Der 10-jährige Tätowierer

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Dummheit Waghalsigkeit Kinder Mamming

Der 10-jährige Tätowierer
Mein Onkel hat in seinem Haus ein Tattoo Studio. Er macht das jetzt schon seit über 20 Jahren recht erfolgreich, aber nur nebenberuflich. Am Wochenende kommen die Kunden aus allen Teilen Deutschlands angereist, um sich bei ihm stechen zu lassen. Unsere Familie inklusive meines Onkels sollte man sich jetzt aber eher als konservativ vorstellen. Er sieht absolut nicht aus wie ein typischer Tätowierer. Als ich um die 10 Jahre alt war, schickten mich meine Eltern in den Ferien oft aufs Land zu meiner Tante und meinem besagtem Onkel. Dort war es stinklangweilig und so bin ich eines Tages, als niemand im Haus war, in das Tattoo Studio gegangen. Kurzerhand habe ich mir einen kleinen Drachen selbst an den Fußknöchel tätowiert. Leider war ich nicht so künstlerisch begabt, dass man jetzt wirklich einen Drachen erkennen konnte. Mir war das so peinlich und es ist in den vergangenen 12 Jahren glücklicherweise auch nicht aufgeflogen. - Außer die ständig verwunderten Blicke meiner Bettbekanntschaften. - Heute war ich zum letzten Mal beim Hautarzt, um mir das Tattoo weg lasern zu lassen. Jetzt ist es weg und damit diese Geschichte aus meinem Körper radiert.

Beichthaus.com Beichte #00030882 vom 13.03.2013 um 22:37:03 Uhr in Mamming (19 Kommentare).

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Heimlich stricken

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Manie Feigheit Partnerschaft

Heimlich stricken
Jetzt muss ich mal was ziemlich Kindisches beichten. Mir (m) hat damals schon im Kindergarten und in der Grundschule der Kunst- und Bastelunterricht sehr gefallen. Vor einigen Wochen hat meine Freundin angefangen, zu stricken. Einfach so, zum Stressabbau und aus Spaß an der Freude. Dies weckte Erinnerungen an meine Kindheit und wie wir das in der Schule auch gemacht haben. Als ich dann mal alleine zu Hause war, habe ich mir das Strickzeug meiner Freundin geschnappt und habe geschaut, ob ich es noch auf die Reihe bekomme. Sah allerdings nicht so toll aus und ich habe es wieder aufgetrennt. Aber da man ja bei YouTube allerlei HowTo-Videos findet, hatte ich bald wieder den Dreh raus. Seitdem stricke ich heimlich bei meiner Freundin mit. Bei einem einfarbigen Schal war das gar kein Thema, wenn dieser am nächsten Tag zehn Zentimeter länger war. Im Moment macht sie jedoch so einen mehrfarbigen Ringelschal und wechselt alle paar Zentimeter die Farbe. Das macht es natürlich bedeutend schwieriger, ihr Werk unertappt zu vervollständigen. Irgendwann saß sie letztens auf der Couch und meinte nur "was habe ich denn da wieder verzapft?!" Ich hatte wohl eine andere Farbreihenfolge gewählt, als sie es vorher hatte. Irgendwie finde ich es total spannend, ihre Sachen heimlich zu vervollständigen und es macht mir auch einfach Spaß, zu stricken. Ich würde allerdings nie auf die Idee kommen, ihr zu sagen, dass ich auch gerne stricke. Stattdessen belächele ich sie währenddessen, um ihr das Gefühl zu geben, dass mich das überhaupt nicht anspricht. Das heißt, ich werde wohl weiter im Untergrund stricken müssen.

Beichthaus.com Beichte #00030873 vom 12.03.2013 um 15:55:56 Uhr (40 Kommentare).

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“Beichte

Meine imaginären Freunde

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Lügen Verzweiflung Familie Frankfurt

Meine imaginären Freunde
Meine Beichte hat ihren Anfang vor etwa zwei Monaten. An einem sonst nicht weiter erwähnenswerten Freitagabend saß ich in meinem Zimmer vor dem Rechner und vertrieb mir irgendwie die Zeit, als mein Vater reinkam und mich fragte, ob ich nicht was mit meinen Freunden unternehmen wolle oder sonstige Pläne für mein Wochenende hätte, was ich verneinte. Das Gespräch ging dann noch eine Weile weiter, wobei er mich immer wieder nach Freunden und vor allem Mädchen fragte. Irgendwie habe ich es geschafft, seinen Fragen insofern auszuweichen, dass ich vermeiden konnte, ihm ins Gesicht sagen zu müssen, dass ich eigentlich keine Freunde habe und meine Erfahrungen mit Mädchen sich auf eine eher kurze Pseudo-Beziehung im Alter von 14 Jahren beschränken. Zu meiner Verteidigung könnte ich hier sagen, dass meine Familie sehr oft umziehen muss aufgrund des Jobs meines Vaters und ich deshalb nie wirklich "Wurzeln schlagen" konnte oder so was in der Art. Längere Freundschaften als ein Jahr hatte und habe ich nicht. Außerdem hat mich auch seit dem letzten Umzug vor einem halben Jahr irgendwie die Motivation verlassen, mich in diese Richtung zu engagieren, weil das Ende ja schon von vornherein absehbar ist und mir deshalb die ganze Angelegenheit leicht zwecklos erscheint. Ganz verbergen konnte ich meine Situation dann jedoch wohl doch nicht, weil mein Vater dann zwar glücklicherweise irgendwann klein beigegeben hat, sich jedoch nicht hat nehmen lassen, mir sein Auto anzubieten, sollte ich doch noch irgendwas unternehmen wollen. Nachdem ich dann eine Weile weiter meine Zeit verplempert hatte, bin ich irgendwann in die Küche gegangen, um mir was zu trinken zu machen. Als ich dabei an unserem Wohnzimmer vorbei kam, habe ich meinen Vater schluchzen oder leise weinen hören, wie auch immer man das genau nennen mag, es war jedenfalls klar als traurig auszumachen. Um ihn nicht zu blamieren, habe ich dann nur um die Ecke ins Zimmer geschaut, um herauszufinden, was denn los sei. Und dabei ist mir dann aufgefallen, dass mein vorhin in Anspruch genommenes schauspielerisches Talent wohl doch nicht im Ansatz so ausgeprägt ist, wie ich gedacht hatte, weil mein Vater auf der Couch saß mit seinem Freitag-Abend-Whiskey und sich das einzige Bild, das es von mir aus meiner Kindheit gibt, anschaute. Zugegeben, dass mag schon leicht abgedroschen klingen, aber selbst mir ist aufgefallen, woran es wohl liegen kann, wenn mein Vater sich das einzige Bild seines Sohnes als Strahlemann traurig anschaut.
Da ich mit der Situation so erst mal nicht umgehen konnte, habe ich mich mit meinem Trinken dann wieder in mein Zimmer geschlichen und bin dann auch erst wieder nach einer halben Stunde ins Wohnzimmer gegangen, wo sich mein Vater zum Glück mittlerweile wieder gefangen hatte. Ich habe ihn dann nach den Schlüsseln für sein Auto gefragt, weil sich imaginäre Freunde noch kurzfristig gemeldet hatten und wir was trinken gehen wollten. Das scheint ihn wirklich gefreut zu haben, denn so glücklich habe ich ihn schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Nachdem er mir dann freudestrahlend einen schönen Abend gewünscht hatte, bin ich dann losgefahren bis zu einem fünf Kilometer entfernten Wald, habe mich auf einen Parkplatz dann in den Kofferraum geschlichen und dann da den Rest der Nacht gepennt. Am nächsten Morgen habe ich dann noch ein paar Zigaretten abbrennen lassen, damit meine Klamotten auch einigermaßen glaubhaft nach Barbesuch gerochen haben und bin dann heimgefahren und habe meinen Eltern die tollsten Geschichten von meinen Freunden Lukas und Marius erzählt. Dass ich eine Nacht unangemeldet bei Freunden verbracht hatte, schien sie nicht einmal im Ansatz zu stören, sondern tatsächlich zu freuen.
Nun zu meiner eigentlichen Beichte: Solche Aktionen mache ich seitdem wöchentlich, wobei ich mir ständig neue Geschichten und angebliche Bekanntschaften ausdenke, mittlerweile ist sogar eine Marie hinzugekommen, mit der ich angeblich gemeinsam Mathe habe und in die ich mich ein wenig verguckt habe. Es tut mir ja einigermaßen leid, meine Eltern so dreist anzulügen, aber ich sehe ja, wie glücklich sie das macht.
Und ganz im Ernst, ich kann ihnen ja wohl kaum erzählen, dass ich seit den letzten zwei Jahren meine Tage nur noch damit verbringe, darauf zu warten, müde genug zum Einschlafen zu werden. So wie meinen Vater schon mein Mangel an sozialen Kontakten aus der Bahn wirft, würde das bestimmt zu einer ausgewachsenen Krise führen. Und davon profitiert ja auch keiner. Sollte es jemand tatsächlich geschafft haben, sich das alles durchzulesen, dann hoffe ich, dass er vielleicht ein wenig Verständnis für mich aufbringen kann; wenn nicht, hat es trotzdem gut getan, sich das alles mal von der Seele zu schreiben.

Beichthaus.com Beichte #00030868 vom 10.03.2013 um 21:49:37 Uhr in Frankfurt (Kaiserstraße) (33 Kommentare).

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Die Vorteile des nervenden Freundes

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Diebstahl Morallosigkeit Last Night

Ich (m) habe einen leicht beschränkten Kumpel. Charakterlich ist er eigentlich in Ordnung, er ist auch nicht dumm, nur sozial gesehen ist er seltsam. Der einzige Grund, warum ich und mein bester Freund mit ihm befreundet sind, ist die Tatsache, dass er lange Zeit einer der zwei Gleichaltrigen in unserem Viertel war und auch lange mit uns in die selbe Klasse ging. Mittlerweile nervt er aber nur noch. Er ist ein halbes Jahr älter als wir zwei, geistig aber mindestens drei Jahre hinterher. Dauernd erzählt er irgendwelche saulangen, sauunlustigen Geschichten ohne nennenswerte Pointe aus seinem Schulleben, die erst dann ansatzweise witzig wären, wenn man dabei gewesen wäre. Mein bester Freund tut ihm noch den Gefallen, gezwungen drüber zu lachen, mittlerweile ist selbst das mir aber zu blöd. Neulich hingen er und ein Kumpel von ihm wie Kletten an mir und meinen Freunden, weil sie nicht gecheckt haben, dass wir sie nicht dabei haben wollten. Allerdings haben wir einen Weg gefunden, uns doch an ihm zu erfreuen.

Über die Jahre haben wir uns zig CDs und Spiele von ihm "geliehen", ohne dass er sie je wiedersah, aber das Beste kam erst. Die Eltern des besagten Kumpels leben getrennt, wir waren relativ oft bei seinem Vater, zu dessen Haus er einen Zweitschlüssel nutzen kann. Wir wissen leider, wo dieser Zweitschlüssel versteckt liegt, und wir wussten auch, dass im Keller des Hauses massig Spirituosen lagern. Altersgemäß sind wir ziemlich scharf drauf gewesen. Eines Abends war es dann soweit: Angetrunken ließen wir alle Hemmungen und Bedenken fallen, klingelten Sturm an der Haustür, und als niemand öffnete (der Vater des Jungen ist meist auf Geschäftsreisen oder bei seiner Freundin), holten wir den Schlüssel und schnappten uns aus den Kellervorräten eine sündhaft teure Flasche Rum. Natürlich blieb es nicht dabei, und wir statteten dem Haus noch mehrmals einen Besuch ab. Wir überlegten auch, ob wir dort nicht mit unseren Freundinnen Sex haben könnten, wenn der Hausherr mal wieder nicht da ist. Auch an dort rumliegenden Zigarettenschachteln hat mein Freund sich vergriffen. Ich beichte also, dass wir einen alten Freund von uns aufs Übelste verarschen und sogar kriminell geworden sind.

Beichthaus.com Beichte #00030867 vom 10.03.2013 um 21:31:28 Uhr (18 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Erst der Spaß, dann das Essen

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Diebstahl Maßlosigkeit Sex Ernährung Last Night Nürnberg

Mittlerweile dürfte sich das Ganze nahezu 15 Jahre hin und wieder abspielen. Ich bin mit meinen 34 Jahren und als Mann immer wieder im Bereich der Eroberung des weiblichen Geschlechts recht aktiv und auch erfolgreich gewesen. Hin und wieder haben sich zwischen die […]
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Beichthaus.com Beichte #00030865 vom 09.03.2013 um 19:12:18 Uhr in Nürnberg (Altstadt) (42 Kommentare).

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