Die Bahn hat Verspätung!

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Rache Selbstsucht Bahn & Co.

Ich bin Lokführer für den S-Bahn-Verkehr. Jetzt bin ich gefrustet, dass wir nun nicht mehr streiken und nun alle im Güterverkehr streiken wollen. Ich durfte nicht aber eh nicht streiken, weil ich Beamter bin. Die 30 Prozent mehr sind eigentlich noch viel zu wenig, zumal nicht klar ist, ob wir die als Beamte überhaupt bekommen und daher muss ich meinem Unmut anders Luft machen. Wir haben normalerweise vom Band die Ansage, welches die nächste Haltestelle ist. Manchmal schalte ich das Band ab und spreche absichtlich undeutlich oder sage eine falsche Haltestelle. Die Idee kenne ich von den Busfahrern, die machen das auch immer so.

Oder ich lasse das Band die Ansage machen, stoppe aber dann bei der automatischen Auskunft, auf welcher Seite der Ausstieg ist. Dann klicke ich in meinem Terminal absichtlich die falsche Richtung und die automatische Stimme sagt dann die falsche Ausstiegsseite an. Zwar wissen die meisten, wo normalerweise der Ausstieg ist, aber das sorgt immer für Verwirrung. Oder ich fahre absichtlich langsamer an und bremse sehr früh und dafür sehr langsam. So kann ich auf der gesamten Strecke locker ein paar Minuten Verspätung einfahren. Ich weiß, dass viele Pendler im Hauptbahnhof einen Anschlusszug erreichen müssen. Wenn ich nun aber vier Minuten zugesetzt habe, dann müssen die Leute entweder richtig rennen oder sie bekommen Ihren Anschlusszug nicht. Der nächste fährt erst wieder in 30 Minuten. Ich überlege ständig, was ich sage, wenn ich nach der Verspätung gefragt werden würde. Ich würde sagen, dass wir Laubfall haben und die Schienen rutschig sind und ich deswegen nicht so schnell anfahren und langsamer bremsen muss, obwohl das gar nicht stimmt. Aber solange ich genau unter fünf Minuten bleibe, fragt keiner -kein Chef, kein Disponent, niemand.

Ich bin eigentlich ein guter Lokführer. Warum? Na ich bin in der Lage punktgenau mit vier Minuten Verspätung im Bahnhof anzukommen. Das ist gar nicht so einfach. Zu wenig ist schlecht, dann erreicht man den Anschluss. Zu viel ist auch schlecht, dann muss ich die Verspätung begründen. Aber vier Minuten sind genau richtig! Ich muss nichts begründen und der Anschluss ist dann trotzdem weg. Einmal hat jemand an der Scheibe geklopft und gefragt, ob ich bei der Leitstelle anrufen und den Anschlusszug warten lassen könnte. Im ICE würden die Schaffner das auch immer machen. Habe freundlich gesagt, dass ich es versuche und so getan, als würde ich telefonieren. Aber in Wahrheit habe ich niemand angerufen. Der Frau habe ich gesagt, dass der Anschluss vielleicht warten würde. Ich habe mir fest vorgenommen, die Verspätung dann wieder aufzuholen und wenigstens eine gute Tat an diesem Tag zu vollbringen, aber es ging einfach nicht. Mein innerer Schweinehund war zu stark! Wir sind genau mit vier Minuten Verspätung angekommen. Wie gesagt, ich bin ein guter Lokführer! Sie ist dann am Bahnsteig bei der Ankunft losgerannt, ich bin mir nicht sicher, ob sie es geschafft hat. Sehen konnte ich es leider nicht. Ich weiß, es ist fies als Einzelner über das Tagesschicksal vieler zu entscheiden, aber ich bereue es nicht. Im Gegenteil: Ich liebe die Macht und koste sie aus. Dann fahre ich an manchen Bahnsteigen, wo der Ausgang hinten ist, mit Absicht nach ganz vorne durch. Besonders an langen Bahnsteigen, wo zwei S-Bahnen und mehr reinpassen würden, macht das viel Freude, weil die Leute am Bahnsteig dann locker einen 150-200 Meter Sprint hinlegen müssen.

Schade, dass die Leute beim Aussteigen immer so langsam sind und bis der letzte ausgestiegen ist, sind die ersten Sprinter schon an der Tür und halten sie für die nachkommenden Trantüten auf. Sonst könnte ich die Türen schon wieder zu machen und die Leute würden die S-Bahn verpassen. Aber schlimm ist das nicht, ich habe dann immer einen tollen Grund und den sogar auf Video, warum der Zug zu spät ist: Kundenandrang, Kundenverhalten. Oder an Bahnsteigen, wo nur kleine Häuschen oder ein Teildach sind, ziehe ich bei schlechtem Wetter entweder ganz nach vorne oder bremse sehr knapp am Bahnsteig. Irgendwer muss dann durch den Regen laufen. Ich schaue dann immer in die Gesichter der Leute, wenn ich am wartenden Pulk vorbeifahre, vor ein paar Tagen hat mir einer einen Vogel gezeigt. War ja klar, dass ich mir an diesem Tag besonders viel Zeit mit der weiteren Fahrt gelassen habe. Wollen doch mal sehen, wer am längeren Hebel sitzt!

Heute hat mir allerdings mein Chef gesagt, dass meine allgemeine Arbeitshaltung in letzter Zeit sehr zu wünschen übriglässt und er überlegt, mich versetzen zu lassen. Dafür habe ich mich an den Fahrgästen bitter gerächt. Keiner wirklich KEINER hat heute seinen Anschlusszug bekommen. Ich habe sogar mehrfach die fünf Minuten überschritten. Da war mir die Begründung egal, ein Glück, dass heute so mieses Wetter war und fast alles Verspätung hatte. Verspätungsbegründung quasi frei Haus. Als die S-Bahn rappelvoll war, habe ich absichtlich einige scharfe Bremsungen gemacht, damit es die Leute schön durchschüttelt, einer ist auch hingefallen, habe das in der Scheibe gesehen. Das tat mir dann doch ein wenig leid. Ich habe dann gleich eine Durchsage gemacht, dass wir Laubfall und schlüpfrige Schienen haben, ich nicht richtig bremsen kann und dass es mir leidtut. Ich glaube, es klang ehrlich, wenn die wüssten! Ich hoffe nur, dass mein Chef das nicht gesteckt bekommt. Andererseits, was soll mir schon passieren, er kann mir nichts. Ich bin seit fast 20 Jahren Beamter und unkündbar. Auf weniger als S-Bahn kann man als Lokführer nicht strafversetzt werden…

Beichthaus.com Beichte #00022832 vom 22.09.2007 um 09:36:28 Uhr (19 Kommentare).

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Benjamin Blümchen beim Sport

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Peinlichkeit Sport Niederorschel

Ich (m/20) habe gestern bei meinen Sit-ups die Benjamin Blümchen Kassette "Benjamin als Wetterelefant" gehört, da mir sonst beim Sport machen immer so langweilig ist und ich den Fernseher nicht im Blickfeld habe.

Beichthaus.com Beichte #00022790 vom 21.09.2007 um 04:35:47 Uhr in Niederorschel (8 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ich langweile mich lieber zu Hause!

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Faulheit Trägheit Studentenleben

Ich bin Student, es ist 12:34 und ich liege immer noch in meinen Bett. Das Tragische daran ist aber eher, dass ich gerade im Internet nachgeschaut habe, wie das Wetter draußen ist und welcher Wochentag. Und von den 7 Vorlesungen, die diese Woche bereits waren, war ich in genau den ersten zwei. Dass ich mich gerade ein bisschen krank fühle, spielt mir dabei gut in die Hände, somit kann ich ohne schlechtes Gewissen daheim rumsitzen und mich langweilen.

Beichthaus.com Beichte #00022669 vom 17.09.2007 um 21:08:38 Uhr (2 Kommentare).

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Das Wetter ist schön!

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Begehrlichkeit Falschheit Schamlosigkeit

Ich habe in der Universität einem Kumpel gesagt, dass ich die Serbin neben ihm, die kein Wort Deutsch kann, gerne mal ordentlich durchnageln würde. Dabei musste ich lachen. Sie sah mich an und hat auch gelacht und auf Englisch gefragt, was ich gesagt hätte. Ich sagte, das Wetter sei schön.

Beichthaus.com Beichte #00022126 vom 24.06.2007 um 06:48:44 Uhr (2 Kommentare).

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“Beichte

Vielleicht haben meine Eltern einen Autounfall!

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Hass Zorn Engherzigkeit

Ich hasse meine Schwiegereltern. Meine Schwiegereltern müssen sich in alles einmischen was sie gar nichts angeht! Das Problem ist, dass ich mit meiner Frau einen Stockwerk unter meinen Schwiegereltern lebe. Jeden Tag, nachdem ich von Arbeit komme, bewegt sich ihre Mutter um die 10 Mal runter ohne zu Klopfen und will irgendetwas von uns. Ich hasse es! Ich habe kein Bock mehr! Ausziehen geht aber auch noch nicht, da ich noch Alleinverdiener bin. Ihr Vater ist die ignorante und egoistische Spastifikation des Lebens und kümmert sich einen Scheiß um Familie und Gefühle. Wichtig ist nur das Auto und sein Garten.

Außerdem ist er ein hohes Tier in der evangelischen Kirche, zieht sich aber trotzdem Pornos aus dem Internet rein, während er am nächsten Tag gegen die Pornographie wettert und meint, dass Menschen, die sich dieser hingeben gestört und gottlos sind. Auf Familientreffen wird ständig darüber gelästert, wieso die Eltern kein Recht mehr haben Ehen zu arrangieren und dass ihre Kinder oft falsche Entscheidungen getroffen haben - und das, wenn man daneben sitzt! Tagebuch lesen etc. ist auch kein Vergehen, da man dem Kind dann ja nur helfen will bei seinen Problemen. WIE BESCHEUERT MUSS MAN SEIN? Manchmal stelle ich mir vor, wie beide bei einem Autounfall ums Leben kommen und was eine Erlösung das doch für mich wäre. Endlich Ruhe vor Einmischereien und blöden Kommentaren!

Beichthaus.com Beichte #00022082 vom 21.06.2007 um 16:44:43 Uhr (4 Kommentare).

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