Geistiger Totalausfall

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Dummheit Peinlichkeit Boshaftigkeit Trunksucht Ernährung

Es ist schon über ein Jahr her, da ist mir etwas passiert, das mir heute noch manchmal in den Sinn kommt. Ich schäme mich sehr dafür und weiß noch, dass ich ein bisschen was getrunken hatte. Dementsprechend war ich ein wenig angeheitert und offener als sonst. Aber trotz allem war ich im "Vollbesitz meiner geistigen Kräfte", wie es so schön heißt. Deshalb kann ich meinen geistigen Totalausfall noch weniger nachvollziehen. Jedenfalls begab es sich, dass ich eine Freundin an diesem Abend zur Bahn brachte. Auf dem Weg dorthin fiel mir ein Paar auf, bei dem der Mann lief, als sei ihm gerade der Fuß eingeschlafen. In angeheitertem Zustand machte ich meine Begleitung darauf aufmerksam und äffte den Mann auf absolut bescheuerte Art und Weise nach. Die besagte Freundin wirkte leicht entgeistert und meinte nur, dass sie davon ausgeht, dass der Mann körperlich behindert ist. In diesem Moment wurde mir eiskalt und ich glaube, ich war sofort wieder ausgenüchtert.

Natürlich war mir sofort klar, dass sie recht hatte und es absolut unter aller Sau war, dass ich diesen Mann nachgemacht habe. Und das nur, weil ich dachte, dass er betrunken wäre. Das ist mir vor allem deshalb peinlich, weil meine Begleitung körperlich auch nicht auf dem besten Stand war und ich auch eine körperlich behinderte Großcousine hatte, die mittlerweile leider verstorben ist. Es tut mir unheimlich leid, dass ich mir auf die Kosten dieses Mannes einen Spaß erlauben wollte. Zumal ich unseren Mitmenschen mit Behinderung immer mit Respekt begegne. Jedes Mal, wenn ich an die Situation denke, kann ich mein Gesicht nur in purer Ablehnung für mich selbst verziehen und den Kopf schütteln. Ich hoffe, dass meine Begleitung von damals den Vorfall vergessen hat. Mir fällt dies allerdings nicht so leicht, und deshalb bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032057 vom 16.10.2013 um 14:28:58 Uhr (13 Kommentare).

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Der Feind in meiner WG

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Aggression Hass Boshaftigkeit WG

Ich hasse meinen Mitbewohner. Ich habe 14 Jahre WG-Erfahrung und hatte über 30 Mitbewohner, und mit keinem hatte ich ein Problem. Kennt ihr diese Sorte Mensch, die alles, aber auch wirklich alles nach ihrem eigenen Willen umgestalten und dabei immer so eine freundlich-verbindliche […]
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Beichthaus.com Beichte #00032052 vom 14.10.2013 um 20:51:16 Uhr (9 Kommentare).

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Neidisch auf die Schwester

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Neid Eifersucht Ungerechtigkeit Familie

Ich habe ein total gutes Verhältnis zu meiner älteren Schwester. Wir verbringen viel Zeit miteinander, aber manchmal halte ich es neben ihr nicht aus! Denn seit einiger Zeit habe ich das Gefühl, in allem schlechter zu sein als sie. Das fängt beim Aussehen schon an, denn sie könnte jeden haben. Sie hat ein wunderschönes Gesicht, tolle Haut und einen außergewöhnlichen Style. Ich daneben sehe einfach dämlich aus. Ich werde in der Öffentlichkeit nie angeschaut, alle schauen nur sie an. Ich bin total durchschnittlich, langweilig, habe weder ein schönes Gesicht noch eine schöne Haut oder einen tollen Style. Ich habe auch keinen Sinn für Mode. Natürlich bin ich nicht katastrophal, aber einfach durchschnittlich. Ich gehe in der Menge unter, während sie total heraussticht. Auch bezüglich des Charakters sind wir extrem unterschiedlich. Sie ist die Sorte von Mensch, die immer gemocht wird. Sie ist klug, witzig, man kann mit ihr über alles reden und sie scheint nach außen so, als denke sie sich nichts über die Meinung anderer. Jeder beneidet sie, will so sein wie sie. Ich bin zwar nicht unbeliebt, aber werde nicht beneidet.

Und natürlich ist es nicht die Wahrheit, aber ich habe manchmal das Gefühl, dass meine Mutter sie mehr mag, weil sie mehr so ist wie sie. Sie sind beide intelligent und sehr erwachsen in allem. Ich gehöre nun mal zu den Menschen, die tollpatschig und nicht immer perfekt sind und die auch peinliche Fehler machen. So kann ich mir manchmal anhören, dass ich verschiedene Sachen auch noch lernen werde. Außerdem weiß ich, dass sie hinter meinem Rücken über mich reden. Aber auch in der Schule ist sie die Lieblingsschülerin von allen. Jeder Lehrer mag sie, weil sie so klug ist. Sie gehört eben nicht zu der Sorte Schülern, die nur mit lernen gut sind, sondern zu der, die einfach intelligent sind. Jeder Lehrer vergleicht mich automatisch mit ihr - aber ich bin nur in einigen Fächern gut, während ich in den Anderen dann total durchschnittlich bin. Ich habe weder ihren Charme, noch kann ich logisch denken oder gar gut argumentieren. Wenn man dann mit ihr redet, hat man immer das Gefühl, nicht auf ihrem Niveau zu sein, da sie all das perfekt beherrscht. Auch meine Freunde sind totale Fans von ihr. Ich kenne niemanden, der nicht irgendwann gesagt hätte, dass sie so toll sei. Mich stört das nicht direkt, aber auf Dauer kann es schon nerven. Ja, ich glaube, ich habe leichte Minderwertigkeitskomplexe. Ich beneide sie um viele Dinge, aber ich will auch ich selbst bleiben und nicht immer mit ihr verglichen werden. Manchmal bin ich ziemlich wütend auf sie, was ich ihr aber nie sagen würde. Wir haben, wie schon gesagt, ein tolles Verhältnis. Ich hoffe, dass ich irgendwann mal ich selbst sein kann und nicht immer in der Angst leben muss, wie sie das finden würde.

Beichthaus.com Beichte #00032047 vom 13.10.2013 um 22:21:15 Uhr (16 Kommentare).

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Meine Freundin mit Depressionen

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Selbstverletzung Engherzigkeit Verzweiflung Partnerschaft

Meine Freundin (23) und ich (25) sind nun seit fast drei Jahren zusammen. Leider ist es mit ihr nicht immer einfach. Sie ist psychisch krank, was sich durch heftige Schübe von Depressionen und Magersucht äußert. In den guten Zeiten nimmt sie zu, ist fröhlich, schafft ihr Pensum an der Uni und geht aus. Aber wenn die schlechten Zeiten kommen, wird es zu einer fast unerträglichen Tortur, mit ihr zusammen zu sein. Dann beißt sie sich an mir fest, klebt quasi an mir wie ein siamesischer Zwilling, vermutet hinter allem etwas Böses und ist sogar sauer, wenn ich zur Arbeit gehe. In diesen Zeiten ist sie wie ein anderer Mensch. Kaum noch fähig, eine vernünftige Unterhaltung zu führen. Quasi völlig bestimmt von ihrer Krankheit. Sie hungert sich die Kilos runter, die sie gerade erst mühselig zugenommen hat, und glaubt anscheinend wirklich, dass ich ihr noch abkaufe, dass sie vorher schon gegessen hat, wenn wir uns sehen. Tag und Nacht muss ich dann bei ihr sein, weil sie das einerseits so will und sonst ständig anrufen und weinen würde und weil ich mir andererseits extreme Sorgen mache, dass ihr etwas passiert.

Aber ehrlich gesagt kann ich nicht mehr. Ich ertrage es nicht mehr, zuzusehen, wie sie sich selbst hasst und zerstört. Ich ertrage es nicht mehr, jeden Tag befürchten zu müssen, dass es ihr wieder schlechter geht, oder dass sie sich etwas angetan hat. Ich ertrage es nicht mehr, ihr über den Körper zu streicheln und jeden einzelnen Knochen und die dicken Narben zu spüren. Jedes Mal, wenn ich sie in die Klinik bringen muss, bin ich fast erleichtert, dass ich mal ein bisschen Ruhe habe. Vielleicht ist es herzlos und vielleicht bin ich ein riesiges Arschloch, aber ich kann und will mir das nicht mehr antun. Ich sehe quasi, wie sie tagtäglich ein bisschen mehr stirbt und das belastet mich mittlerweile so sehr, dass ich selbst in psychologischer Behandlung bin. Momentan ist sie wieder in der Klinik. Dieses Mal ist es sogar so schlimm, dass die sie zwangsernähren mussten. Ich bin gestern fast zusammengebrochen, als sie mich zum hundertsten Mal angebettelt hat, sie wieder mit nach Hause zu nehmen. Ich werde sie verlassen und hoffe, es ist ein halbwegs guter Zeitpunkt, da sie dort ja permanent unter Beobachtung steht und psychologisch betreut wird. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032036 vom 10.10.2013 um 23:13:27 Uhr (31 Kommentare).

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Frauen mit großen Koffern

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Faulheit Ungerechtigkeit Vorurteile Bahn & Co.

Frauen mit großen Koffern
Wenn ich mit dem ICE reise, sehe ich oft, dass Frauen mit großen Koffern einsteigen. Und ich finde es als Mann total interessant, Frauen zuzuschauen, wie sie ihr Gepäck in den Zug tragen. Oft setzen sie einen hilflosen Gesichtsausdruck auf, nur um Männer dazu zu bringen, ihnen das Gepäck in den Zug zu tragen. Ich meine, wenn eine der Frauen höflich fragen würde, ob ich ihr helfen kann, würde ich das selbstverständlich tun. Aber dass sie davon ausgehen, dass man einfach nur Mitleid erregen muss, damit Männer einer Frau "körperlich" helfen, finde ich eine Frechheit. Und wie dumm muss man sein, soviel einzupacken, dass man es nicht mal mehr heben kann?

Beichthaus.com Beichte #00032035 vom 11.10.2013 um 14:19:23 Uhr (30 Kommentare).

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