Rache für meinen toten Hund

35

anhören

Rache Zorn Vandalismus Tod Tiere

Ich (w) muss etwas beichten. Weil unsere Eltern selten zu Hause sind, haben sie mir als Entschädigung einen Hund gekauft. Er war noch ein Welpe, als ich ihn bekommen habe und mittlerweile ist ein halbes Jahr vergangen und ich wollte meinem Hund zu diesem Jubiläum eine Freude bereiten und habe ihm teures Spielzeug gekauft. Als ich von diesem Einkauf nach Hause kam, sah ich meinen Hund tot am Boden liegen. Der Raum war mit Deo vollgesprüht und ich musste mir einen Schutz holen, damit ich überhaupt atmen konnte, als ich hineinging. Ich habe natürlich sofort meinen Bruder zur Rede gestellt und habe ihm drei Mal - so hart ich konnte - eine verpasst. Er hat sich aber nur darüber lustig gemacht, dass ich getrauert habe. Er hat über den Tod meines Hundes zwar nur gelacht, aber ich vermute, dass er ihn so lange besprüht hat, bis er nicht mehr atmen konnte.

Da er ja noch klein war, hat er ihn sehr leicht mit Seilen am Fliehen hindern könne. Er hatte schon immer etwas gegen den Hund und generell gegen Tiere. So zertritt er gerne Frösche oder tritt Straßenkatzen. Und wenn diese ihn dann angreifen, wehrt er sich mit einem Stock. Ich wusste zwar, dass er Tiere nicht mag, weil es für ihn nur untere Gestalten sind, aber so etwas hatte ich ihm nicht zugetraut. Im Prinzip ist das meine Schuld. Ich konnte ihn nicht mitnehmen, weil ich die Leine nicht gefunden habe und er noch nicht ohne Leine laufen kann. Meinen Eltern ist das egal. Sie meinen, dass ich mir doch einfach einen neuen Hund kaufen könne, aber ich finde das einfach blöd. Mein Bruder will sich nicht entschuldigen und zeigt keine Reue. Daher habe ich seine Playstation 4, auf die er lange gespart hat, aus dem Fenster geworfen. Er ist total ausgeflippt und ich habe zwei Monate Hausarrest bekommen, aber das war es wert.

Beichthaus.com Beichte #00038100 vom 19.04.2016 um 18:24:33 Uhr (35 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Ich habe meine Familie zerstört

24

anhören

Fremdgehen Feigheit Selbstsucht Familie

Ich (w/56) habe meinem Sohn keine schöne Kindheit ermöglicht und ihn aus dem Haus geekelt. Als ich jung verheiratet war - mit meinem mittlerweile Ex-Mann - musste er beruflich für zehn Monate nach China. Wir konnten uns in dieser Zeit nicht sehen. Als er ging, war einen Monat zuvor unser gemeinsamer Sohn auf die Welt gekommen, unser ganzer Stolz. Doch trotz meines wunderbaren kleinen Mannes war ich sehr einsam und sehnte mich mehr und mehr nach der Zärtlichkeit, die ich von meinem Mann gewohnt war. So habe ich mich hinreißen lassen und bin fremdgegangen. Einige Zeit später war klar, dass ich von diesem Mann schwanger war. Der Liebhaber wollte, dass ich abtreibe, was ich aber nicht konnte. Er hat mir gedroht, falls ich versuchen sollte, Kontakt zwischen ihm und dem Kind herzustellen und verschwand aus meinem Leben.

Ich habe meinem Mann alles gebeichtet, der verständlicherweise außer sich war, dann aber beschlossen hat mir zu verzeihen und beide Kinder zusammen aufzuziehen. Das war leichter gesagt als getan. Mein Mann hatte keinerlei Gefühle für das Kind des Nebenbuhlers und zeigte ihm das in den folgenden Jahren jeden Tag sehr oft. Er hielt zu seinem Sohn, begegnete dem anderen Sohn nur mit Ablehnung und Gemeinheiten und ist sogar, in meiner Abwesenheit, mit seinem leiblichen Sohn alleine in den Wochenendurlaub gefahren. Während der andere auf der Toilette war, sind sie heimlich abgehauen. Ich bekam das alles mit. Aber ich konnte einfach nichts tun. Ich habe den Jüngeren leiden lassen und alles ignoriert. Er hat gespürt, dass er irgendwie nicht zu uns gehört - aber er wusste nicht, warum.

Dann kam der Tag, an dem alles eskaliert ist: Ich hätte zu meinem Jungen stehen müssen. Er war damals zwölf. Ich weiß nach all den Jahren nicht mehr, was genau war, ich weiß aber noch, dass der Jüngere völlig unschuldig war. Mein Mann hat ihn so lange fertiggemacht und sein Bruder sagte, dass der Vater recht hat, bis der Jüngere auf den Bruder losgegangen ist. Mein Mann hat ihn heftig ins Gesicht geschlagen und von mir gefordert, dass er sofort in ein Heim kommt, er wolle ihn nie wiedersehen. Ich konnte mich nicht durchsetzen. Ich habe mich, wie in all den Jahren, nicht dazu geäußert. Ich habe ihn nach einigen Monaten im Heim besucht, wo ich einen Jungen vorfand, dessen Augen nur Verzweiflung schrien. Ich habe ihm erzählt, woher die Ablehnung kommt, dass dieser Mann nicht sein Vater ist - doch diese Erklärung kam nicht mehr richtig bei ihm an. Die Gefühlskälte hatte ihn kaputtgemacht. Und wieder machte ich einen riesigen Fehler - anstatt von nun an Schritt für Schritt zu versuchen, meinen Sohn zurückzugewinnen, war ich so ratlos, dass ich gar nicht mehr zu Besuch kam.

Heute ist mein Sohn 34 Jahre alt. Ich habe ihn vor etwa sechs Monaten das letzte Mal gesehen, immer nur zufällig. Wir haben keinen Kontakt, er möchte es nicht und ich kann es gut verstehen. Er hat es doch noch geschafft, er hat eine kleine Familie. Als ich ihn gesehen habe, habe ich gemerkt, was für ein toller Vater er ist. Als er mich gesehen hat (es war beim Einkaufen in einem großen Elektromarkt), haben er und seine Frau den Buggy mit ihrer zweijährigen Tochter an mir vorbeigeschoben und darüber gesprochen, dass die Welt nicht groß genug ist, um Menschen aus dieser Horrorfamilie nicht begegnen zu müssen.

Und ich bin schuld daran. Von meinem Mann habe ich mich vor etlichen Jahren bereits getrennt. Im Gegensatz zu mir und meinem anderen Sohn, der seit Jahren große Schuldgefühle gegenüber seinem Bruder hat, ist mein Ex-Mann nach wie vor davon überzeugt, dass der Junge die Familie durch seine Boshaftigkeit zerstört hat. Ich bin mittlerweile stark depressiv und in Behandlung und außer meinem jüngeren Sohn habe ich kaum jemanden. Freunde und Verwandte haben sich von uns schon lange zurückgezogen.

Beichthaus.com Beichte #00038071 vom 16.04.2016 um 12:34:54 Uhr (24 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Er ist der größte Verlierer!

7

anhören

Verzweiflung Faulheit Trägheit Maßlosigkeit Familie

Ich (m/29) möchte beichten, dass ich meinen eigenen Bruder (22) ein wenig verachte. Warum? Er macht wirklich gar nichts aus seinem Leben: Er wohnt noch bei den Eltern, hatte noch nie eine Freundin, hat keinen einzigen Freund und geht nie aus dem Haus. Alles was er tut, ist einigermaßen regelmäßig zur Uni zu gehen, wobei seine Noten sehr durchschnittlich sind, zu zocken und immer öfter auf vulgäre Weise unsere Eltern anzupöbeln, wenn diese ihn damit konfrontieren, dass sie sich wegen seines Lebensstils Sorgen machen. Außer zur Uni geht er eigentlich nie aus dem Haus, interessiert sich nicht für seine Kleidung, sein Aussehen oder seine Körperhygiene und hat auch keine anderen besonderen Hobbys außer Zocken. Dafür hat er aber immer eine Meinung zu wirklich jedem Thema, motzt bei jeder Gelegenheit und beleidigt permanent die einzigen Menschen, denen er am Herzen liegt und bei denen er sich so verhalten kann, ohne eine aufs Maul zu bekommen oder einfach nur ausgelacht zu werden.


Ich möchte beichten, dass mein Bruder für mich der größte Verlierer ist, den ich kenne, und ich große Angst vor dem Tag habe, an dem er trotz fehlender Lebenserfahrung und sozialer Kompetenz auf eigenen Beinen stehen muss und plötzlich merkt, dass er nicht nur völlig alleine und plötzlich viel älter ist, sondern auch, dass er sich mit seiner großen Schnauze allein gegen seinen Arbeitgeber und seine Kollegen auch nicht durchsetzen kann. Ich würde ihm gerne helfen, allerdings fehlt ihm jegliche Einsicht, darüber hinaus ist er stinkfaul, selbstzufrieden, arrogant und noch dazu sehr gut darin, der Tatsache aus dem Weg zu gehen, dass er absolut keinen Plan vom Leben hat und irgendwann mächtig auf die Schnauze fallen wird, wenn er so weitermacht, da er nicht einmal weiß, wie man eine Waschmaschine anmacht oder wie man sich selbst etwas zu essen kocht, geschweige denn wie man außerhalb der eigenen vier Wände mit den Herausforderungen des täglichen Lebens zurechtkommt.


Da ich seit einiger Zeit im Ausland wohne, kann ich nichts anderes tun, als ihm ab und zu vorsichtige Ratschläge per Videochat zu geben und alles dafür zu tun, damit unsere Eltern nicht das Gefühl haben, dass ihre beiden Söhne totale Versager sind, sondern zumindest einer von beiden etwas zustande bringt. Ansonsten muss ich aber zusehen, wie mein Bruder in den Abgrund läuft, da ich jetzt schon weiß, dass er irgendwann todunglücklich darüber sein wird, wenn er merkt, dass er die besten Jahre seines Lebens einfach hergegeben hat und dass er auf eigenen Füßen einfach nicht klarkommt. Ich kann aber nichts dagegen tun, außer dabei zuzusehen, und trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich ihn im Stich lasse und als Bruder versage.

Beichthaus.com Beichte #00038035 vom 10.04.2016 um 22:25:30 Uhr (7 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Er wurde böse geboren!

18

Engherzigkeit Boshaftigkeit Verzweiflung Hass Kinder

Ich (m/29) bin bestimmt keiner von den Menschen, die immer behaupten, dass alle Kinder heute so schrecklich und so verzogen seien. Ich kenne fast nur nette Kinder hier in meinem Umfeld. Doch ich beichte, dass ich ein Kind abgrundtief hasse. Es ist die große Ausnahme. […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00038029 vom 10.04.2016 um 12:21:04 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Ist meine Kollegin eine Antisemitin?

28

anhören

Zorn Dummheit Vorurteile Kollegen

Vor einiger Zeit gab es eine Situation auf der Arbeit, in der ich (w/25), gerne meine Meinung gesagt hätte, aber still blieb, um Ärger zu vermeiden. Meine Arbeitskolleginnen diskutierten über PEGIDA, Nazis, usw. Irgendwie kamen sie dann auf das Thema Zweiter Weltkrieg, Hitler und die Rolle der Deutschen allgemein. Eine Kollegin, die schon etwas älter (Mitte 50) ist, meinte: "Woher weiß man denn, dass man uns die Wahrheit erzählt? In den Geschichtsbüchern steht doch nicht die Wahrheit. Mein Bruder hat auch Bücher über den Krieg und die sind verboten! Fragt euch mal warum." Sie sagte dann, dass man immer beide Seiten einer Geschichte sehen muss. Die anderen hörten ihr total interessiert zu. Zudem sagte sie, sie findet es schade, dass man die verbotenen Zeichen von damals nicht mehr benutzen darf, da diese hoch energetisch sind. Ich wäre am liebsten aus dem Zimmer gelaufen.


Ich habe mich in den vier Jahren seit ich dort arbeite immer sehr gut mit dieser Kollegin verstanden, sie ist eher spirituell drauf und schwört auf Naturheilkunde. Sie ist auch nicht rassistisch und versteht sich mit allen Mitarbeitern. Zudem ist sie sehr schlau und hat diverse Fortbildungen. Ich hätte solche Aussagen von ihr und die Zustimmung der anderen fünf Leute in unserer Abteilung nie erwartet. Obwohl sie schon vor zwei Jahren mal etwas von irgendwelchen reichen Familien, die Einfluss auf die Politik haben geschwafelt hat. Aber damals habe ich es ignoriert und wollte es nicht als antisemitisch einstufen. Entfernte Angehörige meiner Familie waren damals direkt betroffen. Ich hätte ihr das gerne gesagt, dass mich solche Aussagen deshalb verletzen und zudem wollte ich sie fragen, was sie nun genau leugnen möchte. Aber ich habe nichts gesagt und unterhalte mich weiterhin normal mit ihr, da wir uns alle gut verstehen. Sie hat mir letztens aus dem Urlaub auch einen Eulenanhänger mitgebracht. Jedoch fühle ich mich nicht mehr wohl und gehe in der Mittagspause oft zu Kollegen aus einer anderen Abteilung. Vielleicht übertreibe ich, aber mich macht das alles ziemlich traurig.

Beichthaus.com Beichte #00038008 vom 07.04.2016 um 22:51:41 Uhr (28 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht