Füße sind eklig

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Ekel Unreinlichkeit Manie Arbeit

Ich bin seit etwa sechs Jahren die Stationsleitung eines Altenpflegeheims. Ich liebe meine Arbeit und mache sie auch sehr gerne, aber ich ekele mich tierisch vor Füßen, was auch Inhalt meiner Beichte ist, denn ich vernachlässige deshalb hin und wieder meine Arbeit. Denn die Füße von alten Menschen sind richtig eklig, wer auch im Pflegebereich tätig ist, weiß, wovon ich rede. Da ich aus dem Kopf heraus weiß, wann die Bewohner geduscht werden, unterlasse ich es direkt davor oder danach manchmal, die Füße so gründlich zu waschen, wie ich eigentlich müsste. Aber da ich jetzt zur Pflegedienstleitung befördert wurde, habe ich das Problem nicht mehr. Ich hoffe jemand versteht, warum ich mich so ekele. Es sind wirklich nur die Füße! Ich habe seit meinem ersten Tag als Zivi mit nichts Probleme gehabt. Außer mit Füßen, die gehen gar nicht.

Beichthaus.com Beichte #00031305 vom 30.05.2013 um 13:44:57 Uhr (16 Kommentare).

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Der Unfall in meiner Jogginghose

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Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit Dummheit Gauting

Als ich (w/20) 18 Jahre alt war, war ich mit meinem Freund schon ein Jahr zusammen. Ich hatte außerdem ein Auto, mit dem ich ihn ab und zu am Wochenende zu seinen Eltern gefahren habe, da die am Arsch der Welt wohnen.
Es war also mal wieder so ein langweiliger Sonntag und irgendwann haben wir entschieden, dass ich meinen Freund jetzt zu seinen Eltern fahre. Gesagt, getan. Wir haben uns ins Auto gesetzt und sind los gedüst, obwohl ich schon seit ein paar Stunden einen Druck im Darm und Bauchschmerzen verspürte.
Naja - Durchhalten, dachte ich, gleich hast du es geschafft! Zu Hause wird dann erst mal ein Bob in die Bahn geworfen. Nur mein Darm hat von meinem Plan anscheinend nichts mitbekommen, ich habe meinen Freund also bei seinen Eltern abgesetzt und habe mich mit ordentlicher Geschwindigkeit auf den Rückweg gemacht.

Als ich auf der Landstraße war, dachte ich: "Uuh - jetzt kommt ein dicker Pups, hoffentlich stinkt der nicht!"
Tja, denkste. Ein Pups?! Das wäre ja zu schön gewesen! Aus meinem wohlgeformten, knackigen Arsch kam eine Mischung aus Brei und widerlichem Gestank, der sofort durch meine Unterwäsche und Jogginghose auf den Schafsfellüberzug meines Sitzes sickerte.


Das war das ekligste Gefühl meines ganzen Lebens. Aber da kam auch schon die Frage auf, wie ich so wieder ins Haus zu meiner Familie sollte?! Ich hatte mir schließlich gerade in die Hose gekackt!
Also bin ich auf den nächsten Parkplatz und habe meine Unterhose, samt breiigem braunen Ungetüm, einfach dort hingeschmissen, meinen Arsch habe ich mit Feuchttüchern, die, Gott sei Dank, noch vom letzten Picknick im Auto waren, abgeputzt und habe mir eine Jacke um die Hüften gebunden.
Den Schafsfellüberzug hätte ich am liebsten auch gleich dort gelassen, aber so gemein war ich dann doch nicht.
Der ist dann zu Hause gleich in die Waschmaschine gekommen, da ich angeblich etwas verschüttet hatte.

Dieses Erlebnis war das ekligste und peinlichste, dass mir je widerfahren ist und ich muss beichten, dass man der Jogginghose den Unfall nicht mehr ansieht und ich sie noch heute trage.

Beichthaus.com Beichte #00031295 vom 28.05.2013 um 20:37:45 Uhr in Gauting (16 Kommentare).

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Durch Willensstärke ist alles machbar

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Hass Vorurteile Ignoranz

Ich (m/16) bin ein Mensch, der immer einige Probleme hatte, die dazu geführt haben, dass ich oft Kommentare einstecken musste. Ich bin von Natur aus nahezu ohne Muskeln geboren, mit Hängeschultern bis zum Bauchnabel, Armen, die durch Windstärke vier zu zerbrechen drohen und einer Hühnerbrust, bei der man die Rippen durch das T-Shirt sehen konnte. Außerdem habe ich ziemlich gelispelt. Meinem Umfeld ist dies aufgrund der Gewohnheit nicht stark aufgefallen, dem Rest jedoch schon. Da hört man schon mal Kommentare wie "Spargeltarzan", "Komm ich nehme dir die Tasche ab, nicht dass du umfällst", oder auch einfach nur Wiederholungen von Worten, die ich aufgrund des Lispelns falsch aussprach. Irgendwann hatte ich die nötige Motivation und Ambition gesammelt, um zum nächstbesten Logopäden zu gehen und mich dort behandeln zu lassen. Nach einem gescheiterten Versuch ging ich es nach ein paar Monaten erneut an, und siehe da, ich habe das Lispeln verlernt. Mein Umfeld hat es dann plötzlich gestört, dass sie sich umgewöhnen mussten, aber mittlerweile sind sie es auch gewohnt. Nun war ja noch das Problem der körperlichen Beschaffenheit, wobei ich hier anmerken muss, dass es mir hierbei nicht wirklich um mein Umfeld ging, von mir aus hätte man mir mein Leben lang dazu Sprüche reindrücken können, aber es ging wirklich um persönliches Wohlbefinden. Also die Fitness und natürlich die Zufriedenheit mit der Ästhetik, wobei das, denke ich mal, bei jedem eine Rolle spielt. Nun gehe ich seit über einem halben Jahr trainieren und sehe schon meine Erfolge. Sie sind nicht groß, und mein Körper braucht recht lange um sich zu steigern, aber trotzdem sehe ich jetzt normalgewichtig aus und bin es inzwischen auch.


Lange Rede kurzer Sinn: Seitdem ich alle Probleme, die irgendwie zu bewältigen waren, gelöst habe, kriege ich das Kotzen, wenn ich Leute höre, die Lispeln, oder übergewichtige Menschen sehe, die auch anscheinend damit nicht zufrieden sind. Genauso bei Leuten, die sich zu dünn finden, oder nicht sportlich genug. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass durch Willensstärke alles machbar ist, und wenn die Leute damit unzufrieden sind, oder sich sogar neben mir darüber beschweren, dann kann ich nicht nachvollziehen, wieso diese Leute nicht einfach ihren Arsch bewegen und endlich etwas dafür tun.

Das Problem ist, ich bin in der Meinung immer ziemlich gespalten. Einerseits könnten sie etwas tun damit sie glücklicher werden und einfach diesen Weg beschreiten, ohne lange nachzudenken, andererseits tut es mir auch leid, dass ich solche Gedanken habe, weil man nie weiß, welche Gründe die Leute haben. Ich denke, beim Lesen versteht man, was ich meine. Einerseits kann es sein, dass die Person einfach nur zu faul ist, und derjenige eigentlich keine Berechtigung hat sich zu beschweren, weil es ja selbst verschuldet ist, andererseits gibt es auch Einzelfälle. Ich weiß, das ist nur eine halbe Beichte, weil ich eigentlich zu beiden der oben genannten Aspekte stehe. Jedoch denke und hoffe ich, dass der Aspekt, bei dem ich nichts zu Beichten habe, von euch nachvollzogen werden kann. Ich bitte um Absolution für den Hass, den ich entwickle, und ich versuche, das in den Griff zu bekommen und Leute nicht mehr im Voraus zu verurteilen.

Beichthaus.com Beichte #00031294 vom 28.05.2013 um 18:32:17 Uhr (15 Kommentare).

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Das Unglück mit dem Blasentee

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Peinlichkeit Ekel Dummheit

Als ich 18 Jahre alt war, hatte ich eine Blasenentzündung. Ich habe bei meinem damaligen Freund übernachtet und, da ich die Blasenentzündung schnellst möglich weg bekommen wollte, habe ich Unmengen Blasentee getrunken. Ich hatte das nie vorher probiert, jedenfalls wusste ich damals noch nicht, wie stark dieser die Blase anregt.

Vor dem Schlafen gehen habe ich also noch mal drei Tassen Blasentee getrunken und bin dann mitten in der Nacht aufgewacht, als ich in das Bett meines Freundes pinkelte.
Das Schlimmste war, dass ich ihn aufwecken musste, da er ja auf demselben Laken geschlafen hat und ich es anders nicht wechseln konnte. Und da er noch bei seinen Eltern gewohnt hat, hat das auch seine Mutter mitbekommen.
Bis heute hoffe ich, dass mein Ex-Freund das nie jemandem erzählen wird, denn zugeben, dass mir das passiert ist, würde ich nie.

Beichthaus.com Beichte #00031293 vom 28.05.2013 um 14:21:13 Uhr (28 Kommentare).

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Die Sünden meiner Kindheit

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Aggression Selbstsucht Boshaftigkeit Kinder

Ich war als Kind ein furchtbarer Mensch. Ich war bis zur zweiten Klasse unfassbar aggressiv, manipulativ und verletzend. Vieles weiß ich gar nicht mehr, sondern kenne es nur aus Geschichten, aber ich weiß, dass ich oft schon Angst vor mir selbst hatte und meine Mutter angefleht habe, mit mir zum Psychologen zu gehen. Auch heute noch verstehe ich nicht, wie ein drei- bis achtjähriges Kind so sein kann, wie ich damals. Ich bin in einer wirklich liebevollen Umgebung aufgewachsen, zu Hause gab es nie Gewalt, weder psychische noch physische, und trotzdem hatte ich damals ständig den Drang, Gewalt an anderen auszuüben, vor allem an Jüngeren wie meiner kleinen Schwester. Eines der schlimmsten Dinge, die ich über meine gesamte Kindergartenzeit getan habe, war, andere Kinder mit Versprechungen in den Tunnel unter dem Reifenberg zu locken, um ihnen dann dort an den Haaren zu ziehen. An einem türkischstämmigen Mädchen, das damals noch kein Deutsch konnte, habe ich Selbstverteidigungsgriffe geübt - am Ende meiner Kindergartenzeit bewarf sie mich dann, zu Recht, mit allen deutschen Schimpfworten, die sie bis dahin gelernt hatte. Außerdem habe ich einmal einem Mädchen im Stuhlkreis den Stuhl weggezogen und sie dabei am Ohrring festgehalten. Ich habe Geburtstagskindern immer Geschenke gemacht oder nette Sachen gesagt, in der Hoffnung, dass ich dann neben ihnen sitzen darf, was im Kindergarten eine Ehre war. Meine Schwester habe ich regelmäßig zum Weinen gebracht, indem ich ihr irgendwelchen Quark erzählt habe, oder behauptete, dass ich sie verlassen müsse. Manchmal hatte ich auch einfach das Bedürfnis irgendjemanden zu schlagen und habe das an ihr ausgelassen. Sobald wir in der Schule lesen und schreiben lernten, habe ich an Wände die Namen von Freunden geschrieben, mit Beleidigungen, um das dann allen zu zeigen und dann zu erzählen, wen ich angeblich beim Schreiben beobachtet hätte. So ging das weiter, bis ich mich zum Ende der Grundschule immer mehr besserte.

Ich möchte für dieses Verhalten gar keine Erklärung oder Entschuldigung suchen, weil ich weiß, dass ich das alles, obwohl ich teilweise erst drei oder vier war, im vollen Bewusstsein um die Konsequenzen tat. Darum ist dies ein Teil meiner Vergangenheit, den außer Familienmitgliedern und den Beteiligten niemand kennt, weil ich es nicht schaffe, das irgendjemandem zu erzählen. Ich bereue mein Verhalten von damals von ganzem Herzen und schäme mich furchtbar dafür. Es tut mir für alle Leid, die ich verletzt habe. Vielleicht, um diese Kindheitszeit wieder gut zu machen, oder aus Angst, dass diese Aggression irgendwann wiederkommt, bin ich heute einer der friedlichsten Menschen, die ich kenne. Ich habe viele Freunde und gute Noten und ein relativ normales Leben. Ich hasse Krieg, Gewalt und Streit. Ich kann keine Ballerspiele spielen und ich kann niemanden anschreien oder anlügen, ohne mich direkt danach dafür zu entschuldigen. Trotzdem hoffe ich, dass es irgendjemanden gibt, der mir vergeben kann, dass ich einmal ein so grausamer Mensch war.

Beichthaus.com Beichte #00031287 vom 27.05.2013 um 18:30:18 Uhr (20 Kommentare).

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