Geld fürs Internetsurfen

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Faulheit Lügen Arbeit

An manchen Tagen habe ich nichts gearbeitet und schreibe trotzdem 8 Stunden auf. Es merkt keiner, dass ich hunderte Euro nur fürs Internetsurfen kassiere.

Beichthaus.com Beichte #00027921 vom 22.06.2010 um 16:28:01 Uhr (25 Kommentare).

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Das Stein-in-die-Luft-werf-Spiel

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Dummheit Waghalsigkeit Selbstverletzung Kinder Feigheit Schule

Das Stein-in-die-Luft-werf-Spiel
Als ich (m) etwa 7 Jahre alt war, ging ich mittags auf den Schulhof meiner Grundschule, um dort zu spielen. Mein Spiel bestand darin einen Stein in die Luft zu werfen, sich darunter zu stellen, zu gucken wie er fliegt und im letzten Moment zur Seite zu gehen. Irgendwann kam ein anderer Junge und fragte was ich da mache. Er wollte es natürlich auch gleich mal ausprobieren. Und so nahm er ein großes kantiges Stück Beton was im Sand lag und warf es nach oben, stellte sich darunter und sah dem Stein zu wie er in seinem Gesicht landete. Er brach nach dem Aufschlag direkt zusammen. Ich bin vor Schreck und Angst gleich weggelaufen, zum Glück hat eine Frau alles gesehen und ist sofort zu ihm. Ich habe mir jahrelang Vorwürfe gemacht.

Beichthaus.com Beichte #00027920 vom 21.06.2010 um 17:14:11 Uhr (36 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Einfach nur Ruhe haben

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Falschheit Falschheit Selbstsucht Partnerschaft

Ich (m/26) war etwas mehr als ein Jahr mit einer Frau zusammen. Während dieser Beziehung habe ich mindestens ein halbes Dutzend an Personen erfunden, die es gar nicht gibt. Selbst nach der Beziehung habe ich diese erfundenen Personen aufrecht erhalten und bin sogar so weit gegangen, dass ich zu diesen Phantasie-Personen Accounts im Web 2.0 erstellt habe um diese am Leben zu erhalten.
Warum? Meine Freundin hat mich oft sehr eingeengt und ich suchte nach Ausreden, warum ich eben nicht jede Sekunde meines Lebens mit ihr verbringen konnte. Hatte aber nicht den Mut ihr das ehrlich zu sagen. Also habe ich angefangen Personen zu erfinden, das dann in etwa so aussah:
Sie: "Wo warst du gestern? Ich habe dich nicht erreichen können!"
Ich: "Ich war spontan bei XY und wir haben ein wenig geredet und ich habe die Zeit vergessen und mein Handyakku war leer."
Das Positive dabei war - sie konnte es nicht kontrollieren, weil sie diese Personen nicht kannte und auch gar nicht kennen konnte. Stattdessen war ich zu Hause und habe mich einfach nur alleine entspannt und mich ein wenig "frei" gefühlt.
Der negative Beigeschmack war - meine Freundin bekam immer mehr das Gefühl, dass ich bei einer anderen jedesmal bin und sie betrüge. Dabei war ich ihr in der ganzen Zeit treu und wollte einfach nur ab und an meine Ruhe haben.
Im Endeffekt habe ich darauf verzichtet ihr eventuell ein klein wenig weh zu tun (indem ich ihr sage, dass ich mehr Ruhe und Zeit für mich brauche) und stattdessen habe ich sie mit diesen erfundenen Personen nur mehr fertig gemacht, ohne es gleich zu merken. Als ich es merkte, war es in irgendeiner Hinsicht schon zu spät um alles auszupacken, da es einfach schon zu viele erfundenen Personen gab. Also versuchte ich immer mehr diese Personen "sterben" zu lassen, indem ich nach und nach den Kontakt zu diesen Personen abbrach - zumindest habe ich das meiner damaligen Freundin so erzählt. Aber ganz habe ich das nicht hingekriegt. Zum einem war ich schon zu tief in diesem Lügensumpf drin und zum anderen war es viel zu verlockend sich mit erfundenen Personen "raus zu reden". Ich dachte immer es sei für sie mehr schmerzhafter zu erfahren, dass ich sie von Anfang an belogen habe und ich viel weniger Zeit mit ihr verbringen möchte - als das ich einfach meine Zeit mit erfundenen Personen ab und an verbringe, was sie aber immer mehr und mehr wahnsinnig gemacht hat - allein schon weil ich mit der Zeit nach Ausreden suchen musste, warum sie sie nicht kennen lernen durfte. Mir tut das Ganze sehr Leid und ich wünschte ich könnte das alles rückgängig machen. Zum einem, weil ich ihr damit sehr weh getan habe und zum anderen, weil sie für mich eigentlich das Beste war, was mir passieren konnte und nun habe ich sie vor einigen Monaten verloren. Aber rückgängig kann ich das nicht mehr machen und mit dem Ganzen während es noch nicht zu spät war reinen Tisch zu machen, dafür hatte ich nicht die Courage.

Beichthaus.com Beichte #00027919 vom 21.06.2010 um 17:09:30 Uhr (37 Kommentare).

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Schizophrene Psychose

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Engherzigkeit Falschheit Ungerechtigkeit Gesundheit Liebe

Ich (m/29) habe etwas getan, was ich sehr bereue. Es ist mittlerweile lange her - 11 Jahre. Ich komme darüber nicht hinweg. Ich kann es zeitweise vergessen, aber es kommt immer wieder hoch. Es war so, dass ich mit meiner großen Liebe zusammen war. Es war wohl für uns beide, etwas wirklich großes, wenn nicht das größte, denn für uns beide war es die erste Beziehung. Das erste mal Sex. Ich habe sie geliebt, als wenn es kein morgen mehr gibt. Ich wusste, und fühlte, dass es Liebe war!

Es war dann so, dass ich im Jahre 2000 in etwas reingerutscht bin. Ich wusste damals nicht, was es ist. Irgendetwas veränderte mich, mein fühlen, mein denken. Erst später habe ich, durch Krankenhausaufenthalte und Therapie mit Medikamenten (Antidepressiva, Antipsychotika), herausgefunden, dass ich eine "schizophrene Psychose" hatte und wohl genetisch dafür empfänglich bin. Das heißt, Mitte/Ende 2000 veränderte sich mein Fühlen und Denken durch die Psychose. Ich dachte, ich liebe sie nicht mehr. Ich dachte, und fühlte, sie liebte mich nicht mehr. Das war aber alles quatsch. Wir waren circa 11 Monate zusammen, es waren die schönsten Monate meines bisherigen Lebens.
Ich machte dann einfach mit ihr Schluss. Per E-Mail. Wie grausam, wie dumm kann man sein. Damals, war es mir egal, ich fühlte mich so stark, so selbstsicher, ich bräuchte sie nicht, ich fühle nichts mehr für sie, ich müsste mich "frei" machen, die Abhängigkeit auflösen. Ich wusste ja nicht, dass die Veränderung in mir selbst liegt. Alle Gefühle waren ausgeblendet und weg. Ihre Reaktion auf meine E-Mail war extrem, was für ein gefühlsloser Arsch ich sei, sie hasste mich, sie war todunglücklich, die nächsten Wochen waren sehr schwer für sie. Ich fühlte nichts. Ich fühlte mich "so stark." Es war falsche Stärke.


Wir trafen uns in der nächsten Zeit noch, sie weinte in meinen Armen, ich fühlte nichts. Die Psychose, die mittlerweile mit Halluzinationen und Denkveränderungen gepaart war, ließ nichts zu meinem Innern durch. Wir hatten noch ein paar mal Sex. Ich fühlte zwar die Lust, aber keinerlei Gefühle mehr zu ihr. Ich orientierte mich neuen Freundinnen entgegen, das war aber mehr ein weglaufen vor mir selbst. Ich konnte immer weniger zur Ruhe kommen, wurde immer hektischer und unsensibler. Wollte mir das natürlich nicht eingestehen. Erst ein halbes Jahr, nachdem ich mit ihr Schluss gemacht hatte, wurde mir bewusst, was ich getan hatte. Nachdem mein gesundheitlicher Zustand auch immer schlechter wurde, ich Depressionen, Wahnvorstellungen, Panikattacken hatte und nicht mehr arbeiten konnte. Ich habe höllische seelische Schmerzen erlebt, weil ich nun FÜHLTE, was ich getan hatte.

Es dauerte 3-4 Jahre, bis ich - mit Medikamenten - wieder auf der Höhe war, und wieder arbeiten konnte. Werde für mein Leben lang Medikamenten nehmen müssen, das ist aber nicht weiter schlimm, vertrage sie sehr gut. Ich habe es bis heute nicht verwunden, dass mich "etwas in mir" seelisch abgetötet hat, ich das aller schönste in meinem bisherigen Leben weggeworfen habe, nichts dabei gefühlt habe, ihr so weh getan habe.


Wie sehr wünschte ich mir, eine zweite Chance zu erhalten, noch einmal die Zeit mit ihr, ohne die Krankheit zu erleben, und wahrhaft frei entscheiden zu können, ohne durch innere "Monster" gezwungen zu werden. Ich war diesbezüglich auch in psychotherapeutischer Behandlung, es half etwas, aber es ist nicht weg. Meine Ärztin sagte, dass ich das nicht verwunden kann, angesichts der Historie der Dinge, sei nur verständlich. Es tut mir Leid. Ich wollte es nicht. Ich weiß, das ganze ist bescheuert, da es so lange zurück liegt. Aber die Zeit mit ihr war "Geborgenheit im Geborgensein", es war Liebe und es war Leben. Ich weiß nicht, wie ich das ganze verwinden soll. Vermute, es wird mir nie gelingen. Ich war diesbezüglich auch schon in psychotherapeutischer Behandlung, meine Ärztin sagte mir, es sei absolut verständlich, dass ich so fühle, angesichts der Abläufe.

Manchmal wünschte ich mir, diese Erinnerungen aus meinem Gehirn reißen zu können. Ich weiß natürlich nicht, ob wir noch zusammen wären. Höchstwahrscheinlich sogar nein. Aber wer weiß es. In jedem Fall wäre der Ablauf der Trennung emotional EHRLICH gewesen. Ich hätte niemals so Schluss gemacht. Ich hätte gleich Schmerzen gefühlt. Ich hätte es verarbeiten können, und es wäre nicht unterdrückt und weg gewesen. Es tut mir so Leid. Ich habe mittlerweile ein neues Leben, aber das alte kriecht hinter mir her und verfolgt mich und tränkt mich in Schmerzen und Reue. Danke für eure Aufmerksamkeit.

Beichthaus.com Beichte #00027918 vom 21.06.2010 um 15:00:10 Uhr (29 Kommentare).

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Loch im Garten

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Gewalt Vandalismus Dummheit Waghalsigkeit Ronnenberg

Hinter unserem Haus ist ein Grundstück, das noch nicht bebaut ist. Trotzdem hat früher der Besitzer dort regelmäßig den Rasen gemäht, sodass ich mir die Wochentage ein tiefes Loch gebuddelt habe und kurzerhand Äste und Sträucher drüberlegte. Am nächsten Tag versteckte ich mich in der Hecke und hab zugeguckt wie der Mann mit dem Rasenmäher in das Loch gefahren ist. So schadenfroh wie ich war hab ich natürlich gelacht und wurde entdeckt. Er hat mir dann erzählt, dass angeblich sein Bruder so ein Bein verloren hat, er ist wahrscheinlich Rasenmäher in dritter Generation. Jedenfalls hat nur der Zaun zwischen uns mich vor weiterer Strafe geschützt, denke ich. Heute weiß ich als erfahrener Rasenmäherführer, dass das ziemlich gefährlich war, auch wenn die Falle ziemlich gut war. Tut mir Leid.

Beichthaus.com Beichte #00027917 vom 21.06.2010 um 14:48:57 Uhr in Ronnenberg (24 Kommentare).

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