Abschiedsfloskeln in der Drogerie

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Engherzigkeit Neid Schamlosigkeit Arbeit Nürnberg

Ich (w) arbeite seit Längerem für einen bekannten Drogeriemarkt in Süddeutschland. Leider wird diese Tätigkeit mit der Zeit immer anspruchsloser und langweiliger, sodass ich mir immer erheiternde Späße einfallen lassen muss. Hätte ich doch nur etwas Vernünftiges gelernt! Aber nun zu meiner Beichte: Es betreten überwiegend Frauen im Alter von 20-30 Jahren die Drogerie. Die meisten von denen kann ich nicht leiden, da ich mir in meiner Arbeitskleidung so minderwertig gegenüber den überschminkten Frauen vorkomme. Wenn eine Frau mal eine Packung Kondome kauft und ich an der Kasse stehe, sage ich oft Sätze wie "Viel Spaß noch" oder "Lass es nicht zu sehr krachen. Morgen ist auch noch ein Tag". Oft folgt noch ein Augenzwinkern, um die Frauen noch mehr in Verlegenheit zu bringen. Für Frauen, die billige Tampons kaufen, habe ich immer den Standardspruch "Kaufen Sie lieber nicht die Billigen, sonst müssen Sie morgen noch einmal in die Stadt für neue Unterwäsche". Ich muss zugeben, dass ich mich in der Öffentlichkeit wirklich daneben benehme, aber es macht einfach Spaß, die errötenden Frauen zu beobachten und daher bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032734 vom 17.02.2014 um 14:21:40 Uhr in 90402 Nürnberg (Königstraße) (20 Kommentare).

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Der Teufel Alkohol

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Sucht Trunksucht Verzweiflung Familie

Ich (w/42) befinde mich zurzeit in stationärer Therapie wegen meiner langjährigen Alkoholsucht und habe mitunter viel Zeit zum Nachdenken. Erst jetzt, mit wachsender Abstinenz und klarem Kopf wird mir schmerzlich bewusst, was ich meinen Kindern mit dieser Sucht angetan habe, denn dem Alkohol bin ich leider schon sehr früh verfallen. Mit 20 habe ich geheiratet, wurde Hausfrau und Mutter, aber als das kann man mich eigentlich nicht bezeichnen. Ich war mehr überfordert als glücklich mit dieser Rolle. Ich habe in Gegenwart der Kinder getrunken, den Haushalt vernachlässigt und oft ist mir die Hand ausgerutscht - mein Mann trennte sich schließlich von mir und nahm die Kinder mit, die Älteste war damals sechs Jahre alt. Ich soff trotzdem weiter, hatte lockere Affären und wurde wieder schwanger. Mein drittes Kind, eine Tochter, kam aufgrund meiner Alkoholsucht behindert zur Welt, sie wurde mir vom Jugendamt sofort weggenommen, aber auch das brachte mich nicht zur Einsicht, ich war schwerabhängig, verdrängte vieles und stürzte immer weiter ab.


Ich lernte dann erneut einen Mann kennen, zog mit ihm in ein anderes Bundesland und glaubte es dieses Mal zu schaffen. Als ich nach der Hochzeit mit Zwillingen schwanger wurde, sah mein Vorhaben auch ganz gut aus, ich glaubte, mein Leben wieder im Griff zu haben, nur war das ein fataler Trugschluss. Kaum waren meine Jungs geboren, ging es mit dem Saufen wieder von vorne los, ich war wieder mit allem überfordert und fühlte mich im Stich gelassen. Mein Mann arbeitete viel und um unsere junge Ehe stand es nicht gut, er begann mich zu schlagen, und ebenfalls zu trinken. Trotzdem haben wir noch eine Tochter bekommen, aus heutiger Sicht der pure Wahnsinn. Die Kinder erlebten die ersten und so wichtigsten Jahre ihres Lebens wie in der Hölle und das werde ich nie wieder gutmachen können. Bevor auch hier wieder alles eskalierte, schritt das Jugendamt ein und nahm uns die Kinder weg. Das gleiche Szenario wie in meiner ersten Ehe: Kinder weg, Mann weg, Scheidung. Ich unternahm mehrere halbherzige Therapieversuche, irrte ziellos in meinem Leben umher und hatte sechs Kinder wegen dem Teufel Alkohol im Stich gelassen, alle waren, außer die beiden Ältesten, in Pflegefamilien, zu denen ich allerdings keinen Kontakt haben durfte. Immer wieder wollte ich etwas ändern, aber ich schaffte es nie, abstinent zu bleiben. So vergingen die Jahre, in denen ich mich zugrunde soff.


Mir war inzwischen alles egal. Erst, als mich mein Hausarzt zwangseinweisen lies, hat es bei mir klick gemacht. Die Ärzte stellten eine mittelschwere Leberzirrhose fest, sodass ich sofort einen Entzug machte, der wirklich furchtbar, aber ein guter Anfang war, seit einem halben Jahr befinde ich mich in einer geschlossenen Therapieeinrichtung und denke, gute Fortschritte zu erzielen. Aber mit den klaren Gedanken kommt auch der Schmerz über das, was ich meinen Kindern angetan habe und im Leben niemals wieder gutmachen kann. Meine älteste Tochter ist jetzt 21, die jüngste Fünf, zu allen sechs Kindern habe ich keinen Kontakt und das tut mir bitter weh, denn ich habe alles, wirklich alles falsch gemacht und war nie für sie da. Jetzt ist es zu spät, um ihnen noch mal eine gute Mutter sein zu können, aber ich werde trotzdem darum kämpfen, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen, um gleichzeitig eine Chance zu erhalten. Vielleicht sogar wieder Kontakt aufbauen zu können, wenn es das Jugendamt zulässt. Die beiden Ältesten sind ja bei meinem Ex-Mann geblieben und dort aufgewachsen. Vielleicht kann ich ihnen mal schreiben. Ich weiß, mit meiner Schuld muss ich leben, die wird mir niemand vergeben können und selbst, wenn mir meine Kinder verzeihen, bleibt für immer diese Schuld, dass ich ihnen so viel Schlimmes zugemutet habe. Darum lasst euch bitte, wenn ihr ein Alkoholproblem habt, rechtzeitig helfen, damit es nicht erst so weit kommt wie bei mir. Es tut mir leid!

Beichthaus.com Beichte #00032733 vom 17.02.2014 um 16:35:21 Uhr (27 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Mein Weg zum Traumjob

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Schamlosigkeit Morallosigkeit Arbeit

Ich (w/22) habe mich in der Pubertät sexuell ziemlich ausgelebt und bin jetzt endlich bereit, erwachsen zu werden. Deshalb bin ich auf der Suche nach einer glücklichen Beziehung und einem guten Job. Zumindest den Job hätte ich beinahe auch bekommen, aber dann unterlief mir ein Fehler und mir wurde abgesagt. Auf der Suche nach Alternativen fiel mir ein, dass eine meiner alten Bekanntschaften der Sohn eines recht hochrangigen Politikers ist und ich habe dann einfach mal angerufen und um Hilfe gebeten. Und er lud mich tatsächlich zu sich ein, um darüber zu reden. Das Gespräch verlief allerdings nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte, denn er kam schnell auf meine Vergangenheit zu sprechen, die er wohl von seinem Sohn kannte. Aber um zu meiner Beichte zu kommen: Ich hatte den Job zwei Stunden später aufgrund gewisser Gefälligkeiten. Es tut mir leid, dass ich mir einen unfairen Vorteil erschlichen habe.

Beichthaus.com Beichte #00032711 vom 12.02.2014 um 19:00:22 Uhr (22 Kommentare).

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Zu feige für eine Racheaktion

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Feigheit Fremdgehen Ehebruch Rache Semmenstedt

Meine Frau ist mir (m/47) vor vier Jahren fremdgegangen. Der Mistkerl hat sie vorher über Jahre angebaggert. Sie gestand mir, dass ihr die Komplimente und Aufmerksamkeiten gefielen, aber sie lange nicht im Traum daran dachte, mit dem Typen wirklich etwas anzufangen. Als es dann in unserer Ehe eine Zeit lang nicht gut lief, hat er seine Chance genutzt und ihr auf seine charmante Art eingeredet, dass ich doch nicht gut genug für sie bin und sie etwas Besseres verdient hat. Als ich dann zufällig dahinter kam, habe ich ihn gleich angerufen. Allein die Aussicht, dass ich es seiner Frau erzähle, hat ihn panisch werden lassen. Sofort hat er meine Frau abserviert, und zwar auf eine Art und Weise, die sie schwer traf. Er meinte, dass sie selbst schuld sei und dass er von ihr verführt wurde. Durch diverse Chatverläufe kenne ich allerdings die Wahrheit, auch wenn ich immer noch nicht verstehen kann, dass ein Mann andere Frauen anbaggert und sein Selbstwertgefühl mit Affären heben muss, obwohl er eine attraktive Frau und zwei süße Töchter hat.


Seit vier Jahren male ich mir jetzt immer wieder aus, seiner Frau von der ganzen Sache zu erzählen. Oder ihm einen Aufkleber mit "Nazi? Na und!" auf sein Auto zu kleben, da ich seinen Arbeitgeber kenne und das für ihn mit Sicherheit ein Kündigungsgrund wäre. Aber die Aussicht, dass seine Töchter darunter leiden müssen, hindert mich daran. Sie sind nette, richtig aufgeweckte und sensible Gymnasiastinnen mit einer guten Zukunft. Und mit diesem Vater sind sie gewiss schon genug gestraft. Ich möchte deshalb beichten, dass ich zu feige bin, um diesem Typen eins auszuwischen oder ihm auch nur klarzumachen, dass er Verantwortung für seine Handlungen übernehmen muss. Er ist mit der Sache einfach viel zu glimpflich davon gekommen, während meine Ehe von der Affäre immer noch belastet ist. Und das nach vier Jahren! Außerdem möchte ich beichten, dass ich zu dumm bin, um mir eine Vergeltung auszudenken, die seine Familie nicht betreffen würde. Ich hasse mich für meine mangelnde Fantasie und meine Feigheit!

Beichthaus.com Beichte #00032702 vom 12.02.2014 um 11:07:02 Uhr in Semmenstedt (25 Kommentare).

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“Beichte

Leben ohne Kinder

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Feigheit Lügen Kinder Gesellschaft

Ich (w/29) bin mit meinem Leben sehr zufrieden: toller Job, in dem ich wirklich aufgehe, harmonische Beziehung und ein stabiler Freundeskreis, in dem ich mich relativ wohlfühle. Nur eines nervt mich maßlos: die ständige Frage danach, wann denn bei mir und meinem Partner Nachwuchs geplant ist. Meine Mutter wäre unendlich gerne Oma und viele Freundinnen von mir haben bereits Kinder. Ja, ich glaube, man erwartet geradezu von mir, dass ich ebenfalls endlich mal schwanger werde, da Kinder ja so etwas Wunderschönes und der Sinn des Lebens sind. In Wirklichkeit haben mein Partner und ich uns bewusst gegen Kinder entschieden, wir lieben unsere Freiheit, unsere Jobs und verreisen sehr gerne. Wir wollen unser Leben ungezwungen und ohne große Verantwortung gegenüber einem Kind genießen, zumal ich mich ehrenamtlich im Tierschutz engagiere und bereits dort den Sinn meines Lebens gefunden habe. Wenn ich meine Freundinnen mit ihren Kindern erlebe, bin ich jedes Mal heilfroh, dass ich mich danach in meine eigenen vier Wände zurückziehen und erholen kann. Ich habe also überhaupt keinerlei Bedürfnisse danach, selbst jemals Mutter zu werden. Das Problem ist, dass ich mich nicht traue, offen darüber zu reden oder meinen Standpunkt klar zu vertreten und bei dem Thema ausweiche. Eine Frau, die sich bewusst gegen Kinder entschieden hat?


Ich kann mir jetzt schon die entsetzten Reaktionen in meinem Umfeld ausmalen, obwohl doch immer mehr Paare kinderlos bleiben und es in unserer Gesellschaft kein Tabu mehr sein sollte. An meine Mutter, die so gerne Enkel hätte, will ich dabei am allerwenigsten denken. Leider blieben ihr nach meiner Geburt durch eine Krebserkrankung weitere Kinder versagt und darum wünscht sie sich eben im Gegensatz zu mir nichts sehnlicher als ein Haus voller kleiner süßer Enkel. Mein Freund bat mich letztens, wir sollten endlich die Karten offen auf den Tisch legen, er wäre es inzwischen leid, immer herumdrucksen zu müssen und langsam halte auch ich dem Druck nicht mehr stand, mich herauszureden und so zu tun, als wollen wir "irgendwann" mal Kinder, sobald es passt. Für meine Mutter wird unser Geständnis sicherlich hart, aber es ist mein Leben und damit muss sie klarkommen. Sicherlich sind Kinder etwas Schönes, es ist ja nicht so, dass ich sie nicht mag, aber ich will halt einfach keine eigenen, nicht jetzt, nicht später und auch nicht irgendwann. Müssen sich Frauen, die sich so entschieden haben, wirklich immer noch rechtfertigen? Wer wiederum Kinder hat, muss ja auch viel entbehren und sich gefallen lassen, das fängt im Berufsleben an. Trotzdem will ich demnächst offen und ehrlich über das Thema reden, damit ich nie wieder diese schreckliche Frage hören muss, wann es denn bei mir so weit mit Nachwuchs ist.

Beichthaus.com Beichte #00032693 vom 09.02.2014 um 16:58:52 Uhr (51 Kommentare).

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