Die manipulierten Leggings

24

anhören

Rache Engherzigkeit Peinlichkeit

Ich (w) beichte, dass ich meine Schwester schon mehrmals in eine peinliche Situation gebracht habe, aus Rache dafür, dass sie sich immer ungefragt meine Klamotten ausleiht. Im Prinzip habe ich nichts dagegen, meine Sachen mit ihr zu teilen, aber sie könnte mich ja wenigstens vorher fragen. Außerdem leiert sie meine Klamotten immer aus, denn sie ist kräftiger gebaut als ich, sie zwängt sich aber immer in Sachen rein, die eigentlich zwei Kleidergrößen zu klein sind. Ich habe ihr schon oft gesagt, dass sie wie eine Presswurst aussieht und sich doch mal Kleider in der richtigen Größe kaufen sollte, aber sie behauptet steif und fest wir hätten beide Größe 38, obwohl jeder sieht, dass sie eher eine 42 trägt. Außerdem trägt sie gerne Leggings statt Hosen, natürlich auch wieder zu eng, was bei ihrem sehr ausgeprägten Hintern nicht gerade vorteilhaft aussieht. Wenn sie wenigstens ein Oberteil tragen würde, das bis über den Po geht, aber Fehlanzeige. Nun zur eigentlichen Beichte: Ich habe schon mehrmals ihre Leggings manipuliert, in dem ich an der Naht am Po den Faden an mehreren unsichtbaren Stellen durchtrennt habe. So sind ihr schon mehrmals die Leggings genau am Po geplatzt, wenn sie sich zum Beispiel gebückt hat. Das war natürlich immer sehr peinlich für sie. Gebracht hat es außer Genugtuung aber nichts. Sie quetscht sich immer noch in zu enge Leggings und behauptet, es läge nur an der miesen Qualität, dass die Leggings geplatzt wären, nicht an ihrem zu großen Hintern.

Beichthaus.com Beichte #00031406 vom 11.06.2013 um 18:11:30 Uhr (24 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die verhängnisvolle Nacht

45

anhören

Trunksucht Dummheit Maßlosigkeit Schwangerschaft Rheine

Ich (m/19) habe einem jungen Mädchen eine selbstbestimmte Zukunft völlig verbaut. Vor gut eineinhalb Jahren war ich auf einer bekannten, öffentlichen Party in unserem Umkreis. Ich war zu der Zeit Single und seit ein paar Monaten 18. Mit der Volljährigkeit kommt ein gewisses Maß an Verantwortung und Reife einher - möchte man zumindest meinen. Bei Reflexion des Abends muss ich jedoch gestehen, dass auf genannter Party nicht viel davon zu sehen war. Ursprünglich bin ich mit ein paar Freunden hingegangen, um lediglich "ein wenig" zu trinken und mich bei guter Musik zu amüsieren. Vorgeglüht hatten wir schon bei mir zu Hause, da ich als Einziger bereits eine eigene Wohnung hatte, die ich mir dank meiner Ausbildung im öffentlichen Dienst, neben Auto und anderen Annehmlichkeiten, leisten konnte. Wie das aber immer so ist, neigt man bei guter Basis und steigendem Alkoholpegel sowie Stimmung stark dazu, immer weiter über die Strenge zu schlagen. Und wie es eben kommen musste, war ich nach einigen Stunden intensivem feiern mittlerweile ordentlich betrunken.

In unmittelbarer Nähe zu unserer Gruppe standen einige offensichtlich gut angetrunkene Mädchen, die schon den ganzen Abend auffällig zu uns herübergeschaut und in übertrieben neugierigem Maße getuschelt hatten. Wir, natürlich nicht lange überlegt, sind mit geschlossener Mannschaft herüber und haben geschaut, was möglich ist. Die Mädels stellten sich als sehr gesellig heraus, wobei sich eine hübsche Brünette besonders für mich zu interessieren schien. Zwar ursprünglich nicht mit der Absicht, als Single aber auch nicht abgeneigt, kamen wir uns näher und ich nahm sie später mit dem Taxi noch mit nach Hause. Wir, immer noch stark betrunken, hatten im Laufe der Nacht mehrmals ungeschützten Sex. Irgendwann schliefen wir dann vor Müdigkeit einfach ein. Am nächsten "Morgen", frühstückten wir und ich brachte sie mit dem Auto nach Hause. Vorher hatten wir noch Telefonnummern ausgetauscht. Die nächsten Wochen liefen wie gewohnt. Ich ging meiner Arbeit nach, traf meine Freunde und lebte mein Leben. Auch mit dem Mädchen von besagtem Abend stand ich weiter in Kontakt. Eines Abends stand dann meine Bekanntschaft in Begleitung ihrer Eltern vor meiner Haustür. Wie sich im weiteren Verlauf herausstellen sollte, war das Mädel gerade einmal junge 16 Jahre alt. Als Sahnehäubchen auch noch seit einigen Wochen schwanger. Ich denke, man kann sich vorstellen, wie angenehm diese Unterredung ausgefallen ist. An dem verhängnisvollen Abend bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, sie nach ihrem Alter zu fragen und auch in den weiteren Wochen waren so banale Themen wie das Alter niemals Gegenstand der Unterhaltungen. Nach einem langen Gespräch mit einer Beratungsstelle hat sie sich überdies dazu entschieden, das Kind zu behalten.

Ich habe einen Wochenendjob angenommen, um meinen Unterhaltszahlungen nachkommen zu können, und sehe sowohl mein Kind als auch die Mutter regelmäßig. Da wir uns weiterhin in jeder Hinsicht sehr gut verstehen, und ich das Vater-Sein als großes Glück empfinde, werden wir versuchen, nach meiner Ausbildung und wenn sie 18 Jahre alt ist, ein gemeinsames Leben mit Kind zu führen. Ich beichte, und es tut mir unendlich leid, dass ich trotz meines Alters und der "geistigen Reife", nicht daran gedacht habe zu verhüten, obwohl ich daran hätte denken müssen. Ich habe einem jungen Mädchen die Chance auf eine Karriere sowie eine freie Entscheidung über ihre Zukunft genommen. Ich bitte inständig um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031400 vom 10.06.2013 um 15:47:10 Uhr in 48429 Rheine (45 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Die Bonbons auf dem Waldboden

13

anhören

Falschheit Feigheit Maßlosigkeit Selbstsucht Kindergarten

Im Kindergarten haben wir einmal an einem Samstagnachmittag, mitsamt einem Elternteil, einen Ausflug in den Wald gemacht. Ein Förster hat uns viel über Tiere und Pflanzen erklärt. Dann sollten wir Bonbons suchen. Es gab braune Durchbeißer, die auf dem Waldboden kaum auffielen und grellgelbe Süßigkeiten, die allerdings nur Steine in gelbem Papier waren. Der Förster erklärte uns damit, dass ungenießbare Tiere, also zum Beispiel Wespen, leicht zu sehen sind, bei essbaren Tieren müssten sich Raubtiere aber sehr anstrengen, diese zu finden. Ich hatte zwei Durchbeißer gefunden und war damit auch sehr froh. Es gab dann allerdings von der begleitenden Erzieherin für die Kinder, die nur einen Stein gefunden hatten, auch noch ein Bonbon, damit sie nicht leer ausgingen.


Die Erzieherin, die die Bonbons mitgebracht hatte, hatte allerdings nur für jedes Kind genau ein Bonbon mitgenommen, sodass für ihre eigene Tochter am Ende keine Süßigkeit mehr da war, weil ich zwei gefunden hatte. Ich hatte die Problematik am Anfang gar nicht verstanden, weil ich lieber mit einem Stock spielte, als der Erzieherin zuzuhören. Als ich das Problem dann erkannte, wollte ich das Bonbon aber nicht herausrücken. Einerseits, weil es mir peinlich gewesen wäre, es erst jetzt herauszurücken, als alle schon verärgert danach suchten und das Wort "Dieb" gefallen war, zum anderen betrachtete ich das Bonbon, weil ich es gefunden hatte, als mein rechtmäßiges Eigentum. Um nicht aufzufallen, habe ich dann bei der Suche geholfen und spitzfindig bemerkt, dass einer von uns ja zwei Bonbons haben müsse.
Am Ende hat die dicke Erzieherin in ihrem Auto wohl doch noch ein Bonbon für ihre Tochter gefunden. Ich habe mich allerdings danach sehr schlecht gefühlt, weil ich das Mädchen zum Weinen gebracht hatte. Einen Durchbeißer habe ich genüsslich gegessen, den anderen habe ich dann zu Hause in die Mülltonne geschmissen, weil ich es nicht essen konnte.
Ich habe mich danach noch tagelang schuldig gefühlt.

Beichthaus.com Beichte #00031399 vom 09.06.2013 um 23:21:16 Uhr (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Lügen meiner Kollegin

39

anhören

Falschheit Eifersucht Fremdgehen Lügen Kollegen

Ich habe etwas gemacht, worauf ich wirklich nicht stolz bin, aber die ganze Situation ist mir einfach zu viel geworden. Seit mitunter acht Jahren arbeite ich für die gleiche Firma. Wir haben das bei uns so eingeteilt, dass es immer Zweierteams gibt, die zusammenarbeiten. Diese müssen sich dann natürlich - wenn einer krank ist oder Urlaub hat - auch gegenseitig vertreten. Also wenn einer Urlaub hat, macht der andere quasi die doppelte Arbeit. Zu meiner Partnerin wurde vor fünf Jahren eine Kollegin bestimmt, mit der ich mich früher schon sehr gut verstanden habe. Wir sind auch vom Alter her nur ein Jahr auseinander, weshalb der Chef es für eine gute Idee hielt, wenn wir zusammenarbeiten. Wir haben uns immer wirklich fabelhaft ergänzt, sind ein Team geworden, das Ganze sprang auch in den privaten Bereich über, wo wir uns gegenseitig besuchten, uns halfen, füreinander da waren und so weiter. Also sehr intensiv. Letztes Jahr ist sie aufgrund von Urlaub und einem wirklich langen Krankenstand bzw. Krankenstände ihrer Kinder, insgesamt drei Monate ausgefallen - ja, in den drei Monaten durfte ich meine und ihre Arbeit machen. Ich war ziemlich kaputt.

Nach dem Krankenstand war sie ziemlich verändert. Sie ist plötzlich sehr viel und oft ausgegangen, hat auch immer wieder Kollegen gefragt, ob sie mitgehen würden, mich natürlich auch, nur war sie bei solchen Anlässen ziemlich gemein. Sie hat mich meistens sehr bestimmend gefragt und mich dann immer ziemlich ignoriert bzw. kein Wort mit mir gesprochen. Wenn ich einmal zu ihr gegangen bin, um zu reden, war sie einsilbig und ist sofort weggegangen. Und bei diesen Anlässen hat sie auch fast schon nuttig und ziemlich exzessiv mit einem anderen Kollegen geflirtet, und auch mehr getan. Ich muss ehrlich zugeben, ich konnte damit nicht umgehen, da sowohl sie, als auch der andere Kollege, verheiratet sind. Und ich konnte auch mit ihrem Verhalten nicht viel anfangen, weil ich mir immer dachte: "Toll, du leistet so viel Arbeit, arbeitest für sie mit, und dann kann sie beim Feiern nicht einmal zwei Wörter mit dir sprechen". Denn beim Feiern hat sie noch nie Probleme gehabt, da ist sie immer der Star, der die gesamte Aufmerksamkeit auf sich ziehen muss. Sie muss am lautesten singen, am meisten trinken, am aufreizendsten tanzen und so weiter. Und mit jedem Mann, der da ist, flirten. Nur mich ignorierte sie komplett. Naja, sei es drum. Vor rund drei Monaten hat sie sich noch einmal komplett verändert. Sie ist plötzlich um Punkt 12 Uhr aufgestanden, und immer mit einer fadenscheinigen Begründung gegangen. "Muss mein Kind abholen, muss mein Auto in die Werkstatt bringen, muss ein Paket abholen, habe Handwerker zu Hause". Keine Ahnung. Sie hat immer gesagt, sie sei in einer Stunde wieder da, ist aber nie mehr zurück in das Büro gekommen. Sie hat zu der Zeit auch komplett aufgehört, mit mir zu reden. Ich wollte natürlich wissen, was los ist, und ob es an mir liegt. Aber sie sagte immer nur, dass sie ganz normal sei, oder wurde komplett aggressiv: "Bin ich verpflichtet dir im Büro Gesellschaft zu leisten oder was?!". Natürlich nicht. Aber es ist doch wohl ihre Pflicht, die Arbeit zu erledigen und in der Dienstzeit anwesend zu sein. Wir haben ziemlich oft ziemlich heftig gestritten. Sie hat dann auch zwei Aufträge komplett vermasselt, da sie etwas falsch gemacht hatte. Einen Dritten konnte ich gerade noch retten, weil ich ihre Arbeit übernommen habe. Aber es hat mich total gequält. Sie sprach nicht mehr mit mir, sie wurde unzuverlässig, und bald war das Vertrauen, das wir uns die Jahre aufgebaut hatten, komplett weg. Ich meine, wenn im Arbeitsvertrag steht, dass eine Arbeitszeit von acht Stunden abzuleisten ist, man, ohne ein Wort zu sagen, nach vier Stunden geht und den Partner die Arbeit machen lässt, fragt man sich schon, was los ist. Aber sie wollte nicht darüber reden und hat alles abgeblockt.

Und ich habe dann zwei Sachen gemacht, auf die ich wirklich überhaupt nicht stolz bin, und die ich beichten muss. Aber ich wollte wissen, was der Grund ist, dass sie sich so verhält. Sie hatte sich einen Tag freigenommen und ich habe sie vertreten. Da sie noch nie die Ordentlichste war und alle ihre aktuellen Arbeitsaufträge immer auf dem Desktop speichert, wo keiner Zugriff hat, außer sie, hat sie mir schon vor Jahren ihre Zugangsdaten gegeben, damit ich im Bedarfsfall reagieren kann. Da kam es eben so, dass der besagte dritte Auftag an dem Tag schlagend wurde, an dem sie freihatte, und ich mich bei ihr Einloggen musste. Ich erledigte alles, konnte mir dann aber nicht helfen. Ich ging an ihre E-Mails. Und da fand ich einiges, dass wirklich sehr eindeutig war und woraus sich schließen ließ, dass sie mit einem Kollegen aus einer anderen Abteilung eine Affäre hatte. Und nachdem beide verheiratet sind, konnten sich diese natürlich nur am Nachmittag treffen. Aus Neugierde ging ich dann schließlich auch noch an ihre Zeitabrechnung und sah auf den ersten Blick, dass sie dort wirklich extrem mogelt. Sie schrieb Stunden auf, die sie unmöglich gearbeitet haben kann - einfach, weil sie nicht da war. Um 12 Uhr weg, den ganzen Nachmittag nicht da, aber auf der Zeitkarte ist 18 Uhr oder 19 Uhr abgestempelt. Und das fast an jedem Tag. Und weil sie laut Abrechnung so viele "Überstunden" fabriziert hatte, trug sie ihre letzten freien Tage natürlich gleich als Zeitausgleich ein. Tage, an denen ich sie schon wieder vertreten durfte, um ihre Arbeit mitzumachen. Und ich bin angepisst, weil sie sich immer die ganzen fünf Wochen Urlaub nimmt, wenn es ihr gerade passt, sie mindestens vier bis fünf Wochen Krankenstand im Jahr hat und jetzt verschaffte sie sich auf diese Weise in den letzten drei Monaten zwei Wochen "Zusatzurlaub".
Nur wenig später vergaß sie, als sie wieder einmal raus ging, ihr Diensthandy im Büro. Und auch hier hat mich die Neugierde überkommen. Ich ging an ihre SMS. Jeden Tag verfängliche SMS an den Kollegen. Jeden Tag. Der Atem stockte mir dann aber, als ich eine SMS fand, in der stand, dass ich sie so nerven würde, weil ich immer Fragen stellen würde. Dort war auch die Vermutung geäußert, dass ich etwas ahnen würde. Zurück kam dann die Frage, was sie denn machen wolle und ihre Antwort "Ich muss ihn loswerden". Komischerweise hatte mich mein Chef, zwei Tage nachdem die SMS abgeschickt worden war, zu sich ins Büro zitiert, weil eine "anonyme Beschwerde" gegen mich eingereicht wurde. Das brachte nun wirklich Licht in die ganze Sache. Ich habe mich nun komplett von ihr zurückgezogen. Wenn sie mich fragt, ob ich ihre Vertretung mache, weil sie sich freinehmen möchte, verneine ich. Denn diese freien Tage entstehen ja nur durch Schummeln. Ich lehne es ab, sie aus dem Schlamassel zu ziehen. Deshalb auch die zwei Aufträge, die futsch waren. Ich hätte dies noch verhindern können, habe es aber nicht gemacht, weil alles auf ihren Namen läuft. Und ich sie einfach auflaufen lassen wollte, damit sie sieht, dass ich mich auch blöd verhalten kann.

Ich weiß, dass es nicht in Ordnung war, dass ich spioniert habe, aber ich wollte wissen, was wirklich abgeht. Trotzdem weiß ich jetzt nicht, ob ich zu unserem Chef gehen soll, um ihm die Geschehnisse zu berichten. Er selber merkt so etwas ja niemals. Ihm ist nur wichtig, dass die Arbeit gemacht ist. Ihm ist egal, wer sie macht. Ich habe der Kollegin schon gesagt, dass sie machen kann, was sie will, aber es soll kein anderer zu Schaden kommen. Aber ich komme zu Schaden, weil ich plötzlich viel mehr zu tun habe, nur damit zwei Kollegen miteinander Sex haben können. Mir reicht es. Ich fühle mich nun befreiter, obwohl ich wirklich nicht stolz darauf bin, dass ich spioniert habe. Vielleicht hat auch jemand eine Idee, was ich machen kann.

Beichthaus.com Beichte #00031387 vom 08.06.2013 um 20:24:05 Uhr (39 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Entfremdung durch die Auslandszeit

26

anhören

Verzweiflung Misstrauen Lügen Hass Partnerschaft

Ich (w/18) glaube ich habe ein ernsthaftes Problem. Seit fast einem Jahr habe ich einen Freund. Vorher hatte ich noch nie eine Beziehung, ich hatte einfach meine zwei, drei besten Freunde und das hat mir gereicht. Durch ihn habe ich eigentlich erst gelernt, was es bedeutet, so richtig geliebt und gebraucht zu werden und sich mal bei jemandem fallen lassen zu können. Ich war nie der gefühlsduselige Typ, habe auch nie vor anderen Menschen geheult, auch wenn es meine Mutter war. Jedenfalls, er ist wirklich ein lieber Typ, anders als viele andere Männer, er ist so einfühlsam, zärtlich und verständnisvoll. Er hat auch nie gejammert, als ich meinte, ich bräuchte noch mehr Zeit, bevor ich mit ihm schlafen könnte. Noch dazu sieht er verdammt gut aus. Und an alle, die meinen, Mädchen gehen nur nach dem Äußeren, wir haben uns mitten in der Nacht auf einem Zeltplatz ohne Lichtquelle in der Nähe kennengelernt und haben den anderen erst gesehen, als die Sonne wieder aufgegangen ist.
Jedenfalls, hat er mir schon am Anfang unserer Beziehung gesagt, dass er im Frühling - also ein drei viertel Jahr später, für drei Monate nach Australien möchte. Um sich den Kontinent anzuschauen und auf Farmen zu helfen, denn da gibt es ja so ein Programm, dass arbeitswillige Reisende an Farmen aus aller Welt vermittelt. Ich hatte nie ein Problem damit, ich hätte ja auch nie geglaubt, dass unsere Beziehung tatsächlich so lange hält oder er mir so wichtig werden kann. Dann war auf einmal April und er war weg. Anfangs hatten wir regelmäßig Kontakt, schrieben Mails, skypten und so weiter. Dann meinte er, er könnte mir in Zukunft nicht so oft schreiben, weil er viel zu tun hätte - auf der Farm arbeiten und so. Dafür hatte ich auch Verständnis.


Ich schickte ihm halt doch zwischendurch kleine Nachrichten, zum Beispiel, als ich den Führerschein geschafft hatte. Dass ich nicht sofort eine Antwort bekommen würde, war mir klar, allerdings nicht, dass er zwar online ist, aber sich nie meldete. Auf diesem bekannten sozialen Netzwerk sieht man ja mittlerweile, wann wer zuletzt online war, und seit einer Woche habe ich keine Nachricht von ihm. Ich bin schon so wütend, dass ich ihn quasi bei seinem besten Freund verpetzt habe. Er meint, er wird mal mit ihm reden, weil er mich auch versteht. Ich fühle mich belogen und hintergangen, wenn er wieder kommt, werde ich ihm den Hals umdrehen.

Allerdings, und darauf bin ich stolz, habe ich kein einziges Mal deswegen geweint, ich bin zwar permanent kurz davor komplett zusammenzubrechen, aber er ist es mir einfach nicht wert.
Mittlerweile bin ich wieder wie ein Stein, harte Schale, harter Kern. Niemand darf mich berühren, zur Begrüßung gibt es keine Umarmungen mehr. Jeglicher Körperkontakt ist mir wieder unangenehm, und ich habe auch absolut kein Bedürfnis nach Sex oder irgendeiner Form menschlicher Zuneigung. Ich stehe wieder da, wo ich vor unserer Beziehung war. Ich bin echt am Überlegen, ob ich nicht Schluss machen soll. Irgendwie ja, weil er mich doch belügt und wer weiß, ob er mich nicht doch betrügt. Irgendwie aber doch nicht, weil er doch das Beste war, was mir je im Leben passiert ist.
Vielleicht bin ich doch kein Stein, ich bin nämlich jetzt am heulen. Ich hasse mich dafür, denn er ist keine einzige Träne wert, wenn er mich so belügen kann. Wie konnte ich ihm vertrauen? Kann ich das noch, wenn er wieder da ist? Ich sollte wohl abwarten, was das Gespräch mit seinem besten Freund bringt. Der meint ja auch, dass mein Freund mit mir überglücklich ist und es nicht immer leicht mit den Mädchen hatte. Aber wieso kriege ich keine Antwort von ihm? Auf der einen Seite wäre es schon schön, wenn wieder alles so wie früher wird. Auf der anderen Seite weiß ich nicht, wie lange ich so noch weiter machen kann. Ich glaube, ich hasse ihn.

Beichthaus.com Beichte #00031386 vom 08.06.2013 um 17:20:01 Uhr (26 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000