Ins offene Messer gelaufen

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Fremdgehen Eifersucht Lügen Falschheit Engherzigkeit Würzburg

Ich möchte hiermit beichten, dass ich einen Menschen in ein offenes Messer habe laufen lassen. Vor langer Zeit lernte ich durch meine Freundin ihren Ex-Freund kennen, er war sehr nett und hat super zu ihr gepasst. Er ist einfach ein Mann, wie man ihn sich wünscht - allerdings trennten sie sich nach ein paar Monaten wegen einer Kleinigkeit. Soweit, so gut. Sie kämpfte um ihn, doch irgendwann sagte er ihr, dass er sich in eine andere verliebt hat und er deswegen den Kontakt abbrechen muss, er wusste schließlich, dass das so nicht gut gehen kann, und wollte die neue Beziehung nicht gefährden. Deshalb hatten sie dann jahrelang keinen Kontakt mehr, bis sie erfuhr, dass seine neue Freundin ihn betrogen hatte und er trotzdem um die Beziehung kämpfte. Aus falschem Stolz heraus schmiedete meine Freundin einen fiesen Plan. Einfach nur, weil sie der Meinung war, dass er damals auch um sie hätte kämpfen müssen. Er tat es nicht, was sie zu verantworten hatte - aber das tut hier nichts zur Sache.


Sie schaffte es, wieder Kontakt zu ihm zu bekommen und fing an zu planen. Immer, wenn sie etwas mit ihm unternahm, postete sie das gezielt bei einem sozialen Netzwerk, damit seine Freundin es auf jeden Fall sieht. Ihre SMS und E-Mails waren immer zweideutig verfasst, denn sie hoffte, dass seine Freundin zufällig mal in eines von beiden hereinschauen würde. Warum sie das tat? Zum einen wollte sie, dass er sich wieder in sie verliebt - und hat sich auch alle Mühe gegeben, das zu erreichen. Und zum anderen hoffte sie, dass seine Freundin Schlussmachen würde, wenn sie die zweideutigen Nachrichten liest. Natürlich nur, um ihren Stolz zu wahren, denn dann wäre seine Freundin für sie abgeschoben worden, genauso, wie es ihr selbst passiert war. - Sie hatte übrigens vor, ihn abblitzen zu lassen, wenn sie ihren Plan erfolgreich durchgeführt hat. Ich habe den Kontakt zu ihr inzwischen abgebrochen, da das nicht mehr meine Freundin war und ich den Kontakt zu solch einer Person nicht pflegen will. Deshalb weiß ich nicht, was aus der Geschichte geworden ist, aber ich hoffe, dass sich alles zum Guten gewendet hat. Ich hätte versuchen sollen, Kontakt zu ihm aufzunehmen und ihn vor alldem zu warnen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031819 vom 30.08.2013 um 18:01:11 Uhr in Würzburg (8 Kommentare).

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Meine Auszeit

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Trägheit Lügen Arbeit

Meine Auszeit
Momentan bin ich seit zwei Monaten arbeitslos. Und ich mache keine Anstalten, mir ein Job zu suchen, ich bin nämlich total ausgelaugt. Die letzten 13 Jahre habe ich wie eine Blöde gearbeitet. - Mir keine großen Urlaube gegönnt, und wenn ich Urlaub hatte, konnte ich, dank meiner Familie, nicht ausspannen. Sie haben mich immer für irgendwas eingespannt - ich kann einfach nicht mehr, ich bin wirklich abgebrannt. Wenn ich mich hinsetze und versuche, eine Bewerbung zu schreiben, blockiert mein Kopf und streikt. Was mich am meisten beschäftigt, ist, dass ich lüge. Und jedem erzähle, dass ich unzählige Bewerbung geschrieben habe. Nur damit man mich in Ruhe lässt. Viele denken jetzt vermutlich, dass ich eine Schmarotzerin bin, aber im Moment bin ich einfach nur fertig. Ich habe mir übrigens fest vorgenommen, noch dieses Jahr wieder zu arbeiten, aber nicht sofort. Also ja - ich habe mir eine Auszeit auf Kosten des Staates genommen, aber nicht auf Dauer. Es ist nur eine kurze Auszeit.

Beichthaus.com Beichte #00031813 vom 29.08.2013 um 11:55:12 Uhr (26 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Kein Kontakt zu Mutter & Stiefvater

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Zwietracht Gewalt Missbrauch Familie

Ich habe mit 18 Jahren den Kontakt zu meiner Mutter und meinem Stiefvater abgebrochen. Ich will nicht behaupten, dass ich unschuldig an unseren Streitereien war. Ich hatte seine Schläge und sein ständiges Niedermachen, ich sei zu nichts zu gebrauchen, aber trotzdem nicht verdient. Noch heute denke ich mit Freude daran, wie ich nach Jahren seiner militärischen Unterdrückung auf sein Hemd spuckte, nachdem er mir wieder eine verpasst hatte. Meiner Mutter halte ich vor, dass sie, auch wenn sie zwischen zwei Stühlen stand, nichts gegen seine Schläge oder diesen Druck unternahm. Jetzt höre ich wie meine Mutter Lügen verbreitet, ich hätte mir das alles aus diesen und jenen Gründen selber zuzuschreiben und stellt mich als pures Sorgenkind a la "letzte Assibratze" dar, welches die Beiden nur unter Qualen aufziehen und dann zu Hause rausschmeißen mussten. Mit meinem leiblichen Vater verstehe ich mich blendend, bekomme Unterstützung von meiner Großmutter und vom Staat durch das Kindergeld. Alles in allem reicht es so für eine kleine Einzimmerwohnung mit gutem Anschluss an eine Stadt. Ich schäme mich für meine Abhängigkeit (bin jetzt 20 geworden) und tue alles um neben der Schule ein bisschen arbeiten zu gehen. Ich verurteile niemanden der von der Stütze lebt, ich will es nur vermeiden. Nach nun zwei Jahren hat sich nichts weiter an meiner Situation geändert. Ich habe genug, komme gut zurecht. Und die Beichte in diesen Zeilen ist, dass die einzige Person die mir Leid tut eine kleine Stoffente ist, welche ich seit meiner Kindheit hatte und am Tag meines Auszugs in den Müll warf, weil mein Stiefvater sie mir gab, als ich noch ein kleiner Junge war.

Beichthaus.com Beichte #00031786 vom 21.08.2013 um 15:35:22 Uhr (14 Kommentare).

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Ich bin böse

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Selbstsucht Diebstahl Ignoranz Arbeit

Ich bin böse, gemein und geizig. Man könnte mich auch Kotzbrocken nennen. Für meine Gemeinheiten gibt es nicht mal einen besonderen Grund, ich gehe sogar gerne zur Arbeit. Im Lift schmiere ich meine größten Popel auf die E-Taste oder auf die Handbänder von Rolltreppen. Auf öffentlichen WCs pinkle ich mit Absicht daneben oder auf den Deckel. Wenn es irgendwo eine größere Party gibt, nehme ich einen Rucksack mit und stopfe heimlich Essen und Getränke rein. Ich gebe nie einen aus, werde aber oft eingeladen. An meinem Geburtstag fahre ich weg, damit ich keine Party machen muss. Meine Waschmaschine im Keller habe ich am Stromnetz der Nachbarin angeschlossen, natürlich heimlich. In Fast Food Restaurants nehme ich Hände voll Servietten mit, dann spare ich Klopapier. Das Gleiche gilt für Salz, Zucker, Zahnstocher, Aschenbecher. Das Ableseteil am Wohnzimmerheizkörper trickse ich schon seit Jahren aus, ich bekomme immer bei den Heizkosten was raus. Frauen ohne Geld fallen bei mir durch, ich nutze sie aus, solange es geht. Alles nehme ich mit. Was nicht angeschraubt ist, kommt in den Rucksack. Das sind Klorollen, Zeitungen beim Arzt, Büromaterial und vieles mehr. Im Supermarkt kaufe ich nur das Billigste. Auf Hochzeiten bin ich der größte Fresser und Säufer, trotzdem werde ich immer wieder eingeladen. Keine Ahnung warum. Selber würde ich mich nicht einladen. Alles übrige Geld wird gespart und mit 40 gehe ich in Rente, so ist das geplant. Außer ich finde noch vorher eine Frau mit viel Kohle, dann gerne auch früher. Meine Bosheiten würden jetzt hier den Rahmen sprengen, trotz Geiz habe ich eine Handvoll Reißnägel auf den Fahrradweg geworfen, aber die waren eh aus dem Büro. Falls jetzt böse Antworten kommen, die gehen mir, mit Verlaub am A. vorbei.

Beichthaus.com Beichte #00031782 vom 21.08.2013 um 14:19:49 Uhr (34 Kommentare).

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“Beichte

Warten beim Arbeitsamt

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Hass Vorurteile

Warten beim Arbeitsamt
Ich sitze gerade hier beim Arbeitsamt, um meine Sozialhilfe zu beantragen. Nein, ich bin kein Schmarotzer, ich muss nur zwei Monate zu meinem neuen Job überbrücken. Während ich hier sitze und warte, werde ich immer wütender. Ich bin umgeben vom Idioten! Genau wegen solchen Leuten haben Sozialhilfeempfänger so einen schlechten Ruf. Wenn man diese Menschen reden hört, nicht alle aber zumindest die, die neben mir sitzen, möchte man einfach nur laut schreien. Ich möchte beichten, dass je länger ich hier sitze und mir das anhören muss, immer mehr die Vorurteile der Menschen nachempfinden kann. Und das, obwohl ich gerade auf dem Weg bin, für kurze zeit, einer von ihnen zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00031780 vom 21.08.2013 um 13:38:31 Uhr (45 Kommentare).

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