Peinlichkeiten bei der Weihnachstfeier

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Rache Peinlichkeit Weihnachten Arbeit

Ich (m) werde zum Jahresende endlich meinen Betrieb verlassen. Viele Jahre wurde ich vom Arbeitgeber wie Schmutz behandelt. Die etlichen Überstunden und der allgemein raue Umgangston strapazierten meine Nerven sichtlich. Als dann mein befristeter Arbeitsvertrag nicht wie versprochen verlängert wurde, ging mir der Laden am Arsch vorbei. In den letzten Wochen war meine Arbeitshaltung unter aller Sau. Wozu sollte ich mich denn anstrengen? Damit im Arbeitszeugnis vielleicht nettere Floskeln verwendet werden? Nein, das ist es nicht wert. Den Vogel schoss ich aber in der Weihnachtsfeier ab. Ich brauchte nicht zu kommen, aber nur dort bot sich die Möglichkeit einer Rache. So viel kann ich verraten: Alle waren fein angezogen und guter Laune. Mit meinem Erscheinen hat man nicht gerechnet, was die anderen verwundert aufnahmen. Trotzdem begrüßte man mich scheinheilig und herzlich.

Als ich später sah, dass ich nicht mal in der Sitzordnung fest eingeplant war, wurde ich wütender. Zuerst überlegte ich noch, die Racheaktion zu stoppen. Wer will schon einen schlechten letzten Eindruck machen? Jedoch hat mich die Nichteinplanung in der Sitzordnung umso mehr dazu bestärkt. Die Stunden vergingen, bis es dann zum gemeinsamen Abendessen kam. Ursprünglich wollte ich mich während des Essen komplett entblößen, was mir dann aber doch zu viel gewesen wäre. Ich entschied mich einfach, wie aus dem Nichts, loszuschreien. Wie ein Irrer schrie ich durch den Raum und rannte wild durch die Gegend. Alle schauten mich entsetzt an. Die Frauen saßen verängstigt auf ihren Stühlen. Die männlichen Kollegen grinsten nur dumm. Ziemlich lustig war es dann, wie der Chef dann versucht hat, mich zu stoppen. Ich war einfach nicht aufzuhalten. Nach fünf Minuten ging mir die Luft aus, sodass ich glücklich in mein Auto stieg und wegfuhr. Das war allen Beteiligten eine Lehre.

Beichthaus.com Beichte #00039057 vom 13.12.2016 um 18:54:38 Uhr (20 Kommentare).

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Prügelstrafe bei Lügen

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Feigheit Lügen Ungerechtigkeit Betrug Rache

Ein Elternteil von mir hat mich früher immer verprügelt, wenn ich ihn angelogen habe. Dabei habe ich als Kind nur aus Angst vor Strafe gelogen - die mich so oder so erwischte, weil wenn ich dann nach den Schlägen endlich die Wahrheit sagte, gab es noch einen Nachschlag. Als ich dann ein Teenager war, glaubte dieser Elternteil einmal, dass ich lügen würde, weil ich auf die Frage, ob ich ihm seine Schokolade gestohlen hätte, zwar wahrheitsgemäß "Nein" sagte, aber dabei angeblich rot geworden bin (wohl vor Stress und Panik). Ich musste mich dann anbrüllen und als "dreckiger Lügner" beschimpfen lassen (war offensichtlich schon zu groß zum Prügeln). Beide Eltern sind übrigens schuld daran, dass ich chronisch psychisch erkrankt bin, fachärztliche Behandlung brauche und vermutlich mein Leben lang Pillen schlucken muss. Und mehrmals Lohneinbußen hatte, da ich Krankengeld beziehen musste.

Dieser oben genannte Elternteil betrügt nun, da ich erwachsen bin, seit Jahren schon das Jobcenter und damit den Staat, also die gesamte Gesellschaft. Wenn ich ihn anzeigen würde und man könnte ihm das nachweisen, würde er in den Bau gehen. Ich möchte beichten, dass ich mir oft wünsche, diese Person anzuzeigen, einfach weil diese "Doppelmoral" in meinen Augen nicht wirklich geht. Selbst nicht belogen werden wollen, aber andere betrügen. Beichten möchte ich, dass ich schlicht zu feige bin, den Betreffenden anzuzeigen, auch anonym. Denn wenn das rauskäme, würde die gesamte Familie nichts mehr von mir wissen wollen. Außerdem würde es den Stiefelternteil als Teil der Bedarfsgemeinschaft gleich mit erwischen, aber der hat mir nie etwas getan (außer zu Unrecht von meinen Steuergeldern zu leben).

Beichthaus.com Beichte #00039043 vom 09.12.2016 um 21:11:40 Uhr (8 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Refugees welcome

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Vorurteile Engherzigkeit Ekel Rache WG

Ich (m/25/Student) wohne seit ca. 6 Monaten zusammen mit einem Flüchtling, nachdem mein alter Mitbewohner zu seiner Freundin gezogen ist. Anfangs dachte ich noch, es wäre doch eine gute Sache, da ich eine sehr weltoffene Erziehung genossen habe und ich mich schon immer für andere Kulturen interessierte. So könnte ich wenigstens einen kleinen Beitrag zur Integration in Deutschland leisten und ihm beim Lernen der Sprache helfen sowie in meinen Bekannten und Freundeskreis integrieren. Ich war auch schon für ein Semester im Ausland und habe selbst erlebt, wie schnell man sich in Schrift und Wort verbessert, wenn man gezwungen ist, sich täglich mit der Landessprache auseinanderzusetzen, anstatt sich wie gewöhnlich mit den anderen Deutschsprachigen zusammenzurotten. Jedenfalls ist er dann eingezogen. Meine anfängliche Freude hat sich dann zunächst noch gesteigert, als ich von ihm erfahren habe, dass er Christ ist, da ich mich schon auf strenge Speisegebote für die WG vorbereitet hatte.

Anfangs lief auch noch alles super. Wir haben uns gut verstanden und zusammen was unternommen. Leider ist dieser Hype dann aber schnell umgeschlagen in Frustration. Da es nicht meine erste WG ist, bin ich eigentlich dran gewöhnt, dass es Zeiten gibt, in denen es sehr wüst aussieht und mal was in der Küche nicht gespült ist. Auch dass man etwas vergisst oder Fehler macht, ist in Ordnung. Deswegen hat es mich zunächst nicht gestört. Mit der Zeit sind mir dann aber immer mehr Dinge aufgefallen. Plastik im Biomüll, Heizung auf der höchsten Stufe und Fenster auf, Brandflecken auf Tischen von Teelichtern, Herdplatten anlassen und das Haus verlassen. Besonders wegen der Sache mit dem Herd wurde mir mulmig.

Ich es mir jedenfalls dann versucht zu erklären, dass es an den kulturellen Unterschieden liegt und Nachhaltigkeit nicht an erster Stelle steht. Ist ja auch logisch. Wenn in Deutschland oder in unmittelbarer Nähe Krieg wäre, würde mich das auch nicht interessieren. Oder vielleicht hatte er es nach dem vierten Mal erklären wirklich immer noch nicht verstanden, weil ich einfach die Deutschkenntnisse überschätzt habe. Egal. Jedenfalls habe ich dann den Vermieter ins Boot geholt und wir haben ständig alles kontrolliert, da ihm die Heizkosten auch schon aufgefallen sind. Das führte dann zu der oben genannten Frustration. Dauerhaft alles kontrollieren. Den Bio-Müll durchwühlen, auf der Suche nach Plastik. War echt nicht schön. Wenn man mal etwas gefunden hatte, gab es gleich eine Konfrontation. Kann man sich ja vorstellen, dass es für das WG-Leben nicht förderlich war. Allein die Tatsache, dass ich den Vermieter mit ins Boot geholt habe, hat ihn richtig sauer gemacht. Wusste mir aber einfach nicht mehr zu helfen.

Bis zu dem Zeitpunkt hätte mich das auch alles nicht so gestört, wenn eine Besserung für mehr als ein paar Tage eingetreten wäre. Ist es aber nicht. Alles immer wieder auf Anfang. Ich konnte mir das auch nicht mehr erklären. Bin einfach müde geworden, ständig alles zu kontrollieren, zu putzen und diese ganzen sinnlosen Konfrontationen, die mich nur Kraft kosten. Immerhin ist er vier Jahre älter. Ich bin nur Mieter und habe mit meinem Studium mehr als genug zu tun. Meinem Vermieter sage ich seitdem, dass mir nichts aufgefallen ist. Soll er sich doch selbst ein Bild machen. Nun genug von den Umständen, die mich zu meiner Tat gebracht haben. Um alles zu beschreiben, was hier in dieser WG abgeht, bräuchte ich eh mehr Seiten.

Nach dem Sport bin ich gestern nach Hause gekommen und musste echt dringend für große Jungs. Als ich dann die Toilette gesehen habe, bin ich innerlich geplatzt vor Wut. Überall kleine braune Pfützen und Sprinkler auf der Klobrille. Die kommen davon, dass er sich mit einer Plastikflasche voller Wasser den Hintern sauber spült. Ist ja ok, wenn er das macht. Jeder soll sich den Po so saubermachen, wie er Lust hat. Im asiatischem und südöstlichen Raum ist das auch weit verbreitet. Dann soll er aber keine Spuren hinterlassen! Ich habe also sein Handtuch genommen und alles saubergewischt. Habe mich darauf gefreut, wie er sein Gesicht mit einem Handtuch abtrocknet, wo seine eigene Kacke drin ist. Wenn ich mich da reinsetzten soll, kann er sich das auch ins Gesicht schmieren. An dem Tag ist es einfach mit mir durchgegangen. Heute bin ich echt erschrocken, was diese sechs Monate aus mir gemacht haben. Vorher hätte ich über solche Dinge gestanden, da ein Ende abzusehen war.

Warum ich nicht ausgezogen bin? Ich wollte in den letzten Tagen meiner Arbeit nicht auch noch den Stress der Wohnungssuche haben. Vielleicht auch etwas aus Trotz. Ich ziehe jetzt aber aus und wollte die Sache beichten. Ich habe übrigens lange überlegt, ob ich das mit dem Flüchtling überhaupt reinschreibe. Er ist ja ein Arsch und will sich nicht ändern, weil er ein Flüchtling ist, sondern weil er ein Arsch ist. Warum also reinschreiben? Habe es dann aber doch gemacht, weil es wichtig war um meine Gedankengänge nachzuvollziehen. Hoffe das war kein Fehler und Ihr könnt da klar differenzieren. Trotz meiner Erfahrung gilt für mich immer noch: refugees welcome.

Beichthaus.com Beichte #00039040 vom 09.12.2016 um 15:24:49 Uhr (23 Kommentare).

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Hilfe, mein Cousin ist mein Nachbar!

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Boshaftigkeit Gewalt Selbstsucht Rache Familie Nachbarn

Mein etwa gleichaltriger Cousin, der im Haus nebenan lebte, war schon immer der Prügelknabe seiner Familie. Seine Eltern hätten an einer preußischen Militärakademie Lehrer sein können, so streng waren sie. Er wurde grundsätzlich immer mit anderen, vermeintlich […]
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Beichthaus.com Beichte #00039038 vom 08.12.2016 um 13:52:04 Uhr (31 Kommentare).

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Sie hat mich für einen alten Mann verlassen!

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Rache Maßlosigkeit Zorn Partnerschaft München

Ich (m/27) möchte etwas beichten, worauf ich nicht gerade stolz bin, denn diese Aktion brachte die schlimmsten Eigenschaften meines Charakters hervor. Ausgangssituation ist die überraschende Trennung meiner Ex-Freundin (25) von mir zugunsten ihres 58-jährigen (!) verheirateten Chefs vor etwa zwei Monaten. Was ein geschenkter Audi A7 für einen Sinneswandel hervorrufen kann... Der Schock saß und sitzt tief, vor allem weil wir drauf und dran waren, Heiratspläne zu schmieden und unsere beiden Familien heftig durch diese Aktion vor den Kopf gestoßen wurden. Als langjähriger Beichthaus-Leser entwickelte ich schnell die Idee, mich an ihr zu rächen - allerdings ohne ihr neues Auto zu zerkratzen, ihren Leuten Fotos zu schicken oder dergleichen mehr, was Objekten schadet, oder unschuldige Personen beeinträchtigt. Eine neue Idee musste also her, um diese Kreatur zu vernichten, damit ich kleinliche Genugtuung genießen kann.

Es begann damit, ihr Pizza und Sushi zu schicken - obwohl sie nie etwas bestellt hatte. Weiterhin wurden diverse Magazine auf ihren Namen bestellt und allerlei Gratisproben von ihrer Adresse aus angefordert. Verschiedene Glaubensrichtungen schickten Infomaterial oder sogar Glaubensbrüder zum Gespräch vorbei. Der Postbote des Bezirks, Bruder einer Kollegin, berichtete von bergeweise Papierkram und kleineren sich stapelnden Paketen im Hausflur, neben denen die Zeugen Jehovas ihr Infomaterial deponiert hatten. Doch dies war erst der an sich recht harmlose Anfang. Durch die Hilfe von Kollegen, Bekannten und ihren Berufen sowie einigen überraschenden Zufällen erreichten wir die umgehende Stornierung ihres Fahrkartenabos, die fristlose Kündigung des Girokontos, die sofortige Sperre der EC-Karte, den Einzug der beiden Kreditkarten am Geldautomaten, die Sperre des prime-Accounts beim größten Versandhändler im Internet sowie die Besuche mehrerer Sozialfahnder und eines Gerichtsvollziehers. Außerdem kam ein Brief der Uni, der ihr die Exmatrikulation mitteilte. Was man alles durch wenige Mausklicks und einige Gespräche veranlassen kann, ist teilweise wahnwitzig. Die gute, momentan etwas zerrüttete und scheu gewordene, Dame ist planlos, warum ihr das Ganze widerfährt. Genauso planlos war ich, als sie mich für einen alten Mann verließ. Rache ist so zufriedenstellend.

Beichthaus.com Beichte #00038995 vom 29.11.2016 um 13:18:18 Uhr in München (Einsteinstraße) (35 Kommentare).

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