Selbst angepullert

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Dummheit Lügen Ungerechtigkeit

Ich (m) habe, als ich klein war, genauer gesagt in der zweiten Klasse, gegen einen Baum gepullert. Dort prallte der harte Strahl ab und spritzte meine Hose voll. Daheim war es mir so peinlich, also sagte ich meiner Mutter, es sei ein älterer Junge aus meiner Schule gewesen. Ich sagte, er habe sich vor mich gestellt und mich anuriniert. Am nächsten Tag bekam er eine Verwarnung von der Schule. Ich schäme mich noch immer für diese kleine Notlüge.

Beichthaus.com Beichte #00028695 vom 03.03.2011 um 21:11:28 Uhr (16 Kommentare).

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Ich war es nicht!

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Lügen Falschheit Feigheit Auto & Co. Magdeburg

Ich war zehn Jahre lang mit einem wirklich ekelhaften Mann verheiratet. Er schikanierte mich und die Kinder bis aufs Äußerste. Ich war jung, dumm und hatte wenig Selbstvertrauen, darum wehrte ich mich auch nicht gegen ihn. Eines Tages bin ich von meiner Freundin zum Kaffee trinken eingeladen worden. Nach einer langen Debatte mit meinem damaligen Mann erlaubte er mir und den Kindern schließlich für zwei Stunden zu ihr zu fahren. Ich solle aber ja pünktlich wieder da sein, um ihm sein Essen zu kochen.
Fröhlich meinem Mann ein paar Stunden zu entkommen, packte ich meine Kinder ins neue Auto und fuhr in den nächsten Ort zu meiner Freundin. Wir hatten viel Spaß mit den Kindern und als es Zeit wurde wieder heimzufahren, bettelten meine Kinder noch länger bleiben zu dürfen, was ich ihnen schweren Herzens verweigern musste. Wir hätten in den nächsten Tagen schwere Zeiten gehabt. Wir stiegen wieder ins Auto und fuhren gerade aus der Einfahrt meiner Freundin, als ich die Entfernung der Mauerecke falsch einschätzte und mit der ganzen Tür der Fahrerseite über die Mauerecke schrammte. Mit zittrigen Knien stieg ich aus und sah mir die Bescherung an. Das würde Tausende von Euro kosten.
Als wir zu Hause ankamen hatte ich panische Angst, so dass ich meinem Mann die Schramme vorerst verschwieg. Kurze Zeit später fuhren wir zum Einkaufen. Bevor er sich das Auto näher ansah, sagte ich im vorwurfsvollen Ton, warum er mir nicht gesagt habe, dass er eine Schramme ins Auto gefahren oder einen Unfall mit dem Auto gehabt habe. Er war ziemlich sprachlos und konnte es sich nicht erklären.

Beichthaus.com Beichte #00028692 vom 03.03.2011 um 11:20:23 Uhr in Magdeburg (Baumschulenweg) (26 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Von der Fahrschule in den Puff

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Prostitution Morallosigkeit Lügen Auto & Co. Stuttgart

Jetzt bin ich doch wieder hier gelandet. Es gibt halt Dinge, über die man einfach nicht redet. Auch wenn es heißt "Ehrlichkeit währt am längsten". - Solange man ehrlich zu sich selbst ist. Als ich (w/19) mit meiner Freundin endlich den Führerschein machen wollte, […]
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Beichthaus.com Beichte #00028670 vom 24.02.2011 um 09:55:24 Uhr in Stuttgart (31 Kommentare).

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Lügen beim Arbeitsamt

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Lügen Habgier Arbeit Springe

Liebes Beichthaus, ich (w/20) habe die Frau vom Arbeitsamt angelogen. Als sie mich wiederholt fragte wie viele Bewerbungen ich im laufe der letzten Monate geschrieben habe, antwortete ich prompt mit 30. Man bekommt pro Bewerbung vom Arbeitsamt 5 Euro. Ich schäme mich für meine Geldgier, aber immerhin habe ich in wirklich schon drei Bewerbungen abgeschickt!

Beichthaus.com Beichte #00028665 vom 23.02.2011 um 10:28:24 Uhr in 31832 Springe (Fünfhausenstraße 6) (28 Kommentare).

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Als mein Vater im Sterben lag

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Lügen Verzweiflung Gesundheit Familie Jena

Darf man einen totkranken Menschen aus Mitleid anlügen, um ihn zu schonen? Diese Frage stelle ich mir persönlich bereits seit über zwei Jahren immer wieder. Mein Vater war schon seit Ende der 80er an Diabetes erkrankt. Diabetes ist eine schleichende und tückische Krankheit. Sie tut nicht weh und verursacht zu Anfang keine nennenswerten Beschwerden. Jedoch schädigt sie über Jahre hinweg, wenn sie unzureichend behandelt und auch vom Betroffenen selbst nicht wirklich ernst genommen wird, dauerhaft die Nierentätigkeit. So geschehen meinem Vater. Niere kaputt bedeutet Dialyse. Dialyse bedeutet Lebensverlängerung mit Hilfe einer Blutreinigung, und diese belastet früher oder später das Herz und schwächt es dauerhaft. Ein Teufelskreis! Nachdem mein Vater einen Hinterwandinfarkt überstand, ihm ein Defibrillator eingesetzt wurde und er sogar wieder aus einem einwöchigen Zuckerkoma erwachte, bekam ich einen Ärztebericht über den Gesundheitszustand meines Papas in die Hand, in welchem ihm, als einzige Möglichkeit noch ein paar schöne Jahre mit seinen Lieben zu verbringen, die Transplantation der Niere und des Herzens empfohlen wurden.


Kurz entschlossen erklärte ich mich sofort bereit, die erforderliche Niere für meinen Vater zu spenden, da wir ohnehin die gleiche Blutgruppe hatten. Nachdem ich ausführlich mit meinem Vater gesprochen hatte, nahmen wir Kontakt zur Uniklinik in Jena auf und verbrachten anschließend endlose Wartezeiten und Untersuchungen in der Transplantations-Klinik. Relativ schnell stand fest, dass die Transplantation des Herzens höchste Priorität hatte, denn ohne neues gesundes Herz würde mein Vater eine Nierentransplantation erst gar nicht überstehen. Im Herbst 2007 begann so eine Zeit voller Hoffnung. Die Jenaer Ärzte und selbstverständlich auch wir, als seine Familie, sprachen unserem Vater Mut zu.


Ende November kam meine kleine Nichte auf die Welt und mein Vater durfte erleben, wie er Opa wurde und hatte viel Freude an seinem kleinen Sonnenschein. Meiner Geburtstagsfeier Ende Februar 2008 konnte mein Vater nicht beiwohnen, da er für eine Woche die letzten, wichtigsten Transplantations-Voruntersuchungen in der Klinik stationär auf sich nehmen musste. Man versprach uns, meinen Vater so schnell als möglich über die Untersuchungsergebnisse zu informieren.
Doch es kam leider anders. Einen Monat später erlitt mein Vater einen schweren Herzanfall. Seine Herztätigkeit war nun auf ganze 15 Prozent gesunken. Kämpfertyp, der er war, rappelte er sich auch davon nochmals auf, so dass er sogar zu einem Aufenthalt in eine Kurklinik transportiert werden konnte. Zusammen mit meiner Mutter und meinem Bruder fuhr ich in dieser Zeit nach Jena, um uns die Untersuchungsergebnisse bekannt geben zu lassen. Das Gespräch dort war für uns ernüchternd und wie ein Schlag ins Gesicht. Das Venen- und Arteriensystem meines Vaters war laut Ärzten viel zu porös, als dass er für eine Herztransplantation überhaupt in Frage käme oder diese gar überleben würde.


Wer aber sollte meinem Vater diese schlimme Nachricht übermitteln und ihm sozusagen sein Todesurteil verkünden? Wir entschieden uns für eine Notlüge, und ich war die Person, die ihm diese überzeugend beibringen sollte. Irgendwie brachte ich es fertig, ihm glaubhaft zu erklären, dass ein abschließendes Ergebnis noch nicht feststünde, und die Ärzte aus Jena nach seiner Entlassung aus der Reha selbst mit ihm reden würden.
Seither plagten mich aber üble Gewissensbisse und ich besuchte meinen Vater nur noch ganze dreimal, bis er nach einem erneuten heftigen Herzanfall Ende Mai 2008 für immer von uns ging. Ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen.
Durch eine entfernte Verwandte, der er sich in seinen letzten Wochen des öfteren telefonisch anvertraute, erfuhr ich, dass er sehr wohl über seinen tatsächlichen Gesundheitszustand Bescheid wusste. Ich bin mir heute zwar sicher, dass mein Vater mir diese Lüge verziehen hat, weil er meine Beweggründe kannte. Aber kann ich sie mir jemals selbst verzeihen?

Beichthaus.com Beichte #00028656 vom 21.02.2011 um 11:48:23 Uhr in 07743 Jena (Universitätsklinikum Jena, Bachstraße 18) (24 Kommentare).

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