Wasen in Stuttgart

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Schamlosigkeit Peinlichkeit Unreinlichkeit Ekel Stuttgart

Ich möchte beichten, dass ich auf den Wasen in Stuttgart zweimal in mein Dirndl gepinkelt habe, da ich mitten in der Schlange vor dem Festzelt stand und keine andere Möglichkeit hatte. Zum Glück hat es ziemlich stark geregnet und man hat nichts gesehen. Trotzdem schäme ich mich ein bisschen dafür, dass ich trotzdem noch im Zelt war und dass ich mit meinen immerhin 24 Jahren meine Blase etwa so gut im Griff habe wie ein zweijähriges Kind. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00030183 vom 18.08.2012 um 20:50:43 Uhr in Stuttgart (Mercedesstraße 50) (27 Kommentare).

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Ich will aber da sitzen

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Ignoranz Engherzigkeit Selbstsucht Bahn & Co. Fulda

Ich (m) hatte heute ein unglaublich groteskes Erlebnis, als ich mit der Bahn von Stuttgart nach Berlin gefahren bin. Ich fahre immer mit einer Platzreservierung, obwohl es nicht nötig wäre, denn um diese Zeit sind immer genügend Plätze frei. Da steigt in Frankfurt eine Frau mit ihrem circa 20-jährigen Sohn ein. Noch bevor sie sich hinsetzen, zeigt der Sohn auf mich und fängt an in einer dümmlichen Kindersprache zu quatschen: "Ich will da sitzen, wo der sitzt." Darauf sie: "Nein, unsere Plätze sind hier." Er: "Ich will aber da sitzen, der soll weggehen." Dann sie zu mir: "Würdest du mal aufstehen und Dich woanders hinsetzen, Du siehst ja mein Sohn hat ein Syndrom" (habe die genaue Bezeichnung vergessen) und da muss man Verständnis haben. Ihr fordernder Ton passte mir gar nicht und auch wenn ich erst 19 bin, hat sie mich nicht zu duzen. Ich habe ihr das auch so erklärt und bin natürlich nicht aufgestanden.

Da fängt ihr Bengel an ein Mordsgequengel zu veranstalten, mit Heulen und Schreien und ständigem Ich-will-aber-da-sitzen-Geplärre. Ich habe meinen Kopfhörer eingestöpselt und die Musik laut gemacht, um nicht auch noch lachen zu müssen, da der Anblick des 20-jährigen, der sich wie ein 5-jähriges Kind benimmt, einfach zu komisch war. Auch der Schaffner hat ihr dann erklärt, dass er da nicht viel machen kann, außer an meine Vernunft zu appellieren, denn es sind ja genug andere Plätze frei und es gibt kein Recht auf einen bestimmten Sitzplatz. Ich möchte mich hiermit bei allen Mitreisenden entschuldigen, welche zwischen Fulda und Göttingen entnervt den Wagen gewechselt haben, da das Geschrei für Unbeteiligte unerträglich gewesen sein muss. Und an die Dame mit dem Syndromkind: Nehmen sie das nächste mal ein Flugzeug zur Beförderung und dann laufen wir uns auch nicht mehr über den Weg.

Beichthaus.com Beichte #00029684 vom 04.01.2012 um 21:02:16 Uhr in Fulda (Am Bahnhof) (88 Kommentare).

Gebeichtet von Psychobold aus Blechwerk Happendorf
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“35.000

“Beichte

Stuttgart 21 Superstar

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Stolz Morallosigkeit Ignoranz Hochmut Arbeit Stuttgart

Ich war einer der der Herren die bei Stuttgart 21 die Bäume fällen durften (mussten). Als unsere Firma vor einem Jahr den Zuschlag erhielt freuten wir uns natürlich bei so einen Projekt mitwirken zu dürfen. Auch wenn wir nur einen kleinen Teil zu dem Projekt beitragen würden. Vor 3 Wochen ging dann alles los. Mein Chef und ich fuhren nach Stuttgart zu einen letzten vor-Ort-Termin. alles nochmals fotografiert geplant usw.. Naja dann kam der eher nicht planmäßige Teil. Der Ober-Ober-Polizei-Obermeister lud zum Gespräch. Normalerweise führen wir Gespräche mit Stadtwerken, wenn diese Oberleitungen abstellen müssen oder mit der Straßenmeisterei wenn Ampelanlagen um gestellt werden müssen. Aber nie mit der Polizei.
Er meinte es muss mit Widerstand gerechnet werden. Ich dachte für mich "den gibts doch immer" keiner findet es schön wenn wir Bäume fällen. Sogar von der Oma auf dem Land werden wir beschimpft wenn wir eine 150-jährige Pappel fällen. Das Gespräch ging circa eine Stunde und dabei raus kam: Wir bekommen Polizeischutz. Brauchen aber keine Angst um unsere Person zu haben, da man uns ja eh nicht erkennen könne (wir tragen Helme mit Gesichtschutz) Wir mussten z.B. unsere Namensschilder welche auf den Sicherheitsjacken aufgestickt waren "unkenntlich" machen. Geplant war es wie folgt: Anreise 6:00 Uhr, gegen 8:00 Uhr soll der erste Baum liegen. 20 Uhr Abreise. Am nächsten halben Tag frei.


Gekommen ist es so:
Anreisen mit einem gemieteten (neutralen) Sprinter ins Hotel. Einchecken ins 4-Sterne-Hotel unter eigenem Namen. Die ersten beiden Tage ist erst mal nix passiert. Außer Hotel, Sauna und Pool und etwas Demo-Sightseeing. Ach ja Bagger, Holzschredder sowie Container standen schon auf dem Platz und die Miete lief. Tag drei: 17:00 Uhr ich saß gerade in der Sauna, da kam der Chef runter ich solle mich fertig machen, 18:00 Uhr sei Abfahrt. Um 17:50 Uhr trafen wir uns in der Tiefgarage, zwei Polizisten kamen und fuhren den Sprinter und wir durften im Streifenwagen Platz nehmen - natürlich schon umgezogen und Helm auf. Die Polizisten kontrollierten ob auch die Namensschilder unkenntlich gemacht wurden.
Gegen 23 Uhr fällten wir dann den ersten der 3 Bäume. So recht wollte keiner von uns die Säge ansetzen, aber wenn die Säge erstmal läuft, der Gehörschutz auf den Ohren sitzt hört man weder BUUUHH-Rufe noch Trillerpfeifen.


Nun zu meiner eigentlichen Beichte:
Ich habe mich richtig gut dabei gefühlt. Ich kam mir vor wie ein Superstar. 3 Tage Hotel. Nix machen, nur relaxen. In der Tiefgarage abgeholt werden mit Polizeischutz. Während der Arbeit von so vielen Leuten beobachtet zu werden. Mit Polizeischutz wieder über Umwege ins Hotel, am nächsten Tag Abreise mit dem gemietetem Sprinter, wieder unter Polizeischutz bis zur Autobahn (wir sollten die ersten 100-150 km doch nicht anhalten).
Ich kann es verstehen, das einige Leute dagegen sind, aber es ist unser Job ich habe daheim eine Frau und Haus und die Bank will ihr Geld auch jeden Monat sehen, da kann ich nicht einfach sagen "Sorry Stuttgart 21". Und wegen der anderen Bäume werden wir wohl auch noch mal gerufen! Die einzigen Kosten, die ich hatte waren 20 Euro für einen Döner und Cola beim "Demo sightseeing", die FHM an der Tanke und eine Tageskarte fürs Fitnessstudio. Der Döner-Mann war übrigens auch sehr angetan von Stuttgart 21. Meinem Chef freuts und uns auch! Es war wie Firmenurlaub.

Beichthaus.com Beichte #00028186 vom 05.10.2010 um 09:49:24 Uhr in Stuttgart (70 Kommentare).

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Randaliert

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Vandalismus Zivi & Bund

Ich (m) habe vor einem halben Jahr in meiner Dienstwohnung (Zivi) randaliert und u.a. den Schreibtisch und die Schubladen demoliert sowie eine Trennwand eingetreten. Meiner Vorgesetzten habe ich erzählt, dass ich mich auf den Schreibtisch gesetzt hätte und er dadurch eingebrochen ist. Die Wand wäre kaputt, weil ich mit meinem Koffer da reingestolpert bin und eine von den Metallrollen am Kofferboden da reingekracht ist.

Dabei habe ich mich nur darüber aufgeregt, dass der BVB gegen Stuttgart 4:1 verloren hat. Woher soll ich denn wissen, dass der verkackte Tisch keine Faustschläge aushält? Außerdem konnte ich ja nicht ahnen, dass die Wand aus Pappe (oder so einem ähnlichen Zeug) gemacht ist. Am meisten schäme ich mich dafür gegenüber meinem Nachfolger, der jetzt einen schiefen Schreibtisch und eine kaputte Wand aushalten muss. Hätte ich stattdessen bloß meine Vorgesetzte verhauen, dann hätte er auch was davon gehabt.

Beichthaus.com Beichte #00027903 vom 12.06.2010 um 12:58:56 Uhr (41 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Schwarzgefahren und geflüchtet

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Geiz Betrug Waghalsigkeit Hochmut Studentenleben Stuttgart

Vor circa 10 Jahren, ich war noch Student, wollte ich eines Abends mit der S-Bahn von der Stadtmitte zu einem Konzert an der Uni fahren. Es war zwar nur eine Haltestelle, aber trotzdem ca. 15 Minuten Fahrt. Wer sich in Stuttgart auskennt : Schwabstraße -> Vaihingen. Obwohl ich eigentlich genug Geld dabei hatte, habe ich mir die 2,50 DM für ein Ticket gespart, und bin schwarz gefahren. Selbstverständlich sind unmittelbar nachdem die Türen sich schlossen, 3 Schergen der Verkehrsbetriebe aufgestanden, haben ihren Kontroletti-Ausweis vorgezeigt und begannen damit, die Fahrgäste nach ihren Fahrscheinen zu befragen.

Nun meine Schande: Ich blieb zunächst ganz ruhig sitzen (was soll man denn sonst tun?) und als sie in meine Nähe kamen (ca. 12 Minuten vor erwarteter Ankunft) habe ich eine viel sagende Kopfbewegung in Richtung eines nordafrikanisch aussehenden Fahrgastes gemacht, der mir schräg gegenüber saß. Die Kontrolettis stürzten sich (alle 3!) auf ihn wie die Geier, und zu meinem Glück hatte er ebenfalls keinen Fahrschein. Sie nahmen nach langem hin und her und Gefluche und "nix verstehen" seine Personalien auf.

Als sie endlich fertig waren mit ihm, war gerade der Zug in den Bahnhof gefahren, und Zeitgleich, wie einer der Kontrolleure sich mit den Worten "Fahrscheinkontrolle-ihren-Ausweis-bitte!" an mich wandte, öffneten sich die Türen des Zuges. Bis zu diesem Augenblick hatte ich mir krampfhaft einen unbeteiligt-gelangweilten Eindruck gegeben, aber als sich die Türen öffneten, sprang ich auf und rannte wie von Sinnen nach draußen, die Rolltreppen nach oben und in die Nacht. Ich bin mir sicher, ohne meine viel sagende Kopfbewegung hätte wenigstens einer der drei mit seinem normalen Dienst weitergemacht, und mich auch erwischt. Ich habe bis heute ein schlechtes Gewissen deswegen, auch wenn ich sagen muss: Ich bin zwar 1000 Tode gestorben und hätte nicht gedacht, dass ich durchkomme, aber ich habe mich noch nie so lebendig gefühlt, wie in diesen 12 Minuten.

Beichthaus.com Beichte #00027531 vom 18.02.2010 um 08:56:49 Uhr in Stuttgart (Schwabstraße) (37 Kommentare).

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