Das gestohlene Stickergeld

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Diebstahl Falschheit Habgier Geld

Ich habe vor vier oder fünf Jahren diese Bundesliga-Sticker gesammelt. Damals war ich 14 oder 15 Jahre alt und ich glaube, das Sammeln dieser Sticker wurde langsam zu einer Art Sucht. Ich erhielt nicht viel Taschengeld, aber insgesamt habe ich dafür wahrscheinlich knapp 150 bis 200 Euro ausgegeben. Das meiste Geld habe ich von meiner Oma bekommen, aber auch von anderer Seite. Einmal war ich nämlich bei meinem Freund und als wir irgendetwas aus dem Wohnzimmerschrank holen wollten, entdeckten wir einen Geldstapel. Die Verlockung war groß und wir diskutierten darüber, ob wir uns etwas von dem Geld nehmen sollten. Schlussendlich klaute jeder von uns einen 50-Euro-Schein und wir fuhren auf direktem Weg los und investierten das Geld in Sticker. Wir schienen aus dem Schneider, denn in den nächsten Monaten schient Gras über die Sache zu wachsen - die Eltern meines Kumpels hatten wohl nicht bemerkt, dass hundert Euro entwendet wurden. Bis mein Freund mich irgendwann anrief und meinte, dass er seinen Eltern die Wahrheit gesagt hätte, da sie den Verlust doch noch bemerkt hatten. Natürlich hat er auch erzählt, dass ich die Hälfte des Geldes genommen habe und ich sollte es zurückzahlen. Doch das habe ich bis heute noch nicht getan. Wir sehen uns immer noch oft, aber es hat mich noch nie jemand darauf angesprochen.

Beichthaus.com Beichte #00031644 vom 24.07.2013 um 22:51:52 Uhr (15 Kommentare).

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Diebisch gut geschlafen

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Selbstsucht Ungerechtigkeit Schamlosigkeit Schule

Vor einigen Jahren war ich mit meiner besten Freundin in einem Internat. Es sollte demnächst renoviert werden und dementsprechend hart und unbequem waren die Stockbetten. Durch einen Zufall fiel uns auf, dass das Zimmer nebenan zwar dieselben Betten, aber viel bequemere und weichere Matratzen hatte. Also haben wir, als die Beiden nicht in der Schule waren, die Matratzen einfach umgetauscht. Wir haben es weder besonders heimlich, noch wirklich leise gemacht. Es war sogar ziemlich offensichtlich, als wir die Matratzen nacheinander durch den Flur schleppten. Außerdem mussten wir extra die Betten umbeziehen und die schweren Teile auf das obere Bett zu bekommen war nicht gerade leicht. Auf jeden Fall hat es sich echt gelohnt, da wir das restliche Jahr diebisch gut geschlafen haben. Die beiden vom Zimmer nebenan haben seltsamerweise nie davon erfahren. Sie jammerten zwar auf einmal auch über die harten Betten, aber sie hatten ohnehin viel zu lange auf den guten Matratzen geschlafen und Gerechtigkeit muss sein. Alles in allem bin ich noch immer ziemlich stolz auf die Aktion. Ich wollte es aber trotzdem beichten.

Beichthaus.com Beichte #00031641 vom 23.07.2013 um 22:01:11 Uhr (7 Kommentare).

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Sperrmüll für die Freier

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Habgier Vandalismus Last Night Freiburg

Sperrmüll für die Freier
Die Geschichte ist jetzt gute 20 Jahre her und trug sich im Südwesten der Republik zu. Ich arbeitete nebenher zwei bis drei Mal wöchentlich in einer Spielothek, meist in der Spätschicht bis zum Ladenschluss. In dem Gebäude gingen auch zwei Damen dem ältesten Gewerbe der Welt nach. Da manche Freier schon Probleme hatten, den Eingang zu der besagten Wohnung zu finden, kamen diese in die Spielothek und fragten nach. Man hilft ja gerne. Eines schönen Abends, kurz vor Mitternacht und Feierabend - ein guter Freund war schon anwesend, wir wollten nach der Schließung noch ein Bier zischen gehen - kamen zwei Schweizer rein und meinten, dass von den Damen keine öffnen würde. Ich antwortete nur, dass sie vermutlich auch schon Feierabend haben. Auf die Frage, ob wir eine andere Örtlichkeit kennen würden, antwortete ich wahrheitsgemäß, dass es diese gibt, sich dieses Etablissement aber in einem ganz anderen Stadtteil befindet. Auf die Frage hin, ob wir sie hinführen könnten vereinbarten wir einen Unkostenbeitrag von 50 DM. Im Übrigen kann ich Schweizer überhaupt nicht leiden, aber zu unserer Überraschung willigten die Zwei ein.

Also stiegen wir mit denen in ihr Auto und ich lotste sie zum Ziel. Die parkten ihr Auto, ich verlangte das Geld. Als Antwort kam, dass sie erst am Ort des Geschehens wechseln müssten. Also warteten wir vor der Wohnung. Als nach ein paar Minuten nichts passierte, klingelten wir. Eine leicht bekleidete Dame öffnete und sagte, im Auftrag der Schweizer, wir sollen uns verpissen, es gäbe kein Geld. Im Hintergrund war dreckiges Lachen zu hören. Unsere Freude hingegen hat sich in Grenzen gehalten. Da in der besagten Straße wohl am nächsten Morgen Sperrmüll war, war die ganze Straße mit entsprechendem Zeug vollgestellt. Mein Freund und ich machten uns über zehn Minuten lang die Mühe, das Auto der Schweizer komplett mit Sperrmüll zu bedecken, achteten aber darauf, so weit das bei Dunkelheit möglich ist, keine Kratzer zu verursachen. Leidtat mir das nicht, allerdings hatte ich in den Folgetagen etwas die Sorge, dass sie wieder in die Spielothek kämen, um sich zu rächen. Das ist aber nicht passiert, hatten wohl selber Schiss.

Beichthaus.com Beichte #00031637 vom 22.07.2013 um 14:36:12 Uhr in 79100 Freiburg (Karthäuser Str.) (25 Kommentare).

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Das Feuerzeug

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Dummheit Feigheit Peinlichkeit Bielefeld

Ich (m) habe gestern etwas absolut Dämliches gemacht und ärgere mich heute noch. Ich fuhr mit dem Bus zu einem Kumpel und bemerkte einige hübsche Mädchen, darunter eine Brünette. Besagte Brünette stieg mit mir aus und ging sogar in dieselbe Richtung. Natürlich habe ich nicht daran gedacht, sie anzusprechen, da ich viel zu schüchtern bin und auch eine Freundin habe. Aber ich wollte meiner Freundin eins auswischen, da wir zuvor Streit hatten, weil sie Mist gebaut hatte. Dies erschien mir als die perfekte Rache, denn wenn ich auch nur ein anderes Mädchen erwähne, beginnt bei ihr das Kopfkino. Des Weiteren wollten wir uns vielleicht noch am selben Tag treffen und da wäre eine kleine Geschichte nicht schlecht gewesen. Nun ja, ich überlegte, was ich tun könnte, als mir eine Idee kam: Ich könnte etwas fallen lassen, damit sie mich anspricht. Da ich Raucher bin, fand sich schnell ein Feuerzeug. Ich machte Kopfhörer rein, damit es nicht so beabsichtigt wirkt, und zündete mir dann meine Zigarette an. Das Feuerzeug legte ich so in meinen Rucksack, dass es rausfallen musste, wenn ich ihn wieder aufsetzte. Dies tat ich dann auch und gespannt wartete ich, aber es passierte nichts. Hatte sie es vielleicht nicht gesehen? Hat sie sich gedacht, dass es Absicht war? Oder war ich einfach nicht attraktiv genug? Ich ging weiter, da es ja dämlich kommen würde, wenn ich mich auf einmal umdrehe. Dann "trennten" sich unsere Wege und ich überlegte die ganze Zeit, ob ich das Feuerzeug zurückholen soll. Aber da ich zu faul war, ließ ich es sein. Am Abend ging ich dann zu meiner Freundin, und als ich zum Bus ging, wollte ich noch genüsslich eine Rauchen. Und da fiel mir ein, dass ich ja gar kein Feuer hatte. Zum Glück traf ich einen Bekannten an der Haltestelle, der mir sein Feuer lieh.

Heute begann dann mein erster Arbeitstag und ich musste mir die ganze Zeit Feuer bei Wildfremden schnorren, was ich als peinlich empfand. Ich sagte mir dann die ganze Zeit, dass ich unbedingt ein Feuerzeug einpacken müsste und als ich eben nach Hause ging, nahm ich mir noch eines. Allerdings wollte es einfach nicht funktionieren und es dauerte knapp fünf Minuten, bis es seinen Zweck erfüllte. Ich denke, das war meine gerechte Strafe für diese dämliche Aktion.

Beichthaus.com Beichte #00031634 vom 22.07.2013 um 23:31:12 Uhr in Bielefeld (29 Kommentare).

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Der skrupellose Blumendieb

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Dummheit Schamlosigkeit Diebstahl Kinder

Ich (m) muss etwas beichten. Vor ungefähr zehn Jahren war ich mit meinem Vater und seiner damaligen Lebensgefährtin in Kroatien. Wir haben in dem Haus meines Onkels gewohnt und hatten einen Garten. Eines Tages bin ich auf die tolle Idee gekommen, diesen etwas zu "verschönern". Ich ging ein bisschen auf der Straße herum und sah auf einmal eine wunderschöne Blume. Sie stand allerdings in einem Topf neben dem Garten eines Hauses. Also bin ich da hingegangen, habe wie James Bond geschaut, ob mich keiner sieht, und habe die arme Pflanze aus dem Topf gestohlen. Zu Hause angekommen präsentierte ich meinem Vater meine Beute. Er lachte nur und fragte, von wo ich die Blume hätte. Ich erzählte ihm die Wahrheit und bekam ein bisschen geschimpft. Ich beichte also, dass ich, als unwissender Achtjähriger, ein skrupelloser Blumendieb war und es damals auch noch lustig fand. Heute kann ich nur noch darüber schmunzeln.

Beichthaus.com Beichte #00031630 vom 21.07.2013 um 12:31:11 Uhr (10 Kommentare).

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