Schreiende Wellensittiche

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Hass Zorn Aggression Tiere

Ich habe zwei Wellensittiche, die ich über alles liebe. Seit Kurzem haben sie allerdings eine Phase, in der sie nur rumschreien, auch wenn es ihnen an nichts mangelt, weder an Zubehör noch an Nahrung oder Aufmerksamkeit - und es nervt mehr, als ich dachte, dass etwas jemals nerven könnte. Leider habe ich derzeit auch Klausur- und Lernphasen für die Uni und sage ihnen dann öfter in meiner Wut über den Lärm, dass ich sie in die Pfanne stecke oder ihnen die Hälse umdrehe. Im Nachhinein tut mir das dann schrecklich leid, auch wenn sie es nicht verstehen, aber ich glaube, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Nachbarn sich beschweren werden und Lernen ist bei dem Lärm auch unmöglich.

Beichthaus.com Beichte #00036941 vom 29.10.2015 um 12:17:57 Uhr (11 Kommentare).

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Der schlimmste Zimmernachbar der Welt

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Aggression Rache Zorn

Ich hatte einen Reitunfall und lag einige Tage im Krankenhaus. Danach ging es weiter auf Reha. Dort hatte ich den wohl schlimmsten Zimmernachbarn. Wenn er telefonierte, brüllte er mit dem grauenhaften (sächsischen) Dialekt herum, dass ich fast jedes Wort bis in mein Zimmer und auf dem kompletten Gang verstehen konnte. Das Schlimmste war, dass er nachts auch noch schnarchte wie ein verschnupftes Nashorn. Nun zu meiner Beichte: Eines Nachts war ich so wütend, dass ich eine etwas matschige Mandarine (ich hatte welche mitgenommen) so dermaßen an seine Zimmertür knallte, dass sie platzte. Leider wurde das Schnarchen dadurch nicht besser. Am nächsten Morgen war das dann Gespräch und besagter Nachbar fragte mich, ob ich nachts etwas gehört oder mitbekommen habe davon. Ich log ihm dreist ins Gesicht. Im Zimmer musste ich mir erst einmal einen ablachen. Im Nachhinein tut es mir leid, weil nicht er direkt einen Schaden hatte, sondern die arme Reinigungskraft. Ich bitte um Absolution, aber diesen Honk als Zimmernachbarn zu haben, ist wirklich eine Qual.

Beichthaus.com Beichte #00036940 vom 29.10.2015 um 10:02:52 Uhr (7 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ich belüge meine Eltern

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Lügen Falschheit Familie

Vor fast zwei Jahren bin ich (w/25) in meine erste eigene Wohnung gezogen, da meine Eltern umzogen und ich ihnen nicht weiter auf der Pelle sitzen wollte. Außerdem wollte ich in der Nähe meines Freundeskreises bleiben. Leider gibt es in dieser Gegend überwiegend teure Wohnungen. Ich hatte jedoch Glück und fand eine kleine, wunderschöne bezahlbare, trotzdem aber überteuerte kleine Wohnung. Ich arbeite in der Pflege und verdiene nicht sehr viel. Leider komme ich nur ganz knapp mit meinem Geld zurecht. Und das, obwohl ich wirklich nur das Nötigste damit bezahle. Nun habe ich einen Zweitjob in der Gastronomie angenommen, um finanziell nicht ganz unterzugehen. Nun zu meiner Beichte: Ich belüge regelmäßig meine Eltern, indem ich ihnen vorgaukle, dass ich ein wunderbares Leben führe. Sie wissen nichts von meinem Zweitjob und dass ich teilweise 7-Tage-Wochen habe.


Ich möchte sie nicht belügen - und trotzdem tue ich es, weil ich sie nicht enttäuschen möchte. Als sie mich neulich fragten, ob ich mit ihnen zusammen in den Urlaub fahren möchte, verneinte ich. Das kann ich mir einfach nicht leisten. Ich erzählte ihnen aber, dass ich keine Lust auf dieses Urlaubsland hätte. Es tut mir so unglaublich leid, aber ich bringe es nicht übers Herz, ihnen die Wahrheit zu erzählen.

Beichthaus.com Beichte #00036934 vom 28.10.2015 um 14:59:24 Uhr (10 Kommentare).

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Beziehung während eines Auslandsjahres

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Verzweiflung Selbstsucht Partnerschaft

Ich (w/22) beichte, dass ich vor knapp einem Jahr mit meinem langjährigen Freund Schluss gemacht habe und ihm somit das Herz gebrochen habe. Ich war damals im Ausland und hatte auch vor, dort noch einige Monate zu bleiben. Unsere Beziehung lief bis zu meiner Abreise super, wir liebten und respektierten uns und konnten uns ein Leben ohne einander nicht vorstellen. Trotzdem traf ich damals die Entscheidung nach der Schule etwas erleben zu wollen, bevor ich studieren und später arbeiten gehen müsste. In den ersten Tagen und Wochen im Ausland lernte ich jedoch so viele neue Menschen kennen und fand schnell neue Freunde, dass ich meinen Freund daheim erst einmal kaum vermisste. Ich dachte nicht oft an ihn und ihm ging es immer schlechter, da ich mich kaum noch meldete. Als ich dann hörte, dass er kaum noch aß und extrem abnahm, vor lauter Kummer über mein Fehlen und mein Verhalten, beschloss ich, einen Schlussstrich zu ziehen, sodass er mit mir abschließen könnte und es ihm bald auch wieder besser ging.


Mir ging es die ganze Zeit gut und ich genoss mein Leben, während er in Deutschland vor sich hin trauerte. Durch mein Verhalten riss ich ihn jedoch noch tiefer in die Trauer und es ging ihm lange Zeit sehr schlecht. Ich habe in der Zeit einen Anderen kennengelernt und bin nach einigen Monaten schon in der nächsten Beziehung gewesen. Doch bis heute habe ich nie wieder das Gleiche für irgendjemanden empfunden wie für meinen ersten Freund. Bis heute konnte ich nicht mit ihm abschließen und ich beichte, dass ich damals zu voreilig gehandelt und dadurch viel kaputtgemacht habe. Er hat sich natürlich nach einiger Zeit wieder gefangen und führt eine glückliche, neue Beziehung, aber ich habe mich durch meine Unfähigkeit damals beziehungsunfähig gemacht und habe das auch verdient.

Beichthaus.com Beichte #00036932 vom 27.10.2015 um 23:41:15 Uhr (18 Kommentare).

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Ein Prokurist aus dem viktorianischen London

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Hass Peinlichkeit Zorn Maßlosigkeit

Ich (m/20) muss meine latenten Agressionen gegenüber einigen Personen aus meiner Bekanntschaft beichten. Über einen Freund, der extrem modebewusst ist, kenne ich einige weitere Leute, die wir mittlerweile nur noch die "Ben-Sherman-Gang" nennen, weil sie nur in besagtem Laden einkaufen gehen und dort teilweise auch arbeiten. Einer von ihnen bringt mich besonders auf die Palme. Alle kleiden sie sich im Vintage-Look mit Anzug, Krawatte und Armbanduhr (je älter, desto besser), und das alles rund um die Uhr, dabei sind sie alle gerade mal 18 bis 20 Jahre alt! Das kann ich noch irgendwie akzeptieren, aber einer übertreibt es einfach nur noch: neulich kam er ernsthaft mit Messer, Tabakblock zum Runterschneiden und Pfeife in unsere Stammkneipe, zieht sich bei Gelegenheit die Taschenuhr aus der Anzughose und gibt gerne den weltmännischen englischen Gentleman, samt gefaktem "british working class accent", dabei hat er zwei Jahre nach seinem Abitur immer noch nichts Anständiges auf die Reihe gebracht, außer einem Praktikum in einer Klinik.


Wenn er auf dem Oktoberfest bei uns bedient, schlüpft er übrigens in die Rolle des kernigen bayrischen Bua, samt ebenfalls gefaktem bayrischen Akzent. Trotz mittelmäßigem Abischnitt ist es nämlich der Wunsch des jungen Herren, Medizin oder Psychologie zu studieren, was er jetzt auch durch Vaters Geld und Connections tun wird. Ich habe ihn auch schon in der Stadt mit Skizzenblock und - ganz stilecht - Gläschen Wein beim Zeichnen gesehen, kein Witz. Allein beim Schreiben kommt in mir wieder der Hass hoch. Unser Verhältnis ist nicht besonders gut, aufgrund des überschneidenden Freundeskreises habe ich aber leider oft mit ihm zu tun und ihm so im nicht mehr ganz nüchternen Zustand schon öfter merken lassen, wie affig ich sein Getue finde. Das kam nicht gut an, denn wenn er eins nicht ab kann, ist es, nicht ernst genommen zu werden. Aber wieso kleidet er sich dann auch wie ein Prokurist im viktorianischen London, verdammt noch eins?


Zur Information: Das Ganze spielt sich an den Wochenenden in unserer schummrigen Stammkneipe in einer Kleinstadt ab, nicht im Montmartre zur Belle Epoque. Sogar seinen eigenen steinernen Bierkrug bringt er in die Kneipe mit, dunkles Bier kann der Connaisseur nämlich nur daraus trinken, und wenn er dann auch noch allen Ernstes Limericks aus seinem Reclam-Heftchen liest, natürlich so, dass es alle mitkriegen, wie gebildet und interessiert er ist, hat das Ganze etwas von Realsatire. Was ich beichten möchte, ist also meine Aggression gegenüber diesem Clown, die so weit geht, dass ich ihn schon heimlich mit allerlei Sachen aus dem Hinterhalt beworfen habe - mit Geldmünzen, zusammengeknüllte Bierdeckel, etc. Das bereue ich, denn es war kindisch und hat unter uns zum Streit geführt. Ich bereue es aufrichtig.

Beichthaus.com Beichte #00036930 vom 27.10.2015 um 18:34:07 Uhr (22 Kommentare).

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