser. Ach ja, den Klassiker haben wir natürlich auch: Frauen, die bewusst oder unbewusst mit den richtigen Männern im Bett landen und dann erstaunliche Karrieren machen. Kurzum: Ich fände es toll, wenn wir Gleichberechtigung haben könnten. Aber so langsam habe ich da meine Zweifel.

Beichthaus.com Beichte #00038844 vom 22.10.2016 um 20:00:48 Uhr (24 Kommentare).

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Unschuldige Spiele mit dem Hund

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Masturbation Peinlichkeit Tiere

Als ich ein unschuldiges Kind im einstelligen Alter war, kamen manchmal Freunde meiner Eltern zu Besuch und brachten ihren mittelgroßen Hund mit, den sie nicht alleinlassen wollten. Ich spielte dann immer mit dem, in Blickweite der Erwachsenen. Dieser Hund fand äußerst großen Gefallen daran, mein Bein zu umklammern und sich daran zu stoßen. Ich hatte keine Vorstellung davon, was er da tut, aber ich fand es lustig. Die Besitzer nicht so sehr. Sie riefen den Hund dann immer zur Ordnung. Ich verstand nicht warum, er tat ja nichts, und bot dem Hund wieder mein Bein zum Spielen an. Das Ganze wiederholte sich dann und ich hatte das Gefühl, dass die Stimmung zwischen den Erwachsenen immer weiter kippte und sie peinlich berührt waren. Irgendwann kamen besagte Freunde dann nicht mehr zu Besuch. Jetzt, knapp 25 Jahre später frage ich mich, ob sich meine Eltern daran noch erinnern. Könnte eine lustige Anekdote sein, aber ich mag sie nicht darauf ansprechen.

Beichthaus.com Beichte #00038840 vom 21.10.2016 um 22:53:38 Uhr (4 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Überdosis im Krankenhaus

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Feigheit Falschheit Arbeit Gesundheit

In der 10. Klasse muss man am Gymnasium pflichtmäßig zwei Wochen ein Praktikum absolvieren. Als es bei mir (w) vor einigen Jahren so weit war, bewarb ich mich im städtischen Krankenhaus, wurde aber von den Ärzten in meiner gewählten Abteilung nach wenigen Tagen auf die Station in die Pflege abgeschoben und musste dann dort mit anpacken. Irgendwann sollte ich einer Patientin ihre Medikamente für den Abend bringen, darunter waren auch einige ziemlich heftige. Allerdings waren in der Tablettenbox im Kästchen für den Abend schon ein paar Tabletten drin. (Das waren wohl die, die sie sich von zu Hause mitgebracht hatte, weil sie die täglich nehmen musste. Das wusste ich zu dem Zeitpunkt aber noch nicht.) Sie wies mich darauf hin, dass sie nun einige der Medikamente doppelt hätte, ob mir das aufgefallen sei und ob sie das wirklich alles nehmen müsse. <br /> <br /> Ich hatte schon mehrmals gesehen, dass Patienten von einem Medikament gleich zwei Tabletten bekamen, damit die Dosierung stimmt, also dachte ich mir nichts dabei. Ich ging davon aus, dass einer der Pfleger ihr die Medikamente schon vorher gegeben hatte und ich ihr die jetzt noch fehlenden geben sollte. Ich bejahte ihre Frage, ob sie das tatsächlich alles nehmen muss, und erklärte ihr, dass es ganz normal sei, dass man mal zwei Tabletten von einem Medikament nehmen muss, da das bei vielen Patienten so sei.<br /> <br /> Etwa eine Stunde nach dem Abendessen nahm das Unglück dann seinen Lauf: Die Klingel für ihr Zimmer läutete und eine Krankenschwester ging nach ein paar Minuten hinein. Plötzlich ging der Alarm für das besagte Zimmer los, sodass alle Pfleger und ich hinzugestürmt kamen. Die arme Frau lag in ihrem eigenen Erbrochenen und fast nicht mehr ansprechbar im Bett. Ich dachte mir immer noch nichts dabei und ging, nachdem alle Maßnahmen getroffen waren, nach Hause. Als ich am nächsten Morgen zur Frühschicht erschien, war die Frau bei der Übergabe natürlich das Thema Nummer Eins. Sie war im Laufe der Nacht wieder ansprechbar geworden und es ging ihr so weit gut. Es stellte sich jedoch heraus, dass sie eine Überdosis an Tabletten genommen hatte. Sie hatte sie auch noch alle gleichzeitig genommen, weshalb das so reingehauen hatte - dafür konnte ich aber wirklich nichts.<br /> <br /> Als in der Nacht herauskam, dass sie die Tabletten des Krankenhauses und auch noch ihre eigenen gefuttert hatte, glaubte jeder an seinen Selbstmordversuch, da die Patientin in den Tagen zuvor ziemlich jammerig und depressiv gewesen war. Sie erzählte, dass eine Krankenschwester zu ihr gesagt hätte, sie solle alle Tabletten nehmen, aber das hielten alle für eine billige Ausrede - welche Krankenschwester würde denn schon so etwas tun? Mir dämmerte in diesen Momenten natürlich, was geschehen war, doch ich hielt die Klappe, weil ich Angst hatte. Die Frau wurde als psychisch labil abgestempelt, die Ärzte der Station forderten noch am selben Tag ein psychologisches Konsil an. Leider weiß ich nicht genau, was aus der Frau geworden ist, denn mein Praktikum war dann kurz darauf zu Ende. Überlebt hat sie es auf jeden Fall ohne Folgeschäden. Aber ich schäme mich noch heute für meine Unachtsamkeit und vor allem dafür, dass ich nicht zu meinem Fehler gestanden habe.

Beichthaus.com Beichte #00038839 vom 20.10.2016 um 16:29:42 Uhr (23 Kommentare).

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Ist jemand gestorben?

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Falschheit Hochmut Polizei

Ich bin Bestatter. Entgegen der weitverbreiteten Meinung sind wir nicht den ganzen Tag im Leichenwagen unterwegs, sondern häufig auch in Zivilfahrzeugen. So bezeichnen wir bei uns die handelsüblichen PKWs ohne Firmenaufschrift. Diese verwenden wir, um zu Angehörigen zu fahren, um Formalitäten auf Ämtern zu erledigen, oder um zu Beerdigungen zu fahren. Wer es nicht weiß, erkennt uns im PKW somit nicht als Bestatter. Letzte Woche sind ein Kollege und ich von einem Trauergespräch mit Angehörigen zurück in die Firma gefahren. Natürlich kam es, wie es kommen musste. Eine Polizeikontrolle lag auf unserem Weg und wir wurden rausgewunken. Das war eine größere Aktion, die Polizei hatte einen ganzen Parkplatz besetzt. <br /> <br /> Also hielten wir an, eine junge Polizistin kam ans Auto und ich öffnete die Scheibe. Sie sah nun vor sich zwei Herren sitzen, beide mit schwarzem Anzug, weißem Hemd und schwarzer Krawatte. Erschrocken fragte sie uns, ob jemand gestorben sei. Wahrheitsgemäß beantwortete ich die Frage mit "Ja." Daraufhin entschuldigte sie sich vielmals für die Unannehmlichkeiten und ließ uns sofort weiterfahren. Wir hätten sowieso nichts zu verbergen gehabt, aber irgendwie fühlten wir uns auch ein wenig schuldig.

Beichthaus.com Beichte #00038837 vom 19.10.2016 um 16:08:42 Uhr (13 Kommentare).

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Ich will meine Mutter nicht sehen!

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Zorn Engherzigkeit Falschheit Ungerechtigkeit Familie

Ich (w/22) bin Studentin und für mein Studium ungefähr 180 Kilometer weit weggezogen. Ich besuche meine Heimat nur selten, da ich meine Mutter kaum ertragen kann, obwohl es mir für die anderen Leute in der Heimat leidtut. Meine Mutter hat Abitur und eine kaufmännische Ausbildung gemacht. Danach hat sie nie wieder gearbeitet. Sie hatte immer Ausreden. Erst war es der Grund, dass ich als Kind krank war, dann angeblich schwer erziehbar und danach fehlende Computerkenntnisse. Die Kindheit lang wurde ich immer kontrolliert und durfte weniger als Gleichaltrige. Sie lehrte mich ihr seltsames Weltbild: Nur in Familien, in denen die Eltern wenig Geld haben, müssen beide Elternteile arbeiten und sie machte mir klar, dass ich dankbar sein muss, dass sie alles für mich tut und ich kein armes Schlüsselkind bin. Außerdem achtete sie penibel auf mein Gewicht oder meine Noten, was noch mehr dazu geführt hat, dass ich mich völlig erdrückt gefühlt habe. Heute würde man sie als Helikoptermutter bezeichnen.<br /> <br /> Ich habe vor dem Studium Vollzeit gearbeitet (Bundesfreiwilligendienst) und endlich alleine gewohnt. Beim ersten Besuch hat sie mich rund gemacht, weil ich die Unordnung unter dem Bett versteckt habe. Sie bezeichnete mich als schnell überfordert. Da gingen die Zweifel gegen meine Mutter los. Ich sagte ihr, dass ich das ja auch neben der Arbeit machen müsse. Das Gebrüll ihrerseits habe ich bis heute nicht vergessen. Mittlerweile studiere ich. Das Studium ist stressig. Ich wollte nie etwas in der Richtung studieren, aber ich wurde da reingezwungen. Unterlagen für meine Traumstudiengänge wurden einfach nicht zur Post gebracht. Ich hätte es ihr echt nicht anvertrauen dürfen.<br /> <br /> Sie überredete sogar meinen Vater, mir die finanzielle Unterstützung nicht zu geben, wenn es nichts "Gescheites" ist. Mein Anrecht auf BAföG wurde mir bis zur letzten Sekunde verschwiegen. Ich habe mich mittlerweile mit dem Studiengang angefreundet. Dennoch macht es mich wütend, dass ich ein Vollzeitstudium, einen kleinen Nebenjob und Hausarbeit machen muss, während meine Mutter nur ein wenig Haushalt machen muss und ihr alles zufliegt. Allein für Zigaretten kriegt sie locker 100 Euro!<br /> <br /> Der Heimatbesuch läuft mittlerweile so ab, dass meine Mutter sich über zu viel Haushalt beschwert. Ich kann das Gejammer kaum ertragen und beneide sie, dass sie nur den Haushalt machen muss, wo man bekanntlich nicht viel falsch machen kann. Fast den ganzen Tag schaut sie fern, spielt Computerspiele, lästert oder geht feiern. Ihre neue Ausrede ist, dass sie sich um ihre angeblich schwer demente Schwiegermutter kümmern muss. Für mich kaum zu ertragen. Ich hoffe, dass meine Großmutter nicht darunter leiden muss und ich hoffe, dass ich den Mut habe, dann einzugreifen. Ich beichte, dass es mir außerdem völlig egal ist, warum sie so geworden ist und ich Weihnachten mit irgendeiner Krankheit im Bett liege und am 2. Weihnachtstag abreisen werde.

Beichthaus.com Beichte #00038835 vom 18.10.2016 um 23:30:15 Uhr (18 Kommentare).

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