Herrenloses Auto auf der Dorfkirmes

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Diebstahl Morallosigkeit Dummheit Trunksucht Auto & Co.

Ich war an Pfingsten auf der Dorfkirmes richtig bechern und bin anschließend mit dem Auto nach Hause gefahren. Kurz bevor ich zu Hause war, habe ich dann allerdings realisiert, dass ich ja zu Fuß zur Kirmes gegangen bin, und habe das Auto auf einem Feldweg in der Nähe meines Hauses stehen lassen. Ich fahre selbst den gleichen Wagen und muss ihn wohl irgendwie verwechselt haben. Das Auto parkte vor einer Kneipe und der Schlüssel steckte. Wahrscheinlich wollte der Besitzer also gerade jemanden abholen. Heute Morgen war der Wagen dann auf einmal verschwunden. Ich hoffe, der Besitzer hat ihn zurückbekommen und bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00033439 vom 11.06.2014 um 12:00:58 Uhr (9 Kommentare).

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Studentischer Raubzug

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Diebstahl Engherzigkeit Selbstsucht Morallosigkeit Studentenleben

Ich (m/24) beichte, dass ich im letzten Jahr zum Einbrecher geworden bin. Ich war immer ein "Musterschüler", habe brav mein Abitur gemacht und studiere inzwischen. Ich rauche nicht und trinke keinen Alkohol. Ich bin quasi der Saubermann der Familie. Im letzten Jahr habe ich aber zunehmend Geldprobleme bekommen. Ich bekomme kein BAföG, sondern nur 200 Euro von meinen Eltern im Monat (mehr können sie sich nicht leisten) und 100 Euro von meinen Großeltern. Dazu kommen 400 von meinem Nebenjob. Ich wohne in einer WG mit einem Kumpel, eine Kellerwohnung, aber hier im Landkreis ist alles sehr teuer, weil hier viele Unis und Hochschulen sind. So bezahle ich im Monat schon einmal fast 400 Euro für Miete, Strom, Internet und Telefon, Handy. Mir bleiben dann 300 Euro, wovon ich Essen und Trinken und sonstige Dinge bezahlen muss. Meine Freundin verbringt jedes Wochenende bei mir, an denen ich sie dann auch noch durchfüttern darf, weil sie als Schülerin ja auch kein Geld hat. Und wehe, ich spreche es mal an, dann ist sie sofort megasauer - ich kann ihr schließlich nicht abverlangen, noch arbeiten zu gehen und so weiter.


Ich habe im letzten Jahr fast jeden Monat 100-200 Euro Kreditkarten Schulden gemacht und habe wirklich auf so gut wie alle Annehmlichkeiten verzichtet. Habe mir weder Elektronik noch PC Spiele oder sonst etwas gegönnt. Ich stand dann also mit gut 2000 Euro Schulden da, ohne eine Idee, wie ich die jemals loswerden soll. Mein Studium geht noch über 1,5 Jahre und mehr Geld bekomme ich auch nicht zusammen. Mein Kreditrahmen von 3000 Euro war auch bald erreicht und die Zinsen haben angefangen, mich aufzufressen. Nicht wissend, wie es weitergehen soll, bin ich dann eines Abends mit einem Freund zur Tankstelle gelaufen. Wir liefen an einem Haus vorbei und er meinte, dass die Besitzer gerade im Urlaub wären, und dass es ja ganz schön fahrlässig wäre, die Rollläden oben zu lassen. Ich meinte, dass man doch eh nicht so einfach reinkommt, aber er war vom Gegenteil überzeugt. Die Wette galt also, rein aus Spaß versuchten wir in das Haus einzusteigen, ohne die Absicht, etwas zu stehlen. Es war verblüffend einfach, ein paar Tricks aus dem Internet und Schwups waren wir im Haus. So viel Angst hatte ich noch nie in meinem Leben, aber auch viel Adrenalin durchschoss meinen Körper, ich war wie in einem Rausch. Die Versuchung, sich zu bereichern, war jetzt einfach viel zu groß, wir haben alles eingepackt, was wir finden konnten. Kleine Elektroartikel, Schmuck und Bargeld. Alles in allem hatten wir eine gute Ausbeute mit einem Wert von etwa 8000 Euro, wobei der Schmuck am meisten brachte. Die einzelnen Schmuckstücke verkauften wir im Ausland bei verschiedenen Händlern. Spuren hatten wir wohl keine hinterlassen, wir wurden nie verdächtigt oder sonst etwas.


Meine Schulden waren weg und ich hatte noch gute 1000 Euro über. Ich hatte so lange Geld gespart, ich war so froh, endlich wieder flüssig zu sein und so hatte ich dann innerhalb einer Woche alles auf den Kopf gehauen. Im Spaß meinte ich zu meinem Kollegen, dass wir so etwas öfter tun sollten - er verstand es nicht als Spaß und machte innerhalb einiger Tage wieder ein Haus ausfindig, deren Besitzer im Urlaub waren. Gleiches Spiel wieder, dieses Mal allerdings nur eine Ausbeute von knapp 4000 Euro, was sich aber immer noch sehen lassen konnte. So ging es seitdem weiter. Im Monat gehen wir in der Regel zu einer Tour los, verteilt in ganz Deutschland, um keine Verbindungen zuzulassen. Meine Geldprobleme gehören der Vergangenheit an. Ich bin keineswegs stolz auf das, was ich tue, ich sehe aber einfach keinen anderen Ausweg. Ich lebe wirklich sparsam, die ständigen Miet- und Energiekostenerhöhungen hätten mich aber aufgefressen. Die einzige Alternative wäre gewesen, mein Studium abzubrechen und zu meinen Eltern zurückzuziehen, was mich meine Beziehung und meine Zukunft gekostet hätte. Es tut mir leid, für all die Opfer meiner Taten, die sicher eine Menge Ärger mit ihren Versicherungen haben. Ich hoffe, nach dem Studium werde ich nicht mehr zu solchen Mitteln greifen müssen.

Beichthaus.com Beichte #00033437 vom 11.06.2014 um 03:43:20 Uhr (48 Kommentare).

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“Beichte

Strafe für den reichen Onkel

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Morallosigkeit Selbstsucht Lügen Studentenleben Familie

Nachdem mich ein Bekannter dazu angeregt hat, möchte ich beichten. Mein Onkel, der viel Hoffnung in mich setzt, bläst mir wortwörtlich das Geld in den Arsch. Er hofft, dass ich irgendwann mal in sein kleines Unternehmen einsteige und es später weiterführe. Natürlich nutze ich das Ganze derzeit aus und ich will mein Studium auch auf das Maximum hinauszögern - die tausend Euro, die ich monatlich von ihm auf mein Konto bekomme, sind die paar Lügen nämlich wert. Das Geld bekomme ich nämlich für mein teures "Studentenleben" - 3 ZKB in Uni-Nähe, aus denen ich ohne sein Wissen eine WG gemacht habe, die ganzen teuren Bücher, die ich mir allerdings ausleihe und nicht kaufe, ein neues Auto und so weiter. Meine Beichte ist, dass ich mir mit dem gesparten Geld nach dem Studium selbst etwas aufbauen will und nebenbei das, von meinem Onkel über viele Jahre aufgebaute, eigentlich gut laufende Unternehmen nur als Sprungbrett und Einstiegshilfe nutzen will. Ich werde ihm damit zwar sprichwörtlich ein Messer in den Rücken rammen, aber so kann ich ihm endlich zeigen, wie sehr ich ihn hasse und verachte. Warum das so ist, würde hier den Rahmen sprengen - und eigentlich tut es mir auch leid, so zu denken, da er irgendwie auch zu bedauern ist. Auf der anderen Seite hat er es aber verdient, selbst so ausgebeutet und verarscht zu werden, wie er es schon so lange mit verzweifelten Menschen macht. Tut mir leid Mama, aber dein Bruder hat es verdient, so richtig eins ausgewischt zu bekommen.

Beichthaus.com Beichte #00033429 vom 10.06.2014 um 05:23:33 Uhr (15 Kommentare).

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Koffer im Schließfach

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Boshaftigkeit Morallosigkeit Engherzigkeit

Ich beichte, dass ich heute am Hauptbahnhof bei den Schließfächern den Koffer einer sehr attraktiven Frau eingeschlossen habe. Sie war gerade im Gespräch mit ihrem gut aussehenden Mann und ich habe mir den Spaß erlaubt, weil ich gesehen habe, dass die Videoanlage gerade gereinigt wurde. Nun gut, ich muss gestehen, dass ich zuerst gesehen habe, dass die Kameras gereinigt wurden und dann gewartet habe, dass sich eine Gelegenheit bietet. Nach knapp 15 Minuten sah ich dann die beiden und habe auf einen unachtsamen Moment gewartet. Als sich dieser dann schließlich ergab, schob ich ihren Koffer in ein Schließfach und verschloss die Tür. Anschließend habe ich so lange gewartet, bis die beiden es bemerkten, und habe mich dabei sehr gefreut, weil sie sich so geärgert haben. Der Koffer ist noch im Fach und ich überlege, was wohl darin ist.

Beichthaus.com Beichte #00033389 vom 03.06.2014 um 14:10:14 Uhr (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Lebensretter?

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Zorn Stolz Stolz Gesellschaft Bahn & Co.

Vor ein paar Tagen habe ich (m/23) ein Leben gerettet. Es war nachts am S-Bahnhof Alexanderplatz und wie immer tummelte sich hier die Creme des Berliner Volkes. Während ich noch auf meine Bahn wartete, sah ich, wie an der anderen Seite des Gleises ein Mann nahe am Steig stand und schließlich Kopf und Oberkörper über das Gleis hängen ließ. Die S-Bahn fuhr schon ein. Alle gafften nur - keiner tat etwas. Eine Frau stand direkt neben ihm und guckte ihn nur dumm an, als hoffte sie, etwas würde passieren. Warum der Mann es tat weiß ich nicht, und ich muss zugeben, auch ich war erst starr vor Schock. Die S-Bahn gab sogar Signallaute. Irgendwie begann ich dann, loszurennen und schaffte es, den Mann am Rucksack zu packen und nach hinten zu reißen. Keine Sekunde zu spät, denn da war dann auch schon die Bahn.


Doch was nun kam, erstaunte mich am meisten. Weder dankte er mir, noch kümmerte es irgendeinen der umstehenden Menschen, was hier eben passiert war. Der Mann sah mich nur wütend an und lief weg, die Menschen um mich herum starrten mich an wie Fische und stiegen in die Bahn. Niemand achtete darauf, was eben passiert war. Nun zu meiner Beichte: Zum einen empfand ich absolut nichts dabei, keine Freude oder Ähnliches, dass ich eben ein Leben gerettet hatte. Einfach nichts, ich lachte nur wie blöde! Hysterisch und laut wie ein Irrer. Zum Anderen bin ich wütend, dass sich niemand bedankt hat, dass niemand ein Wort sagte und dass es dem Volk wohl lieber gewesen wäre, wenn dem Mann von der Bahn Kopf und Oberkörper zerfahren geworden wären. Ich weiß, dass ich mich damit abfinden sollte, ein Leben gerettet zu haben, aber ein wenig Anerkennung dafür, dass ich nicht gegafft habe, wäre schön gewesen. Manchmal denke ich auch, dass er eventuell einen Suizid begehen wollte und ich damit nur sein Leid verlängert habe.

Beichthaus.com Beichte #00033388 vom 03.06.2014 um 03:20:00 Uhr (25 Kommentare).

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