Opa hinter dem Steuer

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Ignoranz Unfall 50+ Auto & Co. Obernzell

Es war um 1990, da war ich 12 Jahre alt. Ich fuhr mit meinem Fahrrad auf dem Radweg neben der Landstraße, war auf dem Rückweg von einer Freundin nach Hause. Plötzlich bekam ich den Schrecken meines Lebens, als ein Wagen stark nach rechts zu mir zog, und mich an den Beinen erwischte. Meinen Beinen war so gut wie nichts passiert, es gab nur ein paar große blaue Flecken, aber der Schrecken saß in allen Gliedern, mein Herz klopfte bis oben. Aus dem Wagen stieg ein sehr, sehr alter Mann - er war garantiert mindestens 85. Er war völlig durch den Wind, stammelte, wie leid ihm das täte, und war den Tränen nah. Er sah mich an und bat mich, es war fast ein Flehen, dass ich doch bitte nichts der Polizei oder zu Hause melde, er ist auf sein Auto angewiesen, er hat niemanden. Ich wusste auch mit 12 Jahren eigentlich schon, dass man nicht mehr Auto fahren darf, wenn Körper und der Geist dazu nicht mehr in der Lage sind, aber er tat mir so leid. Ich nickte. Der Mann bedankte sich überschwänglich, zitterte immer noch, und fuhr dann weiter. Ich bekam schon da Gewissensbisse, als ich sah, wie unsicher er fuhr. Doch ich hielt mein Versprechen.

Bereits am gleichen Tag bekam ich ein schlechtes Gewissen. Was, wenn so etwas noch einmal passiert? Was, wenn dabei jemand zu Tode kommt? Aber ich sah immer diesen verzweifelten Mann vor mir - und es blieb unser Geheimnis. Die ganzen Jahre dachte ich immer wieder daran. Damals gab es ja noch nicht wirklich Internet für Privathaushalte, und ich konnte nicht einfach nach einem Unfall mit einem Peugeot in unserer Gegend googeln. Als ich dann einen Internetanschluss hatte, machte ich das, aber ich wurde nicht fündig. Ich schäme mich, weil ich die Gefahr, die von dem Mann wahrscheinlich ausging, obwohl er dafür nichts konnte, niemandem anvertraut habe. Aber ich schämte ich mich auch dafür, dem Mann nicht geholfen zu haben. Er sagte ja, er hat niemanden. Wenn ich meinen Eltern davon erzählt hätte, hätte der Mann vielleicht seinen Führerschein verloren, aber vielleicht wäre ihm geholfen worden.

Ich habe mir seinerzeit das Kfz-Zeichen gemerkt, es zu Hause auf einen Zettel geschrieben und den in meiner Krams-Schublade versteckt. Ich habe den Zettel bis heute aufgehoben. Ich habe manchmal das Bedürfnis, bei der Polizei nach diesem Wagen zu fragen. Der Fahrer lebt mit 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit nicht mehr, wahrscheinlich gibt es auch das Auto nicht mehr. Die Polizei wird mir auch sicher nichts sagen. Aber ich bin nicht sicher, ob ich es nicht trotzdem einfach versuchen sollte.

Beichthaus.com Beichte #00036364 vom 14.08.2015 um 22:32:12 Uhr in Obernzell (5 Kommentare).

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Heiraten? Nein Danke!

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Lügen Falschheit Selbstsucht

Heiraten? Nein Danke!
Ich beichte, dass ich nahezu mein gesamtes Umfeld belüge. Alle reden davon, wie wichtig und schön Heiraten, Liebe, Kinder und so weiter seien. Da pflichte ich natürlich eifrig bei, auch wenn ich an das alles nicht glaube. Eine klitzekleine Andeutung reicht schon, um als völliger Depp dazustehen. Und was mir alles angedichtet wird: Depression, diverse Persönlichkeitsstörungen und so weiter. Und zu guter Letzt auch noch die Großeltern und Eltern die Angst haben, ich sei später nicht versorgt und glücklich! Liebe ist einfach nichts für mich. Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Ich freue mich für jedes glückliche Paar, auch in meinem Umfeld. Sogar die Schweden-Hochzeit habe ich mir zig Mal angesehen. Ich weiß einfach, dass man am Ende sowieso nur enttäuscht, belogen und betrogen wird. Das war bei meinen Eltern so, und auch bei anderen aus meinem Umfeld. Warum soll das dann bei mir anders laufen? Manchmal wünsche ich mir, ich hätte diese Wahrheit niemals in meinen Kopf gelassen. Andererseits bin ich auch froh, mir Verletzungen und einen Rosenkrieg zu ersparen, mit diesem Wissen! Oder noch schlimmer: Man liebt sich nicht mehr und lebt nur noch voreinander hin. Spätestens wenn die Falten und ersten grauen Haare kommen, wird man doch ausgetauscht! Nein, danke! Ich plane also, ein Leben in Egoismus zu führen.

Beichthaus.com Beichte #00036362 vom 14.08.2015 um 20:00:17 Uhr (18 Kommentare).

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“Folge

Ein neuer Kinderwagen

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Zorn Vorurteile Misstrauen

Ich beichte, dass ich gerade eine Riesenwut auf einige Asylanten in unserem Umkreis habe. Aber alles der Reihe nach: Meine Mutter engagiert sich ehrenamtlich für Asylanten indem sie Sprachkurse organisiert, den Kindern Programm vorbereitet und den Familien hilft, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Dadurch knüpft sie die einen oder anderen Kontakte mit Flüchtlingen und investiert Zeit in deren alltägliche Leben. Sie hat eine Familie mit einem Baby kennengelernt. Die Eltern haben geklagt, dass sie einen neuen Kinderwagen bräuchten, da der alte aus irgendwelchen Gründen nicht mehr taugen soll. Nun ja, so gutherzig meine Mutter auch ist, kauft sie einen Neuwagen für das Kind. Jetzt hat die Familie geklagt, dass der Kinderwagen "womöglich verloren gegangen wäre." Ja, ist klar! Den haben sie natürlich weiterverkauft und benutzen den Alten weiter, das hat selbst meine Mutter registriert! Doch sie kauft denen ihre Geschichte natürlich ab, denn sie würde es ihren "Schützlingen" niemals zutrauen, sie zu betrügen.

Die Familie lacht sich wahrscheinlich ins Fäustchen, wie jemand so naiv sein kann. Ich weiß ja auch, dass meine Mutter diesbezüglich naiv und gutgläubig war, aber muss man denn die Hilfsbereitschaft anderer Menschen so ausnutzen? Ich kenne übrigens - auch wegen meiner Mutter - viele Ausländer und Asylanten, die mir unglaublich sympathisch sind. Aber leider gibt es auch unter den Flüchtlingen schwarze Schafe, was mich sauer macht, denn ich weiß ganz genau, dass der Großteil freundliche Menschen sind. Bitte verzeiht mir meinen Zorn, da die Flüchtlinge jedes Geld auch irgendwie gebrauchen können.

Beichthaus.com Beichte #00036357 vom 13.08.2015 um 21:25:31 Uhr (10 Kommentare).

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In den leeren Wohnungen hübscher Frauen

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Neugier Schamlosigkeit Verrat

Bedingt durch das Studium habe ich im Laufe der Zeit eine Menge Mädels in meinem Alter kennengelernt. Ich bin Single und habe auch vor, es zu bleiben. Aber ich habe eine offene Art und komme bei der Damenwelt gut an, was mir bei meinem "Hobby" zugute kommt. Alles fing im Sommer vor einigen Jahren an, als ich ankündigte, in den Ferien aus Geldmangel daheim zu bleiben. Eine Freundin, die dabei war, meinte spaßeshalber, dass ich dann ja ihre Blumen gießen und die Katze füttern könne. Aus Spaß wurde Ernst und gleich im ersten Sommer hatte ich durch Mundpropaganda drei Wohnungen zu betreuen. Mittlerweile sind einige Jahre vergangen und mein Studium liegt längst zurück. Aber mein Freundeskreis ist im Laufe der Jahre gewachsen. Und mein Hobby habe ich mir erhalten und fahre nicht in den Urlaub sondern verdiene im Juli und August sogar schon etwas Geld damit, in den Wohnungen der Mädels, die sie mir anvertrauen, nach dem Rechten zu sehen. Und glaubt mir, es sind eine Menge Wohnungen, die ich mittlerweile anvertraut bekomme.


Ich erstelle mir Pläne, damit jedes Haustier täglich sein Futter bekommt und jede Topfpflanze spätestens am zweiten Tag Wasser. Und das alles noch nachmittags nach meiner eigentlichen Arbeit. Der wahre Grund, warum ich das mache und mich jedes Jahr tierisch auf den Sommer freue ist jedoch der, dass ich in den Wohnungen alles nach Lust und Laune durchstöbern kann. Schmutzige Höschen, die vor dem Urlaub noch im Wäschekorb gelandet sind und nicht gewaschen wurden. Unterwäscheschubladen und Kästchen mit Hygieneartikeln oder Medizinschränke. Sexspielzeug in allen Farben und Formen, und sogar Sexspielzeuge, von denen ich nicht einmal wusste, wie man sie benutzt, weil ich sie noch nie gesehen habe. Auch die PCs, Laptops und Tablets sind bei mir heiß begehrt. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was für versaute Bilder manche Girls von sich machen bzw. machen lassen und auf ihren Geräten speichern.


Ich lade keines der Bilder runter, aber in meinem Kopfkino bleiben sie für immer gespeichert und wenn ich derjenigen Person dann die Schlüssel zurückgebe, kann ich mir ein Schmunzeln oft nicht verkneifen und manchmal versuche ich dann, die eine oder andere flachzulegen, nur um zu sehen, ob sie sich im Bett immer so "aufführt" wie auf den Bildern. Da hatte ich anschließend schon die skurrilsten sexuellen Erlebnisse. Jedes Jahr kommen neue Wohnungen dazu, manche Freundinnen ziehen weg und man verliert dadurch die eine oder andere Wohnung, aber die Zahl wird eigentlich nicht weniger, sondern steigt konstant. Es bleibt jeden Sommer ein Wahnsinnsgefühl, die Wohnung eines Mädchens zu betreten und zu wissen, dass man dort für mehrere Tage alles tun und lassen darf. Manchmal schlafe ich sogar dort, wenn meine Stöberei bis spät nachts geht. Ich gelte als sehr zuverlässig und werde gerne weiterempfohlen. Bei wirklich netten Mädels, bei denen ich auch Geld dafür bekomme, staubsauge ich schon mal, wische Staub und dergleichen oder kaufe dem Haustier Spielzeug, denn das sehen die Damen immer gerne, wenn sie aus dem Urlaub zurückkommen. Keine ahnt wahrscheinlich, dass ich das nur mache, um in ihre intimste Privatsphäre einzudringen und ich hoffe auch insgeheim, dass keine hier mitliest, denn sonst wäre der Spaß wahrscheinlich ganz schnell vorbei. Da ich mit meinem Verhalten niemanden schädige und aus den Wohnungen nichts entwende oder herunterlade, bitte ich um Vergebung für mein Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00036356 vom 13.08.2015 um 20:04:59 Uhr (8 Kommentare).

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“Beichte

Der Herr der Ringe

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Dummheit Peinlichkeit Trunksucht Last Night

Mein Freund feierte gestern mit seinem ganzen Haufen Studentenkumpels eine große Feier in unserem Hinterhof des Hauses. Irgendwann, der Abend neigte sich dem Morgen entgegen, ging ich auf meinen Balkon, der zum Hof rausgeht, warf mir einen weißen Bademantel um und schnappte mir einen Besen. So stand ich dort vor der Feiermeute und wollte mir, als großer "Herr der Ringe"-Fan, einen kleinen Spaß gönnen. Ich gab ein Zitat von Saruman, das er seinen Truppen vor der Schlacht bei Helms Klamm entgegen donnerte, zum besten: "Eine neue Macht erhebt sich, und ihr Sieg ist nah. Heute Nacht wird das Land befleckt, mit dem Blute Rohans! Auf nach Helms Klamm, lasst niemanden am Leben! Vorwärts! Es wird für die Menschheit keinen Morgen geben." Die besoffene Meute, die das Zitat wohl größtenteils kannten, schnappten sich daraufhin jeder einen Holzstab, die vorher fürs Stockbrot benutzt wurden und rammten die Teile alle gleichmäßig in den Boden und schrien "Saruman!"


Ich fand das noch ganz lustig, bis die Meute auf einmal den Hof verließ und die Straße runterlief. Da fiel mir ein, dass ein Nachbar, ein paar Häuser weiter mit Nachnamen Klamm heißt. Ich bin gerade noch zur Straße gekommen, da sah ich schon, wie der wohl Besoffenste von allen meinte, er müsse den Klammwall wegsprengen, was heißt, dass er unter grölender Menge mit einem brennenden Sturmfeuerzeug in die Hecke des Nachbarn gesprungen ist. Irgendwie schafften ich und die restlichen Nüchternen es, die versammelte Uruk-Hai Bande wieder zurückzubringen. Zum Glück ist nur die Hecke etwas eingedellt, aber ich schäme mich trotzdem.

Beichthaus.com Beichte #00036351 vom 12.08.2015 um 23:32:45 Uhr (17 Kommentare).

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