Will ich wirklich in so einer Welt leben?!

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Verzweiflung Ungerechtigkeit Aggression Zorn Gesellschaft Nürnberg

Ich (w/26) bin verheiratet und erwarte unser erstes Kind. Leider habe ich in meiner Kindheit und Jugend viele traumatische Erlebnisse gehabt, aber mit einem guten Psychotherapeuten geht es mir ganz gut und ich habe nur selten Schübe einer Depression. Allerdings zweifele ich durch die täglichen schrecklichen Nachrichten, dass Kinder entführt, vergewaltigt, verkauft, getötet oder sogar von eigenen Eltern missbraucht werden, daran in so einer Welt leben zu wollen. Ich werde mir und meinem Kind nichts antun, weil ich mein Leben liebe und das kleine Wunder in mir mehr als alles andere. Aber ich frage mich ständig, wie soll unser Leben weitergehen? Wie kann ich meine Kinder beschützen? <br /> <br /> Wie soll ich psychisch damit zurechtkommen, dass heute ein lebendes Mädchen in einem Koffer gefunden wurde? Wenn es nach mir gehen würde, würde ich alle hilflosen Geschöpfe bei mir aufnehmen. Aber weil ich es nicht kann, fühle ich mich so hilflos. Das macht echt fertig. Und ich habe Angst wieder in ein tiefes Loch zu fallen. Meine jahrelange Psychotherapeutin ist im Ruhestand und ich suche verzweifelt nach einer vertrauenswürdigen Person. Ich will beichten, dass ich einen Hass und gewalttätige Gedanken gegenüber Menschen entwickele, die Kindern so grausame Sachen antun.

Beichthaus.com Beichte #00038784 vom 01.10.2016 um 23:49:48 Uhr in 90419 Nürnberg (Sulzbacher Straße) (21 Kommentare).

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Der Rächer der Sitzplatzlosen

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Peinlichkeit Dummheit Bahn & Co.

Ich hätte mich heute fas totgelacht. Heute Morgen im halb leeren Bus habe ich mich an einen Fensterplatz gesetzt und meine Handtasche auf dem freien Platz daneben abgelegt. Zur Erinnerung: Der Bus war mehr als halb leer und es waren genug Sitzplätze und auch freie Doppelsitze vorhanden. Prompt ist zwei Stationen später ein hässlicher Typ zugestiegen, der sich natürlich genau auf dem Platz setzen wollte, auf dem meine Handtasche lag. Nicht, dass der Typ danach ruhig gewesen wäre, er hat das zum Anstoß genommen, sich dazu bemüßigt zu fühlen, mich aufzuklären, dass der Bus für alle da ist und er sitzen kann, wo er möchte - und er hat sich dabei aufgeführt, wie der Rächer der sitzplatzlosen Busfahrer. <br /> <br /> Im Prinzip hat er ja recht - in einem halb leeren Bus fand ich das allerdings nur nervig. Aber bitte! Er hat ja das Recht auf freie Meinungsäußerung und ich habe das Recht, nicht zuhören zu müssen. Lustigerweise ist dann aber zwei Stationen später eine Fahrkartenkontrolle im Bus durchgeführt worden und siehe da: Mein Sitznachbar war ein Schwarzfahrer. In dem Moment, als er kontrolliert wurde und sich herausgestellt hat, dass er kein Ticket hatte, habe ich einen Lachflash bekommen - woraufhin der Typ aus einer Mischung aus Wut, Ärger, verletztem Stolz und Scham so rot angelaufen ist, dass ich dachte, er explodiert gleich. Wiedermal ein typisches Beispiel dafür, erst vor der Haustür der Anderen zu kehren, bevor man sein eigenes Leben auf die Reihe bringt. MADE MY DAY!

Beichthaus.com Beichte #00038780 vom 29.09.2016 um 12:43:52 Uhr (29 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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2-Minuten-Sex ohne Orgasmus

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Begehrlichkeit Verzweiflung Fremdgehen Selbstsucht Partnerschaft

Mir ist es so schrecklich peinlich, das überhaupt zugeben zu müssen. Ich fühle mich allein durch den Gedanken bereits schmutzig. Aber seit knapp zwei Monaten haben mein Mann und ich nur noch 2-Minuten-Sex und ich fühle mich sexuell zu einem anderen Mann hingezogen. Meinem Mann ist wirklich piepegal, ob ich beim Sex meinen Spaß hatte und das sagt er mir danach auch noch dreist ins Gesicht, wenn ich ihn frage, ob er nicht noch weitermachen könne. <br /> <br /> Reden bringt nichts. Das versuche ich mindestens zwei Mal die Woche. Er winkt dann ab, erklärt mich für verrückt oder notgeil und damit ist die Diskussion auch für ihn beendet. Auf anderen Ebenen haben wir keinerlei Probleme und verstehen uns sehr gut. Es ist wirklich nur der Sex. Der andere Mann weiß nicht, dass ich solche Probleme habe. Er ist ein langjähriger Freund, der mir schon immer Komplimente machte. Ich beichte also, in Gedanken regelmäßig Sex mit einem anderen Mann zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00038778 vom 28.09.2016 um 23:59:10 Uhr (20 Kommentare).

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Frei von gesellschaftlichen Zwängen

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Ignoranz Engherzigkeit Zorn Gesundheit

Die Menschen in meinem Umfeld gehen mir ziemlich am Arsch vorbei. Ich bin grundsätzlich kein Menschenfreund, nie gewesen. Ich habe viele schreckliche Dinge erlebt und gesehen, das hat definitiv dazu beigetragen. Ich habe mich aber immer angepasst, war hilfsbereit, freundlich, höflich, aufmerksam und respektvoll. Nun sind einige Dinge passiert, an denen ich gemerkt habe, dass ich allen (mir wichtigen Personen) gleichgültig bin (ich habe Magersucht und bin fast abgekratzt - mit knapp 38 Kilo. Ich habe kaum noch etwas hinbekommen - außer Schimpf und Schande vonseiten meiner Mutter und meinem Partner habe ich keine Unterstützung erhalten). <br /> <br /> Ich bin immer noch stark untergewichtig, habe aber den Karren so weit aus dem Dreck, dass ich wieder arbeiten und meine Tiere versorgen kann. Alleine habe ich das geschafft. Nur mit dem Gedanken, dass ich, wenn ich sterbe, das Einzige, was mir etwas bedeutet, zurücklassen muss: meine Tiere. Mein Partner hätte sie sicher weggegeben. Und nun hält mich (endlich) nichts mehr. Meinem Partner habe ich schon gesagt, er könne ausziehen, sobald er eine Bleibe hat. Geburtstage von Angehörigen? Vergesse ich liebend gern. Einladungen schlage ich aus. Hilfe biete ich niemandem an und lehne spöttisch ab, wenn ich gefragt werde. Plötzlich sind alle in Aufruhr. <br /> <br /> Ich beichte, dass ich, wenn ein Feuer ausbrechen würde, definitiv zuerst meine Tiere retten würde. Ich weiß, das gehört sich nicht, darum beichte ich. Andererseits fühle ich mich besser denn je - von diesen gesellschaftlichen Zwängen befreit zu sein und diese angeblichen Gutmenschen hinter mir zu lassen ist ausgesprochen erfrischend.

Beichthaus.com Beichte #00038776 vom 28.09.2016 um 13:13:21 Uhr (24 Kommentare).

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Die Narben meines Lebens

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Peinlichkeit Verzweiflung Feigheit

Ich habe mich im Alter von 13 und 14 Jahren selbst verletzt. Ich habe dadurch immer Aufmerksamkeit von unserer Vertrauenslehrerin bekommen und auch von meinen Freundinnen und das tat gut. Ich kannte das so nicht. Meine Mama war alleinerziehend mit mir und meinem älteren Bruder - meinen Papa haben wir nur alle zwei Wochen an den Wochenenden gesehen. Und voll berufstätig war sie auch. Eigentlich kann man ihr keinen Vorwurf machen, sie hat das gut gemeistert. Ihre Eltern, also Oma und Opa, wohnten unten. Und wie das ja so ist, war Oma immer da und hat dann für uns gekocht, wenn wir aus der Schule kamen. Danach saßen mein Bruder und ich immer auf den Zimmern, weil man sich als Junge und Mädchen in der Pubertät ja überhaupt nicht leiden konnte und man sich nicht sehen wollte. Sobald Mama kam, wurden wir beide zum Helfen gerufen und dann fing das Gezicke schon an. <br /> <br /> Mama, immer genervt von der Arbeit, hat uns dann jedes Mal angeschnauzt. Ärger habe ich sowieso oft genug bekommen, da ich in Mathe eine absolute Niete war und für jede schlechte Note trotz Nachhilfe Hausarrest bekommen habe, bis ich irgendwann unter der Woche einfach grundsätzlich nicht mehr raus durfte. Also nette Worte kannte ich kaum. Ich hatte sogar immer Angst sobald Mama kam, dass wieder irgendwas nicht stimmt, und war ungerne mit ihr alleine. Jedenfalls brauchte ich das Geritze um irgendwie Mitleid zu bekommen, statt böser Worte und Verbote. <br /> <br /> Man sieht die meisten Narben nicht mehr, nur beim genauen Hinsehen, aber sie sind noch nie jemandem aufgefallen. Am linken Arm habe ich allerdings acht "Ritze", die etwas zu tief gingen und die sind jetzt, neun Jahre später, immer noch deutlich zu sehen und ganz selten spricht mich auch einer darauf an und das ist mir sehr peinlich. Ich möchte diese Narben am Liebsten übertattoowieren lassen, aber ich habe Angst davor, zum Tattoowierer zu gehen und ihm das zu sagen und zu zeigen - vor allem wegen unangenehmen Fragen. Ich weiß einfach nicht mehr, was ich jetzt noch machen soll, damit die keiner mehr sieht.

Beichthaus.com Beichte #00038775 vom 28.09.2016 um 11:51:40 Uhr (18 Kommentare).

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