Ich bin ein White Knight

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Ungerechtigkeit Boshaftigkeit Schamlosigkeit Internet

Ich möchte heute beichten, dass ich ein sogenannter White Knight bin. Das ist etwas schwierig zu erklären, aber White Knights jagen Trolle und informieren die teils oft unwissenden Opfer auf Videoportalen, wo auf einmal die komischen Kommentare herkommen. Außerdem trolle ich Trolle auch selbst. Ein Beispiel ist ein hier schon einmal erwähnter Youtuber, der ständig besucht und dabei gefilmt wird. Dieser filmt nun selbst seine ungebetenen Besucher und stellt das ins Netz. Und was passiert? Sie schäumen vor Wut wegen ihrer verletzten Privatsphäre und schreien nach der Justiz. Aber es selbst machen! Ich stachele sie gerne noch ein wenig an, bis sie in ohnmächtige Wut geraten. Auf derselben Seite, auf der sich die meisten dieser Trolle aufhalten, werden auch ständig neue Opfer gesucht. Und ich meine hier nicht harmlose, böse Kommentare, nein, diese Menschen werden regelrecht seziert und zu Hause aufgesucht, was bis hin zu Drohungen, Lärmbelästigung und Sachbeschädigungen geht, man schickt ihnen Sexspielzeug und so weiter zu. Das ist Stalking, aber das sehen diese Trolle nicht. Sie wollen doch nur lustig sein, und wer was dagegen sagt, hat keinen Sinn für Humor in ihren Augen und wird sofort aufs Extremste beleidigt.


Da sich oben genannter Youtuber kaum zur Wehr setzt, denken sie inzwischen, es gäbe keine Grenzen mehr für sie. So werden auch minderjährige Mädchen teils extrem geärgert, beleidigt, als behindert hingestellt und auf der Seite der Trolle dann Sexfantasien über diese Mädchen geteilt. Männliche Jugendliche sind pauschal eh schwul und da werden teils gesetzwidrige Fotomontagen erstellt. Psychisch kranke Menschen werden getriggert in der Hoffnung, sie zum Ausrasten zu bringen. Sprüche wie: "Hoffentlich bringt er/sie sich um" sind keine Seltenheit auf dieser und ähnlichen Seiten. Meldungen bei den Behörden brachten nichts, da es die Betroffenen selbst machen müssen, laut Polizei. Also fing ich mein Gegenspiel an: Diese Menschen sind extrem krank. Und ich sehe mir so was nicht ewig an, ohne etwas zu tun. Und wenn es nur ist, den Opfern mit etwas Rat zur Seite zu stehen und ihnen zu zeigen, wo sie suchen müssen.


Solche Menschen haben vor 12 Jahren, bevor Cybermobbing ein Begriff war, einen Freund zu einem Selbstmordversuch getrieben, der schlimmer endete als mit dem Tod und das nur wegen ein paar Versprechern in einem Video von ihm. Auch ihn hat man sogar daheim besucht, Scheiben eingeworfen und ihn zuletzt zusammengeschlagen, nur weil er wagte, sich verbal und eloquent zur Wehr zu setzen. Er schoss sich in den Kopf - überlebte aber und ist nun nur ein schreiendes Etwas, das nur noch ausscheidet, was man ihm einführt. Sein Gehirn ist größtenteils zerstört, aber sein Körper kann noch 50 Jahre oder mehr so weiter vor sich hinvegetieren. Und ja, ich bin mir bewusst, dass Menschen, die im Internet nach Anerkennung suchen und sich exponieren, sich einem gewissen Risiko aussetzen. Das macht sie aber noch lange nicht zum Freiwild für eine Bande von Kellerkindern, die sich nur daran hochziehen können, anderen zu schaden.

Beichthaus.com Beichte #00038044 vom 12.04.2016 um 23:47:32 Uhr (24 Kommentare).

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Ich fahre mein Leben an die Wand

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Faulheit Trägheit

Ich (w/18) habe mein Leben nicht im Griff. Ich bekomme es nicht auf die Reihe, irgendwelche Sachen, die auch nur ein wenig Disziplin erfordern, zu erledigen. Das betrifft vor allem die Schule, mein Zimmer sieht aus wie ein Schweinestall und am liebsten esse ich den ganzen Tag und sehe Filme. In meinem Leben hatte ich nie Probleme, ich werde trotz meiner Faulheit ein recht gutes Abi hinlegen, ich sehe gut aus und meine Eltern erledigen die meisten Dinge für mich, da ich so faul bin. Man könnte nun meinen, jetzt, da ich es erkannt habe, könnte ich es ändern, aber ich schaffe es nicht und ich weiß nicht einmal warum. Ich habe wirklich einiges an Potenzial, das ich so nicht nutzen kann. Ich bin dabei, mein Leben an die Wand zu fahren und kann nichts dagegen tun, so sehr ich es auch will.

Beichthaus.com Beichte #00038043 vom 12.04.2016 um 19:17:43 Uhr (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Eine Handvoll Leben

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Schamlosigkeit Neugier

Seit meiner Geburt habe ich (w) ein großes Feuermal auf der rechten Wange. Früher als Jugendliche habe ich mich deswegen oft eingeigelt, heute mit 24 Jahren gehe ich selbstbewusst damit um, gehe unbeschwert mit meinen Freunden ins Café und in die Disco und freue mich des Lebens. Wenn ich angestarrt werde, bin ich nicht mehr verletzt - aber wenn jemand nicht aufhören kann, auf mich zu gaffen, habe ich mir eine Methode angeeignet, ihn ein wenig zu blamieren. Ihr kennt diese kleinen Notizzettel. Von diesen beschreibe ich immer ein paar mit "Eine Handvoll Leben" und stecke sie ein. Wer den Blick gar nicht mehr abwenden kann, am besten auch noch herumtuschelt und flüstert, bekommt von mir "Eine Handvoll Leben". Wer seine Zeit mit minutenlanger Starrerei vergeudet, scheint vom eigenen Leben noch nicht genug zu haben. Außer der freundlichen Ansage: "Eine Handvoll Leben für Sie, damit Sie nicht mehr so oft auf andere starren müssen", und dem Zettelchen gibt es nichts, ich hoffe aber, manchem Dauerglotzer das Ganze ein wenig ausgetrieben zu haben - denn nicht jeder, der angestarrt ist, weil er ein Feuermal hat, sehr dick oder sehr dünn ist, ihm ein Bein fehlt etc., kann damit easy umgehen.

Beichthaus.com Beichte #00038042 vom 12.04.2016 um 18:10:14 Uhr (16 Kommentare).

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Die Frau mit den Sexspielzeugen im Koffer

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Neugier Begehrlichkeit Lügen Falschheit Partnerschaft

Meine Freundin, mit der ich seit drei Jahren zusammen bin, und ich wollen bald heiraten. Sie denkt, dass wir uns kennengelernt haben, weil ich über ein Verkaufsportal etwas von ihr kaufen wollte. In Wahrheit stellt sich die Geschichte jedoch etwas anders da und hatte eine andere Vorgeschichte, weswegen ich beichten möchte. Ein paar Freunde und ich haben eine gute Bekannte für ihr Auslandssemester zum Flughafen gebracht. Dort war gerade eine Kofferversteigerung am Laufen. Aus einer Laune heraus haben wir mitgemacht und ich habe für 20 Euro einen Koffer ersteigert. Als ich diesen zu Hause aufgemacht habe, sah ich, dass es scheinbar der Urlaubskoffer einer Frau sein musste. Unter einer Unmenge Klamotten und Beautyzeugs in dem Koffer fand ich eine Tüte mit ein paar Sexspielzeugen und getragenen Höschen. Irgendwie weckte das mein Interesse und ich stöberte weiter: In einer Art Geheimfach des Koffers fand ich dann ein Flugticket vom Hinflug mit dem Namen der Besitzerin des Koffers und einen USB-Stick. Scheinbar war der Koffer am Rückflug verloren gegangen und die Verantwortlichen am Flughafen haben nicht genau genug geschaut denn mit dem Ticket hätten sie den Koffer eindeutig zuordnen können.


Auf dem USB-Stick waren viele Urlaubsbilder von mehreren jungen Frauen zu sehen und es war auch ein Ordner angelegt, in dem die Kofferbesitzerin sich beim Masturbieren mit den Spielzeugen aus dem Koffer selbst fotografiert bzw. gefilmt hatte. Die Bilder waren allerdings schon mehrere Monate alt und die Besitzerin des Koffers hatte scheinbar nicht mehr nachgefragt, ob ihr Gepäckstück nicht doch aufgetaucht ist, weshalb der Koffer letztendlich versteigert wurde. Egal, ich musste die Frau kennenlernen, nachdem ich die Bilder von ihr gesehen hatte. In einem sozialen Netzwerk wurde ich schnell fündig, denn sie wohnte in derselben Stadt. Ich konnte aber nichts über ihren Beziehungsstatus herausfinden, weshalb ich eine gute Freundin bat, ihr eine Freundschaftsanfrage zu schicken, weil das weniger auffällig wirkt, als wenn sie ein fremder Mann anschreibt. Diese Freundin forschte dann noch ein bisschen über meine "Traumfrau" und so erfuhr ich, dass sie Single ist, was sie arbeitete und noch ein paar Dinge über ihr Leben.


Jetzt kam der schwierige Teil. Denn wie sollte ich sie kennenlernen, ohne ihr davon zu erzählen, wie und warum ich sie kennenlernen möchte? Aber ich hatte Glück. In einem Verkaufsportal verkaufte sie ein paar Dinge und ich schrieb sie dort an - schon am nächsten Tag stand ich bei ihr auf der Matte für die Abholung. Ich hatte nur Geldscheine dabei und sie konnte nicht rausgeben, weshalb ich auf mein Retourgeld verzichtete. Sie fragte mich dafür, ob ich noch auf einen Kaffee bleiben möchte. Natürlich blieb ich. Wir redeten stundenlang bis in die Nacht hinein über Gott und die Welt und es passte einfach. Sie hatte scheinbar auch Interesse an mir. Nach mehreren Wochen und einigen Treffen wurden wir ein Paar, sind es bis heute geblieben und teilen uns schon eine gemeinsame Wohnung. Ich liebe meine Freundin wirklich über alles und freue mich schon darauf, mit ihr verheiratet zu sein. Die wahre Geschichte, wie ich sie kennengelernt habe, darf sie jedoch nie erfahren. Ich bitte um Absolution für meine zweifelhafte Art, wie ich in das Leben meiner Freundin getreten bin.

Beichthaus.com Beichte #00038041 vom 12.04.2016 um 08:28:38 Uhr (15 Kommentare).

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“35.000

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Ein Chauvinist beim Fußballspiel

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Vorurteile Ungerechtigkeit Sport

Ich (w/32) muss beichten, dass ich dem Vater eines Kindergartenfreundes meines Sohnes die Nase gebrochen habe. Letztes Jahr im Frühjahr organisierte der Kindergarten unseres Sohnes ein Grillfest, an dem alle Eltern eingeladen waren. Neben dem Grillplatz befindet sich ein Bolzplatz. Nach dem Essen spielten dort einige Väter Fußball. Da wir recht neu im Dorf waren und dementsprechend noch nicht wirklich integriert waren, fragte ich, ob ich mitspielen könne, um einige neue Bekanntschaften zu knüpfen (Mein Mann hasst Fußball). Gleich kamen die typischen "Willst du wirklich als Frau mitspielen? Wir kicken schon ganz schön hart"-Sprüche, die mich schon immer geärgert haben. Ich spiele zwar selten Fußball, aber ich bin so etwas wie ein Naturtalent. Zwar bin ich eher schlechter in der Verteidigung, aber ich bin sehr gut im Sturm und schieße auch öfters ein Tor.


Am Anfang packten sie mich noch in Watte und schossen mir vorsichtig die Bälle zu und ließen mich mit dem Ball erstmal etwas laufen, bevor sie halbherzig eingriffen, nach dem ersten Tor durch mich sah es schon etwas anders aus. Nur ein Vater aus der Gegenmannschaft vertrödelte seine Zeit eher mit dummen Sprüchen. Er nannte den Torwart seiner Mannschaft nach dem zweiten Tor "weibisch", nach dem dritten Tor (das nicht ich direkt erzielte, aber ich den entscheidenden Pass gemacht hatte) blähte er sich auf wie eine dumme Version von Hulk und stapfte in das Tor, da er meinte, der Torwart seiner Mannschaft sei eine "Pussy." Als er noch den Satz brachte, dass ich für eine Frau ja nicht ganz so schlecht spielen würde, aber er ja jetzt im Tor stehe, würde sich das Blatt natürlich wenden, kochte ich innerlich. Ich spiele nicht für eine Frau recht gut, ich spiele gut. Fertig.


Körperlich mögen die meisten Männer mir überlegen sein, aber mein Ballgefühl und Begabung sind kein männliches Attribut, was ich trotz Frau-sein abbekommen habe. Dieser blöde Hulk im Tor schrie sein Team immer mehr an, die Sprüche wurden immer chauvinistischer und ich wurde nicht vor Anstrengung, sondern vor Wut rot im Gesicht. Als ich das nächste Mal vor dem Tor angekommen war, zielte ich nicht auf eine freie Ecke, sondern auf sein Gesicht. Und ich traf. Er konnte zwar noch die Hände hochreißen, aber die Wucht des Balles brach ihm die Nase. So beendete ich das Grillfest mit einem finalen Tor, das meiner Mannschaft den Sieg brachte und einen Chauvinisten ins Krankenhaus. Wir haben mittlerweile einige gute Bekannte gefunden, die Familie des Chauvinisten ist nicht dabei, es kommt nur ab und an deren Sohn zum Spielen vorbei und ich mag die Ehefrau ganz gerne. Es tut mir leid, dass ich sowohl den Kindergartenfreund meines Kindes als auch dessen Schwester zum Weinen brachte, als sie ihren blutüberströmten Papa sahen.

Beichthaus.com Beichte #00038037 vom 11.04.2016 um 16:00:45 Uhr (22 Kommentare).

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