Heimliche Peepshow

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Morallosigkeit Prostitution Falschheit Arbeit

Ich bin "Sicherheitsfutzi" in einem angemeldeten Bordell. Ich passe auf die Damen im Hintergrund auf und bete ungebetene Gäste und renitente Freier raus. Manchmal grob, manchmal sehr zivilisiert. Je nachdem, wie die Gäste sich uns gegenüber verhalten. Die Beichte ist, dass jede Dame eine heimlich installierte Kamera in ihrem Zimmer hat. Einerseits zur Sicherheit - andererseits für den Zuhälter und für uns zur Peepshow. Wenn es richtig zur Sache geht, nehmen wir auch auf. Die Damen und Freier wissen nichts davon. Wenn ein Freier ganz aufmüpfig wird, erpressen wir ihn mit den Videos. Kommt sehr selten vor und passiert nur im absoluten Hintergrund. Es darf keiner erfahren, sonst kommen keine Kunden mehr und die Girls kommen auch nicht mehr zu uns. Der eine oder andere nimmt sich auch immer mal was mit, wenn er nicht selbst zu einer Dame geht. Großzügiger Rabatt inklusive. Ich weiß, es ist sehr asozial und schäbig, aber mit dem Zuhälter, der eine Rockerbande hinter sich hat, legen wir uns nicht an, sondern wir spielen mit.

Beichthaus.com Beichte #00033341 vom 26.05.2014 um 13:28:31 Uhr (6 Kommentare).

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Mobbing und seine Folgen

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Neid Feigheit Zorn Internet

Ich beichte, dass ich nach fast zehn Jahren immer noch von meinen ehemaligen Mobbern besessen bin. Alle paar Wochen schaue ich mir ihre Profile bei einem sozialen Netzwerk an und freue mich, dass sie es in ihrem Leben zu nichts gebracht haben und immer noch in unserem alten Ort versauern - während ich heute glücklicher nicht sein könnte, sehr erfolgreich bin und eine großartige Familie habe. Dennoch kann ich mit diesen Leuten einfach nicht abschließen. Ich spiele mit dem Gedanken, ihnen eine Nachricht über dieses Netzwerk zu senden und von meinen Erfolgen zu berichten, nur um ihnen eins reinzuwürgen. Vielleicht könnte ich dann damit abschließen. Andererseits würde ich dadurch auch zugeben, dass sie nach der ganzen Zeit immer noch Macht über mich haben.

Beichthaus.com Beichte #00033333 vom 25.05.2014 um 11:26:08 Uhr (14 Kommentare).

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Sinnlose Wahlen

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Faulheit Ignoranz Trägheit Politik Ermstedt

Ich beichte, dass ich nicht zur Wahl gehe. Mir ist es wirklich egal, wer wo und wann gewählt wird, da die Stimmen doch sowieso nichts bringen. Die Politiker versprechen und versprechen und halten es sowieso nicht ein. Die Wahlunterlagen, die man zugeschickt bekommt, habe ich zwar vor einigen Tagen schon ausgefüllt und sie liegen bereit. Aber es ist mir einfach zu blöd, für nichts und wieder nichts das Haus zu verlassen. Ich mache mir lieber einen entspannten Sonntag mit Schlafanzug im Bett, anstatt die erste Wahlmöglichkeit meines Lebens wahrzunehmen. Übrigens: Seid froh, dass ich nicht wähle. Laut Wahl-O-Mat müsste ich die NPD wählen und ich wäre versucht, dies auch wirklich zu tun. Ist doch sowieso egal.

Beichthaus.com Beichte #00033332 vom 25.05.2014 um 10:47:06 Uhr in Ermstedt (23 Kommentare).

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Überfordert vom Horror-Studium

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Trägheit Verzweiflung Feigheit WG Studentenleben

Ich beichte hiermit, dass ich mich unfähig fühle, ein eigenständiges Leben zu führen, und erwachsen zu werden. Mir ging es immer gut, ich hatte gute Noten, die Lehrer mochten mich, meine Eltern waren stolz auf mich, ich hatte tolle Freunde und machte schließlich mein Abi mit 1,8 und blickte zuversichtlich in die Zukunft. Doch ich fand in meinem Studium keine Erfüllung, mit jedem Tag fühlte es sich für mich sinnloser an. Das selbstständige Lernen, insbesondere die Recherchearbeit in der Bibliothek, machte mir immer mehr Schwierigkeiten. Ich quälte mich durch meine Hausarbeiten - einfach nur bestehen lautete die Devise. Ich hatte in der Kennenlern-Woche ein paar nette Leute kennengelernt und entschied mich schnell dazu, mit zwei von ihnen in eine WG zu ziehen, denn fast zwei Stunden pendeln macht keinen Spaß und raubt Zeit. Doch auch hier wartete eine Enttäuschung, das spürte ich in dem Moment, in dem ich meine Mutter zur Verabschiedung umarmte und die Wohnung mit Sack und Pack betrat. Renoviert sollte sie sein - doch überall waren Mängel, die Badezimmertür fehlte, die Gastherme machte Probleme und ratterte bedrohlich. Bald überflutete auch die ganze Wohnung wegen der falsch angebrachten Spülmaschine. Ich hatte Heimweh, so sehr, dass ich es kaum ertragen konnte. Meine neuen Freunde entpuppten sich als komisch, ich konnte mich nicht mit ihnen identifizieren und fühlte mich unwohl in ihrer Nähe. Meine Mitbewohner und ich lebten uns so schnell auseinander, wir waren einfach völlig verschieden.


Andere Freunde hatte ich jedoch nicht und fühlte mich einfach nur völlig fremd. Keiner außer mir putzte die Wohnung, nicht mal die Toilette. Versuche meinerseits, mich mit schöner Deko und gründlich geputzter Wohnung wohler zu fühlen, wurden ignoriert und nicht geschätzt. Währenddessen hasste ich mein Studium immer mehr. An den Wochenenden flüchtete ich zurück nach Hause, heulte mich bei meiner Mutter und meinen alten Freunden aus und verkroch mich in meinem alten Bett. Ich fühlte mich wie ein Versager, wie ein kleines Kind, zu dumm für das Studium und nicht überlebensfähig ohne Mama. So fühle ich mich heute immer noch. Das Studium ist abgebrochen, morgen werde ich offiziell meinen Auszug verkünden und so meinen neuen Freundeskreis zurücklassen und zurück zu Mutti gehen. Ich bereue meinen überstürzten Auszug und hoffe, dass ich in zwei oder drei Jahren reif genug sein werde, alleine klarzukommen. Ich enttäusche meine Mitbewohner, meine Eltern, aber vor allem mich selbst.

Beichthaus.com Beichte #00033330 vom 25.05.2014 um 01:13:43 Uhr (13 Kommentare).

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Tränendrüse für bessere Noten

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Lügen Falschheit Drogen Faulheit Schule

Ich (w) habe eine nicht ganz so glänzende Schulkarriere hingelegt. Ich bin aus Faulheit in der siebten Klasse vom Gymnasium auf die Realschule gegangen. Ich war schon immer zu faul zum Lernen und habe lieber gespickt, oder nur das aufgeschrieben, was ich wusste. Dennoch hätte ich in der zehnten Klasse meinen Realschulabschluss bekommen - da ich aber nicht wusste, was ich machen soll und nicht wirklich Lust auf eine Ausbildung hatte, habe ich einfach gesagt, dass ich das Jahr dann wiederholen würde. Ich habe quasi nach Fünfen gebettelt und durfte im Endeffekt ein Jahr länger bleiben. Allerdings fing ich dann an zu kiffen - was irgendwann so eskalierte, dass wir täglich kifften und auch mal andere Sachen ausprobierten. Ich fing an zu schwänzen, um morgens um neun Uhr den ersten Joint zu rauchen. Irgendwann lernte ich meinen Freund kennen und habe aufgehört, aber dennoch weiterhin in der Schule lieber geschlafen, als aufzupassen. Es kam, wie es kommen musste, ich hatte am Schluss fünf rote Noten auf dem Zeugnis und eine hätte ich haben dürfen. Ich schaffte es, drei davon mit mündlichen Prüfungen auszugleichen, zwei verblieben noch. Deshalb ging ich zu den Lehrern, die mir die schlechten Noten geben wollten, und drückte auf die Tränendrüse.


Ich erzählte ihnen, dass ich schwanger und drogenabhängig gewesen sei und deshalb das ganze Jahr über nichts getan hatte. Natürlich habe ich zwar gekifft, aber ich habe das so dramatisiert, dass es so wirkte, als hätte ich gekokst und mir nach der Schule schon die erste Tablette reingepfeffert. Dank dieser Aktion durfte ich noch einen Test schreiben und bekam eine der schlechten Noten weg. Der Lehrer, der mir die letzte Fünf gegeben hatte, war von meiner Mitleids-Aktion allerdings wenig beeindruckt. Ich schäme mich, weil die Lehrerin, die meine Note gehoben hat, fast geweint hätte und mich immer wieder traurig anschaute und mich fragte, wie es mir geht. Das möchte ich auch beichten. Ich weiß nicht, ob ich das noch einmal so machen würde, aber meine Strafe habe ich eh schon längst bekommen, denn den Abschluss schaffte ich nicht. Ich war ursprünglich also auf dem Gymnasium - damit ich im Endeffekt nur einen Hauptschulabschluss habe und in einer Spielhalle auf 450 Euro Basis arbeite.

Beichthaus.com Beichte #00033320 vom 23.05.2014 um 18:13:50 Uhr (14 Kommentare).

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