Mein Testament per Video

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Dummheit Last Night

Ich (w/17) schreibe im Moment meine Facharbeit in Bio über das Thema "numerische Chromosomenaberrationen" und da meine letzte Klausur ziemlich daneben ging, muss ich mich nun total reinhängen, um eine vernünftige Zeugnisnote zu bekommen. Letzten Freitag habe ich mich wieder intensiv mit dem Thema beschäftigt und bestimmt drei Stunden am Stück an der Facharbeit gearbeitet. Danach war ich fertig, mir schwirrten nur noch irgendwelche Fachbegriffe durch den Kopf. Auf jeden Fall dachte ich mir, dass ich mir nach solcher Disziplin auch mal wieder was gönnen könnte und bin mit ein paar Freundinnen feiern gegangen. Ich trinke sonst eigentlich nie viel und gehe auch eher selten feiern, aber ich wollte mal wieder richtig Spaß haben und so kam es, dass der Alkohol an diesem Abend auch für mich gut floss. Erst beim vorglühen, dann auf der Party und danach waren wir noch ein bisschen bei einer der Freundinnen und haben weiter getrunken. Ich schätze, ich bin so zwischen 3 und 4 Uhr nach Hause gekommen, allerdings noch total aufgedreht. Ich habe mich also noch ein bisschen vor den PC gesetzt, so getan, als ob ich ein Truthahn wäre und meinen Spiegel geputzt. Dann habe ich noch ein kleines Webcamvideo gedreht, aber dazu später mehr. Ich wache also am nächsten Morgen mit einem leichten Kater auf und habe nur noch vage Bilder der letzten Nacht im Kopf. Das Video hatte ich komplett vergessen. Am gleichen Tag noch war mein Freund bei mir und war, während ich duschen war, an meinem PC. Er fand das besagte Video, das ich auf dem Desktop gespeichert hatte, mit dem Titel: "Testeeramt". Mein Alkoholpegel zu dieser Zeit lässt sich wohl erahnen. Mein Freund schaute sich das Video an. Als ich vom Duschen wiederkam, fand ich ihn ziemlich geschockt und irgendwie verunsichert. Ich habe ihn natürlich gefragt, was los ist. Er fragte mich, ob ich ihm irgendwas zu sagen habe und das in so einem ernsten Ton, dass ich mir nur dachte "Wer ist gestorben?" Es stellte sich heraus, dass ich in dem Video verkündet habe, dass ich sterben werde. Ich schaute es mir ebenfalls an. Es zeigte mich, wie ich mein Testament aufsagte. Irgendwie kann ich auch in besoffenem Zustand noch total ernst bleiben, wenn ich will. Ich höre mich da in dem Video also sagen, dass ich schon mit einer "numerischen Chromosomenaberration" geboren wurde und ich somit nur eine Lebenserwartung von etwa 23 Jahren habe. Aber das Ganze habe ich dann noch mit allerlei Fachbegriffen ausgeschmückt, die in dem Zusammenhang ziemlich professionell klangen, sodass ich mir schon fast selber geglaubt habe. Anschließend habe ich noch mein gesamtes Hab und Gut an sämtliche Verwandte vererbt. Ich habe meinen Freund dann natürlich aufgeklärt. Zum Glück hat er es mit viel Humor genommen.

Beichthaus.com Beichte #00030526 vom 03.12.2012 um 20:32:39 Uhr (13 Kommentare).

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Nächtliche Kleiderwäsche

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Trunksucht Peinlichkeit Ekel Dummheit Last Night Darmstadt

Mir (m/17) ist letztes Jahr etwas ziemlich Peinliches passiert. Ein Freund von mir feierte seinen Geburtstag bei sich zu Hause. Es war eine relativ große Party, so zirka 30 Leute waren gekommen, und wir hatten auch dementsprechend viel Alkohol besorgt. Nach einigen Stunden waren fast alle auf der Party total voll, inklusive mir. Ich hatte mit einem Kumpel ausgemacht, nach der Party bei ihm zu übernachten, weil er in der Nähe wohnte. Als die Party dann zu Ende war und wir beide total voll waren, machten wir uns mit der Freundin meines Kumpels auf den Weg zu ihm. Da wir so betrunken waren, brauchten wir für den in normalem Zustand zehnminütigen Weg fast eine Stunde. Seine Freundin war nicht so betrunken und deshalb ziemlich genervt von uns. Als wir dann bei ihm angekommen waren, fielen wir natürlich direkt ins Bett - dachte ich zumindest. Ich habe keine Erinnerung mehr daran, was wirklich passiert ist. Als wir dann am nächsten Morgen mit ziemlich dickem Kopf aufwachten, fand seine Freundin eine nasse Hose vor, und wir rätselten die ganze Zeit, woher diese kam. Wir dachten, es sei ein verschüttetes Getränk vom vorherigen Abend, auch wenn die Hose leicht komisch roch. Einige Tage später rief mein Kumpel mich an und fragte: "Kann es sein, dass du in die Ecke meines Zimmers gepisst hast? Hier sind lauter feuchte Socken und es stinkt nach Pisse!" Ich wusste ja nichts mehr und sagte nur, ich hätte keine Ahnung. Da er und seine Freundin aber in seinem Hochbett geschlafen haben und ich darunter auf dem Boden, konnte es nur so gewesen sein. Ich hatte also total betrunken und im Dunkeln auf die Sachen seiner Freundin und seine dreckigen Socken gepinkelt. Zum Glück war nichts auf den Teppich gekommen und beide fanden es ziemlich witzig; extrem peinlich war es mir trotzdem. Heute lachen wir darüber.

Beichthaus.com Beichte #00030517 vom 02.12.2012 um 12:39:15 Uhr in Darmstadt (Arheilgen) (10 Kommentare).

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“Folge

Ständige Kontrolle der Eltern

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Aggression Verzweiflung Familie Neurosen

Ich (m/24) muss loswerden, dass ich mich dank meiner Eltern in psychischer Behandlung befinde. Der Grund ist relativ trivial aber nach 23 Jahren Kontrolle war ich nicht mehr in der Lage, mit meiner Freundin zusammenzuleben. Meine Eltern haben keine Freunde, keine Hobbies, keine eigenen Leben und haben ihr ganzes Dasein dem Zweck bestimmt, ihr Leben um meines herum zu leben. Mit 19 Jahren war ich das erste Mal alleine zu Hause, ich hatte Glastüren, damit ich nichts verbergen konnte. Die Schlüssel für meine Zimmertür wurden direkt beim Einbau der Türe abgenommen und so weiter. Im Schnitt hat alle 20 bis 30 Minuten meine Mutter oder mein Vater den Kopf zur Tür reingesteckt, um zu gucken, was ich mache. Ich dachte mir immer nur "da kommt der Wärter für meine Zelle." Jeder Besuch in der Küche hat damit geendet, dass nach spätestens 30 Sekunden noch jemand anderes mit einer scheinheiligen Begründung darin stand. Mit 22 habe ich endlich durchgesetzt, dass meine Post nicht mehr von meinen Eltern geöffnet wird; zumindest die, die auf den ersten Blick wie Werbung aussieht. Alles Unbekannte wird direkt geöffnet und teilweise archiviert, ohne dass ich es überhaupt mitbekommen habe. Mit 19 durfte ich dann in den Keller ziehen, aber eher aus dem Grund, dass ich angefangen habe zu studieren und meine Eltern einen Kompromiss finden mussten, weil sie mich nicht wegziehen lassen wollten und ohne Geld ist das leider schwierig. Ich war dumm genug, mich darauf einzulassen.


Man frage sich jetzt, wie oft ein normaler Mensch in den Keller läuft. Vielleicht mal um Getränke zu holen oder die Wäsche auf- und abzuhängen. Ich habe gezählt und es waren im Durchschnitt 70 bis 80 Mal! Längere Aufenthalte waren keine Seltenheit. An Urlaubstagen haben sie regelmäßig den ganzen Tag damit verbracht, den Keller zu putzen, während der Staub im Wohnzimmer meterdick lag. Wöchentlich wurde der Gefriertruheninhalt umgewälzt und weil Wäsche aufhängen in einem fünf mal sieben Meter großen Raum nicht gut genug ist, quetscht man sich in den Kellerflur genau auf Höhe, um in mein Zimmer hinein zu schauen. Es gibt noch hunderte solcher lustigen Stories, aber an diesem Punkt wieder in die Gegenwart. Nach meinem Studium bin ich sofort mit meiner Freundin zusammengezogen und wir streiten uns täglich. Nicht, weil ich ihre Art hasse, aber schlichtweg, weil ich Komplexe kriege, wenn ich schon in der Küche stehe und jemand betritt den Raum. Das ganze resultiert dann darin, dass ich mich kontrolliert fühle und ich ihr gegenüber aggressiv werde. Um meine Freundin nicht zu verlieren, habe ich mir einen baldigen Termin beim Therapeuten besorgt und wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass sie für ein Jahr auszieht, um mir den nötigen Freiraum zu geben, um damit klarzukommen.

Beichthaus.com Beichte #00030515 vom 01.12.2012 um 22:38:39 Uhr (19 Kommentare).

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Betrunken falsch abgebogen

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Peinlichkeit Trunksucht Familie Last Night Studentenleben Heidelberg

Ich wohne aus studiumsbedingten Gründen vorübergehend im Haus meiner Tante und ihres Mannes. Leider haben mein Schwiegeronkel und ich nicht das beste Verhältnis, da er erzkonservativ ist und mich als armen Studenten meist ziemlich abwertend behandelt. An einem Wochenende war ich, wie üblich, mit meinen Freunden auf Kneipentour. Nach einer durchzechten Nacht, mit wahrscheinlich zu viel Alkohol, war ich gegen 4 Uhr morgens heilfroh, endlich im warmen Bett meines Zimmers im Haus meiner Tante zu liegen. Ich hatte es nur mit Mühe und Not geschafft, die Haustür aufzuschließen - Im Nachhinein ein klarer Indikator für meinen eindeutig zu hohen Pegel. Ich habe noch eine Flasche Wasser getrunken, was ich nach dem Feiern immer tue, und bin dann eingeschlafen. Es war etwa um Punkt 7 Uhr morgens, als ich durch einen Radiowecker wach wurde. Noch halb verschlafen erschrak ich, als ich meine Augen öffnete: Ich lag weder in meinem Bett, noch in meinem Zimmer. Bevor ich mit Restpegel überhaupt realisiert habe, wo ich denn liege, richteten sich jeweils links und rechts von mir zwei Gestalten auf, die ebenfalls vom Wecker geweckt wurden. Ich lag doch tatsächlich mitten zwischen meiner Tante und ihrem Mann. Meiner Tante entfuhr ein kurzer aber lauter Schrei, bevor sie ins Bad flüchtete. Einfach nur perplex von der Situation schauten mein Schwiegeronkel und ich uns bestimmt 30 Sekunden lang einfach nur an. Als in meiner Schaltzentrale endlich ankam, was hier eigentlich vor sich geht, murmelte ich nur: "Oh, ich habe mich wohl im Zimmer geirrt.", und verließ höchst beschämt den Raum.
Die darauf folgenden Tage versuchte ich immer wieder vergeblich mir zu erklären, wie mir dieses Malheur passieren konnte. Leider hatte ich wirklich keinerlei Erinnerung an eben diese besagten drei Stunden meiner geistigen Abwesenheit. Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass ich so sturzbetrunken war, dass ich nach einem nächtlichen Toilettengang das Zimmer verwechselt habe - Wobei die Zimmertüren von mindestens zehn Metern und einer Linkskurve getrennt werden. Dieser Morgen wurde seitdem nie wieder angesprochen. Ich merke jedoch heute noch, wie vor allem mein Schwiegeronkel den Kontakt und jegliche Kommunikation mit mir äußerst angestrengt zu vermeiden versucht. Im besten Fall hält er den mich für einen maßlosen Trinker, im schlechtesten wohl für einen Psychopathen mit Eltern-Komplex.

Beichthaus.com Beichte #00030514 vom 01.12.2012 um 21:24:25 Uhr in Heidelberg (18 Kommentare).

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“Beichte

Mit Freibier durch den Wald

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Diebstahl Trunksucht Dummheit Last Night Göttingen

Es ist mittlerweile einige Jahre her, als ich und meine Freunde eine der witzigsten und im Nachhinein dümmsten Sachen unserer Jugend durchgezogen haben. Bei uns in der Gegend stand mal wieder das jährliche Brauereifest an. Seit eh und je eine der feinsten Gelegenheiten sich einen hinter die Binde zu gießen. Natürlich gehörte es zum Guten Ton schon mittags dort zu erscheinen, ehe das Freibier vergriffen war. Bekanntermaßen werden Menschen, sofern es was umsonst gibt,
zu kopflosen Bestien. Gesagt getan. Innerhalb einer Stunde hatten wir uns jeder 3-4 Liter leckerstes Fassbier reingefahren. Meine zwei morgendlichen Nutellabrötchen und ein Kaffee bildeten hierfür natürlich die perfekte Grundlage. Im Grunde war ich von 0 auf 100 ein Zombie. Glücklicherweise ging es einigen meiner Freunde nicht viel besser
und wir beschlossen es wäre besser nach Hause zu gehen. Wir kamen auf die Idee einfach durch den Wald zu laufen, da dies die kürzeste Strecke nach Hause war. Als wir uns dann schwankend so langsam vom Festbetrieb entfernten und Richtung Wald stolperten, ist uns der Kühlwagen aufgefallen, wo auf großen Volksfesten immer die Getränke gelagert werden. Zu unserem Glück war der Getränkewagen nicht abgeschlossen und wir standen vor dem größten Biervorrat, den man sich nur vorstellen kann. Wir waren einstimmig der Meinung, dass man ein Fässchen für zuhause abgreifen könnte. Die Abgelegenheit des Kühlwagens hinter dem Zelt kam dem ganzen ganz gelegen und wir schnappten uns ein 50-Liter-Fass zu dritt.


Wie das bei Alkohol so ist, überschätzten wir unsere Kräfte maßlos. Man muss sich vorstellen, dass so ein Fass wegen der Henkel nur von maximal zwei Mann mit jeweils einem Arm getragen werden kann. Natürlich konnten wir jetzt nicht mehr den bequemen Weg über die Waldwege zurücklegen, sondern mussten das ganze Ding querfeldein irgendwie nach Hause schaffen. Es wäre jedem Spaziergänger sofort klar gewesen, dass drei rabenstramme Halbstarke etwas mit einem 50-Liter-Bierfass im Schilde führen. Wie gesagt 25 Kilo an einem Arm und derbe einen im Tee quer durch den Wald vier Kilometer nach Hause. Irgendwann hat es einem meiner Freunde beim Tragen auf die Fresse gehauen und das Fass ist samt ihm 30 Meter eine steile Böschung runter gepurzelt. Im ersten Moment haben der andere Freund und ich uns vor Lachen kaum eingekriegt aber dann wurde uns klar das wir das Ding wieder aus der Böschung hochholen müssen. Etliche Versuche scheiterten, nicht zuletzt wegen des immensen Alkoholpegels. Mit dreckverschmierten Klamotten und völlig ernüchtert, aber nicht nüchtern, beschlossen wir das Fass in den nächsten Tagen zu holen. Zum Glück war es nicht beschädigt und wir haben es mit einem Flaschenzug ganz einfach wieder den Berg hochbekommen. Zwei Wochen später musste es dann auf einer Geburtstagsparty auch dran glauben. Im Nachhinein war das Ganze ziemlich dumm und unnötig, zumal sich mein Freund beim Berg runter rollen ein wenig verletzt hatte. Zumindest linderte der köstliche Geschmack des Freibiers ein wenig seine Prellungen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00030509 vom 29.11.2012 um 21:00:14 Uhr in 37035 Göttingen (Kreuzbergring) (17 Kommentare).

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