Sie hat die Familie verkauft

21

anhören

Verrat Zwietracht Selbstsucht Familie

Ich (m) möchte beichten, dass ich seit Jahren kein Wort mit meiner noch lebenden Mutter gewechselt habe. Das Haus, in dem ich aufwuchs, wurde damals von meinem Großvater und ein paar Kumpels, die er vom Bau kannte, eigenhändig hochgezogen. In diesem Haus hat also nie jemand anderes als meine Familie gelebt. Der Dank meiner Mutter zu einem so tollen Erbe war allerdings, das Grab ihrer Eltern nach 17 Jahren auflösen zu lassen - schließlich müsste man da pro Jahr die horrende Summe von 15 Mark zahlen. Etwa zur gleichen Zeit ging dann auch die Ehe meiner Eltern in die Brüche und somit fiel meiner Mutter eine weitere wichtige Geldquelle weg. Gerade als ich Abitur machte und zum Studieren wegzog, realisierte meine Mutter, dass sie nun auch für die Kinder kein Geld mehr von meinem Vater bekommen würde.


Und so kam sie zu dem Schluss, dass 1500 Mark für eine einzelne Person nicht genug wären, und sie Geld bräuchte. Ihr Ziel war es, die unteren Stockwerke des Hauses zu vermieten, was mir gar nicht gefiel, da ich mich mit dem Gedanken an fremde Mieter, in Opas Haus, nicht anfreunden konnte. Ich bot ihr an, die laufenden Kosten am Haus zu übernehmen - wobei das Geld natürlich von meinem Vater gekommen wäre - aber das lehnte sie ab. Mich brachte es in Rage, dass sie erst zu geizig war, um das Grab weiterhin zu finanzieren und dann auch noch das Haus vermieten wollte. Dabei hatte sie bei ihrem Erbe damals auch einen hohen Betrag bekommen - und ich kann mir absolut nicht erklären, wo das Geld hin ist. Aber meine Mutter konnte generell nicht mit Geld umgehen, denn im Haus stand massig Plunder, der nur vollstaubte. Am Morgen meiner endgültigen Abfahrt zum Studium sagte ich ihr also klipp und klar, was Sache ist: Mich nerve ihr Verhalten bezüglich des Geldes und dem Andenken ihrer Eltern, und dass ich am Wochenende einfach nicht zu dieses Haus kommen möchte, um fremde Menschen in Opas Wohnzimmer zu sehen. Ich legte ihr dar, dass ich mit so einer Person, die ihre Familie verkauft, keinen Kontakt haben will und nie wieder dorthin zurückkehren werde. Auf ihre Reaktion habe ich ehrlich gesagt nicht groß geachtet, ich stieg in den Zug und fuhr weg.


Nun, Jahre später, habe ich durch die Hilfe meines Vaters mein Studium vollendet, verdiene sehr gut und besitze eine große Eigentumswohnung. Ich hatte tatsächlich nie mehr Kontakt mit meiner Mutter und vermeide auch mit meinem Vater und meiner Schwester jedes Gespräch darüber. Ich habe mir auch fest vorgenommen, nicht zu ihrer Beerdigung zu erscheinen und dann auch keinen Anspruch auf das Haus zu erheben - meine Schwester sagte nie etwas gegen die Pläne meiner Mutter, also soll es ihr gehören, egal in welchem Zustand. Doch eigentlich möchte ich beichten, dass ich genauso rücksichtslos zu meiner Mutter bin, wie sie es zu ihren Eltern war und seit Neustem öfters Albträume habe, dass meine Mutter langsam, aber qualvoll, an Krebs stirbt und ich ihr mit meinem Gehalt helfen könnte. Außerdem scheine ich zu keiner glücklichen Beziehung zu Frauen fähig zu sein und sehe mich als asexuell, wobei ein Konflikt mit der Mutter sicherlich nicht hilft. Aber ich habe ihr damals eindeutig klar gemacht, wie mein Standpunkt zum ganzen Sachverhalt ist, und nun muss sie mit den Konsequenzen leben. Vielleicht war ihr Mieter aber auch ein reicher Mann, dessen Geld sie nun für Plunder verjubeln darf.

Beichthaus.com Beichte #00031902 vom 15.09.2013 um 17:56:02 Uhr (21 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Beinahe mein erstes Mal

25

anhören

Verzweiflung Sex Misstrauen Lügen

Ich (w/19) habe vor einem Jahr einen jungen Mann, welchen ich im Internet kennengelernt habe, besucht. Da ich allerdings ziemlich weit weg wohnte, bot er mir an, einige Tage bei ihm zu schlafen, während seine Familie im Urlaub war. Schnell machte er mir klar, dass er sich in mich verliebt hätte und auf sein Drängen hin, und um ihn nicht zu enttäuschen, willigte ich mehr oder weniger ein, mit ihm zu schlafen. Da er es allerdings nach mehreren Versuchen nicht schaffte, "ihn" reinzubekommen, und ich dank der Schmerzen zu weinen begann, musste er aufgeben. Allerdings versuchte er es die Tage wieder und wieder - und hörte erst auf, wenn ich wegen der starken Schmerzen abbrach. So ging das, bis er mich am Tag der Abreise wütend zum Bahnhof fuhr und den Kontakt kurze Zeit später abbrach - übrigens mit der Begründung, dass es nicht klappen würde und ich ihn schwer enttäuscht hätte.


Seit diesem Besuch habe ich wahnsinnige Angst vor Sex, und davor, überhaupt an dieser Stelle berührt zu werden. Nicht wegen der Schmerzen an sich, sondern aus Angst, wieder jemanden zu enttäuschen, weil es nicht klappt. Außerdem ist mir das Ganze wahnsinnig peinlich und ich befürchte, dass es Männer abschrecken könnte, weswegen ich jedem Mann, den ich näher kennenlerne, sage, dass ich noch nie etwas in Richtung Sex probiert habe. Ich bin zwar wirklich noch Jungfrau, aber eigentlich wären sie ja nicht die "Ersten" an meinem Körper. Meine Beichte ist also, dass ich eine Lügnerin bin und am Ende wahrscheinlich immer einen Rückzieher machen werde, sollte es mir zu intim werden. Es tut mir leid, liebe Männer.

Beichthaus.com Beichte #00031891 vom 13.09.2013 um 18:21:07 Uhr (25 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Die schwierige Beziehung zu meinem Vater

20

anhören

Engherzigkeit Hass Verzweiflung Zorn Familie

Ich hasse meinen Vater im Augenblick. Ich (24) bin Studentin und hatte immer eine schwierige Beziehung zu ihm. Wir haben uns oft angebrüllt und gegenseitig wahnsinnig gemacht, er hat mich oft beschimpft und absichtlich verletzt. Er gab meinen Nichten die Kosenamen, die meine Mutter mir gab, als ich klein war und es gibt so viele Bilder von ihm und den Kindern meiner Schwester - sie sind schließlich der Stolz der Familie, und so weiter. Von mir und ihm gibt es allerdings kein Einziges. Vor zwei Jahren hat er versucht, eine Beziehung zu mir aufzubauen. Nicht, weil ich plötzlich wichtig war, sondern weil ich die Einzige war, die noch zugehört hat - die da war, als es in der Ehe meiner Eltern kriselte. War meine Mutter verfügbar, wurde ich wie Dreck links liegen gelassen, überrannt und beschimpft. War sie nicht da, oder hatten die beiden Streit, war ich wieder gut genug. Ich hasse ihn, weil er nicht auf meiner Hochzeit sein wird, ich hasse ihn, weil er nicht sehen kann, wie ich mein Studium beende, ich hasse ihn, weil er meine Kinder nicht kennenlernen wird. Und vor allem hasse ich ihn, weil ich mich immer daran geklammert habe, dass es irgendwann besser wird, dass wir irgendwann Freunde werden. Ich hasse ihn und habe Angst, dass das niemals aufhören wird. Ich hasse ihn mit einer glühenden Inbrunst, die mir das Herz bricht und mich selbst hasse ich genauso.

Ihr fragt euch, warum? Weil mein Vater sich vor sieben Wochen das Leben genommen hat und sein letzter Gedanke vermutlich war, dass keiner ihn liebt oder braucht. Ich brauchte ihn. Trotz allem. Und ich liebte ihn. Und er fehlt mir so. Und trotzdem war ich für ihn kein guter Grund, um weiterzuleben. Ich habe Angst, mir niemals verzeihen zu können, dass wir nicht besser miteinander auskamen - vielleicht wäre dann alles anders gekommen.

Beichthaus.com Beichte #00031890 vom 13.09.2013 um 00:31:03 Uhr (20 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Marx war doch Kapitalist, oder?

27

anhören

Dummheit Aggression Boshaftigkeit Schule

Das Schuljahr hat gerade erst angefangen und schon bin ich (w/18) von meiner Banknachbarin genervt. Zum Beispiel konnte ich mich heute in Geschichte kaum noch vor ihren dummen Fragen retten. Ich gebe selbst zu, dass ich auch keine große Leuchte in Geschichte bin und dass mir das Faktenwissen fehlt, aber trotzdem bin ich ehrlich daran interessiert und ein bisschen Menschenverstand kann man doch auch in unserem Alter erwarten. Trotzdem kamen ständig Fragen wie: "War die BRD Osten oder Westen?", "Auf welcher Seite standen die Amerikaner?" "Marx und Lenin waren Kapitalisten, oder?" und so weiter. Ebenfalls eine beliebte Taktik ihrerseits ist es, mir einen Satz aus dem Lehrbuchtext vorzulesen und dann zu fragen: "Stimmt das so?" Nein, natürlich nicht, der Autor will dich nur veralbern!


Außerdem kann sie nichts alleine machen und fragt mich ungefähr nach jedem dritten Stichpunkt, wie ich das formuliert habe. Meine Güte, wir stehen kurz vor dem Abitur - aber auch in Deutsch löchert sie mich ständig, da sie kaum Fachbegriffe in Sachtexten versteht. Meine Beichte ist, dass ich meine Banknachbarin innerlich täglich mehrmals anschreie, beleidige und manchmal auch arrogante Antworten gebe, was sonst überhaupt nicht meiner Art entspricht. Insgeheim hoffe ich auch ständig, dass mal ein Lehrer bemerkt, wie blöd sie sich anstellt, denn durch pures Auswendiglernen erreicht sie meistens sogar gute bis sehr gute Leistungen, oder benutzt im Unterricht einfach meine Antworten, wenn sie gefragt wird.

Beichthaus.com Beichte #00031885 vom 11.09.2013 um 17:15:29 Uhr (27 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Der Wunsch, dass sie wieder krank wird

25

anhören

Begehrlichkeit Habgier Selbstsucht Partnerschaft

Ich (m) bin Mitte 30. Meine Freundin ist seit 2010 mit mir zusammen und war in dieser Zeit dreimal in einer psychiatrischen Klinik, weil sie Probleme hat. Darüber hinaus ist sie zu Hause auch oft depressiv und hat "Krisen". Im Herbst fing es dann an, denn sie wollte mich immer seltener sehen. Ich merkte, dass sie wohl plante, mich zu verlassen, was mich sehr unglücklich machte, auch weil sie sich erst im Februar des nächsten Jahres wirklich trennte. Sie ging zu dieser Zeit wieder in eine Klinik, und ich besuchte sie täglich, da sie sonst niemanden hat. Wie das so ist, mochte sie mich wieder mehr und wir kamen irgendwann erneut zusammen. Dann wurde sie entlassen, und machte eine Therapie, in der sie große Fortschritte machte und damit wurde auch unser Verhältnis wieder besser. Im Frühjahr 2012 musste sie dann erneut in eine Klinik - das gleiche Spiel wie zuvor begann. Ich war der Einzige, der sie besuchte, und sie war unglaublich dankbar. Danach fing sie einen neuen Job an, traf sich regelmäßig mit Kollegen und ich wurde wieder lästig. Wir telefonierten oft eine ganze Woche lang nicht und sehen wollte sie mich natürlich auch nicht.


Und ja, ich weiß, dass ich vermutlich die Falsche habe, aber das ist nicht das Problem - denn ich fühle mich schrecklich schuldig. Ich wünsche mir nämlich, dass es meiner Freundin wieder schlecht geht. Denn dann bräuchte sie mich und ich könnte wieder die wichtigste Person in ihrem Leben sein. Ich hoffe deshalb, dass ihre Krankheit wieder zum Vorschein kommt und damit die Depressionen - ich tue schließlich alles für sie und möchte sie nur bei mir behalten! Aber selbstlos ist meine Liebe nicht. Man sollte jemanden eher gehen lassen, als sich zu wünschen, dass es ihm wieder schlecht geht, nur weil man selbst einen Vorteil daraus ziehen könnte. Ich will doch nur, dass sie mich zu schätzen lernt und bei mir bleibt. Ich weiß, diese Gedanken klingen absolut unlogisch, und ich fühle mich auch sehr schuldig, weil ich so denke.

Beichthaus.com Beichte #00031883 vom 12.09.2013 um 10:31:32 Uhr (25 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000