Gangsterrap verpasst

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Boshaftigkeit Rache Bahn & Co. Hannover

Gangsterrap verpasst
Ich (m/35) habe etwas gemacht, was ziemlich unfair war. Vor ein paar Wochen bin ich mit dem ICE von München nach Hamburg gefahren, da ich durch meinen Beruf viel in Deutschland reisen muss. Jedenfalls saßen an diesem Tag am Tisch nebenan vier Jugendliche, denen man schon anhand ihres Kleidungsstils ansah, dass sie diesen Hip Hop/Gangsterrap hören. Im Laufe der Fahrt erfuhr ich durch die nicht zu überhörenden Gespräche dieses pubertierenden Haufens an Jungs, dass sie nach Hannover auf ein Konzert irgendeines bekannten Rappers fahren wollten und sich scheinbar cool vorkamen, 80 Euro für ein Ticket gezahlt zu haben. Ich schluckte meine Missgunst über ihren Lärm runter und konzentrierte mich auf die Arbeit auf meinem Laptop.

Nach circa zwei Stunden Fahrt versuchten die Jungs dann, eine Runde zu schlafen und stellten sich den Handywecker auf einem ihrer Smartphones, damit sie nicht verschlafen. Nach einer weiteren Stunde bemerkte ich, dass auch der letzte der Viererbande eingepennt war, klappte meinen Laptop zu und schaute mich um. Bis auf eine ältere Frau und einen Mann in meinem Alter, die beide sichtlich erleichtert waren, dass dieses von Hormonen gesteuerte Pack endlich eingeschlafen war, war das Abteil ziemlich leer. Also stand ich leise und sachte auf, um keinen der Jungs zu wecken. Ich schnappte mir das Handy mit dem aktivierten Wecker und war positiv überrascht, dass kein Pin erforderlich war, um das Handy zu entsperren. Den Wecker stellte ich von 9:30 Uhr, kurz bevor der Zug in Hannover gehalten hätte, auf 10:30 Uhr, 20 Minuten, bevor er in der Endstation Hamburg Hbf einfuhr. Wie ich es erwartet hatte, verpennten die Jungs ihre Haltestelle und fuhren schlafend weiter mit nach Hamburg.

Exakt um 10:30 Uhr begann dann die lästige Melodie des Weckers und es dauerte ein paar Minuten, bis die Jungs merkten, dass sie weiter gefahren sind, als gewollt. Als ich gefragt wurde, ob der Zug schon durch Hannover durch war (diese Jungs konnten sogar eine ganz normale Frage stellen), spielte ich den überraschten Zugpassagier und sagte, dass die nächste Station Hamburg Hbf die Endstation war und man in Hannover schon vor einer Stunde gehalten hatte. Dann war das Geschrei natürlich groß und es wurde, wie nicht anders zu erwarten, der Besitzer des Handys beschuldigt, den Wecker falsch eingestellt zu haben. Seine Ansage, dass er den Wecker garantiert auf 9.30 Uhr gestellt hatte, wurde von den anderen ignoriert. Einer der Jungs brach sogar in Tränen aus. Ich saß am Tisch nebenan und hatte, kurz bevor das Geschehen losging, heimlich meine Webcam am Laptop angestöpselt und hielt natürlich voll drauf. Man will ja was in Erinnerung behalten.

In Hamburg trennten sich unsere Wege und auf meiner restlichen Fahrt kam ich aus dem Lachen und Grinsen nicht mehr heraus. Und auch heute noch, wenn ich mies drauf bin oder einen schlechten Tag habe, krame ich meinen Laptop hervor und sehe mir das Video an. Besonders wenn dann das oben erwähnte Schluchzen einsetzt, kann ich mich vor Lachen nicht auf einem Stuhl halten.

Beichthaus.com Beichte #00034574 vom 10.12.2014 um 23:54:10 Uhr in Hannover (Ernst-August-Platz) (31 Kommentare).

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Pech in der Liebe

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Engherzigkeit Verzweiflung Prostitution Hamburg

Leider habe ich mit Frauen kein großes Glück. Vermutlich sehe ich für die Damenwelt nicht gut genug aus - oder es ist, weil ich zu nett bin und auch mal etwas durchgehen lasse. Aus lauter Frust ging ich mal zu einer Prostituierten. Als ich auf ihr lag, konnte ich […]
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Beichthaus.com Beichte #00034567 vom 10.12.2014 um 19:04:09 Uhr in 20359 Hamburg (Herbertstraße) (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Manipulation bei der Maßnahme vom Jobcenter

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Schamlosigkeit Boshaftigkeit Zorn Hannover

Es ist ein paar Jahre her - ich war gerade mit der Schule fertig und hatte noch keinen Ausbildungsplatz. Nachdem ich mich beim Jobcenter arbeitslos gemeldet hatte, wurde ich in eine "Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme" geschickt. Jedoch hatte ich schon vom ersten Tag an keine Lust auf diese "Maßnahme", da dort nur Asoziale, Kriminelle, und unmotivierte Jugendliche waren, zumindest 70 Prozent ohne einen Schulabschluss. Ich war das komplette Gegenteil - keine Vorstrafen, motiviert, Abitur etc. Also habe ich mir geschworen, nicht nur ordentlich Bewerbungen zu schreiben, sondern diesen gesellschaftlichen Abschaum ordentlich zu ärgern. Wie ich meinen Spaß gehabt habe, indem ich die eine oder andere Zukunft (kurz- oder langfristig) ruiniert habe? Ich habe sehr gute Kenntnisse im Bereich IT, und ich habe auch gute Kenntnisse, wenn es um das Thema Hacken oder Manipulieren geht. Und ich hatte eine unglaublich unintelligente "Betreuerin", die nicht nur ihren Rechner unbeobachtet ließ, nein, sie hatte ihren Benutzernamen sowie alle Passwörter auf einem Zettel unter der Tastatur versteckt. Und die Sicherheitsrichtlinien waren teilweise mehr als mangelhaft.


Also habe ich gewartet, bis sie Pause hatte, der PC war somit frei zugänglich. Mit einem USB-Stick und diversen Tools sowie mit den ganzen Passwörtern und den kuriosen Sicherheitsrichtlinien habe ich mir nicht nur einen dauerhaften Zugang mit Adminrechten auf fast allen Bereichen verschafft, ich habe auch noch schön einen Fernzugang eingerichtet. Zu Hause fing mein Spaß erst richtig an. Ich hatte Zugriff auf alle Daten, Informationen, Bewerbungen, Einträge, Pläne, Tests, Informationen von bzw. für das Jobcenter, komplette Systeme sowie viele Server, Drucker, Router, VoIP, also auf das gesamte Schulnetzwerk von den zwei Standorten inkl. aller PCs, Laptops, Telefone und mehr. Ich hätte nie gedacht, dass alles wirklich so schlecht konfiguriert und gesichert ist. Dumme Mitarbeiter, unprofessionelle IT-Kollegen. Aber ich hatte immerhin Zugriff auf quasi alle Daten! Und ich konnte vieles, wirklich vieles Bearbeiten. Die Qualität der Anwendungen war unterirdisch.


Ich habe alles Mögliche verändert, manipuliert und einiges gelöscht. So sind fehlerhafte Bewerbungen verschickt worden, die "Teilnehmer" konnten ihre Betreuer nicht anrufen, Urlaubspläne und Urlaubstage stimmten nicht, die Drucker habe ich mit "Vorlagen" gefüttert, sodass zum Beispiel bei einer Bewerbung hinter dem Anschreiben ganz dezent zwei Hunde beim Sex mitgedruckt wurden und noch vieles mehr. Es ging lange gut. Viele haben dadurch erst recht Absagen bekommen, einige haben wegen mir Abmahnungen erhalten, teilweise waren die wegen mir nicht mehr im System verzeichnet, konnten gewisse Abschlüsse und Qualifikationen nicht machen und Ähnliches. Nachdem ich nach relativ kurzer Zeit einen Ausbildungsplatz gefunden habe, habe ich mich dort nie mehr blicken lassen. Jedoch habe ich jeden Tag irgendwelche Manipulationen im System vorgenommen und ich konnte immer öfters beobachten, wie durch meine Manipulationen immer mehr Anträge von den Betreuern zum Jobcenter wanderten, weil die Teilnehmer unentschuldigte Fehltage hatten, katastrophale Bewerbungen abschickten, sich nie telefonisch meldeten und so weiter. Auch verschwanden ab und zu Teilnehmer aus dem System.


Irgendwann muss aber jemand misstrauisch geworden sein. Ich meine: So viele Problemfälle?! Und das quasi ohne Ende? Ich habe, kurz bevor alles aufflog, den Mailverkehr einer Betreuerin mit dem Jobcenter gelesen, wo sie den Verdacht äußerte, die Teilnehmer seien nicht für alles verantwortlich und sollen mal alle Änderungen, Zugriffe und Sonstiges auf Fehler bzw. Unstimmigkeiten überprüfen. Zwei Tage später hatte ich keinen Zugriff mehr. Was danach passiert ist, ob die unschuldig Bestraften wieder eine Chance bekommen haben und ob die Sicherheit wieder gewährleistet ist, kann ich nicht beantworten. Ich habe mit niemandem "von dort" Kontakt. Jedoch bin ich mir zu 99,9 Prozent sicher, dass ich die Zukunft einiger Personen - teilweise - zerstört habe. Inzwischen sind ein paar Jahre vergangen, meine Lehre habe ich erfolgreich beendet und arbeite an einem guten Arbeitsplatz. Jedoch tut es mir wahnsinnig leid, was ich den Personen damals angetan habe. Warum? Ich habe in der Stadt vor Kurzem einen ehemaligen Teilnehmer gesehen - ohne Job und ohne Wohnung. Seitdem fühle ich mich wahnsinnig schuldig. Im echten Leben habe ich es bisher niemandem gebeichtet, weil ich mich dadurch strafbar gemacht habe. Falls ein ehemaliges Mitglied das dennoch lesen sollte: Es tut mir wahnsinnig leid!

Beichthaus.com Beichte #00034551 vom 08.12.2014 um 20:50:09 Uhr in 30161 Hannover (Hamburger Allee) (10 Kommentare).

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Kein Mitleid mit den Patienten

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Engherzigkeit Ignoranz Ungerechtigkeit Gesundheit Arbeit Hamburg

Ich (m/29) arbeite schon seit einigen Jahren in einem Gesundheitsberuf. Ich hatte noch nie ein zartes Gemüt und Blut oder abstehende Gliedmaßen, Tote etc. machen mir nichts aus. In meiner Ausbildungszeit hatte ich "Kontakt" zu einem 18-jährigen Patienten. Da ich immer recht neugierig bin und immer alles wissen möchte, fragte ich so gleich die Stationsschwester, warum der Junge sich wie ein 1-jähriges Kind benimmt, das nur brabbelt und sabbert. Entgegen meiner Erwartung, dass dieser eine Behinderung hat, antwortete sie, dass er mit Drogen gedealt hatte. Dabei wurde er von der Polizei erwischt und sollte vor Gericht gestellt werden. Dazu kam es nur nie, da sich der junge Mann vorher mittels einer Insulinüberdosis das Leben nehmen wollte. Er hatte es wohl falsch dosiert und sich "nur" das Gehirn zerschossen, seitdem sei er so, wie er ist.


Zu meiner Beichte: Ich hatte damals schon zum Ausdruck gebracht, dass ich mit solchen Leuten kein Mitleid habe, egal wie alt sie sind. Das heißt jetzt nicht, dass ich kein Mitleid mit deren Angehörigen, Freunden etc. habe, nur ist meine Schmerzgrenze sowieso schon sehr hoch, bevor mir ein fremdes Schicksal an die Nieren geht. Außerdem zeige ich nicht jedem x-Beliebigen, wie sehr mir die Sache manchmal am Arsch vorbeigeht, wenn es selbst verschuldete Sachen sind. Viele empfinden es als krank oder gestört von mir, dass ich solche Ansichten habe wie im eben genannten Beispiel aus meinem Leben. Ich schäme mich sehr dafür, aber kann es irgendwie auch nicht ändern. Vielleicht bin ich auch einfach nur ein Mensch, der wenig Emotionen zeigt.


PS: Ich erledige meine Arbeit immer professionell, egal wer da "liegt." Also es braucht keiner Angst zu haben, dass Patienten zu schaden kommen oder schlecht behandelt werden, nur weil ich kein Mitleid empfinde.

Beichthaus.com Beichte #00034510 vom 05.12.2014 um 12:42:14 Uhr in 22765 Hamburg (Goetheallee) (18 Kommentare).

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“35.000

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Der aufgewärmte Hamburger

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Habgier Restaurant Geld Arbeit

Der aufgewärmte Hamburger
Ich arbeite neben der Ausbildung noch in einer Pizzeria. Wir schließen um 23 Uhr und ich gehe meist als Letztes, da ich dort nach Feierabend noch sauber mache. Letztes Wochenende kamen dann noch zwei besoffene Männer in die Pizzeria. Sie hatten einen Hamburger aus einer bekannten Fast-Food-Kette dabei. Der Eine sagte zu mir: "Ey, machst du mir den noch mal warm. Der ist schon kalt. Ich gebe dir 50 Euro." Er gab mir den Fünfziger und ich erwärmte seinen Burger in der Mikrowelle. Danach verabschiedeten sie sich höflich. Ich schäme mich jetzt ziemlich dafür, dass ich die Trunkenheit der beiden so schamlos ausgenutzt habe.

Beichthaus.com Beichte #00034437 vom 28.11.2014 um 02:06:47 Uhr (8 Kommentare).

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