Visitenkarten am Auto

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Rache Vandalismus Auto & Co. Münster

Heute Vormittag bin ich (w) kurz zur Uni gefahren, um ein paar Bücher abzugeben. Weil Semesterferien sind, war nicht sonderlich viel los. Ich schlenderte über den Parkplatz der Uni im Hinterhof, als plötzlich ein alter, grauer Mercedes angerauscht kam und sich mittig auf zwei Behindertenparkplätze stellte. Zwei türkische Mitdreißiger stiegen aus und fingen in Windeseile an, allen Autos so kleine Visitenkärtchen an die Scheibe und unter die Scheibenwischer zu klemmen, auf denen ein An- und Verkauf von Autos angeboten wird.
Ich blieb stehen und fragte höflich aber bestimmt, was die Herren a) hier zu suchen hätten und b) warum sie ausgerechnet die zwei Behindertenparkplätze zuparken müssten. Daraufhin fingen sie an, mich auf übelste, wirklich unterirdischste Weise anzupöbeln.


Ich gab mich geschlagen, ging um die Ecke und wartete. Nachdem die zwei Experten an ziemlich viele Autos ihre Karten geheftet und sich über mich ausreichend kaputt gelacht hatten, ließen sie ihr Auto stehen und hinfort waren sie. Böser Fehler. Nun schlug meine Stunde! Ich sammelte alle Visitenkarten von den Autos, sprühte sie mit Haarspray ein (Haarspray gehört in die Handtasche). Ich klebte alle Karten auf die Scheiben ihres Autos, bis sie komplett zugekleistert waren. Die Seitenspiegel schmierte ich mit der bekannten Creme aus der blauben Metalldose ein und auf die Motorhaube schrieb ich mit rotem Lippenstift riesengroß "Achtung! Vollidioten!". Zufrieden mit meinem Kunstwerk packte ich meine sieben Sachen und zog mit heroischer Miene von dannen.
Ich habe noch nie so etwas gemacht - daher bitte ich um Absolution - und eigentlich entspricht es nicht meinen Prinzipien, zu solchen Mitteln zu greifen, aber ich hab mich so dermaßen über diese Leute geärgert, das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen! Wenn die sich rausnehmen, mich anzumachen, dann nehme ich mir auch raus, ihre Karre zu verschönern.

Beichthaus.com Beichte #00030184 vom 19.08.2012 um 04:01:39 Uhr in Münster (Schlossplatz 2) (83 Kommentare).

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Heimspiel Nummer 6

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Betrug Schamlosigkeit Sport Sinsheim

Ich (m/20) habe vor circa 2 Jahren zwei Karten für ein Fußballspiel (genauer gesagt TSG Hoffenheim-Schalke) geschenkt bekommen, schnappte mir einen Kumpel und ging dahin. Es gibt vor jedem Bundesligaspiel viele Leute, die vor dem Stadion versuchen an Karten auf den letzten Drücker zu kommen. Was damals noch verheerend war: Auf den Fußballtickets stand nicht das genaue Spiel (Gegner usw.), sondern nur Heimspiel + Nr. drauf (z.B. Heimspiel 6). Mein Kumpel war einige Wochen zuvor ebenfalls schon auf einem Spiel und hatte seine Karte behalten. Er wollte sie gerade wegwerfen, als mir eine Idee durch den Kopf schoss. Ich nahm mir diese Karte und ging in die Richtung der wartenden Ticketanwärter. Sofort kam ein Mann zu mir angerannt und bot mir, ohne, dass ich auch nur ein Wort gesagt hatte, mit jugoslawischem Dialekt 100 Euro für die Karte. Ich war etwas geschockt und wollte gerade noch einen Rückzieher machen, als der Mann auf 150 erhöhte. Nach meinem "Ähm..." öffnete er schon seine - recht dick bepackte - Brieftasche und drückte mir das Geld in die Hand. Wie von Selbst nahm meine Hand das Geld, während die andere ihren Griff löste. Er war heilfroh und dachte nicht mal daran, die Karte zu kontrollieren. Ich floh sofort zu unseren Plätzen und war den Rest des Tages besonders auf der Hut. Entgegen meiner Befürchtung hatte er nicht vor dem Stadion auf mich gewartet.

Beichthaus.com Beichte #00030174 vom 16.08.2012 um 13:43:22 Uhr in 74889 Sinsheim (Dietmar-Hopp-Straße 1) (9 Kommentare).

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“Beichte

Ich habe keine Gefühle

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Engherzigkeit Ignoranz Gewalt

Ich (m/21) habe keine Gefühle. Natürlich hab ich als Kind mal geweint, wenn jemand aus dem Verwandtenkreis gestorben ist, aber mittlerweile hat sich bei mir da eine totale "Gleichgültigkeit" eingestellt. Soll nicht heißen, dass es mir egal wäre, dass jetzt Personen […]
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Beichthaus.com Beichte #00030166 vom 14.08.2012 um 04:03:23 Uhr (36 Kommentare).

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Der Schwester den Freund ausgespannt

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Habgier Zwietracht Partnerschaft Familie

Ich (w/18) beichte das meine Schwester (20) seit circa einem Monat nicht mehr mit mir redet und mir das ziemlich am A. vorbeigeht. Sie behauptet ich hätte ihr den Freund ausgespannt. Das stimmt nicht. Zwar bin ich seit einem Monat mit ihrem Ex-Freund zusammen, aber der hat vor zwei Monaten nach drei Monaten Beziehung mit ihr Schluss gemacht. Das hatte aber nichts mit mir zu tun, wir sind uns erst nach der Trennung von ihr näher gekommen. Er hatte einfach keinen Bock mehr auf ihre Zickereien. Meine Schwester ist nämlich ein launisches, verwöhntes Prinzesschen. Wenn sie nicht bekommt was sie will führt sie sich auf wie ein trotziges Kleinkind. Bisher hat es kein Kerl länger als ein paar Monate mit ihr ausgehalten.
Als meine Schwester erfahren hat, dass ich jetzt mit ihrem Ex zusammen bin, bekam sie wieder mal einen ihrer Anfälle. Es geht ihr gar nicht um ihn, sie kann es nur einfach nicht ertragen, dass ich ihn jetzt habe. Das war schon immer so. Wenn ich etwas hatte und sie nicht, hat sie unsere Eltern so lange vollgeheult bis sie es auch bekommen hat. Sie ist eine ziemlich gute Schauspielerin und kann auf Befehl weinen. Leider checken meine Eltern das nicht und bevorzugen sie schon immer weil sie immer auf liebes Mädchen macht und alles was sie anstellt mir in die Schuhe schiebt. Jedenfalls rannte sie künstlich heulend zu unseren Eltern und verlangte von denen doch glatt sie sollen mir gefälligst die Beziehung verbieten. Meine Eltern waren natürlich sofort auf der Seite ihrer Lieblingstochter. Aber natürlich können sie mir die Beziehung nicht verbieten da ich erwachsen bin. Jetzt darf mein Freund mich nicht zu Hause besuchen, aber egal, dann gehen wir eben zu ihm. Meine Schwester ignoriert mich seitdem, aber das interessiert mich nicht. Wenn wir ihr zufällig begegnen knutschen mein Freund und ich extra ausgiebig herum um sie zu ärgern!

Beichthaus.com Beichte #00030163 vom 13.08.2012 um 19:08:38 Uhr (44 Kommentare).

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“Folge

Mein Kumpel, meine Freundin und die Magersucht

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Lügen Verzweiflung Gesundheit Partnerschaft

Ich (m/27) beichte, dass ich vor meiner Freundin (w/22) verheimliche, dass ich magersüchtig bin. Sie war lange Zeit mit einem Kumpel von mir zusammen, der ebenfalls eine ziemlich schwere Essstörung hatte und vor 3 Jahren verstorben ist. Ich lernte ihn damals in einer privaten Klinik kennen. Erst ein ganzes Jahr später lernte ich während eines größeren Events auch seine Freundin kennen und war sofort begeistert. Sie war unglaublich fürsorglich, merkte fast instinktiv wann ihrem Freund eine Situation (zu langes Stehen, Temperaturen, etc.) zu viel wurden und konnte ihm so helfen, wenn er es brauchte. Ihre Handtasche war ein wahres Notfall-Arsenal an Traubenzucker und Müsliriegel und sie war lange Zeit die einzige, die meinen Kumpel zum Essen bewegen konnte. Und das will was heissen! Ohne sie wäre er ganz sicher mindestens 2 Jahre früher gestorben. Niemand erwähnte damals ihr gegenüber, dass ich ihn aus der Klinik kannte (wer redet da schon freiwillig drüber) und da es mir zu der Zeit gesundheitlich gut ging, merkte man mir auch nichts an.
Ein Jahr nach der Beerdigung meines Kumpels liefen wir uns wieder über den Weg und begannen uns zu treffen. Mir ging es richtig gut. Ich hatte seit der Beerdigung von meinem Kumpel keinen Rückfall mehr gehabt und ich war zwar dünn, aber noch im normalen Bereich. Ich gehöre übrigens wie viele Männer zu den atypischen Anorektikern, die keine Körperdysmorphie haben.


Man merkte, wie ihre letzte Beziehung sie mitgenommen hatte. Sie hatte schlimme Alpträume und machte sich noch immer Vorwürfe. Aber in dem Moment war ich schon so in sie verschossen, dass ich ihr einfach verheimlichte, dass ich selber magersüchtig bin und wir wurden schnell ein Paar. Ich redete mir ein, dass ich einfach nie wieder einen Rückfall haben werde und dass sie es nie zu erfahren braucht. Um auch keinen Verdacht erwecken zu lassen, brach ich all meine Therapien komplett ab und wechselte sämtliche Ärzte, die meine Vorgeschichte kannten.
Wir waren jetzt 2 Jahre glücklich zusammen. Sie hat es nie über sich gebracht das Notfall-Arsenal in ihrer Handtasche aufzugeben, aus Sorge ich würde irgendwann unterwegs unbedingt was zu Essen brauchen. Sie schläft kaum eine Nacht durch, da jedes kleines Geräusch sie sofort aufwachen lässt. Eine alte Gewohnheit, da mein Kumpel sich gerne mal Nachts weg schlich, um zu trainieren und dabei regelmäßig zusammenbrach.


Vor 3 Wochen wurde ich nun von meiner Firma entlassen und seitdem geht es mit meinem Gewicht nur bergab. Seit gestern bin ich zum ersten Mal seit Jahren wieder untergewichtig und das obwohl ich mich mühsam dazu zwinge etwas zu Essen, wenn ich bei ihr bin. Ich habe panische Angst davor, dass sie es herausfindet, denn entweder sie wird durchschauen, dass ich sie die ganze Zeit angelogen habe und mich verlassen oder ich werde ihr als weitere Lüge erzählen müssen, dass ich erst in den letzten Monaten eine Essstörung entwickelt habe und dann wird sie sich erst recht die Schuld für alles geben. Dabei verfolgt mich das schon seit fast 10 Jahren.


An alle Leser da draußen: Seid verdammt noch mal vernünftig genug, damit ihr nie so endet wie ich oder mein Kumpel! Mein Kumpel ist mit 28 an Herzversagen gestorben, bei einem Gewicht von 42 kg auf 1.80m. Seine Zähne, Nägel und Haare waren total kaputt. Seine Knochen haben Tag und Nacht weh getan und er konnte gegen Ende kaum länger als 15 Minuten aufrecht stehen ohne umzukippen. Momentan geht es mir verglichen mit ihm noch verdammt gut, aber es ist sowieso nur noch eine Frage der Zeit bis die ganze Sache auffliegt, ich wieder alleine bin und mich nichts mehr daran hindert mich endlich wieder abzumagern.

Beichthaus.com Beichte #00030149 vom 06.08.2012 um 22:56:31 Uhr (32 Kommentare).

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